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Bibel "enthält Aussagen gegen Homosexualität"

Orthodoxe Kirchen in Deutschland gegen Ehe für alle

Wenige Woche nach der Öffnung der Ehe in Deutschland betont die Orthodoxe Bischofskonferenz, dass die Gleichbehandlung von Homosexuellen mit ihnen nicht zu machen sei.


Der orthodoxe Jesus hält nicht viel von Schwulen und Lesben (Bild: Rick Gutleber / flickr)

Bei ihrer diesjährigen Herbstvollversammlung in Frankfurt am Main hat die Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland (OBKD) am Dienstag ein Papier beschlossen, in dem die Gleichbehandlung von Homosexuellen im Ehe-Recht abgelehnt und als unvereinbar mit dem christlichem Verständnis beschrieben wird. Im sogenannten "Brief an die Jugend über Liebe – Sexualität – Ehe" (PDF), der orthodoxen Jugendlichen bei den "brennenden Problemen der Zeit" helfen soll, heißt es, dass die Bibel an mehreren Stellen Homosexualität ablehnt. Nur zweieinhalb Monate nach der staatlichen Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben bekräftigten die Bischöfe, dass innerkirchlich die gleichgeschlechtliche Eheschließung in keinem Fall möglich sei.

Der fünfseitige Text war unter der Leitung des griechisch-orthodoxen Bischofs Vasilios von Aristis erarbeitet worden. Er behandelt Themen wie Liebe und Ehe und fordert Jugendliche auf, sich damit auseinanderzusetzen. Homosexualität wird in dem Papier als "brennendes Thema" bezeichnet. Zwar sei es "prinzipiell" gut, dass die Gesellschaft darüber debattiere, da Schwule und Lesben in der Vergangenheit "sogar unterdrückt und verfolgt" worden seien.

Aber: "In der Heiligen Schrift, sowohl im Alten als auch im Neuen Testament, gibt es Aussagen gegen die Homosexualität." Auch in der Tradition unserer Kirche würden sich "zahlreiche Äußerungen gegen die Homosexualität" finden.

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Ehe ist eine "Verbindung zwischen Mann und Frau"

Weiter heißt es: "Da nach orthodoxem Verständnis das Mysterium der Ehe eine Verbindung zwischen Mann und Frau voraussetzt und über eine ausschließlich soziale Perspektive hinausgeht, ist die Eheschließung von homosexuellen Paaren in unserer Kirche nicht möglich." Fragen über Homosexuelle gehörten in "den Bereich der Seelsorge und der taktvollen Begleitung durch die Kirche."

Die 2010 gegründete OBKD ist ein Zusammenschluss der orthodoxen Bischöfe aller Diözesen in Deutschland. Das schließt etwa die russisch-, serbisch- und bulgarisch-orthodoxe Kirche ein. Mit zwei Millionen Gläubigen sind die orthodoxen Kirchen die drittgrößte christliche Konfession in Deutschland.

Orthodoxe Kirchen gelten in der Regel als homofeindlicher als die evangelische und sogar die katholische Kirche. In vielen osteuropäischen Ländern machen die Kirchen offen Stimmung gegen Schwule und Lesben. So verglich Kyrill, das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, erst vor wenigen Monaten die Gleichbehandlung von Homosexuellen im Ehe-Recht mit Nazi-Gesetzen (queer.de berichtete). Die rumänisch-orthodoxe Kirche warb dieses Jahr für ein staatliches Ehe-Verbot für Schwule und Lesben (queer.de berichtete).

Der griechisch-orthodoxe Bischof Ambrosios von Kalavryta ging sogar noch weiter und erklärte, Homosexuelle seien "keine Menschen". Die Gläubigen, so empfahl der orthodoxe Würdenträger, sollten Schwule und Lesben ihren Hass spüren lassen: "Wann und wo auch immer Sie diese Leute treffen: Spucken Sie auf sie!", so sein Rat (queer.de berichtete). (dk)



#1 TimonAnonym
  • 15.12.2017, 14:04h
  • Die Bibel verbietet auch das Tragen gemischtfasriger Stoffe, das Essen von Schalentieren und das Berühren von Leder. Oder sie erlaubt es, die Tochter in die Sklaverei zu verkaufen. Etc. Etc. Etc.

    Ob die das wohl auch alles so streng auslegen? Oder ob die sich nur das rauspicken, was ihren Hass bestätigt...
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#2 TheoAnonym
  • 15.12.2017, 14:33h
  • Antwort auf #1 von Timon
  • Aber... aber... aber... die Menschheit verändert sich doch! Warum sollten wir die Speisegesetze von damals noch achten? Das ist doch heute durch die moderne Technik alles viel einfacher zu beschaffen! Und schmeckt auch noch gut
    Und nur einfasrige Stoffe werden doch gar nicht mehr hergestellt! Das kann man ja gar nicht mehr beachten!
    Nur Einstellungen gegenüber Menschen, die können nicht abgelegt werden, die haben nichts mit Technik oder Produktionsverfahren zu tun.
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#3 panzernashorn
  • 15.12.2017, 14:35h
  • Zitat des "Bischofs":
    "Wann und wo auch immer Sie diese Leute treffen: Spucken Sie auf sie!", so sein Rat.

    Ganz genauso sollte man es - gemäß dem eigenen Rat dieses "christlichen" Unwürdenträgers machen - nämlich auf diese vollkommen gestörten, widernatürlichen (!) Gestalten spucken - so wie sie es letztendlich selbst vorschlagen. ;-) :-)

    Müssen die froh sein, dass Blödheit keine Schmerzen verursacht...............!
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#4 matsAnonym
  • 15.12.2017, 14:43h
  • Naja, wenn man das Pamphlet "An die Jugend" liest, sieht man, dass die Orthodoxen in Deutschland ungefähr die Position der röm-kath. Kirche teilen. Im Kontrast zu Positionen der Orthodoxen in Osteuropa ist das vergleichsweise fortschrittlich. Aber der Weg vom bloßen Propagieren tradierter Dogmen bis zu einer gelebten humanen christlichen Vernuft wird trotzdem noch lang sein.
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#5 AntireligiotAnonym
  • 15.12.2017, 14:45h
  • "bekräftigten die Bischöfe, dass innerkirchlich die gleichgeschlechtliche Eheschließung in keinem Fall möglich sei"

    Mal abgesehen davon, dass diese Reiligiotenführer sich wieder einmal offen gegen geltende staatliche Gesetze stellen: Kein Erwachsener muss Mitglied in einem dieser hasserfüllten Vereine sein. Wer sich freiwillig diskriminieren lässt, kann das selbstverständlich tun, nur muss er sich damit auseinandersetzen, dass das im Allgemeinen wohl als psychisch krank angesehen wird.

    www.kirchenaustritt.de
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#6 bodo liefeldtAnonym
  • 15.12.2017, 15:35h
  • WER IM 21.JAHRHUNDERT NICHT HISTORISCH-KRITISCHE THEOLOGIE LEHRT , SONDERN ABERGLAUBE , GESPENSTER UND BIBEL ALS DOKU LEHRT , GEHÖRT ZUM MARS GESCHOSSEN . Aufklärung verschlafen/packt mit staatlicher macht ist genauso gefährlich wie polit. Islam !!!
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#7 SodomUndGomorraAnonym
  • 15.12.2017, 15:37h
  • Die Ehe ist das Bekennen und die Verantwortung der Liebe zum/zur Partner/in.
    Mittlerweile argumentieren die ja so, als ginge es nicht um Liebe.
    Heuchelei.
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#8 KaktusAnonym
  • 15.12.2017, 16:38h
  • Das schlimme daran ist, dass die von unseren Staat auch noch Geld bekommen, also von unseren Steuergeldern zusätzlich zu den Kirchenbeiträgen Geld bekommen. ((Subventionen).
    Viele wissen das nicht und glauben das die sich durch Kirchensteuern und Spenden finanzieren. Falsch. Das gilt nicht nur für die Orthodoxen, alle anderen, Evangelisch, katholisch und alle anderen religionen die in Deutschland ansässig sind. Das sind viele viele Millionen Euros die alle Kirchen Monat für Monat, Jahr für Jahr von unseren Steuergeldern bekommen. Wäre höchste Zeit diese zu streichen.
    Wer so bösartig Menschen diskriminiert, sollte kein Geld von uns bekommen.
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#9 Tommy0607Profil
  • 15.12.2017, 17:02hEtzbach
  • Nun ja; so tolerant ist auch nicht die Religion und Glauben von einigen Christen . Da sind auch Christen keinen "Deut" besser als andere Glaubensarten . Traurig für solche Diskriminierungen !
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#10 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 15.12.2017, 19:28h
  • "Homosexuelle seien "keine Menschen".

    Und ihr Orthodoxen Würdenträger SEIT MONSTER in menschlicher Gestalt!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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