Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?30305

Aufklärung und Ermutigung

Erste deutsche Webserie über trans* Jugendliche

Jetzt auf Youtube: Bei "Genders*" werden alle trans* Charaktere auch von trans* Personen gespielt. Die Serie aus dem Kölner "anyway" wurde von der Aktion Mensch unterstützt.


Die neue Webserie "Genders*" erzählt Begebenheiten, die sich in vielen Biografien von trans* Jugendlichen wiederfinden (Bild: queerblick)
  • 17. Dezember 2017, 16:33h 18 3 Min.

Sebastian, Marc, Lucas, Philipp, Dominik und Johanna – so heißen die Hauptdarsteller von "Genders*", der ersten deutschen Webserie rund um das Thema Trans* und geschlechtliche Vielfalt.

In fünf Folgen erzählt die Serie typische Geschichten auf dem Weg von trans* Jugendlichen in Deutschland: die Suche nach der eigenen geschlechtlichen Identität, das Coming-out bei den Eltern, die Nichtakzeptanz und das Misgendern (dem falsch Geschlecht zugeordnet zu werden) im Alltag, der Herausforderung der Partnersuche und das Coming-out als trans* in Beziehungen. Aber auch Triggerthemen wie selbstverletzendes Verhalten oder übergriffige Sprache in Dating-Apps spart die Serie nicht aus.

Trotz dieser oft negativ besetzten Themen soll die Serie Mut machen. "Die Botschaft lautet: Es ist okay, zu sein, wie man ist. Es ist okay, anders zu sein. Es ist okay, sich nicht sicher zu sein, wer man ist", sagt Moritz. Er hatte gemeinsam mit Sam die Idee zur Serie, von der die ersten vier jeweils rund zehn Minuten langen Folgen bereits auf Youtube zu sehen sind.

Die Sehnsucht nach Sichtbarkeit ist groß

"Wir fanden, dass noch nicht genug Trans*-Themen in den Medien vorkommen und es vor allem an Geschichten fehlt, die trans* Menschen über sich selbst erzählen", sagt Samuel Krebber. Das soll "Genders*" ändern. Die Serie kommt aus der Community selbst und erzählt Begebenheiten, die sich in vielen Biografien trans* Jugendlicher wiederfinden.


"Genders*" soll anderen trans* Jugendlichen Mut machen (Bild: queerblick)

Zudem war es den jungen Machern der Serie wichtig, dass alle trans* Charaktere auch von trans* Personen selbst gespielt werden. Damit setzen sie einen Gegenpunkt zu anderen Filmen, in denen Trans*-Rollen oft mit cis-geschlechtlichen Darstellern besetzt sind. Sie erhoffen sie sich dadurch mehr Echtheit und Identifikation mit den Rollen. Diese entsteht auch dadurch, dass die "Genders*"-Darsteller in kurzen Videoporträts einen Einblick in ihr Leben gewähren.

Das Unwissen über Trans*-Themen ist noch groß

"'Genders*' richtet sich an andere trans* Personen selbst, die sich hoffentlich darin wiedererkennen können, aber auch Menschen, die nicht trans* sind und dadurch ein wenig aufgeklärt werden können", sagt Sam. Dieser Anspruch galt auch für das Team von Jugendlichen, welches die Serie über mehrere Monate realisiert hat.

Trans* und cis Jugendliche arbeiteten in ihm im LGBTI-Jugendzentrum "anyway" in Köln zusammen und lernten voneinander – etwa was das Vokabular betrifft. "FtM", "MtF", "Binder", "Misgendern", "Packer", "Mastek", "Passing", "stealth" sind einige trans*-spezifische Worte, die nicht nur im Entstehungsprozess der Serie bei einigen Fragen hinterließen. "Ich habe viel über das Thema gelernt, weil ich vorher keine Menschen persönlich kannte, die trans*, inter oder non-binary sind. Das war für mich sehr spannend und schön, diese Menschen kennenzulernen", sagt Henning aus dem Team. (cw/pm)

Spendenaufruf

Das Serienprojekt "Genders*" wurde von der Aktion Mensch finanziell unterstützt, sodass die meisten Kosten gedeckt werden konnten – bis auf 1.850 Euro noch offene Produktionskosten. Der Verein queerblick e.V. freut sich deshalb über Spenden:
queerblick e.V.
IBAN: DE70830654080004022734
BIC: GENODEF1SLR
VR Alternburger Land/ Skatbank
-w-

#1 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 18.12.2017, 06:04h
  • Hab mir die erste Folge angesehen.
    Zunächst einmal, finde ich es gut, so ein Projekt zu starten.
    Dann: Als Hobbydrehbuchautorin mit eigenem Forum (
    drehbuchautorenforum.xobor.de/)

    möchte ich einige fachliche Mängel anmerken.
    Zum einen die Kürze der Geschichte. Um eine Geschichte mit allen Wendepunkten zu erzählen, braucht es mehr Zeit. Eine Storyline einer Figur war nicht zu erkennen, oder haben die Autoren die auf die einzelnen Folgen verteilt?
    Was mir zudem missfallen hat, war die "Sexszene" . Denn bei Transsexualität geht es nicht um SEX, sondern um IDENTITÄT!
    Und, was sind die Backstories der Figuren? Ihre Wants und Needs? Außer, dass alle trans sind, verbindet sie nichts. Ein bisschen zu wenig, um eine Geschichte zu erzählen!
  • Direktlink »
#2 ftm82Anonym
  • 18.12.2017, 08:00h
  • Antwort auf #1 von Gerlinde24
  • Habe die ganze Serie gesehen und kann deine Kritik nicht nachvollziehen. Schau dir mal alle fünf Folgen an und du kommst bestimmt zu nem anderen Ergebnis. Gerade deine Kritik am Sex geht ja mal vollkommen in die falsche Richtung. Aber um das zu verstehen, musst du mind. die 2. Folge gucken. Und ja: auch trans* Menschen haben Sex. Und der ist mit anderen Problemen besetzt als bei cis Menschen. Wäre irre, wenn die Serie das nicht zeigen würde oder Sex ausklammern würde. Bin froh, dass es die Serie gibt. Leider ein paar Jahre zu spät für mich.
  • Direktlink »
#3 dingoAnonym
  • 18.12.2017, 09:34h
  • Antwort auf #2 von ftm82
  • Bingo!

    Nicht nur sollte man schon alles sehen, bevor man die Serie kritisiert, aber gerade Sex ist weiterhin ein wichtiges Thema. Denn Vertrauen in chirurgisch konstruierte Geschlechtsteile, will erstmal gelernt sein.

    Und eine normale sexuelle Beziehung eingehen zu können, ist ein wichtiger Teil der Identität.
    Und dass alleine schon ohne den Aspekt der transmädels außer Acht zu lassen, die aus genau diesem Grund keinen Eingriff vornehmen, und das männliche Organ behalten.
  • Direktlink »