Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?30283

Revisionsprozess

Totem schwulen Saufkumpan den Penis abgeschnitten

Das Limburger Landgericht verurteilte am Mittwoch einen 34 Jahre alten Alkoholkranken wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu fünf Jahren und vier Monaten Haft.


In der zweiten Instanz wurde die Haftstrafe für den Täter etwas reduziert (Bild: Blogtrepreneur / flickr)

Vor dem Limburger Landgericht endete am Mittwoch der Revisionsprozess gegen einen 34-Jährigen, der in der Nacht zum Karfreitag 2016 einen damals 53-jährigen Mann im Hinterhof eines Wohnhauses im Wetzlaer Stadtteil Hermannstein getötet und ihm anschließend den Penis abgeschnitten hat. Der alkoholkranke Täter muss für fünf Jahre und vier Monate ins Gefängnis – anderthalb Jahre weniger als im Urteil der ersten Instanz. Außerdem wurde ihm ein Entzug angeboten.

Der bizarre Fall hatte damals für bundesweite Schlagzeilen gesorgt. Die Polizei war in der Tatnacht um ein Uhr zum Tatort gerufen worden und fand dort den auf den Boden liegenden Angeklagten vor. Er habe gerufen: "Ich bin ein Mörder, nehmt mich fest." Und weiter: "Ich habe den K. umgebracht, die schwule Sau ist mir an die Eier gegangen. Deshalb habe ich ihm seine Eier abgeschnitten." Daraufhin habe er sich ohne Gegenwehr festnehmen lassen (queer.de berichtete).

Mit dem Küchenmesser den Penis abgeschnitten

In einer zu einer Wohnung umgebauten Garage fanden die Beamten das leblose Opfer. Dem Mann sei mit einem Küchenmesser mit einer zirka 20 Zentimeter langen Klinge der Penis direkt an der Wurzel fast vollständig abgetrennt worden – bis auf einen zwei Zentimeter dünnen Hautfetzen. Die Abtrennung erfolgte laut Rechtsmediziner nach dem Tod.

Als Todesursache wurde Ersticken an Speisebrei genannt. Demnach habe der Angeklagte in der Tatnacht den stark alkoholisierten Mann mehrfach heftig mit der Faust auf den Kopf geschlagen, woraufhin er Erbrochenes in die Lunge eingeatmet habe. Bei dem Opfer wurde ein Promillewert von 3,8 festgestellt, beim dem 34-Jährigen ein Wert von 2,8.

Der Verteidiger hatte einen Freispruch gefordert

Was genau in der Nacht geschah, konnte auch im Revisionsprozess nicht geklärt werden. Auslöser des Streits zwischen den beiden Männern soll ein Griff des Opfers in den Schritt des Saufkumpans gewesen sein. Anders als in der ersten Instanz sah die Kammer des Landgerichts keine Tötungsabsicht und verurteilte den 34-Jährigen nicht mehr wegen Totschlags, sondern wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Mit dem Urteil lag die Kammer um fünf Monate niedriger als von der Staatsanwaltschaft gefordert.

Der Rechtsanwalt des Täters hatte dagegen einen Freispruch für den Angeklagten verlangt. Für ihn sei dessen Schuld nicht bewiesen. Der stark alkoholisierte Saufkumpan hätte auch ohne Einwirkung des 34-Jährigen, etwa durch einen Sturz, erstickt sein können. (cw)



#1 herve64Ehemaliges Profil
  • 14.12.2017, 10:08h
  • Und wegen "Störung der Totenruhe" (:volkstümlich ausgedrückt: "Leichenschändung") kriegt er wohl nichts aufgebrummt?

    [zynismus] Ach was: einen "Vollrausch" hatte er und war deswegen nicht zurechnungsfähig? Gut, dann gebe ich mir jetzt auch die Kante und schlachte mir mißliebige Zeitgenossen so mir nichts, dir nichts ab, wenn das so einfach geht. [/zynismus]

    Sorry, aber dieses Justizgebahren verstehe ich einfach nicht!!!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Patroklos
  • 14.12.2017, 10:14h
  • "Der Rechtsanwalt des Täters hatte dagegen einen Freispruch für den Angeklagten verlangt."

    Gut, daß die Forderung dieses Winkeladvokaten abgeschmettert und der Täter zu einer Haftstrafe verurteilt wurde.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 IsaakAnonym
#4 Your RistAnonym
  • 14.12.2017, 12:29h
  • Antwort auf #3 von Isaak
  • Falsch. "Job und rechtliche Verpflichtung" eines Anwalts ist das Bewahren der Rechtsordnung, nicht das Rauspauken seines Mandanten auf Teufel komm raus.

    5 Jahre und 4 Monate für das Töten eines Menschen sind ein Witz. Deutsche Richter verkommen immer mehr zu Täterschützern und Frauenverachterinnen wie im Fall einer Muslimin, die von ihrem Mann regelmäßig halbtot geschlagen wird, was die Frankfurter Richterin als kulturell gerechtfertigt versteht und der Frau mit Hinweis auf den Koran eine schnelles Scheidungsersuchen verweigert.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 IsaakAnonym
  • 14.12.2017, 12:49h
  • Antwort auf #4 von Your Rist
  • Falsch. Ein Anwalt ist im Rahmen seines Mandates immer zuvörderst mit der Wahrung der Interessen seines Mandanten betraut und hat die in diesem Kontext stattfindenden Beratungs- und Dienstleistungen "gewissenhaft" (§43 S. 1 BRAO) auszuüben. Als Jurist, der Sie vorgeben zu sein, sollten Sie das eigentlich wissen. Vor Gericht bei strittiger Sachlage und nach eigener Auffassung nicht hinreichend nachgewiesener Schuld einen Freispruch einzufordern ist direkter Ausfluss dieser Interessenwahrung und macht einen Anwalt weder zum Winkeladvokaten noch gefährdet es unsere Rechtsordnung in irgendeiner Form.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 TheDadProfil
#7 MarkKerzmanProfil
  • 15.12.2017, 03:55hVenice Beach
  • Antwort auf #6 von TheDad
  • Sein/ihr nick (Your Rist) läßt darauf schließen, daß es sich bei der oben genannten Person möglicherweise, eventuell, vielleicht, unter Umständen um einen Juristen/eine Juristin handeln könnte (oder auch nicht). Denkbar wärs schon, muß aber nicht sein! Alles klar?
  • Antworten » | Direktlink »
#8 TheDadProfil
  • 15.12.2017, 10:31hHannover
  • Antwort auf #7 von MarkKerzman
  • Spekulation die dazu dient das Gegenüber abzuwerten !

    Diese arrogante Idee des "das müßtest du ja eigentlich wissen" um die eigenen Nicht-Argumente zu erhöhen..

    Tragfähig bleibt hier nämlich nur die BRAO..

    Ob man das als "Jurist" dann auch verstanden hat, ist eine völlig andere Frage..
  • Antworten » | Direktlink »
#9 saltgay_nlProfil
  • 15.12.2017, 22:20hZutphen
  • Was mich wundert, das ist die Leichtfertigkeit mit der hier das Urteil zu einer Straftat abgehandelt wird. Haben die Betreffenden Akteneinsicht genommen? Waren sie gar bei der Verhandlung dabei?

    Ich denke ohne sich wirklich mit diesem Fall beschäftigt zu haben, kann man gar kein Urteil in Frage stellen.

    Deshalb ist die ganze Diskussion überflüssig.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 HoffnungProfil
  • 16.12.2017, 20:13hWiesbaden
  • Eine Schweinerei, dass so ein grausamer Mord auch noch verunglimpft wird und er 1.auch noch den Penis danach abgeschnitten hat, was ja wohl bei einem "Totschlag" schon gar nicht nötig ist und 2. dann dieses Homo-feindliche Geschreie danach, dann würd ich Mal mein Hirn benutzen und nicht mehr saufen, falls es wirklich der "Alkohol" gewesen sein soll, der Mensch wurde auch mit einer Vernunft und einem Gewissen gesegnet!!
  • Antworten » | Direktlink »