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Einzelkommentar zu:
Sigmar Gabriel: SPD zu stolz auf die Ehe für alle


#108 RepublikanischAnonym
  • 18.12.2017, 21:04h
  • Antwort auf #107 von axelschwarz
  • Die Antwort darauf haben die Grünen.
    Das ist wirklich so, kannst du mir glauben.
    Während die Union unser Deutschland zur Wüste macht, juckt es den Grünen in den Fingern, genau das umzusetzen, was die Union entweder nicht kann, oder einfach ignoriert.
    Die Union hat ein Fragezeichen im Kopf, und die Grünen rollen mit den Augen, weil ihnen die Antwort glasklar vor ihren Augen ist.

    Die Migranten sind aber nicht das "Problem."
    Sie machen unser Land kulturell, bringen neue Ideen und Inspiration, und sie arbeiten und leben hier - sonst nichts. Das ist kein Problem.
    Was die Eingliederung in das Wertesystem angeht, da muss man vorsichtig sein. Aus Zebras kann man keine Giraffen machen. Erstmal hat jede/r seine eigene Individualität. Jede Migrationsgruppe hat ihre eigene Kultur, die auch erstmal in Ordnung ist.
    Moslems beten - da lässt sich nichts ändern. Arabische Leute reden gerne laut und streiten auch mal gerne - das muss man berücksichtigen, da hilft alles andere nichts.
    Und einige moslemische Frauen tragen Kopftücher - das bringt uns Einheimische nicht um.
    All diese Dinge muss man aus der kulturellen Sicht her sehen. Das ist noch kein Problem.
    Die meisten verhalten sich ganz gut.
    Viele Flüchtlinge sind traumatisiert und müssen sich erholen von dem, was sie zum Beispiel in Syrien erlebt haben.

    Problematisch wird es erst, wenn Kriminalität, Radikalität beginnt. Das sind dann aber auch keine harmlosen Flüchtlinge, sondern leider solche, die mit geflüchtet sind, um bei uns, direkt gesagt, bullshit zu treiben. Das sind diejenigen, die sich schon in ihrem Heimatland entsprechend kriminell und radikal verhalten haben. Und da wurde ein konsequentes Abschieben umgesetzt, wenigstens.

    Das sind zwei verschiedene Dinge.
    Die AfD würfelt beides zusammen und verwirrt Bürger, die nicht so sehr informiert sind.

    Es ist nur schade, dass Gabriel nun in dieser Schiene mitfährt. Ich hoffe, dass andere in der SPD anders denken und wir keine Angst-Politik erleben müssen.

    Vor harmlosen Flüchtlingen und Migranten, die ihre Schuhe vor ihren Türen haben, die leidenschaftlich miteinander reden, die vielleicht laut Musik hören, oder etwas kochen, was wir nicht kennen, müssen wir keine Angst haben :-)

    Und was das Thema Kindergarten betrifft:
    Ich hab viele Jahre in Kindergärten gearbeitet und am Ende das mit den Flüchtlingen mitbekommen.
    Das ist genauso harmlos:
    Viele Eltern, die ihre Kinder in den Kindergarten bringen, sind erstmal froh, dass ihre Kinder noch leben und nicht im Mittelmeer ums Leben kamen. Verstehst du? Versuche ihre Situation nachzuvollziehen. Sie sind traumatisiert. Die Kinder deshalb auch und oftmals noch stärker, weil sie das Erlebte nicht so verarbeiten können wie Erwachsene.

    Das bedeutet für Erzieher/innen, dass sie nicht gleich mit Regeln und Erwartungen daherkommen, sondern da geht es erstmal um das Ankommen: die Kinder gewöhnen sich an ihre neue Umgebung, an die fremde Sprache, an die anderen Kinder, und an die Erzieher/innen. Sie verstehen ja erstmal kein Deutsch und kommunizieren non-verbal. Das alleine ist schon eine Herausforderung für diese Kinder. Stell dir vor, du musstest in ein Land flüchten, wo du kein Wort verstehst. Das ist schon für Erwachsene schwer.
    Nebenbei läuft die Betreuung der Traumatisierten.
    Es haben sich schon Vereine gebildet, oder es gibt bestehende Vereine, die sich meist ehrenamtlich um diese Familien kümmern.

    Die Kindergartenplätze sind grundsätzlich ein Problem, das hat mit den Flüchtlingskindern nur bedingt zu tun.
    Es war, schlicht gesagt, eine Fehlplanung.
    Ich hab es nicht verstanden, dass den Eltern ein Platz zugesichert wird zu einem bestimmten Zeitpunkt. Ich wusste, dass das nicht funktionieren kann.
    Sowas kann man einfach nicht voraussagen.
    Es wurden ja viele Kita-Gebäude erstellt und viele neue Plätze geschaffen. Aber nicht jedes Kind hat einen Platz, das stimmt.
    Zusätzlich herrscht Fachpersonal-Mangel.
    Dieser Mangel hat unter anderem was mit dem geringen Verdienst zu tun, was wiederum mit unser "merkelschen" Regierung zu tun hat, denn soziale Berufe haben die nicht attraktiv gehalten.
    In sozialen Berufen sind die Gehälter ein Witz. Absolut unangemessen ihrer täglichen Leistung.

    Deshalb finde ich, muss die SPD dringend wieder soziale Politik umsetzen, anstatt über die Bürger zu sinnieren, die sich momentan noch mit den Flüchtlingen schwer tun.
    Das gibt sich, sobald die Bürger mit den Flüchtlingen in Kontakt treten und feststellen: Hoppla, die sind ja eigentlich auch so wie wir.
    In meiner Stadt funktioniert das. Und solange man ihnen Verständnis entgegen bringt, kommt dann auch was positives zurück.

    Die meisten sind schon dankbar, wenn sie angelächelt werden.
    Stell dir vor: in der Heimat hatten sie Krieg, Folter, Missbrauch. Nun in ihrer neuen Heimat stellen sie fest, dass sie nicht willkommen sind und erleben zusätzlich Anfeindungen. Das ist ne Spur zu krass.

    Es ist wichtig, dass wir alle: Politik und Bürger, Gastfreundschaft umsetzen und Verständnis zeigen für diese Menschen, die einfach nur in Ruhe leben wollen. Sich vor Augen halten, was sie durchgemacht haben und dass sie nichts anderes wollen als wir Einheimischen auch. Ihre Kultur sollen sie behalten dürfen.
    Es ist nur dann wichtig, dass sie unser Land kennen lernen und verstehen, dass wir demokratisch leben und dass es ein paar Dinge gibt, an die man sich zu halten hat.
    Mehr ist es nicht.
    Natürlich kostet das Geld, ja. Aber das macht Deutschland nicht pleite. Wir tun das, was möglich ist, und das ist gut so.

    Und der Alltag der Einheimischen bleibt derselbe. Es ist nur etwas bunter und kulturell vielseitiger - mir gefällt das.
    Sie tragen zur Toleranz bei, was uns als LSBTTIQ doch nur zugute kommt.

    Es ist die Intoleranz und es sind diese Vorurteile, die einfach keinen Platz mehr haben. Das merken nun manche ganz erzkonservative und die ganzen negativen Gedanken bündeln sich wie bei Gabriels Kommentar. Ich wünsche ihm, dass es ihm nun nach der "Müllentsorgung" wieder besser geht und er bald versteht, dass es nur ein gemeinsames Miteinander geben kann.
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