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Kommentare zu:
Sigmar Gabriel: SPD zu stolz auf die Ehe für alle


#1 daVinci6667
  • 16.12.2017, 09:15h
  • Herr Gabriel die SPD hat zurecht diese 20 Prozentchen erhalten und wird auch nie zu alten Höhenflügen zurückfinden, solange sie nicht klarmacht dass Schröder und seine Agenda 2010 ein grossser Fehler war. Soziale Gerechtigkeit sieht anders aus. Das haben ihnen Arbeiter bisher nie verziehen. Erst mit dem Rechtsrutsch der Schröder SPD zur neuen Mitte konnte sich links davon auch im Westen die Linkspartei dauerhaft etablieren. Und das ist auch sehr gut so!

    Nun aber noch zusätzlich uns LGBTI mitzuteilen, die SPD solle sich bitte weniger auf uns konzentrieren, nachdem wir von ihr über Jahre hinweg bitter im Stich gelassen wurden, ist eine riesige Frechheit und ist gelinde gesagt sehr unklug. Sie stossen damit ein weiteres wichtiges Wählersegment vor dem Kopf. Wer soll sie am Ende noch wählen? Die Arbeiter tun das schon lange nicht mehr!
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#2 stephan
  • 16.12.2017, 09:20h
  • Gabriels Rolle in der letzten Legislaturperiode beim langen Ausbleiben der Ehe ist peinlich genug und er kann es durch solche Aussagen nur noch schlimmer machen!

    Die SPD ist tatsächlich zu stolz auf das Erreichte, wenn es nämlich darum geht, wie lange sich die SPD von der Union hat am Nasenring durch die Manege führen lassen. Auf das Projekt und das Erreichte aber stolz zu sein, ist vollkommen richtig, nicht nur für die SPD, sondern auch für Grüne, Linke und so viele gesellschaftliche Gruppen und Personen, die daran mitgetan haben.

    Gabriel Statement zielt aber auf eine Marginalisierung des Erreichten, weil es - nach Gabriels Meinung - nur eine Minderheit betrifft. Das sagt genug über Gabriel aus und es ist peinlich!
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#3 Homonklin44Profil
  • 16.12.2017, 09:25hTauroa Point
  • Ich weiß zwar nicht genau, was der dicke Sigi sonst so für Gedankenzüge schiebt, aber beim Befassen mit Punkten für die Arbeiterschicht könnte er sich vor Augen rufen, was das Einführen einer zweiten, niederen Menschenwertklasse für sozial Benachteiligte von den "roten" Punkten so halten ließ. Von denen sind bestimmt auch eine ganze Menge schon länger nach wo anders gelaufen.
    So stolz kann die Partei darauf nicht sein, ohne Ignoranz zu feiern.

    Da ist es wohl nicht nur die kalte Schulter gegenüber LGBTIQ*-Interessen allein, die ihm angekreidet werden mag.
    Der Ausdruck mit den "Lebensentwürfen" ist auch eher etwas unglücklich geraten. Je nachdem, mit welchen Anlagen ein Mensch geboren wird, ist das "Entwerfen" begrenzt ausführbar in diesem Land. Der soziale Hintergrund begrenzt das weiter, unter Umständen stark.
    Kinder von Hartz-Familien können da ein Klagelied von singen.
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#4 zgvbnjmmAnonym
  • 16.12.2017, 09:30h
  • Die SPD hat viele Jahre lang nichts für uns gemacht, insbesondere in Regierungsverantwortung mitgeholfen die Ehe für alle gemeinsam mit der Union zu blockieren.

    Erst als Merkel 2017 der SPD erlaubt hat nach ihrem Gewissen zu stimmen hat sich die SPD an ihr Wahlversprechen von 2013 erinnert.

    Dass die SPD nun sagt, man solle gleiche Rechte für alle Menschen nicht zu sehr hervorheben und weiterhin daran festhalten Hartz-IV-Empfänger unter das Existenzminimum zu sanktionieren, zeigt was aus der SPD geworden ist:

    Eine asoziale Partei.
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#5 S ZachariassAnonym
  • 16.12.2017, 09:34h
  • Die SPD hat doch nicht wegen der Ehe für alle die Modernisierungsverlierer verloren, sondern wegen der Agenda 2010. Mit ein wenig Gerede über Heimat und Leitkultur wird sie die auch nicht zurück bekommen. Dafür ist eine glaubwürdige Sozialpolitik und zukunftsorientierte Industriepolitik nötig. Beides sehe ich höchstens in zaghaften Ansätzen bei der SPD, leider.
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#6 RepublikanischAnonym
  • 16.12.2017, 09:52h
  • Wow, das ist mal ein Tiefflug der Sonderklasse!

    Was ist denn mit Herr Gabriel los? Von welchem Land spricht er? Von Deutschland? (Sarkasmus)

    Ein halbes Jahr ist vorbei und er vergisst, dass die Eheöffnung ein Erfolg der ehemaligen Opposition war. Von wegen ein ausschließlicher Erfolg der SPD. Nö, die Grünen und die LINKEN haben ihren großen Teil beigetragen. Die SPD hat erst in der letzten Sekunde Konsequenz gezeigt.
    Außerdem ist das nicht das Ende des Weges, Herr Gabriel!
    Wären Sie bitte so freundlich und würden sich bitte mit der Antidiskriminierungsstelle in Verbindung setzen? Dann erfahren Sie, was noch alles zu tun ist.
    Die LSBTTIQ wird immer noch diskriminiert, immer noch benachteiligt, und immer noch kann es passieren, dass welche ihren Arbeitsplatz verlieren aufgrund ihrer sexuellen Identität!
    Wenn Sie das ignorieren und sich nicht vollkommen darüber informieren, sind Sie kein Sozialdemokrat.

    Alles, was mit Menschen zu tun hat, ist wichtig. Da gibt es kein wichtiger oder weniger wichtig. Oder wollen Sie damit sagen, Ihre Partei sei mit dem "Zum Wohle des Volkes" überfordert? Falls ja, dann sollten Sie Ihre Partei rückgängig machen und den Platz für eine Partei freimachen, die versteht, dass alles gleichermaßen wichtig ist - zum Beispiel die Grünen und die LINKE.
    Bin gespannt, was Frau Barley dazu sagt.

    Zu viel Grünes und zu viel LINKES? Das ist ja gar nicht wahr. Die Wahl hat die Union gewonnen, leider, und niemand hat Bock mit denen eine Koalition einzugehen. So sieht es aus, Herr Gabriel.
    Aber da Sie das Wohl eines Teils der Bürger vernachlässigen wollen, passen Sie perfekt zur Union, und die neue Regierung wird genauso kacke regieren wie in den letzten 4 Jahren.
    Was hat sich dann verändert und verbessert?
    Genau: nichts!

    Da kann ich nur ein Parteimitglied Ihrer Partei zitieren:
    "Danke für nichts!!"
    (*FaustaufdenTischhau)
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#7 RepublikanerAnonym
#8 jungwolfAnonym
  • 16.12.2017, 09:58h
  • Die Äußerungen von Gabriel bestätigen nur das Misstrauen, das LGBT gegen die Glaubwürdigkeit der SPD hatten. Die Eheöffnung ist kein postmodernes "Anything goes". Aber mir soll es egal sein. Ich würde nie die SPD wählen. Nach solchen Worten von Gabriel erst recht nicht. Soll er doch seine unterprivilegierte Klientel wieder zurück gewinnen. Bei LGBT hat die SPD - besonders in der letzten Legislaturperiode - durch ihr respektloses Lavieren und ihren mangelnden Einsatz verloren.
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#9 RepublikanischAnonym
#10 HeckmeckAnonym
  • 16.12.2017, 10:09h
  • Vom sog. "kleinen Mann" hat sich die SPD sicherlich nicht durch ihr Engagement für die Eheöffnung verabschiedet. Das passierte lange vorher, als Gerhard Schröder meinte, man müsse durch neoliberale Politik dem "kleinen Mann" den Brotkorb höher hängen. Die Hartz 4-Gesetzgebung hat erst zu den Verwerfungen in unserer Gesellschaft geführt, die wir heute beklagen. Sie sind auch Ausdruck einer großen Angst vor dem sozialen Abstieg und der Hartz 4-Falle.

    Was Gabriel anführt ist schon deshalb Quatsch, weil die Eheöffnung erst ganz zum Schluß der Legislaturperiode kam, lange nach der Durchsetzung von Mindestlohn und den anderen Errungenschaften. Wenn das nicht als super Erfolg der SPD gefeiert und dankbar aufgenommen wurde, dann liegt das nicht an der Eheöffnung, sondern am Verlust der Glaubwürdigkeit der SPD. Wenn man weite Bevölkerungsteile in die Armutsfalle jagt und den größten Niedriglohnsektor Europas schafft, dann muss man sich nicht wundern, wenn soziale Errungenschaften, die danach eingeführt werden, nicht mehr den gewünschten Anklang finden.

    Was Gabriel sagt ist auch historisch falsch. Es gab Zeiten, da war die SPD eine moderne Partei, die den gesellschaftspolitischen Fortschritt vorantrieb und den Muff der Adenauer-Ära durch eine progressive Politik ersetzte. Heute kaum noch denkbar, aber deshalb engagierten sich damals viele Intellektuelle in und für die Themen der SPD. Das Engagement für die Eheöffnung steht eigentlich in bester sozialdemokratischer Tradition für gesellschaftspolitisches Fortkommen.

    Ich habe den Verdacht, dass Herr Gabriel vom eigenen Versagen als Parteivorsitzender ablenken will. Denn in Wahrheit gehört er zu den Totengräbern der SPD. Er wird nicht als großer Parteivorsitzender in die Geschichte eingehen, vielmehr bleibt sein Name mit dem Niedergang der deutschen Sozialdemokratie verbunden. Vermutlich ist genau das sein Problem. Seinem Nachfolger Martin Schulz, im Grunde genommen eine bedauernswerte Figur, hat er einen Scherbenhaufen sondergleichen hinterlassen. Gabriel bleibt ein abgewählter Ministerpräsident und erfolgloser Parteivorsitzender, der außer markigen Sprüchen nicht viel drauf hatte. Ein personeller Notnagel, weil es kein anderer machen wollte - ungeliebt vom eigenen Parteivolk und wenig beliebt in der Bevölkerung. Sein Sprung in die GroKo im Jahre 2013 sollte seinen Kopf und den einiger anderer retten, weil man damit eine Niederlage in einen Sieg verwandeln konnte. Heute erweist es sich als Pyrrhus-Sieg für die Partei.

    Ich glaube insgesamt, dass sich die SPDi überlebt hat. SIe wird so oder so bei der nächsten Wahl unter 20 Prozent landen. SIe war wichtig für unser Land, wir haben ihr auch viel zu verdanken. Aber das Zeitalter dieser Partei ist um. Nie war es so unsexy, Mitglied der SPD zu sein oder SPD zu wählen.
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#11 goddamn liberalAnonym
  • 16.12.2017, 10:11h
  • Antwort auf #8 von jungwolf
  • Ich habe kein Misstrauen gegenüber der SPD.

    Ohne deren Stimmen hätte es nämlich keine Mehrheit für die Ehe für alle gehabt. 100% SPD, 25% CDU/CSU.

    Gabriel misstraue ich zwar, aber Sätze wie diese treffen natürlich ins Schwarze:

    "Wer die Arbeiter des Rust Belt verliert, dem werden die Hipster in Kalifornien auch nicht mehr helfen."

    Exakt so ist es. Im weltfremden Müsli-Milieu hat man vergessen, wo industrieller Wohlstand erarbeitet wird.

    Sozialpolitik ist aber nicht teilbar. Und durch Heimattümelei auch nicht ersetzbar.
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#12 lucdfProfil
  • 16.12.2017, 10:18hköln
  • Ja... Wegen solcher kleinen Äußerungen, die viel verraten, würde ich auch nie die SPD wählen.
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#13 goddamn liberalAnonym
  • 16.12.2017, 10:28h
  • Antwort auf #10 von Heckmeck
  • "Nie war es so unsexy, Mitglied der SPD zu sein oder SPD zu wählen."

    Vorsicht!

    Faschisten bzw. Feschisten sind oft durchaus sexy. Etwa der gewaltaffine Ösi Martin Sellner mit seinem Schilehrer-Charme.

    Gerade deshalb ist seriöse urdemokratische Langeweile das Beste, was eine Republik braucht.

    Die SPD sollte die Kraft des sozialen Friedens gegen die Kräfte des sozialen Unfriedens sein.

    Sollte... :-(
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#14 herve64Ehemaliges Profil
  • 16.12.2017, 10:36h
  • Mit diesem Realitätsverlust, den ein Sigmar Gabriel da an den Tag legt, verwundert es nicht, dass die SPD auf keinen grünen Zweig mehr kommt.

    HALLO? Seit wann war die Ehe für Alle eine sozialdemokratische Forderung?

    Ehe ein Cem Özdemir verlautbaren ließ, dass es für die Bündnisgrünen ohne die Ehe für Alle keine Koalition mit ihnen geben würde und FDP und Linke mit den gleichen Aussagen nachzogen gab es von den Sozialdemokraten nur diesbezügliche Vertröstungen auf "nach der Wahl'" wie vor den letzten Legislaturperioden zuvor.

    Mutti hatte sich dann auch noch in einem "Brigitte"-Interview diesbezüglich verplappert, was die SPD dann quasi als Flucht nach vorne und vermeintliche Gunst der Stunde genutzt hat, um noch einen Rest an Glaubwürdigkeit zu retten.

    Da fragt man sich schon, für wie dämlich ein Sigmar Gabriel die Wählerschaft eigentlich hält. "Danke für Nichts, SPD!", sage ich da bloß noch.

    Mal abgesehen davon, finde ich es schon äußerst interessant, dass eine SPD, die sich ja so gerne das Prädikat Verteidigung der Menchenrechte auf die Fahnen schreibt, die Öffnung der Ehe für Alle und die damit verbundene Gleichberechtigung von nichtheterosexuellen Menschen als "Hipster-Thema" kleinreden will.

    Das merke ich mir schon mal für die nächsten Wahlen, Herr Gabriel!
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#15 RepublikanischAnonym
#16 MyBeSPDlerAnonym
  • 16.12.2017, 10:39h
  • Ahh man reagiert also auf rechtspopulismus, indem man den Rechtspopulisten nach dem Munde redet.

    Kelle, Storch und die Biebertante wären stolz auf dich, Siggi.

    Biste auf Rechtskurs, damit's mit Kauder und Co. wieder besser geht? Projekt 15 im vollen Gange.
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#17 RepublikanischAnonym
  • 16.12.2017, 10:43h
  • Nun sind Neuwahlen angesagt.
    Die Bürger müssen entscheiden, welche Regierung sie möchten, denn das ursprüngliche Mandat ist gescheitert.
    Und der Auswurf Gabriels hat einen Ball ins Rollen gebracht, der meiner Meinung nach von den Bürgern entschieden werden muss.

    GroKo und KoKo aus SPD und Union ist nun etwas, dass sie nicht ohne die Bürger vereinbaren können.
    Das hat einen "republikanischen" Beigeschmack. Igitt!
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#18 RepublikanischAnonym
  • 16.12.2017, 10:52h
  • An Frau "ethisch einwandfrei" Orthogonalfront:

    Siehe da, nun spricht einer aus deiner Partei. Eine Partei, die du gewählt hast. Eine Partei, deren "rechte Seite" du unterstützt.
    Du gehörst zur LSBTTIQ und musst nun ertragen, dass ausgerechnet deine Partei dich künftig etwas mehr im Stich lassen will.

    Ethisch einwandfrei?
    Nö, das ist nicht ethisch einwandfrei! Genauso wenig wie das, was du immer wieder raushaust.
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#19 herve64Ehemaliges Profil
  • 16.12.2017, 11:01h
  • Antwort auf #11 von goddamn liberal
  • Industrieller Wohlstand wird heutzutage vor allem in China erarbeitet und erwirtschaftet. Zwar nicht für diejenigen, die direkt an der Wertschöpfung beteiligt sind, aber macht ja nichts, denn die Staatsmacht ist ja im Wesentlichen die KP Chinas. die quasi gottgleiche Erhabenheit geniesst wie weiland die "Söhne des Himmels" (sprich: Kaiser).

    Insofern ist das einfach Schnee von gestern, was ein Sigmar Gabriel da äußert. Diese Klientel ist in der westlichen Welt inzwischen nämlich so gut wie ausgestorben.
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#20 goddamn liberalAnonym
  • 16.12.2017, 11:09h
  • Antwort auf #15 von Republikanisch
  • Die Grünen sind eine weltfremde Schönwetterpartei selbstergriffener Kirchentanten wie Göring-Eckart. Die werden sich irgendwann mal zwischen uns und ihren islamistischen Schützlingen entscheiden müssen. Ende offen.

    Die LINKE ist ein komplizierter Fall.

    Da gibt es echte Enkel der Aufklärung wie Gysi oder Lederer und gefährliche Querfront-Strategen wie Wagenknecht mit putinistischer Schlagseite.

    In Putins Reich werden wir getötet.
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#21 Siggi PopAnonym
  • 16.12.2017, 11:16h
  • Die SPD interessiert sich doch für die Belange der Arbeiter genauso wie für die Ehe für alle: Gar nicht. Oder hat man von der SPD gehört, sie geht von der Agenda 2010 weg?
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#22 jungwolfAnonym
  • 16.12.2017, 11:21h
  • Antwort auf #11 von goddamn liberal
  • Selbstverständlich darf man die "kleinen Leute" nicht vergessen. Man sollte aber gesellschaftliche Gruppen nicht gegeneinander ausspielen. Das höre ich bei Gabriel aber raus. Zudem wird die Gleichstellungspolitik ggü. LGBT mit Attributen belegt, die sie diskreditiert (Postmoderne, Anything goes).

    Ich würde Gabriel ja recht geben mit seiner Forderung, den "kleinen Mann" wieder stärker in den Focus zu nehmen. Aber er sollte dann nicht anderen potentiellen Wählerschichten signalisieren, dass sie eigentlich egal sind (oder postmoderne Hipster-Wohlstandsprobleme haben). Nebenbei: Ich habe immer noch erlebt, dass Menschen, die Coming out haben, am ganzen Körper gezittert haben, weil sie innerlich so fertig waren. Ist das ein Hipster-Problem?
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#23 goddamn liberalAnonym
  • 16.12.2017, 11:35h
  • Antwort auf #19 von herve64
  • "Diese Klientel ist in der westlichen Welt inzwischen nämlich so gut wie ausgestorben."

    So?

    Vergleich mal das Wirtschaftsleben in UK, wo die Industriezerstörerin Thatcher ganze Arbeit geleistet hat mit der Industrie- und Exportnation hierzulande.

    Es gibt viele WählerInnen im Industriesektor, die eine soziale Verbesserung erwarten dürfen.

    Das weiß übrigens auch die CSU.
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#24 Markusbln11Anonym
  • 16.12.2017, 11:40h
  • Meine Analyse ist: Ohne die Abstimmung zur Ehe für alle, hätte die SPD noch schlechter abgeschnitten.

    Die SPD und andere Linke verlieren immer dort, wenn sie Innovation, Emanzipation und Moderne leugnen. Dagegen gewinnen die US-Demokraten mit Inklusion und gleicher Teilhabe. Es wird Zeit, dass die SPD mit einer Trans-Kanditatin.

    Gabriel steht für das Gegenteil. Rost, Blick in die Vergangenheit, verstaubt. Wenn die Sozialdemokratie keine Werte vertritt, dann landet sie dort, wo sie in Polen steht.
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#25 goddamn liberalAnonym
  • 16.12.2017, 11:44h
  • Antwort auf #22 von jungwolf
  • "Ich habe immer noch erlebt, dass Menschen, die Coming out haben, am ganzen Körper gezittert haben, weil sie innerlich so fertig waren. Ist das ein Hipster-Problem?"

    Nö.

    Gabriel ist eine dubiose Figur, die für die Etablierung der SPDqueer keinen Finger gerührt hat.

    Aber es stimmt schon, dass die angegrünte Medienmacht die SPD manchmal in die falsche Richtung gelenkt hat.

    'Kohle-Kraft' ist für eine NRW-Ministerpräsidentin eher ein Ehrentitel als eine Beleidigung.

    War aber so gemeint.

    Das Ganze ist sowieso eine Schein-Diskussion.

    Schutz vor Verbrechen ist nicht rechts.

    Soziale Rechte sind für alle da.

    Und 'Pink Money' ist meist ein homophobes Klischee Pseudo-Linker, dem Antisemitismus nachgeäfft.

    Auch unsereiner arbeitet oft unter dubiosen Bedingungen.
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#26 RepublikanischAnonym
  • 16.12.2017, 11:49h
  • Antwort auf #20 von goddamn liberal
  • Nein, da bist du fehlinformiert. Die Grünen sind seit heute die einzig übrig gebliebene wählbare Partei. Und übrigens sind sie, was der Terror betrifft und was die LSBTTIQ betrifft, konsequent. Sie verstehen den Begriff soziale Politik und hätten die Wirtschaft schon längst auf Vordermann gebracht, wenn sie nur mal mehr Stimmen erhalten würden.

    Die scheinheilige Schönwetter-Partei ist immer noch die CDU, die in der Flüchtlingspolitik völlig versagt haben.

    Und deine FDP mit Herr Lindner hat das Mandat nach der Wahl in den Sand gesetzt. Wären die tatsächlich mal etwas liberal gewesen, dann hätten wir jetzt eine gute Regierung.

    Die LINKEN sind als Opposition sehr wohl geeignet. Ja, der Hang nach Russland ist schlecht. Das hab ich nicht bezweifelt. Und Wagenknecht ist mir auch nicht geheuer.
    Dennoch sind sie als Opposition sehr gut.

    Was aber jetzt Gabriel loslässt, ist, sorry, unter aller S.. u! Vor der Wahl den Wählern Honig um den Mund schmieren und hinterher äußern, dass sie genau das Gegenteil tun wollen. Das nennt sich Verarschung/Täuschung.

    Die CDU ist erzkonservativ, und die SPD mutiert mit Gabriel offensichtlich als "republikanisch" angehaucht.

    Dan wünsche ich dir viel Spaß mit der neuen Regierung. Und wehe du beschwerst dich! ;-)
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#27 queergayProfil
  • 16.12.2017, 12:03hNürnberg
  • Da hat der Sigmar aber lange gebraucht um zu erkennen, daß es bei der SPD viel zu wenig Rotes gibt.
    Kurt Schumacher, Willy Brandt verkörperten noch die alten SPD-Ideale, die langsam immer mehr verwässerten zu einer weichgespülten Soft-SPD. Die Luxus-Designer-Anzüge Marke Armani & Brioni von Exkanzler & Businessman/Millionär Gerhard Schröder lassen grüßen.
    Vieles von dem, was heutige SPD-Politiker vertreten, erinnert eher an einen Verrat an den alten SPD-Idealen. Auf dem Hof, wo Willy Brandts Großvater schuften mußte, gab es noch Züchtigungen für Arbeitervergehen. Und heute haben wir in der modernen Arbeitswelt Verhältnisse, die nicht mal so weit von dem entfernt sind.
    Taktiker und Redetalent Gabriel kann - verbal gesehen - wendig wie ein glitschiger Fisch sein. Phrasen dreschen kann er sehr gut, je nachdem wie ihm diese nützen sollen. Wenn er nun meint, die SPD sei zu stolz auf die Ehe für alle, dann ist das eine Frechheit ohnegleichen. Man sollte ihm das heimzahlen.
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#28 Markusbln11Anonym
#29 WindheimerAnonym
#30 goddamn liberalAnonym
  • 16.12.2017, 12:16h
  • Antwort auf #26 von Republikanisch
  • "Die Grünen sind seit heute die einzig übrig gebliebene wählbare Partei."

    Nach der Abmeierung von Volker Beck, der immer auch ein waches Auge für urdeutschen und arabischen Antisemitismus hatte, sehe ich das leider anders.

    Die Grünen verweigern sich beharrlich der Tatsache, dass die Assimilierung an ihr Gesellschaftsmodell (das teilweise auch meins ist) den meisten Migranten viel mehr Selbstveränderung abverlangt als z. B. die Anpassung an das Gesellschaftsmodell der AFD (die ja auch eine Migrantenpartei Russlanddeutscher ist).
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#31 RepublikanischAnonym
#32 MariposaAnonym
#33 MariposaAnonym
  • 16.12.2017, 12:46h
  • Antwort auf #20 von goddamn liberal
  • Unter anderem aus den von Dir genannten Gründen habe ich dann wie fast immer meine "Alte Tante" SPD gewählt. Obwohl etwa bis zum Sommer Zweitstimme Linke durchaus eine Option für mich gewesen wäre (bei einem Kanzlerkandidaten Gabriel sowieso).

    Weil jetzt teilweise hier wieder die SPD gebasht wird: Denkt daran, die Nutznießer werden Euch noch viel weniger gefallen (die Grünen werden es nämlich nicht sein. Schwacher Trost: Die Union wird nach Merkel auch große Probleme bekommen.....
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#34 LaurentEhemaliges Profil
  • 16.12.2017, 12:50h
  • Gabriel und seine SPD wurden jetzt vom "kleinen Mann" nicht wegen der Agenda 2010 abgestraft, sondern vor allem deshalb, weil sie, ebenso wie die Grünen, als Partei wahrgenommen wird, die die Migranten über Gebühr hofiert, und dem Wähler beim Thema Flüchtlinge ein Einheitsbrei vorgesetzt wurde.
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#35 RepublikanischAnonym
#36 RepublikanischAnonym
#37 Rosa SoliAnonym
  • 16.12.2017, 13:21h
  • Antwort auf #34 von Laurent
  • Deine Analyse ist schon deshalb kompletter Blödsinn, weil der Abstieg der SPD schon lange begonnen hatte, bevor ein syrischer Flüchtling deutschen Boden betrat.

    Als STeinmeier 2009 und Steinbrück 2013 schlechteste Ergebnisse für die SPD einfuhren, war das, was man heute Flüchtlingskrise nennt, noch weit entfernt.
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#38 RepublikanischAnonym
  • 16.12.2017, 13:23h
  • Antwort auf #30 von goddamn liberal
  • Du stolperst über Einzelpunkte. Wenn ich so vorgehen würde wie du, dann dürfte ich gar nicht mehr wählen, weil jede Partei leider was schlechtes vorzuweisen hat.

    Das ist aber keine Argumentation, sondern das Fixieren auf die negativen Punkte.

    So wie Gabriel daherspricht, wird sich die AfD freuen, dass die LSBTTIQ von der SPD weniger berücksichtigt wird. Ein gutes Konzept gegen die AfD ist das nicht.

    Es geht auch gar nicht um die Grünen, sondern alle Parteien sollten sich überlegen, wie sie der AfD Paroli bieten können!
    Es geht um eine soziale Politik, es geht um Konsequenz gegen den Terror, und es geht um eine Wirtschaft, die endlich den Arbeitnehmern das gibt, was sie leisten. Es geht um Rente im Alter.
    Etc.
    Es geht um so vieles.
    Es geht auch darum, dass Stuttgart21 eine katastrophale Entscheidung war, die massenhaft Geld schluckt, was hätte besser und sinnvoller hätte eingesetzt werden können.

    Die Grünen haben da einen perfekten Weg und waren gegen Stuttgart21.

    Die Grünen sind hier nicht das Problem, sondern das Problem sind die AfD inklusive ihrer Wähler, und die FDP, die das Mandat in den Sand gesetzt haben.
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#39 ursus
  • 16.12.2017, 13:24h
  • wer das gleichheitsideal des grundgesetzes zu vernachlässigbarem postmodernem gedöns erklärt, der hat in der tat keinen grund, auf irgendwas stolz zu sein.

    und eine partei, die dauernd (verstockt genderunsensibel) von den "nöten des kleinen mannes" redet und gleichzeitig keine sekunde lang die skandalösen regelsätze und den sanktionsterror bei alg II in frage stellt, geschweige denn selbstkritisch die gesellschaftlichen verwerfungen analysiert, die diese parteieigene erfindung hervorgebracht hat, hat dazu erst recht keinen grund.

    das verrückte ist: die lösungsansätze liegen offen auf dem tisch. die spd ignoriert den elefanten im raum, konsequent arrogant und verbohrt. spätestens die letzte wahlniederlage wäre ein anlass gewesen, das alte personal auszutauschen und zu einem wirklichen inhaltlichen neuanfang zu kommen. man hat darauf verzichtet und wird den preis bezahlen.

    in einem hat gabriel recht: ihren politischen absturz hat die spd selbst verschuldet und verdient. freuen kann man sich darüber freilich nicht, solange sie die ursachen weiterhin dermaßen falsch einschätzt.
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#40 herve64Ehemaliges Profil
  • 16.12.2017, 13:26h
  • Antwort auf #24 von Markusbln11
  • Da täte mir die Transkandidatin Leid, denn die würde dann eher die Funktion der "Vorzeigetranse" erfüllen. Genauso wie eine Alicwe Weidel die Alibilesbe der AfD ist.

    Nee, also wer noch einen Funken Selbstachtung hat, lässt sich nicht vor diesen politischen Karren spannen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #24 springen »
#41 goddamn liberalAnonym
#42 goddamn liberalAnonym
  • 16.12.2017, 13:39h
  • Antwort auf #33 von Mariposa
  • Ich wähle die SPD auch oft, weil ich immer noch an die Ablehnung des Ermächtigungsgesetzes '33 denke.

    Die Grünen, allen voran Göring-Eckart, haben übrigens hier auf queer.de in Bezug auf die Ehe für alle auch rumgeeiert, als es mal nach Schwarz-Grün aussah.

    Die CDU ist von Merkel, der politisch instinktlosen Mutter der AFD, die ihre Politik noch nie angemessen erklären konnte, so abgemeiert worden, dass man sich als jemand, der diesen Verein NIE wählt, geradezu Sorgen macht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #33 springen »
#43 RepublikanischAnonym
  • 16.12.2017, 13:51h
  • Antwort auf #41 von goddamn liberal
  • Ja, i bin a Schwäbin ;-) Spreche aber lieber so wie immer. Selbst wenn ich keine Baden-Württembergerin wäre, würde mich dieser extrem hohe Geldverlust durch das dumme Projekt trotzdem stören und auch ärgern. Es sind Milliarden, die flöten gehen.
    Denke mal, was für sinnvolle Dinge man mit dieser Summe machen könnte.
    Dieser Geldverlust betrifft ganz Deutschland, ist also keine Einzelsache.

    Freut mich, dass du bei vielem zustimmen kannst. Ja, was Antisemitismus betrifft, da kann auch ich dir zustimmen. Deshalb war meine Aussage, dass alles wichtig ist, was mit Menschen zu tun hat. Ich hab es absichtlich allgemein formuliert, weil das alles beinhaltet.
    Deshalb ist die Aussage von Gabriel wirklich bedenklich.
    Ich hoffe, Herr Schulz wird ihn zur Vernunft bringen, denn Herr Schulz zeigt gerade, finde ich, eine positive Haltung.

    Göring-Eckardt übrigens auch.
    Ich weiß, was sie umsetzen möchten, und das ist wirklich positiv für Deutschland. Nur doof, dass die Regierung, wie sie gewählt wurde, nicht zustande gekommen ist :-/

    Zum Glück hab ich nicht die SPD gewählt, ich würde mich jetzt völlig veräppelt fühlen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #41 springen »
#44 myysteryAnonym
  • 16.12.2017, 14:13h
  • Antwort auf #4 von zgvbnjmm
  • Ich mag Gabriel auch nicht, aber:

    Gabriel hat für die Eheöffnung gestimmt. Merkel dagegen. Gabriel hat Mut seiner Stimme zu einem Stück mehr Gleichberechtigung für sich beigetragen. Merkel hat bis zuletzt versucht es zu verhindern.

    Deshalb geht mir der Ton deines Beitrags etwas in die falsche Richtung.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #4 springen »
#45 MariposaAnonym
  • 16.12.2017, 14:15h
  • Antwort auf #36 von Republikanisch
  • Soso.... Hier im Land regieren die Grünen mit der Stahlhelm-Union von Herrn Bouffier. Es gab zwar einen sehr löblichen Beschluß des Kultusministeriums, sexuelle Vielfalt möge im Schulunterricht behandelt werden und dieser Lehrplan wurde von allen Seiten gelobt und es gibt einen Beauftragten für LSBGT-Belange. Allerdings ist ansonsten wenig passiert, es wird mehr die Macht "genossen" (man hätte ja auch mit Rot-Rot regieren können, aber das war nicht gewollt). Zuletzt haben die Grünen in Sachen Datenschutz auch nicht gerade geglänzt.

    Hier auf kommunaler Ebene regieren die Grünen in einer unsäglichen "Tansania"-Koalition - von mehr verkehrsberuhigten Zonen und weniger Autos und Verpestung ist leider nix zu merken.

    Daß zudem die Grünen auch die Schrödersche Agenda mit abgenickt haben, ist ja wohl Tatsache. Allerdings hat sich die Partei im Gegensatz zur SPD-Basis nie damit beschäftigt, weil ihre Klientel davon weniger betroffen ist.

    Allerdings bringt es so überhaupt nix, deswegen sich seitenweise darüber zu streiten. Es profitieren letztrendlich nur FDP und AfD.
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#46 RepublikanischAnonym
  • 16.12.2017, 14:30h
  • Antwort auf #45 von Mariposa
  • Ich streite mit dir gar nicht, denn wie du gesehen hast, hatte ich ein Smiley angehängt.

    Du schreibst doch eine ganze Litanei von Punkten hin, die dich stören, um dann am Ende zu sagen, es müsse ja nicht seitenweise darüber gestritten werden.

    Das nenne ich den typischen SPD-Rückzieher:
    zuerst die Streitpunkte erwähnen und großartig andere kritisieren, und wenn es dann soweit ist, darüber ins Gespräch zu kommen, dann muss das sich Auseinandersetzen nicht mehr sein, denn: es mache ja keinen Sinn.
    ;-)
    Genauso inkonsequent verfährt die SPD mit ihren eigenen Schwierigkeiten.

    Für mich keine wählbare Partei!
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#47 RepublikanischAnonym
  • 16.12.2017, 14:39h
  • Antwort auf #45 von Mariposa
  • "Es profitieren letztendlich die FDP und die AfD."

    Und? Ist das schon die Lösung des Problems?
    Gerade deshalb sollte die SPD ihre Popobacken zusammen kneifen und dringend überlegen, wie sie der AfD entgegen treten möchten! Anstatt zu äußern, dass es weniger wichtig sei, die Situation der LSBTTIQ zu verbessern.

    Die Verbesserung unserer Situation in der Gesellschaft ist genauso wichtig wie die Paroli gegen die AfD, und genauso wichtig wie alle anderen Probleme, die es in unserem Land gibt.

    Nur unfähige Personen äußern, sie könnten nicht alles gleichermaßen berücksichtigen.
    Dann sollen sie bitte mehr Frauen in ihrer Partei arbeiten lassen, die multi-tasking fähig sind und mehrere Dinge gleichzeitig berücksichtigen können!
    Also mal im Ernst jetzt!
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#48 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 16.12.2017, 14:44h
  • Antwort auf #4 von zgvbnjmm
  • Wenn ein Herr Gabriel Minderheiten BEWUSST VERGISST, sollte man das nicht der gesamten SPD ankreiden!!!
    Wir sollten die Linken in der SPD stärken und nicht die SPD noch mehr schwächen, in dem wir, bei allen möglichen Themen die SPD noch mehr in die Scheiße reiten.
    Neoliberalismus und Marktwirtschaft haben in der SPD NICHTS ZU SUCHEN!!!!!!!
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#49 goddamn liberalAnonym
#50 ursus
  • 16.12.2017, 14:48h
  • Antwort auf #45 von Mariposa
  • "Daß zudem die Grünen auch die Schrödersche Agenda mit abgenickt haben, ist ja wohl Tatsache. Allerdings hat sich die Partei im Gegensatz zur SPD-Basis nie damit beschäftigt, weil ihre Klientel davon weniger betroffen ist."

    und was, außer frustrierten partei-austritten, hat diese beschäftigung "der basis" innerhalb der spd für konsequenzen gehabt?

    ist es nicht ziemlich seltsam, einer anderen partei vorzuwerfen, dass sie die hartz-gesetze abgenickt hat, aber die erfinderpartei dieser gesetze weiterhin zu wählen?

    vielleicht kannst du ja erkennen, inwiefern sich die spd von hartz IV glaubwürdig distanziert hat. ich kann es nicht. ich sehe nicht einmal das minimum, nämlich die dringend überfällige diskussion des regelsatzniveaus, von einer grundsätzlichen infragestellung ganz zu schweigen.
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#51 RobinAnonym
  • 16.12.2017, 14:59h
  • Aha, für die SPD sind Grundrechte also "postmoderne Debatten", die zu viele Menschen überfordern und stattdessen will man jetzt mehr auf die Wutbürger und AfD-Wähler hören.

    Das beweist nur wieder mal, dass die SPD keinerlei inhaltliche Prinzipien hat, sondern nur das macht, was ihr die meisten Stimmen und meisten Pöstchen bringt.
  • Antworten » | Direktlink »
#52 RepublikanischAnonym
  • 16.12.2017, 15:13h
  • Antwort auf #49 von goddamn liberal
  • Damit ist das Thema nicht erledigt, denn nun hat er sich zum Widerspruch gemacht.
    Einerseits für die Eheöffnung zu sein, und nach der Wahl unsere Belange weniger zu berücksichtigen, schadet unserer Gesellschaft weiterhin.
    Und ist mal wieder inkonsequent und wirklich nicht "goddamn liberal."
  • Antworten » | Direktlink » | zu #49 springen »
#53 RepublikanischAnonym
  • 16.12.2017, 15:42h
  • Zusätzlich ist es ein Unding, Politik nur für ein Teil der Bürger zu machen.
    Es heißt: "Zum Wohle des Volkes" und nicht: "zum Wohle ausschließlich der Heteros."
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#54 mybegrünerAnonym
#55 goddamn liberalAnonym
  • 16.12.2017, 16:13h
  • Antwort auf #52 von Republikanisch
  • Zugegeben: Gewissensgenährte protestantisch durchsäuerte (u.a. schwäbische) Konsequenz ist mir oft unheimlich. ;-)

    Man kann für die Ehe für alle sein und trotzdem andere Themen wichtiger und wahltaktisch bedeutender finden, weil sie eben mehr Menschen betriffen.

    So verstehe ich Gabriel und bin gerade deswegen froh, dass er nicht mehr SPD-Vorsitzender ist,
  • Antworten » | Direktlink » | zu #52 springen »
#56 RepublikanischAnonym
  • 16.12.2017, 17:03h
  • Antwort auf #55 von goddamn liberal
  • Mir wird es unheimlich, wenn ein Schwuler sich goddamn liberal nennt und gleichzeitig der Meinung ist, unsere Belange seien weniger wichtig als alles andere.

    Wir sind doch seit Jahrzehnten benachteiligt, ich möchte, dass das mal endlich aufhört.
    Du findest Konsequenz unheimlich, ich finde die Konsequenz der Grünen genau richtig, denn sonst könnten wir noch von der Eheöffnung träumen.
    Zumal die Eheöffnung nicht das Ziel ist.
    Das Ziel ist, gleichberechtigt zu sein und keine Diskriminierung mehr zu erfahren.
    Und das gilt nicht nur für LSBTTIQ, das gilt auch für alle anderen, die diskriminiert werden. Behinderte, Ausländer, Dunkelhäutige, Kleinwüchsige, Dicke, etc.

    Und nur weil du jetzt weißt, dass ich eine Frau bin, und nicht der von dir ersehnte schwäbische Schwule, bedeutet für dich immer noch, respektvoll zu bleiben, Kleiner!

    Deine "liberale" Haltung ist mir nicht entgangen.
    Vielleicht sollten wir hier mal über die Toleranz innerhalb der Community reden!!
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#57 RepublikanischAnonym
#58 RepublikanischAnonym
#59 PeerAnonym
  • 16.12.2017, 17:12h
  • Da kann ich Sigmar Gabriel beruhigen:
    die SPD hat auch überhaupt keinen Grund, auf die Eheöffnung stolz zu sein.

    Denn den Hauptverdienst haben die Grünen, die das als erstes ganz offiziell zur Koalitionsbedingung erklärt haben. Da haben sich dann andere Parteien rangehangen. Und erst als Angela Merkel ihr Okay gegeben hat, hat sich auch die SPD angeschlossen.

    Übrigens:
    wenn die SPD Wähler zurückbekommen will, sollte sie nicht Bevölkerungsgruppen gegeneinander ausspielen, sondern ihre eigenen Fehler (Agenda 2010, Öffnung des Immobilienmarktes für Heuschrecken-Investoren, Absenkung des Spitzensteuersatzes, Abschaffung der Vermögenssteuer, etc.) rückgängig machen. Denn DAS war der Grund, weshalb die SPD von der 40%-Partei zur 20%-Partei halbiert wurde und NICHT die Gleichstellung von LGBTI.
  • Antworten » | Direktlink »
#60 goddamn liberalAnonym
#61 RepublikanischAnonym
  • 16.12.2017, 17:43h
  • Antwort auf #59 von Peer
  • So ist es.
    Mit seiner Äußerung hat er höchstens seiner Partei geschadet.
    Und gleichzeitig stelle ich fest, welche gravierenden Probleme bezüglich der Bildung einer Regierung gerade herrschen.

    Mit so einer Einstellung konnte das Mandat niemals umgesetzt werden. Und die Union, die wenig bis keine Kompromisse machten.

    Das letzte halbe Jahr hat mich positiv gestimmt, aber was seit der Wahl in der Politik los ist, das enttäuscht mich wirklich.
    Und Gabriel setzt das letzte "Sahnehäubchen" oben drauf und meint, seine Partei sei noch nicht tief genug gesunken.

    Na dann, goodbye SPD. Wer bisher neues Vertrauen in euch schöpfen konnte, hat spätestens jetzt begriffen, welch Leere hinter euren Worten steckt.

    Jetzt muss nur noch Herr Schulz so einen Unsinn von sich geben, und dann ist euer Delirium perfekt.
    Schade nur für die verschenkten Stimmen, die den Grünen geholfen hätten.

    Die wahren Sieger der Wahl sind die Grünen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #59 springen »
#62 niccinicciAnonym
  • 16.12.2017, 17:47h
  • der dicke ist doch nur noch peinlich, machtbesessen wie er ist hat er sich perfekt in der glanzrolle des aussenministers eingerichtet. die spd ist ihm doch völlig egal, solange die groko fortgesetzt wird und er glänzen kann.
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#63 RepublikanischAnonym
  • 16.12.2017, 17:54h
  • Antwort auf #60 von goddamn liberal
  • Dein Kommentar zum Thema schwäbisch etc. war Ironie? Da hast du aber Glück. Danke für deine Erklärung.
    Trotzdem möchte ich dich bitten, solch derbe Äußerungen zu lassen, solange ich freundlich bin. Nicht jeder mag diese Art von "Humor" wenn es auf Kosten eines Menschen geht.

    Pragmatisch = sachbezogen.
    In Bezug auf Krieg ist das auch gar nicht falsch. Während die CDU in Starre verharrte, forderten die Grünen, eine zügige Unterstützung der Flüchtlinge, die zu Beginn über das Mittelmeer nach Europa wollten.

    Es sind nicht die Grünen, die sich falsch verhalten, sondern vor allem die Union, gefolgt von der SPD, die schon wieder keinen Popo in der Hose zeigt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #60 springen »
#64 YannickAnonym
  • 16.12.2017, 19:25h
  • "Der Außenminister wirft seiner Partei vor, falsche Schwerpunkte gesetzt zu haben"

    Gleiche Grundrechte für alle sind für Siggi Gabriel also ein falscher Schwerpunkt und man sollte lieber AfD-Themen bedienen, um die AfD kleinzuhalten.

    Fakt ist aber:
    man hält Rechtspopulisten nicht klein, indem man sie imitiert...

    Der einzige Trost ist:
    Sigmar Gabriel, Martin Schulz, Heiko Maas, Andrea Nahles, Manuela Schwesig & Co sind so inkompetent und verzweifelt über die Situation der SPD, dass sie dieser degenerierten Partei gerade mit den GroKo-Verhandlungen den Gnadenstoß geben...
  • Antworten » | Direktlink »
#65 MariposaAnonym
  • 16.12.2017, 19:26h
  • Antwort auf #48 von hugo1970
  • So ist es - denn Gabriel ist mit seiner Einstellung ziemlich isoliert in der SPD. Er ist "lediglich" Außenminister und demzufolge ziemlich abgehoben. Selbst Seeheimer-Chef Kahrs hat immer laut gemault, als die Union ständig bei der Ehe für alle geblockt hat. Im Bundesvorstand und auch in der Bundestagsfraktion sind durchaus Hoffnungsträger zu finden, die einen Politikwechsel (aber nicht wie von Gabriel gewollt) fordern.
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#66 herve64Ehemaliges Profil
#67 Miguel53deProfil
  • 16.12.2017, 19:38hOttawa
  • Antwort auf #34 von Laurent
  • Was passiert bei Dir wieder? Hier wird zu Recht der Gabriel und seine unsäglichen Aussagen und Auftritte kritisiert. Der SPD die Leviten gelesen. Und Du hast nichts anderes zu sagen, SPD und Grüne hofieren Flüchtlinge über Gebühr?

    Kannst Du dafür irgendeinen Beleg geben, dass Flüchtlinge in Deutschland über Gebühr hofiert werden? Weißt Du, auf welchem minimalen Niveau fast alle Flüchtlinge leben? Und unter welchen Umständen? Wenn, dann ist dieses Gerede doch nur von BILD und Ultra-Rechten in die Welt gesetzt worden.

    Was geht in Deinem Kopf vor, wenn Du an dieser Stelle davon redest und nicht davon, wie die SPD und mit ihnen die Grünen eine große Gruppe ihrer Wähler in die Armut gestürzt haben? Neid? Ist Dir durch die Flüchtlinge irgendetwas abgegangen? Dein Einkommen geschmälert?

    Himmel noch mal. Hört das denn nie auf?

    Gabriel, um auf diese Knalltüte zurückzukommen, war für mich immer die fünfte Kolonne der Angela Merkel. Ein abgehalfterter und zu Recht abgewählter Ministerpräsident wird zum Chef der SPD. Das allein war schon fragwürdig. Doch über die ganze Zeit seiner Wühlarbeit war doch klar, dass Gabriel nicht der Vertreter des kleinen Mannes oder irgendwelcher Minderheiten ist.

    Gabriel bediente nur eine Sache - sich und sein persönliches Ego. Seit seinen ersten Auftritten war die SPD für mich endgültig erledigt. Und das, nachdem ich schon unter Schröder kein SPD Wähler mehr sein konnte und mochte.

    Gabriel gibt keine markigen Sprüche von sich, wie Republikanisch schreibt, dem ich ansonsten voll und ganz zustimme. Gabriel lässt heiße Luft los, die ihn selbst diskreditiert (und er merkt es nicht einmal) und seine Partei unterminiert.

    Die Grünen haben sich in der ganzen Zeit immer als willige Helfer von ihren einstigen Standpunkten verabschiedet. Als Fischer damals den Jugoslawien-Krieg absegnete, war klar, dass es auch den einstigen Idealisten um Macht und die Geld-Töpfe ging.

    Und doch waren sie, neben den Linken, die Partei, die in den Fragen von Minderheitenrechten eine konsequente Haltung bewahrten. Ohne sie, da bin ich mir sicher, gäbe es die Ehe für Alle bis heute nicht. Auch, wenn Schulz die Chance des Augenblickes geschickt genutzt hat. Und es sind die Grünen, die im Bundestag eine klare Haltung gegenüber den Adolfs und Josephs der AfD zeigen.

    Es ist auch falsch, dass eine SPD nicht mehr gebraucht wird. Eine sozialdemokratische Partei, die ein soziales Gewissen in unserer Neo-Liberalen Zeit darstellt, ist notwendiger denn je. Sie wäre die Partei, die einen großen Teil der Bevölkerung repräsentieren könnte, dem soziales Denken und Handeln noch wichtig ist, Linke und Grüne aber für zu ideologisch halten.

    Doch Schröder und Gabriel haben die Sozialdemokraten nach rechts geführt. Gabriel will für den Mindestlohn gefeiert werden, der viel zu viele Ausnahmen zulässt und der zum Leben zu wenig, zum Sterben zuviel ist. Dafür ist sie abgestraft worden. Und dafür, dass bestimmte Medien sie, neben Merkel, für die Flüchtlinge und die damit verbundene, menschliche Katastrophe verantwortlich gemacht haben. Nicht etwa die Ausbeutung Afrikas durch die EU und die Waffenlieferungen in Krisengebiete.

    Heiße Luft wählt niemand. Die SPD hätte klare Linie bewahren müssen. Ihr soziales Gewissen nicht an der Garderobe des Wirtschaftsliberalismus abgeben dürfen. Dann hätte sie ihr Klientel nicht so mir nichts, dir nichts in die Arme von Rattenfängern getrieben.

    Das es so gekommen ist, daran hat Gabriel einen großen Anteil. Seine Aussage hier unterstreicht das Ausmaß seiner Zerstörungswut. Wohl auch due seiner grenzenlosen, fatalen Dummheit,

    Diese aktuelle SPD hat abgehalftert. Nicht das, wofür sie eigentlich und vor Schröder und Gabriel stand.
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#68 AnonymAnonym
  • 16.12.2017, 20:00h
  • Noch mehr "Heimat"? Die hat die SPD doch schon alleine dadurch bekommen, dass der "Rust-Belt" wieder nur "bedingt abwehrbereit" gewesen war - und es ist der SPD immer noch nicht gut genug?
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#69 LinusAnonym
  • 16.12.2017, 20:04h
  • Würde die SPD sich daran erinner, wofür das S in ihrem Namen mal stand, würden ihr auch nicht die Wähler in Scharen davonlaufen.

    Das ging schon mit der Agenda-Politik vom "Genosse der Bosse" Gerhard Schröder los, der es den Armen nahm, um es den Reichen zu geben - auf der einen Seite wurden von der SPD der Spitzensteuersatz gesenkt und die Vermögenssteuer abgeschafft, während auf der anderen Seite die Ärmsten der Armen in Hartz IV geschickt wurden.

    Und unter der Groko ging es genauso weiter: Statt guter Jobs werden immer mehr Menschen in Minijobs, Scheinselbständigkeit, etc. abgeschoben. Da man die großen vier Kohle- und Atomkonzerne schonen will, statt einer echten Energiewende zu vollziehen, steigen die Stromkosten viel zu stark. Unternehmen zahlen Ministeuern in Steuerparadiesen und der kleine Mann ist der Dumme.

    Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer.

    Statt endlich diese Probleme anzugehen, sucht die SPD jetzt die Schuld bei den LGBTI und deren Gleichstellung, die angeblich zu viele Menschen überfordere, was nur die AfD stark mache.

    Einen besseren Steigbügelhalter als die SPD kann sich die AfD gar nicht wünschen...
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#70 RepublikanischAnonym
  • 16.12.2017, 21:05h
  • Antwort auf #64 von Yannick
  • Ich weiß nicht, ob es ein Gnadenstoß sein wird (?)
    Die GroKo Verhandlungen sind ja momentan mit SPD und CDU. Die Union ist ja nicht gerade bekannt für ihre soziale Politik :-/
    Die werden sich wohl eher über Gabriels Äußerung gefreut haben.

    Oder stehe ich jetzt auf dem Schlauch? :-)
    Wieso sollte es ein Gnadenstoß sein?
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#71 AmurPrideProfil
  • 16.12.2017, 21:40hKöln
  • "".. Der Außenminister wirft seiner Partei vor, falsche Schwerpunkte gesetzt zu haben: "Bei uns gibt es oftmals zu viel Grünes und Liberales und zu wenig Rotes."..""

    Na ja, zumindest was das ""..zu weing Rotes.."" betrifft, werd' ich ihm bestimmt nicht widersprechen!^^

    Aber wer Ist's denn Schuld, wenn's in der SPD "zu wenig Rotes" gibt? - Ganz eindeutig die Parteiführung!!!! Denn der Fisch stinkt immer vom Kopf her zuerst!

    Also Herr Gabriel: Mutiger erster Schritt zur Selbsterkenntnis!^^

    Aber angesichts der von ihnen daraus abgeleiteten Schlussfolgerungen sich nun statt dessen mehr auf den Spielfeldern der AfD zu tummeln, bleibt mir wiederum nur eine Schlussfolgerung:
    Schwere Schwierigkeiten sowohl Farben (Rot und Braun) als auch Richtungen (links und rechts) zu unterscheiden, was Siggilein? :-(
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#72 wiking77
  • 17.12.2017, 00:18h
  • ... da ist aber kräftig retouchiert worden am Bild des Gabriels. Er mag zwar abgenommen haben, nimmt sich dennoch nach wie vor wie ein ausgemästeter Pfingstochse aus.
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#73 MariposaAnonym
#74 MariposaAnonym
  • 17.12.2017, 01:04h
  • Antwort auf #50 von ursus
  • Stell Dir vor, mir gefällt die Politik der SPD auch nicht. Ich habe sie rein aus taktischen Gründen gewählt. Und warum sollten ausgerechnet die Grünen eine bessere Wahl sein ??? Die sind genauso neoliberal. Nur wegen der LSBTG-Politik ??? Das ist mir ein bißchen zu wenig.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #50 springen »
#75 felix-cgnAnonym
  • 17.12.2017, 05:20h
  • Schade. Selbstkritik hätte dem SiggyPop besser zu Gesicht gestanden.

    Dass einer ihrer Anführer, das geschuldete Wahlversprechen ("Nur mit uns..."), das mit dem "Ehe für alle"-Beschluss vom Sommer 2017 auch für die SPD ein schöner Erfolg war, nun schlecht redet, ist für die deutsche Sozialdemokatie traurig. Was bitte schadet daran der einfachen Handwerker*in, der Pflegekraft? Nichts! Diese Art der Kritk, die sich Genosse Gabriel bei den erfolglosen US-Demokraten abgeschaut hat, ist substanzlos und für mehr Rückhalt in der Bevölkerung und bei Wahlen ist das nicht zielführend. Mit dieser Weihnachtsbotschaft fügt der frühere Vorsitzende der SPD weiteren Schaden zu statt sie zu neuen Ufern zu führen.

    Außerdem pfeifen es die Spatzen von den Berliner Dächern: Der Sozialdemokrat Gabriel würde gerne Außenminister bleiben, also die GroKo fortsetzen. Da sind Ausfälle wie seine, die sich gegen LGBT-Rechte richtet, für ihn ein Kollateralschaden (sagen wir so: die Union und Angie waren über die kleine Revolte der SPD im Bundestag "not amused").

    Nicht die Agenda 2010 und nicht die Fehlentscheidung von 2013, keine Anti-Merkel-Regierung mit den damals möglichen Bundestagsmehrheiten zu bilden und nicht die GroKo sind schuld am Niedergang der Sozialdemokratie in Deutschland? Genossinnen und Genoss*innen, wacht auf! Liebe Jusos, bleibt dieser Provokation eine angemessene Antwort nicht schuldig!
  • Antworten » | Direktlink »
#76 schwarzerkaterEhemaliges Profil
  • 17.12.2017, 06:01h
  • grins - schon komisch, was gabriel nun alles zu wissen glaubt - natürlich NACH der wahl! ehe für alles, sorry an alle engagierten hier, ist und war wirklich ein gesellschaftliches randthema. nur bei erzkonservativen, islamisten und altnazis kocht bei diesem thema noch die stimmung hoch!
    keine der großen parteien hat wegen der "ehe für alle" die wahl verloren. eine weitere unehrliche scheindebatte, die gabriel damit anstößt.
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#77 RepublikanischAnonym
  • 17.12.2017, 09:22h
  • Antwort auf #74 von Mariposa
  • Guten Morgen,

    Na ja, die rein taktischen Gründe gingen nun aber nach hinten los, oder? ;-)
    Die Grünen sind sehr viel mehr als nur eine Partei für LSBTTIQ. Sie sind außerdem sehr umweltorientiert, sie setzen soziale Politik um und reden nicht nur darüber. Sie sind sehr bürgernah und eben bei wichtigen Punkten und Problemen konsequent.
    Beim Thema Flüchtlinge hätten sie früher und konsequenter gehandelt. Sie hätten nicht circa 2000 Flüchtlinge im Mittelmeer sterben lassen. Und sie hätten konsequenter bezüglich Kriminelle und Islamisten gehandelt.
    Bildung in Deutschland wäre wieder attraktiv, Arbeitnehmer hätten wieder mehr Geld in der Tasche bei gleicher Leistung, soziale Berufe würden sich wieder lohnen und der Gesellschaft zugute kommen.
    Krisen würden sie nicht mit Gewalt oder Militär lösen wie die "trumpsche" Präsidentschaft, sondern hauptsächlich diplomatisch, den Frieden im Fokus.
    Die Wirtschaft wäre nicht einseitig sondern vielseitig. Es gäbe keine ollen Zeitarbeitsfirmen mehr und dafür wieder mehr Vollzeitarbeit.
    Alleinerziehende hätten nicht mehr so stark zu kämpfen und würden Kind und Beruf besser vereinbaren können.
    Und wir: wir würden weniger bis gar nicht mehr diskriminiert werden, weil die Gesetze aktualisiert und erweitert würden.
    Sie sind also das Gegenteil von neoliberal.

    Informiere dich, anstatt deine Vorurteile zu schützen :-)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #74 springen »
#78 goddamn liberalAnonym
  • 17.12.2017, 10:36h
  • Antwort auf #63 von Republikanisch
  • "Dein Kommentar zum Thema schwäbisch etc. war Ironie? Da hast du aber Glück. Danke für deine Erklärung.
    Trotzdem möchte ich dich bitten, solch derbe Äußerungen zu lassen, solange ich freundlich bin. Nicht jeder mag diese Art von "Humor" wenn es auf Kosten eines Menschen geht."!

    Hier geht es manchmal wirklich derb zu, ich halt mich da meistens raus.

    Rheinischer Humor ist bei uns so unumgänglich wie in anderen Regionen die Kehrwoche und der verstiegene Idealismus. Das geht nicht auf Kosten eines Menschen, sondern ist eine Aufforderung zum Mitlächeln. Das kann man dann, wenn man die Fähigkeit zur Selbstironie entwickelt.

    Also: Alles Gute und nichts für ungut!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #63 springen »
#79 RobinAnonym
  • 17.12.2017, 10:37h
  • Für Sigmar Gabriel gab es also zu viel Konzentration auf LGBTI; oder wie die SPD zu sagen pflegt "Gedöns".

    Und desweigen seien angebliche Erfolge wie der "Mindestlohn" nicht stark genug beachtet worden.

    Nun Herr Gabriel:

    1. Nur weil man auf dem letzten Drücker auf einen Zug aufspringt und nach Merkels Okay die Ehe öffnet, hat man noch lange nicht LGBTI gleichgestellt. Da fehlt noch sehr viel.

    2. Es ist auch besser, dass die SPD nicht zu viel vom Mindestlohn redet, denn es gibt in Deutschland keinen Mindestlohn. Jeder, der das denkt, soll mal Friseure, Kurierfahrer, Paketzusteller, Scheinselbständige, Praktikanten, Minijobber, Aufstocker, etc. fragen, ob sie den angeblichen Mindest-Stundenlohn bekommen.
  • Antworten » | Direktlink »
#80 hugo1970Ehemaliges Profil
#81 RepublikanischAnonym
  • 17.12.2017, 10:57h
  • Antwort auf #80 von hugo1970
  • Das ist genau der Denkfehler, den leider viele machen:
    "Die Parteien sollen doch mal was bahnbrechendes zustande bringen."
    Als ob Demokratie nur die Aufgabe der Politik sei. Irgendwie hat sich in Deutschland ein egoistisches Gedankengut verbreitet.

    Alle sind schuld, nur man selbst nicht.
    Jeder soll was tun, nur man selbst nicht.
    Alle haben unrecht, nur man selbst nicht.
    Andere machen Fehler, nur man selbst nicht.
    (Endlosschleife)

    Es wird allmählich unerträglich.
    Demokratie geht uns alle was an. Wer ne bessere Politik möchte, sollte bei sich selbst beginnen.
    Die Grünen müssen gar nicht revolutionär sein, es reicht wenn man ihnen Stimmen gibt.
    Solange sie zu wenig Stimmen bekommen, ist ihr Einfluss entsprechend zu gering.

    Aber wenn du diesen Anspruch hast:
    Was tust du denn revolutionäres? :-)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #80 springen »
#82 RepublikanischAnonym
#83 RepublikanischAnonym
  • 17.12.2017, 11:22h
  • Antwort auf #78 von goddamn liberal
  • Du hättest freundlich bleiben können, dann wäre auch ich freundlich geblieben.
    Dass du mich für schwul gehalten hast, ist deine Sache.
    Wenn du das schwäbische mit Ironie verschmierst, musst du damit rechnen, dass ich das nicht toll finden kann. Ich hab hier noch niemanden wegen seines Wohnortes diskretitiert.

    "Es geht hier manchmal derb zu."
    Wieso schreibst du das mir? Bin ich hier die Kritikzentrale? Und wer ist denn hier derb und persönlich geworden?

    Ich schreibe hier über den Artikel, weil ich die Aussage von Gabriel unmöglich finde.
    Was du hier wolltest, weiß ich nicht!
    Aber so wie du in den Wald rufst, so hallt es üblicherweise auch wieder heraus.

    Wenn du hier nichts derbes lesen möchtest, dann verhalte dich doch einfach nicht so.
    Die Unfreundlichkeit hast du ins Leben gerufen, ich nicht.

    Und ich hab gerade keine Lust danach, hier persönlich zu schreiben und deine Probleme zu analysieren.

    "Nichts für ungut."
    Schreib doch einfach, dass du es nicht böse gemeint hast, anstatt verschlüsselte Begriffe zu schreiben. Das weiß ich übrigens, du hast es bereits erklärt mit dem Wort Ironie. Und ich antwortete dir, dass ich diese Art Humor nicht teile.
    Damit war diese Diskussion für mich beendet.
    Für dich nicht.
    Meine Güte (augenroll)

    Ja, dir auch alles Gute, ich hatte keine anderen Gedanken.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #78 springen »
#84 goddamn liberalAnonym
  • 17.12.2017, 11:54h
  • Antwort auf #83 von Republikanisch
  • "Wenn du das schwäbische mit Ironie verschmierst, musst du damit rechnen, dass ich das nicht toll finden kann. Ich hab hier noch niemanden wegen seines Wohnortes diskretitiert."

    Damit muss ich eigentlich nicht rechnen. Ich hab selbst nichts dagegen, wenn man das Rheinische mit Ironie 'verschmiert'. Das tue ich sogar selbst. Humor ist auch keine Diskreditierung. V.a. dann, wenn auch man sich selbst nicht so bitterernst nimmt.

    Könnte es sein, dass es da zwischen uns Mentalitätsunterschiede gibt?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #83 springen »
#85 JasperAnonym
  • 17.12.2017, 12:04h
  • Damit ist klar, dass von der SPD keinerlei LGBTI-Fortschritte mehr zu erwarten sind.

    Dabei gäbe es noch genug Dinge, die noch zur Gleichstellung fehlen: Reform Art. 3 GG, Reform AGG, Reform Transsexuellengesetz, Reform Abstammungsrecht, Verbot von Konversionstherapien, etc. etc. etc.

    Aber die SPD will stattdessen AfD-Wählern und Protestwählern nach dem Mund reden, um bei denen zu fischen. Vor dem Abgrund ist die SPD wohl so verzweifelt, dass sie vor nichts mehr zurückschreckt...

    Pfui SPD.
  • Antworten » | Direktlink »
#86 axelschwarz
  • 17.12.2017, 12:17h
  • Neben dem Mindestlohn, war dieser Winkelzug in der großen Koalition ein Lichtstreifen. Weil sie sich vehement durchgesetzt haben. Aber natürlich ist eine SPD mehr als Lesben- und Schwulenpolitik. Es muss mehr sein. In so fern ist die redaktionelle Darstellung und Verkürzung, die Einengung auf diese Thematik durch queer.de in diesem Beitrag heuchlerisch und nicht journalistisch. Ein Interview mit einem Magazin wurde verarbeitet, natürlich nicht nachgefragt aber einseitig ausgewertet.

    Eine Partei, die vieles für die Menschen gemacht hat, wurde abgestraft. Eine Partei, die kaum was macht (CDU/CSU) bleibt stärkste Kraft, eine Partei, die außer wirtschaftliche Klientel zu bedienen nichts macht, erhält 12 %.

    Als Sozialdemokrat muss man da mal so reagieren. Weil strukturelle Fehler in längerer und kürzerer Vergangenheit begangen worden sind. Aber diese Redaktion interpretiert mit ihrer Reaktion, einseitig, populistisch und falsch. Und die queeren Lemminge wandern hinterher in ihrer Ermangelung von eigener Meinung, Haltung und reaktionärer Empörung.
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#87 RepublikanischAnonym
  • 17.12.2017, 13:04h
  • Antwort auf #85 von Jasper
  • Genau so ist es.
    Und es ist schon hinterlistig von denen, ein halbes Jahr lang die tolle Partei zu spielen, und nachdem sie ihren Wählern so viel positives versprochen haben, mit der eigentlichen Wahrheit herauszurücken.

    Fortsetzung des Kasperletheater folgt.... ;-)
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#88 hugo1970Ehemaliges Profil
#89 hugo1970Ehemaliges Profil
#90 RepublikanischAnonym
#91 RepublikanischAnonym
#92 MarieAnonym
  • 17.12.2017, 13:42h
  • Seit Hartz-4 ist diese Partei unwählbar. Ein profilloser Haufen, der v.a. gut für sich selbst sorgt.
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#93 Patroklos
#94 daVinci6667
  • 17.12.2017, 17:05h
  • Antwort auf #93 von Patroklos
  • Wer SPD wählt, wählt CDU/CSU. Die kippen wenns drauf ankommt immer um.

    Im Moment würde ich als Deutscher die Linke wählen. Eher koaliert eure Mutti mit der AFD als mit den Linken. Auch mit denen würde sie, wenn es ihr Macherhalt erlaubt.

    ehrlich, ich finde es ist wirklich an der Zeit, dass mal jemand anderes die Kanzlerschaft übernimmt. Sie scheint unbedingt länger im Amt bleiben zu wollen als Kohl. Es gibt sehr gute Gründe warum die meisten Demokratien eine Amtszeitbeschränkung haben.
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#95 axelschwarz
  • 17.12.2017, 17:17h
  • Antwort auf #90 von Republikanisch
  • Das ist die Folge eines Versuchs einer Analyse der Wahlentscheidungsverschiebung. Wenn man diese Themen in Umfragen anspricht, dann gibt es sehr häufig diese Äußerungen von Wählern. CDU/CSU und SPD wurden bestraft zu wenig, das Richtige getan zu zu haben. Heimat und Sicherheit scheinen viele zu berühren. Gentrifizierung von Bezirken, Wegziehen der Mittelschichten aus ehemals einfachen Gebieten ziehen und zogen prekäre Gruppen an. Die, die noch als Einheimische schon lange leben, fühlen sich nicht mehr wahrgenommen. Denen will eine Partei wie die SPD vielleicht eine Vorstellung und ein Ziel geben. Da fühlen sich manche Personen nicht mehr in Deutschland, wenn in einem Bezirk 65% und mehr Migranten wohnen, die teilweise für uns überkommene Moralvorstellungen haben. Hier zähle ich Polen, Russen, Araber und Nordafrikaner dazu, die in ihrem eigenen Saft kochen. Es gibt Einwohner hier, die das nicht gut finden. Das Kreuz bei der AFD ist eine Ohrfeige, sie haben aber nicht etwas mit deren Thesen zu tun. Und Gabriel formuliert dies.

    Was nützt der extreme Umweltschutz, wenn es keine Arbeitsplätze gibt? Was nützt die Gleichstellung, wenn es Armut gibt? Was nützt die Ehe für alle, wenn es zu wenig Kindergartenplätze gibt? Diese Fragen muss auch eine SPD ertragen und Antworten finden.
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#96 RepublikanischAnonym
  • 17.12.2017, 17:30h
  • Antwort auf #94 von daVinci6667
  • Das ist eine gute Idee mit der Amtszeitbeschränkung. An solchen Punkten hinkt Deutschland hinterher. Kein Wunder bei dieser "merkelschen" Politik.

    Wäre ja gut, wenn andere Parteien diese Idee aufgreifen und versuchen durchzubringen.
    Könnte man mal als Idee den Parteien schreiben :-)
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#97 hugo1970Ehemaliges Profil
#98 RepublikanischAnonym
  • 17.12.2017, 18:59h
  • Antwort auf #95 von axelschwarz
  • Danke für diese Erklärung.

    Ich dachte mir schon, dass es auf das Thema Flüchtlinge hinausläuft. Wollte es aber nicht als Vermutung aussprechen, sondern abwarten, was tatsächlich dahintersteckt.

    Ehrlich gesagt bin ich gerade sprachlos und weiß nicht, was ich darauf antworten soll. Es macht mich so fassungslos wie der Gastbeitrag von Gabriel.

    Für mich ist das ein kompletter Widerspruch zu der Partei SPD an sich. Die Trennlinie zwischen linke SPD und rechte SPD scheint größer geworden zu sein.
    Und die Wähler so dermaßen hinters Licht zu führen, ist schon wirklich undemokratisch.
    Die Wähler wussten tatsächlich nicht, was sie im September wählten.

    Eine sozialdemokratische Partei, die sich über Migranten und Flüchtlinge auf diese Weise Gedanken macht, scheint mir zu weit nach rechts gerückt zu sein. Ich frage mich nur, woher dieses Gedankengut kommt? Ist das von der "trumpschen" Präsidentschaft abgeschaut, oder würgen sie die deutsche Vergangenheit hoch wie die AfD?
    Das ist wirklich außerhalb meiner Toleranz.

    Was stören denn die Migranten und Flüchtlinge? Die meisten flüchteten vor Krieg und Tod. Sind traumatisiert und froh, hier bei uns ein einigermaßen friedliches Leben führen zu können.
    Das sollte man nicht mit den Radikalen und den Extremisten vermischen, oder auch nicht mit den Terroristen. Das sind ja zwei ganz unterschiedliche Dinge. Selbstverständlich muss man sich überlegen, wie man mit den Extremisten und Radikalen verfährt, ganz klar.

    Aber das sollte doch nicht dazu führen, den Bürgern beizubringen oder gar einzureden, sie würden sich nicht heimisch oder nicht wohl fühlen. Das geht meiner Meinung nach zu weit.
    "Diversity" ist zumindest theoretisch in vielen Stadtverwaltungen angesagt. Vielfalt.
    Das betrifft nicht nur die sexuelle Identität, sondern natürlich auch die vielfältigen Kulturen. Das ist positiv und sollte eine Partei oder auch eine Regierung nicht zerstören.
    Das sehe ich als Gefahr.

    Das republikanische Gedankengut ist leider in den USA, aber ich finde nicht, dass wir das nun in unserem Land auch verbreiten sollten.
    Nicht alles, was von den USA kommt, ist gut.
    Da sollte sich Deutschland ihre Differenzierungsfähigkeit bewahren.

    Ich muss da mal ein Beispiel bringen, was deutlich macht, was Kultur bedeutet:

    Vor längerer Zeit wohnte ich mal in einer Stadt in Baden-Württemberg, in einem großen Wohngebäude für Studenten. Irgendwann wollte ich wissen, wieviele Nationalitäten da zusammen kamen, weil es mich einfach interessierte. Wenn ich mich richtig erinnere, waren es circa 23, oder paar mehr.
    Aus heutiger Sicht würden nun die meisten sagen: oh je, da muss es ja ständig zu Gewalt gekommen sein.

    Ich hab da fast zwei Jahre gewohnt und es kam zu keinem einzigen Zwischenfall. Natürlich gab es paar Einzelschicksale, das betraf aber nur die Person selbst, nicht in Verbindung mit einer anderen Person, die dort wohnte.
    Heute könnte ich da nicht mehr wohnen, hat aber was mit meinem Alter zu tun.
    Meine Erinnerung daran ist ausschließlich positiv.
    Jeder hatte sein eigenes Zimmer und die Küche wurde pro Stock gemeinsam genutzt.
    Du kannst dir bestimmt vorstellen, was für ein Dazulernen es war, anderen Studenten beim Kochen zuzuschauen. Da wurde asiatisch gekocht, afrikanisch, russisch, italienisch, spanisch,.... ich war mit meiner zum Teil schwäbischen Küche fast schon eine Prinzessin :-) Es war so positiv bereichernd und das war Abenteuer pur.

    Natürlich musste ich zu Beginn verstehen, weshalb es gelegentlich Schuhabdrücke auf der Toilettenbrille gab, oder warum es jedes Mal, aus meiner Sicht, in der Küche stinkte, wenn der eine Chinese kochte.
    Aber ein Problem war das für mich nicht.
    Irgendwann wusste ich, um wieviel Uhr der Chinese kochte, und das war dann die Zeit, in der ich mit dem Essen zubereiten fertig war. Und die Sache mit den Schuhabdrücken auf der Toilettenbrille hat mir ein Afrikaner erklärt. Und auch da gab es eine Lösung.
    Ich machte mit den Chinesen aus, dass wenn sie die Toilette benutzt hatten, sie die Toilettenbrille säubern.

    Neben mir wohnte ein Marokkaner, der sehr oft seine Gebetsmusik laufen ließ. Zu Beginn störte es mich, weil mich das beim Lernen ablenkte. Aber auch da wurde ich einig mit dem Bewohner. Ich klopfte einfach bei ihm und erklärte ihm die Situation. Wir stimmten seine Gebetszeit mit meiner Lernzeit ab und das Problem war gelöst. Dass es bei Moslems üblich ist, die Schuhe vor der Türe auszuziehen, wusste ich bereits, und selbst die Putzfrau störte das nicht.

    Was ich damit sagen möchte, ist:
    Das hat mein Wohlgefühl und mein Gefühl der Heimat in keinster Weise beeinträchtigt. Und ich war dort als Deutsche in der absoluten Minderheit. Und wohnte mit so unterschiedlichen Nationalitäten auf engerem Raum als die Bürger, die sich über andere Nationalitäten in ihrem Ort oder in ihrer Stadt stören. Das sollte kein Störfaktor sein, sondern das nennt sich Bereicherung.
    Es wäre total mega langweilig, in einem Land zu leben, wo es ausschließlich Einheimische gibt, oder nicht?

    Es ist eine gedankliche Selektierung, wenn man andere von uns abtrennen möchte. Das funktioniert nicht. Das schürt nur Hass und Gewalt. Fremdes kennen zu lernen, bedeutet Diversity, und es wertschätzen zu können.
    Natürlich gibt es auch mal Konflikte, aber die treten bekanntermaßen auch unter Einheimischen auf. Ich sage nur: Thema Nachbarn. Was da gestritten wird, ist manchmal auch als "Krieg" zu bezeichnen.

    Deshalb sollte die SPD sich nicht denselben braunen Schuh anziehen wie die AfD mit ihrem Wahlplakat: "Holt euch euer Land zurück."
    Nö, es gibt nichts zurück zu holen, denn es wurde uns überhaupt nichts genommen!
    Es ist doch wichtig, Menschen in Not zu helfen.

    Und diejenigen, die Radikal und Extremistisch sind, da muss man selbstverständlich hart durchgreifen, ja. Genauso wie bei Einheimischen, die kriminell sind oder pädophil.
    Es kann doch nicht sein, dass Bürger ihr Heimatsgefühl verlieren, weil es vielfältige Nationalitäten und Kulturen gibt.
    Also bei mir ist das nicht so.
    Ich fühle mich wohl und auch heimatlich, egal wie viele Kulturen um mich herum sind.
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#99 Patroklos
#100 sanscapote
  • 17.12.2017, 22:20h
  • 2013
    Nach der Wahl hatte ich per Brief die Abgeordneten der SPD an ihr Wahlversprechen "100% Gleichstellung nur mit uns" erinnert, mit dem sie viele LGBTIQs gekoedert hatten. Ausser unqualifizierten Antworten habe ich nichts erhalten.
    2013-2017
    Wie sich die SPD in der vergangenen GroKo ihren Ruf als Betruegerpartei fest zementierte, so habe ich entschieden, dass ich bei der SPD niemals ein Kreuzchen machen werde.

    Und uebrigens Herr Gabriel, vielen Dank fuer das Nichts. Und ein Nichts kann man nicht waehlen.
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#101 GayreporterAnonym
#102 LIFE REPORTERAnonym
  • 18.12.2017, 13:10h
  • Antwort auf #101 von Gayreporter
  • Sie stellen sich dumm und wollen keine Ahnung davon haben, welche (anti-) sozialen Verwüstungen die Agenda 2010 nicht innerhalb von ein paar Monaten (2005), aber in den letzten 12 Jahren (2017) angerichtet hat?

    Wie der Nährboden für Menschenfeindlichkeit aller Art bis hin zum neuen Faschismus bereitet wurde und wird?

    [Eine Tatsache und Entwicklung, die bekanntlich weltweit zu beobachten ist - die fortschreitenden Krisen des Kapitalismus und die weitere Brutalisierung der sozialen Ungleichheit, die Zerstörung von Menschen und Umwelt, nicht zuletzt dank der völligen Unterordnung ehemals "sozialdemokratischer" bzw. "Arbeiter"-Parteien und der Führungen der Arbeiter*innenbewegung (Gewerkschaften usw.) unter die Diktatur der Kapitaleigentümer, bereitet überall sog. Rechtspopulisten und neu verpackten Faschisten den Weg.]

    Und wie sieht's eigentlich mit Waffenexporten, Krieg und Militarisierung im Zuge der sich verschärfenden globalen Konkurrenz, äußerer wie innerer Aufrüstung, aus?

    Die "S"PD ist seit der Jahrtausendwende mit die eifrigste Rechtsverschieberin von Politik und Gesellschaft im Dienste der Konzerne, Banken und Milliardäre und eines sich weiter brutalisierenden Extremismus der sozialen Ungleichheit.

    Da passt es, dass Herr Gabriel mit seiner eigenen Spaltungs- und Volkstümeleimasche versucht, die Lohnabhängigen, Armen, Durchflexibiliserten und -marginaliserten (und auch die sind schwul, lesbisch, trans* usw.) und andere gesellschaftlich Unterdrückte gegeneinander auszuspielen und von den zunehmenden sozialen Spannungen, für die seine Partei maßgeblich verantwortlich ist, abzulenken.

    Ist auch nichts Neues: Als die Konzern- und Oberschichten-Medien im Wahlkampf jede Debatte über die immer extremere soziale Ungleichheit praktisch durchgehend unterdrückten (das nennt man dann "freie Wahlen") - kulminierend in einem "Kanzlerduell", bei dem vier sozial privilegierte, rechte Medien-Stimmungsmacher 95% der Zeit das AfD-Programm zur "Diskussionsgrundlage" erhoben und rechte Hetze insbesondere gegen Flüchtlinge und Migrant*innen verbreiteten, zugleich soziale Gerechtigkeit zu einem Nicht-Thema erklärten, da biederte sich die "S"PD immer wieder der rechten Hetze an und griff z. B. Merkel von rechts an. Das Wahlergebnis ist bekannt.

    Dabei kann es gegen den Dauerklassenkampf von oben, den die Top 1% bis 10% nicht zuletzt mit Hilfe ihrer (!) Medien führen, nur eine gemeinsame Antwort aller Unterdrückten geben - für gleiche Lebensrechte aller Menschen und eine solidarische Organisation von Wirtschaft und Gesellschaft, über alle Grenzen hinweg!

    Es ist genug Reichtum für Alle da - wenn die Vielen sich nicht mehr von einigen Wenigen an der Spitze der Ausbeutungspyramide immer weiter auspressen, gegeneinander ausspielen und ihr Denken und Handeln diktieren lassen - sondern diese Pyramide zum Einsturz bringen!

    Dieser gemeinsame Kampf für eine soziale, solidarische, auf den Bedürfnissen aller Menschen, nicht den Profiten einiger Weniger, basierenden Gesellschaft ist der einzige Weg, die von der herrschenden Klasse und ihren Eliten betriebene Rechtsverschiebung zu stoppen und letztlich zu besiegen.
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#104 axelschwarz
  • 18.12.2017, 15:14h
  • Antwort auf #97 von hugo1970
  • Natürlich nutzt es nichts, wenn man nur auf das Eine oder das Andere achtet. Meine Darstellung und Vermutung skizziert das, was es bedeutet, wenn man ein Profil entwickeln will. Ein Profil ist u. U. scharfkantig, man kann sich daran schneiden, es will aber unterscheidbar sein. Ich kann nicht Sigmar Gabriel ergänzen, ich versuche nur zu beschreiben.
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#105 axelschwarz
  • 18.12.2017, 15:19h
  • Antwort auf #98 von Republikanisch
  • Ich versuche, wenn Du genau liest, etwas zu beschreiben, was ich empfinde, wenn andere Leute sprechen. Die sind nicht in der AFD, Sie haben mal SPD oder CDU gewählt, jetzt blau, aus Trotz.

    Wir haben in diesem Land vieles erreicht. Aber nicht alles was erreicht wurde hat alle erreicht. Damit gibt es einen Wettbewerb der leider auch über Flüchtlinge, Migration und Genderpolitik abgewickelt wird.

    Machen wir uns nichts vor, in der Vergangenheit ist da manches nicht richtig gelaufen.

    Ich bin und bleibe Sozialdemokrat.
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#106 RepublikanischAnonym
  • 18.12.2017, 17:01h
  • Antwort auf #105 von axelschwarz
  • Ich hab gut verstanden, was du versucht hast zu beschreiben. Ich gab meine Antwort dazu.

    Machen "wir" uns nichts vor?
    Das tue ich nicht. Allerdings verstehe ich ganz gut, dass vor allem die Union die Flüchtlingspolitik in den Sand gesetzt hat. Sie haben weder rechtzeitig reagiert, noch dafür gesorgt, dass die Integration für alle auf positivem Weg gewährleistet ist.
    Da hätte die SPD mit ihrer angeblichen "sozialdemokratischen" Politik einlenken müssen, und hätte eine flüchtlingsfreundliche Haltung als Vorbild einnehmen können.

    Ich bin nicht der Meinung, dass die Politik sich nun als Aufgabe machen muss, die "besorgten" Bürger "zu streicheln" und ihre Intoleranz sozusagen zu unterstützen.
    Als ob die Bürger in Deutschland unmündig seien. Etwas Intelligenz und Verantwortung kann man den Bürgern zumuten.
    Es ist die Aufgabe der Bürger zu verstehen, dass es ein normaler Verlauf ist, Menschen in ihrer Not aufzunehmen.
    Dazu muss man keine "Extrapolitik" machen.
    Toleranz darf vorausgesetzt werden.
    Alles andere wäre Heuchelei.

    Du darfst gerne Sozialdemokrat bleiben - wenn du denkst, dass ich dir das ausreden wollte, hast du meine Kommentare nicht verstanden. Ich hatte bereits geschrieben, dass ich über das reden möchte, was Gabriel als Gastbeitrag geschrieben hat.

    Ich denke nicht, dass man konservative Bürger "zum Psychologen" schicken muss, weil nun mehr Leute aus anderen Ländern bei uns wohnen. Das formuliere ich extra überspitzt, um deutlich zu machen, wie irre es ist, was Gabriel da äußert. Es braucht keine extra Politik.
    Dazu braucht man nur als Partei und auch als Parteimitglieder eine tolerante, verständnisvolle Haltung mit entsprechenden Mitteln und Gesetze, um das gewährleisten zu können, was in unserem Land möglich ist.

    Es gibt übrigens weltweit kein Land, wo nur Einheimische wohnen. In den USA leben sehr viele Deutsche. Und mir ist nicht bekannt, dass die USA jemals eine Extra-Politik wegen dieser Deutschen in den USA machte (?!)
    Diversity wird in unseren Stadtverwaltungen seit Jahren umgesetzt und das ist auch ganz positiv so.

    Das soll die SPD, genauer gesagt Gabriel, mal beweisen, dass das Heimatgefühl der Deutschen verloren geht aufgrund von verschiedenen Nationalitäten.
    Das klingt mir zu sehr nach diskriminierenden Gedanken. Die Herkunft ist ebenfalls im AGG geschützt und vielfältige Nationalitäten hat es in unserem Land schon ewig gegeben.

    So viele ehemalige Migranten sind so dermaßen in unserem Land integriert, dass man sie gar nicht mehr wegdenken kann.
    Viele Firmen werben doch in ihren Stellenangeboten um Facharbeiter aus anderen Ländern, weil solche Stellen oftmals nicht besetzt sind.

    Es gibt überhaupt keinen Grund zur Besorgnis. Wer sich vor dem Flüchtingsstrom nicht in Deutschland heimatlich fühlte, wird logischerweise sich auch danach nicht heimatlich fühlen.
    Das hat dann aber nichts mit den Flüchtlingen zu tun, sondern mit der Politik allgemein in Deutschland. Und was die Bürger selbst(!) tun, um sich heimatlich zu fühlen.
    Was hindert denn die Bürger daran, ein heimatliches Gefühl zu entwickeln? Weil es am Ende der Stadt ein Gebiet gibt, wo Flüchtlinge leben? Wir leben doch alle in Wohnungen und Häuser - wo ist das Problem? Solange diese Flüchtlinge friedlich sind, juckt das kein Mensch.
    Und mit den unfriedlichen wird genauso verfahren wie mit unfriedlichen Einheimischen.

    Ich kann daVinci667 nur zustimmen, wenn er sagt, es müsste eine Amtszeitbeschränkung geben. Das Problem ist die schlechte Politik der Union, die das soziale kaum bis gar nicht berücksichtigen. Und das zweite Problem ist die Wankelmütigkeit der SPD und die unsoziale SPD.

    Und das ist immer noch kein Grund, andere wichtige Belange in unserem Land weniger zu berücksichtigen.

    Das ist der falsche Weg, das kann ich so direkt sagen, weil es weder sozial noch tolerant ist.
    Das unterstützt weder die Toleranz, die momentan noch vorhanden ist, noch tut es unserer Gesellschaft gut. Denn den Bürgern wird so beigebracht, dass fremde Kulturen etwas fragwürdiges sei.
    Solange sie aber eine Bereicherung darstellen, gibt es nichts auszusetzen!
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#107 axelschwarz
  • 18.12.2017, 19:31h
  • Antwort auf #106 von Republikanisch
  • Dáccord, in vielen Teilen Deiner Aussagen. Es geht auch nicht nur um Flüchtlinge, sondern auch um Migranten. Es geht um fehlende Einwanderung, Einordnung in unser Wertesystem (weitestgehend), um Schule und Kindergarten (ein Muss!), Lehrer, die nicht vor Schülern kuschen müssen, um sogenannte Bürger, die sich auf offener Straße besaufen und belästigen und um Manager, die als leitende Angestellte ein asoziales Verhalten an den Tag legen, die ein Hanwerksmeister oder Kaufmann nicht an den Tag legt. Und es geht um die Formulierung für die Frage, wie wir hier in Deutschland und Europa einerseits und mit den anderen Staaten friedlich und umweltgerecht, paritätisch und fair leben können. Oder wir Menschen sind überflüssig. Wir stören hier.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #106 springen »
#108 RepublikanischAnonym
  • 18.12.2017, 21:04h
  • Antwort auf #107 von axelschwarz
  • Die Antwort darauf haben die Grünen.
    Das ist wirklich so, kannst du mir glauben.
    Während die Union unser Deutschland zur Wüste macht, juckt es den Grünen in den Fingern, genau das umzusetzen, was die Union entweder nicht kann, oder einfach ignoriert.
    Die Union hat ein Fragezeichen im Kopf, und die Grünen rollen mit den Augen, weil ihnen die Antwort glasklar vor ihren Augen ist.

    Die Migranten sind aber nicht das "Problem."
    Sie machen unser Land kulturell, bringen neue Ideen und Inspiration, und sie arbeiten und leben hier - sonst nichts. Das ist kein Problem.
    Was die Eingliederung in das Wertesystem angeht, da muss man vorsichtig sein. Aus Zebras kann man keine Giraffen machen. Erstmal hat jede/r seine eigene Individualität. Jede Migrationsgruppe hat ihre eigene Kultur, die auch erstmal in Ordnung ist.
    Moslems beten - da lässt sich nichts ändern. Arabische Leute reden gerne laut und streiten auch mal gerne - das muss man berücksichtigen, da hilft alles andere nichts.
    Und einige moslemische Frauen tragen Kopftücher - das bringt uns Einheimische nicht um.
    All diese Dinge muss man aus der kulturellen Sicht her sehen. Das ist noch kein Problem.
    Die meisten verhalten sich ganz gut.
    Viele Flüchtlinge sind traumatisiert und müssen sich erholen von dem, was sie zum Beispiel in Syrien erlebt haben.

    Problematisch wird es erst, wenn Kriminalität, Radikalität beginnt. Das sind dann aber auch keine harmlosen Flüchtlinge, sondern leider solche, die mit geflüchtet sind, um bei uns, direkt gesagt, bullshit zu treiben. Das sind diejenigen, die sich schon in ihrem Heimatland entsprechend kriminell und radikal verhalten haben. Und da wurde ein konsequentes Abschieben umgesetzt, wenigstens.

    Das sind zwei verschiedene Dinge.
    Die AfD würfelt beides zusammen und verwirrt Bürger, die nicht so sehr informiert sind.

    Es ist nur schade, dass Gabriel nun in dieser Schiene mitfährt. Ich hoffe, dass andere in der SPD anders denken und wir keine Angst-Politik erleben müssen.

    Vor harmlosen Flüchtlingen und Migranten, die ihre Schuhe vor ihren Türen haben, die leidenschaftlich miteinander reden, die vielleicht laut Musik hören, oder etwas kochen, was wir nicht kennen, müssen wir keine Angst haben :-)

    Und was das Thema Kindergarten betrifft:
    Ich hab viele Jahre in Kindergärten gearbeitet und am Ende das mit den Flüchtlingen mitbekommen.
    Das ist genauso harmlos:
    Viele Eltern, die ihre Kinder in den Kindergarten bringen, sind erstmal froh, dass ihre Kinder noch leben und nicht im Mittelmeer ums Leben kamen. Verstehst du? Versuche ihre Situation nachzuvollziehen. Sie sind traumatisiert. Die Kinder deshalb auch und oftmals noch stärker, weil sie das Erlebte nicht so verarbeiten können wie Erwachsene.

    Das bedeutet für Erzieher/innen, dass sie nicht gleich mit Regeln und Erwartungen daherkommen, sondern da geht es erstmal um das Ankommen: die Kinder gewöhnen sich an ihre neue Umgebung, an die fremde Sprache, an die anderen Kinder, und an die Erzieher/innen. Sie verstehen ja erstmal kein Deutsch und kommunizieren non-verbal. Das alleine ist schon eine Herausforderung für diese Kinder. Stell dir vor, du musstest in ein Land flüchten, wo du kein Wort verstehst. Das ist schon für Erwachsene schwer.
    Nebenbei läuft die Betreuung der Traumatisierten.
    Es haben sich schon Vereine gebildet, oder es gibt bestehende Vereine, die sich meist ehrenamtlich um diese Familien kümmern.

    Die Kindergartenplätze sind grundsätzlich ein Problem, das hat mit den Flüchtlingskindern nur bedingt zu tun.
    Es war, schlicht gesagt, eine Fehlplanung.
    Ich hab es nicht verstanden, dass den Eltern ein Platz zugesichert wird zu einem bestimmten Zeitpunkt. Ich wusste, dass das nicht funktionieren kann.
    Sowas kann man einfach nicht voraussagen.
    Es wurden ja viele Kita-Gebäude erstellt und viele neue Plätze geschaffen. Aber nicht jedes Kind hat einen Platz, das stimmt.
    Zusätzlich herrscht Fachpersonal-Mangel.
    Dieser Mangel hat unter anderem was mit dem geringen Verdienst zu tun, was wiederum mit unser "merkelschen" Regierung zu tun hat, denn soziale Berufe haben die nicht attraktiv gehalten.
    In sozialen Berufen sind die Gehälter ein Witz. Absolut unangemessen ihrer täglichen Leistung.

    Deshalb finde ich, muss die SPD dringend wieder soziale Politik umsetzen, anstatt über die Bürger zu sinnieren, die sich momentan noch mit den Flüchtlingen schwer tun.
    Das gibt sich, sobald die Bürger mit den Flüchtlingen in Kontakt treten und feststellen: Hoppla, die sind ja eigentlich auch so wie wir.
    In meiner Stadt funktioniert das. Und solange man ihnen Verständnis entgegen bringt, kommt dann auch was positives zurück.

    Die meisten sind schon dankbar, wenn sie angelächelt werden.
    Stell dir vor: in der Heimat hatten sie Krieg, Folter, Missbrauch. Nun in ihrer neuen Heimat stellen sie fest, dass sie nicht willkommen sind und erleben zusätzlich Anfeindungen. Das ist ne Spur zu krass.

    Es ist wichtig, dass wir alle: Politik und Bürger, Gastfreundschaft umsetzen und Verständnis zeigen für diese Menschen, die einfach nur in Ruhe leben wollen. Sich vor Augen halten, was sie durchgemacht haben und dass sie nichts anderes wollen als wir Einheimischen auch. Ihre Kultur sollen sie behalten dürfen.
    Es ist nur dann wichtig, dass sie unser Land kennen lernen und verstehen, dass wir demokratisch leben und dass es ein paar Dinge gibt, an die man sich zu halten hat.
    Mehr ist es nicht.
    Natürlich kostet das Geld, ja. Aber das macht Deutschland nicht pleite. Wir tun das, was möglich ist, und das ist gut so.

    Und der Alltag der Einheimischen bleibt derselbe. Es ist nur etwas bunter und kulturell vielseitiger - mir gefällt das.
    Sie tragen zur Toleranz bei, was uns als LSBTTIQ doch nur zugute kommt.

    Es ist die Intoleranz und es sind diese Vorurteile, die einfach keinen Platz mehr haben. Das merken nun manche ganz erzkonservative und die ganzen negativen Gedanken bündeln sich wie bei Gabriels Kommentar. Ich wünsche ihm, dass es ihm nun nach der "Müllentsorgung" wieder besser geht und er bald versteht, dass es nur ein gemeinsames Miteinander geben kann.
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#109 SozialliberalAnonym
  • 18.12.2017, 21:19h
  • Dass Sigmar Gabriel die Gleichstellung der Homo-Ehe vollkommen egal ist und er uns Schwule für eine verzichtbare Minderheit hält, hat er ja schon nach der Bundestagswahl 2013 bewiesen, als er noch vor dem Beginn der Koalitionsverhandlungen mit der CDU/CSU auf diese Forderung verzichtete mit dem Hinweis darauf, dass das mit denen nicht durchsetzbar sei.

    Was ihm vorschwebt, das gibt es bereits: Es nennt sich CDA, die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft. Sozialpolitisch ziemlich links, da passt kaum ein Blatt zwischen die und der SPD. Gleichzeitig innen- und gesellschaftspolitisch erzkonservativ. Drei führende CDAler, nämlich Norbert Blüm, Armin Laschet und Annegret Kramp-Karrenbauer, zählten zu den erbittersten Gegner der Gleichstellung der Homo-Ehe.

    Sozialdemokratisch ist eine solche Linie also nicht. Sozialdemokratie heißt, sich auch für gesellschaftliche Freiheiten und innere Liberalität einzusetzen, so wie es aktuell etwa Justin Trudeau in Kanada macht (offiziell ein Liberaler, de facto ein Sozialdemokrat) oder in der Vergangenheit Rot-grün auf Bundesebene oder die sozialliberale Koalition von 1969 bis 1982.
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#110 Miguel53deProfil
  • 20.12.2017, 06:34hOttawa
  • Antwort auf #98 von Republikanisch
  • Du sprichst mir einmal mehr aus der Seele. Diesen Umgang miteinander, der von Respekt und Neugier geprägt ist, in dem Probleme durch Gespräche geklärt werden, ist das perfekte Bild. Und genau so habe ich es erlebt, als mein damaliger, griechischer Partner an der Uni meiner Heimatstadt studierte.

    Wir waren ein großer, verschworener Freundeskreis gänzlich unterschiedlicher Herkunft.

    Heute erlebe ich das genau so unter Erwachsenen in meiner aktuellen Umgebung, die noch weit stärker von Diversity geprägt ist. Menschen völlig unterschiedlichsten Alters und Backgrounds Leben und diskutieren lebhaft miteinander. Sind immer neugierig auf die so verschiedenen Geschichten des Einzelnen.

    Selbst das Kabinett meines Premierministers Trudeau spiegelt diese Vielfalt ein bisschen wider. Nicht vollkommen, aber doch erkennbar.

    pm.gc.ca/eng/cabinet

    Danke für Deine guten und sachlichen Beiträge. Es ist jedesmal ein Vergnügen, sie zu lesen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #98 springen »
#111 Miguel53deProfil
  • 20.12.2017, 06:48hOttawa
  • Antwort auf #105 von axelschwarz
  • Schön, wenn Sie Sozialdemokrat bleiben. Schade, dass die SPD sich davon seit Schröder verabschiedet hat.

    Und Gabriel hats dann weiter in diese völlig falsche Richtung gedreht. Und während Schröder jetzt, erntet, was er für sich und die entfesselte Wirtschaft durchgesetzt hat, möchte Gabriel ganz sicher gern noch an den Fleischtöpfen des Wohlstandes teilhaben.

    Vergessen sollte man in diesem Zusammenhang auch andere Namen nicht, die zum Ende des Sozialen in der heutigen PD beigetragen hat. Peer Steinbrück und sein damaliger Staatssekretär Jörg Asmussen. Diese beiden waren es insbesondere, die es so richtig krachen ließen für die Banken und Spekulanten.

    Aber was rede ich. Alles Schnee von gestern. Was bleibt ist die geschredderte ehemalige SPD.
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#112 RepublikanischAnonym
  • 20.12.2017, 09:56h
  • Antwort auf #110 von Miguel53de
  • Bitte, gerne :-)
    Ich konnte einfach nicht anders. Wenn ich sowas lese wie von Gabriel, da frage ich mich, was ist nur los?

    Ja, Trudeau kommt sehr tolerant und demokratisch rüber - diese Politik gefällt mir sehr gut. Zumal Kanada das friedlichste Land der Welt ist. Was für ein Glück, dass du da lebst.
    Danke für den link - könnten sich mal unsere Politiker anschauen :-)

    Dein Premierminister. Ist er dein Chef?

    Freut mich, dass dir meine Kommentare zusagen. Mal shen, vielleicht kommt das auch mal in unserer Politik an der entsprechenden Stelle an :-)
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#113 wiking77
  • 04.01.2018, 12:45h
  • reiner Linkspopulismus, was der noch geschäftsführende Aussenminister hier betreibt.
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