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Kommentare zu:
Stiefvater tötet "schwulen" Achtjährigen: Jury empfiehlt Todesstrafe


#1 AmurPrideProfil
  • 18.12.2017, 15:17hKöln
  • Ich muss einleitend vorausschicken das ich strikt gegen die Todesstrafe bin.

    Aber nach dem was ich über diesen Fall weiß muss ich eingestehen: Mein Kopf sagt: Nein! Mein Herz ruft: Ja! :-(
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#2 TheManneken
  • 18.12.2017, 15:24h
  • Wie soll man sowas noch kommentieren? Dafür gibt es keine Worte. In mir bebt es... Was der Kleine über sich ergehen lassen musste, bis es vorbei war... Dass man da nicht selbst alles, woran man glaub, vergisst und einfach zu noch... Nein!

    Und trotzdem bin ich gegen die Todesstrafe. Das ist viel zu gnädig. Der Junge durfte nicht einfach einschlafen... Und aussuchen durfte er es sich auch nicht. Warum sollte so ein Bestie dieses Recht bekommen?
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#3 SoLiebAnonym
  • 18.12.2017, 15:39h
  • Das arme Kind. Wie kann man einem Menschen sowas antun - unbegreiflich :'-(
    Da soll mal noch jemand sagen, Homosexualität sei ein Problem. Das Problem sind gewalttätige Menschen.
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#4 Crikkie
  • 18.12.2017, 15:53h
  • Die Todesstrafe ist ein archaisches Überbleibsel der "Auge um Auge, Zahn um Zahn"-Mentalität vergangener Jahrhunderte. Sie macht die Opfer weder lebendig, noch entschädigt sie sie bzw. ihre Angehörigen. Sie fördert nicht die Auseinandersetzung des Täters mit der Tat und wirkt auch nicht als abschreckendes Beispiel.
    Sie befriedigt lediglich die primitiven Rachegelüste einer Gesellschaft, die da sagt: "Du darfst niemanden umbringen, sonst bringen wir dich um".
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#5 OrthogonalfrontAnonym
#6 HafendirneAnonym
  • 18.12.2017, 16:14h
  • So unglaublich widerwärtig ich diese Tat auch finde - auch bin grundsätzlich und auch hier gegen die Todesstrafe.

    Soll er den Rest seines erbärmlichen Lebens über seine Tat nachdenken und hoffentlich irgendwann bereuen.

    Sein Tod hilft der armen, kleine Seele leider auch nicht mehr. Er würde höchstens dazu dienen die Steuerkasse anstelle einer lebenslangen Unterbringung zu entlasten. Das sollte aber niemals ein Argument ein Leben zu nehmen.
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#7 JjurAnonym
  • 18.12.2017, 16:17h
  • Der einzige Vorteil der Todesstrafe ist, dass von dem Täter keine Gefahr mehr ausgeht.
    Zu häufig gibt es entlassene Mörder die aus Resozialisierungsgründen wieder frei gelassen werden und weiter morden. Psychologen sind danach völlig überrascht und haben die Gefahr falsch eingechätzt. Zu spät für das Opfer.

    Trotzalledem bin ich aus moralischen Gründen gegen die Todesstrafe.
    Unter gewissen Umständen ( grausame Tat, Serienmorde etc. bin ich aber für lebenslange Haft, die wirklich lebenslang ist. Ich bezweifele nämlich dass alle Menschen therapierbar sind.
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#8 JarJarProfil
#9 Homonklin44Profil
  • 18.12.2017, 16:38hTauroa Point
  • ""Er hatte den Jungen unter anderem gezwungen, Katzenkot zu essen, und ihn nur gefesselt und geknebelt in einem Schrank schlafen gelassen. Insgesamt soll der Mann das Kind acht Monate lang gequält haben. Als der Achtjährige starb, wog er bei einer Größe von 1,25 Metern nur 26 Kilogramm.""

    Also ich stehe offen zur Todesstrafe. Wenn einer so vorgeht, über Monate hinweg mit dem Bewusstsein, wie er die Qualen so eines Kindes hinausdehneh und vergrößern kann, sollte m,an ihm die Todesstrafe sogar mehrfach verpassen! Wiederbeleben und dann nochmal töten, und nochmal.
    Da ist die gesamte hochästhetisierte Ethik ein Hohn, und die Würde hat so ein Monstrum sich selbst abgestreift.

    Es ist ja schade, dass es eine "Hölle" nicht gibt. Denn dem Typ wünscht man, er möge von hinten nach vorn darin brennen bis ans Ende der Zeit!

    Die Details möchten einen Feuer speien machen.
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#10 TimonAnonym
#11 OrthogonalfrontAnonym
#12 Manfred 1955Anonym
  • 18.12.2017, 16:54h
  • Es ist eine Schande, das soetwas vorkommt. Eine Todesstrafe ist nicht zu akzeptieren. Aber solche Leute sollten bei Wasser und Brot bis zu ihren Ende in Steinbrüchen oder Bergwerken arbeiten, wo leider immer noch Kinder arbeiten müssen.
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#13 TheManneken
#14 Tommy0607Profil
  • 18.12.2017, 17:17hEtzbach
  • Todesstrafe finde ich zwar nicht gut : Aber lebenslänglich für solche "Eltern". Und das für Mutter und Stiefvater . Denn sowas sind keine "Eltern"!
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#15 OrthogonalfrontAnonym
#16 TheManneken
  • 18.12.2017, 18:23h
  • Antwort auf #15 von Orthogonalfront
  • Welchen Eiertanz? Den führst du doch auf! Ich hab mein Entsetzen über die Tat und meine Einstellung zur Todesstrafe kurz und knapp geäußert, mehr nicht. Ohne irgendwelche Andeutungen! Welche Art Strafe in diesem Falle angebracht wäre, kann ich objektiv nicht beurteilen. Wahrscheinlich gibt es die gar nicht. Und Wiedergutmachung kann dieser Mensch niemals leisten für das, was er getan hat. Ansonsten: bei mir gibt's zwischen den Zeilen nichts zu lesen. Schönen Abend noch.
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#17 DSDS BerlinAnonym
#18 GronkelAnonym
#19 GronkelAnonym
  • 18.12.2017, 18:55h
  • Antwort auf #17 von DSDS Berlin
  • "Wir lassen bewusst Kinder verhungern, lassen sie zerbomben oder 12 Stunden am Tag für einen Hungerlohn schuften."

    Haben wir denn eine Wahl?
    Wir können nicht auf der einen Seite für eine bedingungslose Globalisierung sein, wo jeder Mensch zu jedem Anderen auf der Welt in Konkurrenz gesetzt wird aber gleichzeitig den moralingeschwängerten Finger erheben.
    Entweder Hü oder Hott.
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#20 HessenmikeProfil
  • 18.12.2017, 19:20hRüsselsheim
  • Manchmal und in Einzelfällen ist die Todesstrafe doch noch zu was nütze !
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#21 OrthogonalfrontAnonym
#22 OrthogonalfrontAnonym
#23 OrthogonalfrontAnonym
#24 herve64Ehemaliges Profil
#25 OrthogonalfrontAnonym
#26 audi5000Profil
  • 18.12.2017, 20:16hlindau
  • ich bin auch gegen die todesstrafe, keiner hat das recht einem anderen das leben zu nehmen, auch nicht die justiz. solchen abschaum würde ich bei wasser und brot für die allgemeinheit schuften lassen bis sie selbst um den tot bitten. nur diese "gnade" sollte man ihnen nicht geben. den rest ihres erbärmlichen leben´s könnten sie wenn sie überhaupt ein gewissen haben dann über ihre tat nachdenken. ich weis das hört sich nach kz an. man hätte auch damals die nazis wegen ihren verbrechen an juden, schwule, sinti.......nach dem krieg auch in ihre eigenen lager stecken sollen um wenigstens einen bruchteil ihrer taten zu sühnen, auch wenn es nicht mal damit jemals gut zu machen gewesen wäre. und auch mit solchen schweinen die das ihren kindern antun sollte man so verfahren
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#27 GronkelAnonym
  • 18.12.2017, 20:22h
  • Antwort auf #22 von Orthogonalfront
  • "Ist nun mal so nachgewiesen. Aber klar kann man trotz Faktenlage anderer Meinung sein. Passt ja in unsere post-faktische Zeit. Wahr wird deine Meinung dadurch jedoch nicht."

    Ach hör mir auf mit nachgewiesen. Nachgewiesen ist gar nichts. Hier aus einem Artikel der Zeit:

    "Wer nun recht hat Ökonomen oder Psychologen lässt sich beim derzeitigen Forschungsstand nicht abschließend sagen. Fest steht, dass die Studienlage zur Abschreckungswirkung widersprüchlich und kaum belastbar ist."

    Wobei die Ökonomen in dem Artikel von einer Abschreckenden Wirkung ausgehen, die Psychologen nicht.

    www.zeit.de/wissen/2015-03/todesstrafe-mythen/seite-2

    Das alternativlose Resozialisierungsmantra hat mich noch nie überzeugt und es ist auch nicht ersichtlich, warum im Kleinen prompte und konsequente Strafen abschreckend sein sollen (Neuköllner Modell) aber im Großen nicht.

    Also mich würde eine harte Strafe abschrecken, wenn ich verbrecherische Ambitionen hätte.
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#28 OrthogonalfrontAnonym
  • 18.12.2017, 20:31h
  • Antwort auf #27 von Gronkel
  • Einfach mal gegoogelt und und das allererste Ergebnis in der Liste wiedergegeben, was?

    Bringt dann nix. Deine Sorte kenne ich. Du hast deine Meinung zu dem Thema, weil du die so haben willst und kein Nachweis der Welt wird dich davon abbringen.

    So funktioniert nun mal jeder "wahre Glaube".
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#29 OrthogonalfrontAnonym
#30 hugo1970Ehemaliges Profil
#31 hugo1970Ehemaliges Profil
#32 GronkelAnonym
  • 18.12.2017, 20:41h
  • Antwort auf #28 von Orthogonalfront
  • "Einfach mal gegoogelt und und das allererste Ergebnis in der Liste wiedergegeben, was?"

    Ja klar. Glaubst du ich habe hier Ausarbeitungen zu jedem Thema liegen ?
    Was ist denn negativ an dem Vorgehen?
    Wenigstens habe ich meine Ansicht überhaupt unterfüttert. Das kannst du von dir nicht behaupten.

    "Du hast deine Meinung zu dem Thema, weil du die so haben willst und kein Nachweis der Welt wird dich davon abbringen. "

    Welcher Nachweis? Dein Wort oder was?
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#33 hugo1970Ehemaliges Profil
#34 hugo1970Ehemaliges Profil
#35 OrthogonalfrontAnonym
#36 OrthogonalfrontAnonym
  • 18.12.2017, 21:11h
  • Antwort auf #32 von Gronkel
  • Wie gesagt, es wird nichts bringen dich mit Links zu diversen Studien überschütten. Tipp: Fang bei Amnesty International an. Mir ist klar, dass ich dich nicht überzeugen kann, also versuche ich es auch nicht. Für dich gilt eben, post-faktisch typisch, "deine" Wahrheit.
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#37 OrthogonalfrontAnonym
#38 OrthogonalfrontAnonym
#39 GronkelAnonym
  • 18.12.2017, 21:33h
  • Antwort auf #36 von Orthogonalfront
  • "Wie gesagt, es wird nichts bringen dich mit Links zu diversen Studien überschütten. Tipp: Fang bei Amnesty International an. Mir ist klar, dass ich dich nicht überzeugen kann, also versuche ich es auch nicht. Für dich gilt eben, post-faktisch typisch, "deine" Wahrheit."

    Also ich werde dir nicht deine Argumente ergooglen. Da habe ich weder Zeit noch Lust zu, das kannst du schön selbst machen. In letzter Konsequenz wüsste ich auch nicht wie man jemanden ohne eigene Worte überzeugen könnte. Denn es gibt Ausarbeitungen die kommen zu dem und Ausarbeitungen die kommen zu einem anderen Schluss. Wir haben es nun einmal nicht mit eindeutiker Mathematik zu tun.

    ""Also mich würde eine harte Strafe abschrecken, wenn ich verbrecherische Ambitionen hätte."
    Fällt dir was auf an dem Satz? Du gibst dir die Antwort gerade selbst!!"

    Versteh ich nicht. Was beantworte ich mir selbst?
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#40 DkkDAnonym
  • 18.12.2017, 21:38h
  • Dieser Mann hat die Todesstrafe nicht verdient.Er soll sein leben lang im Loch verrotten....
    Und wie mit Kinderfolterer und Mörder im Knast umgegangen wird wissen wir ja...
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#41 TheDadProfil
#42 OrthogonalfrontAnonym
  • 18.12.2017, 22:05h
  • Antwort auf #39 von Gronkel
  • "Wir haben es nun einmal nicht mit eindeutiker Mathematik zu tun."

    Aber mit eindeutiger Faktenlage.

    """Also mich würde eine harte Strafe abschrecken, wenn ich verbrecherische Ambitionen hätte."
    Fällt dir was auf an dem Satz? Du gibst dir die Antwort gerade selbst!!"

    Versteh ich nicht. Was beantworte ich mir selbst?"

    Du hast keine verbrecherischen Ambitionen,, deswegen kannst du dir nicht vorstellen wie ein Verbrecher denkt, fühlt und handelt, Fakten von Untersuchungen interessieren dich nicht, ergo wird zu deiner Privatwahrheit deine "Meinung" zum Thema, die du aber aufgrund mangelnder Vorstellungskraft gar nicht verstehen kannst.
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#43 TheDadProfil
  • 18.12.2017, 22:07hHannover
  • Antwort auf #27 von Gronkel
  • ""Ach hör mir auf mit nachgewiesen. Nachgewiesen ist gar nichts.""..

    Eben..
    GAR NICHTS !

    Dein Link zum Zeit-Artikel stützt dann aber auch nicht Deine krude These der Abschreckung !

    Im Gegenteil !
    Den Artikel solltest Du dann auch mal GANZ lesen !

    ""Das alternativlose Resozialisierungsmantra""..

    Hat hier für diesen Täter bislang niemand eingefordert !

    Auch hier das Gegenteil dessen was Du so wahrnimmst..

    ""und es ist auch nicht ersichtlich, warum im Kleinen prompte und konsequente Strafen abschreckend sein sollen (Neuköllner Modell) aber im Großen nicht.""..

    Da gibt es eine ganz einfache Rechnung :

    USA :
    30.000 Morde pro Jahr TROTZ Todesstrafen in verschiedenen Bundesstaaten..
    BRD :
    373 im Jahr 2016..
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#44 Patroklos
  • 18.12.2017, 22:23h
  • Die Entscheidung der Geschworenen zu dem Fall ist absolut nachvollziehbar! Das war eine Tat, die nicht zu entschuldigen ist!
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#45 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 18.12.2017, 22:27h
  • Antwort auf #40 von DkkD
  • "Und wie mit Kinderfolterer und Mörder im Knast umgegangen wird wissen wir ja..."

    Ich hoffe, das Du weißt, was Du schreibst, denn bei solchen Sätzen und Gedanken wird mir sehr kalt, denn das ist die Denkweise der rechsaußen!

    Ich kriege oft, vor allem im Berufsfeld, mit das man Päderasten umbringen soll, den Schwanz abschneiden soll etc. Wie weit ist der Weg zu den Queers? Das man wieder zu hören kriegt bei uns, hier in Europa oder USA, die Schwulen soll man töten, den Schwanz abschneiden etc. Deshalb bin ich gegen solche Sätze und Gedanken!!!
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#46 OrthogonalfrontAnonym
#47 RickeyAnonym
#48 OrthogonalfrontAnonym
#49 TheDadProfil
#50 GronkelAnonym
  • 18.12.2017, 22:54h
  • Antwort auf #42 von Orthogonalfront
  • "Aber mit eindeutiger Faktenlage."

    Du bist der einzige von uns beiden der etwas als eindeutig bezeichnet. Ich frage mich häufig, wenn ich hier schreibe, wieso einzelne ihre Ansichten immer absolut setzen. Ist das nur eine 'Argumentations'-Taktik, einfach mal mit der Absolutforderung hineinzugehen um keine eigenen Aussagen treffen und Argumente geben zu müssen oder gibt es ein Klientel in unserer Gesellschaft die schon so weit von jeglichem Diskurs entfernt sind, dass sie sich eine andere Sicht gar nicht mehr vorstellen können.
    Beides ist abschreckend und erschreckend genug.
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#51 TheDadProfil
#52 OrthogonalfrontAnonym
#53 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 19.12.2017, 04:04h
  • Zwei Menschen haben versagt, und ein Kind musste sterben!
    Die Mutter, weil sie, aus welchen Gründen auch immer, nichts unternommen hat, und der Stiefvater, weil der den Jungen nicht mochte, und ihm etwas unterstellte.
    Hier ist mehr als Homophobie am Werk gewesen! Hier ist Gewalt und Machtphantasien eines Mannes, der vermutlich selbst eine arme Sau ist.
    Schade, dass man "indianische Methoden" bei dem Vollzug der Todesstrafe nicht berücksichtigt. Wenn doch, hätte ich einige Vorschläge zu machen.
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#54 Gerlinde24Ehemaliges Profil
#55 HeydeAnonym
  • 19.12.2017, 07:31h
  • Dabei wäre es so einfach: Menschen wie den Täter sollten einfach lobotomiert werden. Geht schnell und einfach, danach sind sie ein bisschen wie die Besänftigten aus Dragon Age.
    Sie würden ohne zu Murren wirklich jede Arbeit ausführen und würden quasi emotions- und gefühllos ein Leben in ewiger Einsamkeit und Dunkelheit verbringen.
    Welche Strafe könnte schlimmer sein?
    Aber das wird natürlich nicht gemacht, wir sind ja zivilisiert. Deswegen bringen wir diese Menschen, quasi als ausgleichende Gerechtigkeit, einfach ums Eck.
    Mittlerweile mit Gift wie eine Ratte oder kräftig gesotten auf dem elektrischen Stuhl.

    Seis drum: Egal wie man es wendet: Mir tut dieser arme, kleine Mann unendlich leid, der vielleicht bis zum Ende geglaubt hat, daß Papa ihn vielleicht doch noch liebhat. Der gehofft hat, seine Qualen mögen enden. Der einfach nur unfassbare Angst vor jedem neuen Tag hatte. Der womöglich eines Tages hätte leben können.
    Mögest du in Frieden schlafen, tapferes Kind.
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#56 krakalaAnonym
  • 19.12.2017, 09:27h
  • Ich finde die Todesstrafe nicht richtig. In absolut keinem Fall. Hass und Rache können und dürfen kein Motiv für unser Handeln sein, das gilt in beide Richtungen.
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#57 GronkelAnonym
  • 19.12.2017, 10:09h
  • Antwort auf #47 von Rickey
  • "Rachegefühle sind etwas völlig natürliches und nichts negatives. Es gehört zur Natur eines Menschen, dass wir jemandem, der andere leiden lässt, auch leiden sehen wollen. Wer das nicht tut, dem fehlt ein wichtiger Bestandteil des Menschseins."

    Da musste ich überlegen, aber ja, du hast recht. Im Grunde steckt das in jedem von uns.
    Negatives ergibt sich jedoch wenn es wie bei der Blutrache ausgelebt wird, bzw. wenn nicht der Staat als Racheengel in Form vom Strafgesetzen die Rache in geordnete Bahnen lenkt.
    Gefährlich für ein geordnetes Zusammenleben wird es auch, wenn die vom Staat durchgeführten Strafen das Rachebedürfnis nicht ausreichend befriedigen.
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#58 OrthogonalfrontAnonym
#59 OrthogonalfrontAnonym
  • 19.12.2017, 11:51h
  • Antwort auf #57 von Gronkel
  • "Gefährlich für ein geordnetes Zusammenleben wird es auch, wenn die vom Staat durchgeführten Strafen das Rachebedürfnis nicht ausreichend befriedigen."

    Du solltest dein tiefsitzendes Rachebedürftnis nicht auf alle beziehen, nur um dich normal zu fühlen.
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#60 SchlüssigAnonym
  • 19.12.2017, 11:52h
  • Antwort auf #56 von krakala
  • Vor ALLEM NICHT für staatliches Handeln!!!!
    Die Rachegelüste eines ( insbesondere betroffenen ) Individuums nachvollziehen zu können, OK.
    Das ist die quasi unvermeidliche Wut, die wahrscheinlich in den Meisten von uns aufsteigt, wenn man von solchen Scheußlichkeiten, die dieser Dreckskerl dem armen kleinen Burschen angetan hat, erfährt.
    Aber Rache als Auftrag an den Staat. Never.
    Das sollte als Gesellschaft unter unserer Würde sein.
    Strafvollzug sollte dem Schutz der Gesellschaft dienen. Schützen kann man auch ohne staatlichen Mord
    Meine Meinung.
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#61 SeroAnonym
  • 19.12.2017, 12:33h
  • man sollte Ihm die Anklageschrift auf den Bauch,und ein Portrait des Jungen auf den Rücken tätowieren! und dann Lebenslang hinter Gitter
    der arme junge....
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#62 Crikkie
  • 19.12.2017, 15:34h
  • Antwort auf #18 von Gronkel
  • Sie schützt "vielleicht" die Gesellschaft? "Vielleicht" ist nun wirklich keine Basis, auf der man über eine Einführung der Todesstrafe nachdenken sollte. Und: Inwiefern vollbringt die Todesstrafe etwas, dass eine Haftstrafe mit anschließender Sicherheitsverwahrung nicht vollbringen würde?

    Und die Todesstrafe wirkt wirklich nicht abschreckend, so die überwiegende Zahl der Studien dazu. Siehe Zitat aus deinem Beispiel:
    "Kriminologen, Psychologen und Soziologen bezweifeln dagegen, dass sich Mörder überhaupt von ihrer Tat abhalten lassen egal wie hart oder brutal die Strafe sein mag. Studien von Wissenschaftlern dieser Fachrichtungen kommen daher auch zu völlig gegenteiligen Schlüssen als Ehrlich und andere Ökonomen. Sie deuten darauf hin, dass die Todesstrafe keinerlei Einfluss auf die Mordrate hat selbst wenn die gleiche Datengrundlage verwendet wurde wie in den Untersuchungen der Ökonomen."

    Interessanterweise sind also Wissenschaftler, die sich hauptsächlich mit dem Verhalten von Menschen beschäftigen nicht so sehr von der Abschreckung überzeugt, als solche, deren Schwerpunkt auf der Wirtschaft(-lichkeit) liegt. Dein später folgender Satz "Wir haben es nun einmal nicht mit eindeuti[g]er Mathematik zu tun." zeigt übrigens genau diese Schwäche auf -die Ökonomen behandeln den Menschen als rational denkend, also so, als hätten sie es mit Mathematik zu tun.

    "Das alternativlose Resozialisierungsmantra" gibt es übrigens nicht. Klar, gerade im Bereich des Jugendstrafrechts überwiegt noch der Erziehungsgedanke und auch bei Erwachsenen wird die Resozialisierung angestrebt -aber dennoch gibt es auch im deutschen Strafrecht Alternativen, wie z.B. die Anordnung der Sicherheitsverwahrung nach Verbüßen der eigentlichen Haftstrafe.
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#63 Crikkie
#64 daVinci6667
  • 19.12.2017, 20:36h
  • Meine Wut über die grausame Folter und den anschliessenden Mord an dem kleinen süssen Jungen ist unendlich.

    Ja. ich bin entscheiden gegen die Todesstrafe. Doch ganz ehrlich, wäre ich Gouverneur würde ich bei diesem Monster vergessen anzurufen um seine Hinrichtung zu verhindern.

    So eine Bestie jedenfalls hat kein Mitleid verdient.
  • Antworten » | Direktlink »
#65 Wyndakyr
  • 19.12.2017, 20:55h
  • Alternativ zur Todesstrafe wäre das vielleicht ein passendes Endlager für Kreaturen wie diesen Kerl:

    www.spiegel.de/panorama/justiz/adx-florence-in-colorado-das-
    gefaengnis-aus-dem-noch-keiner-ausbrach-a-1181648.html


    Daß die rein auf Resozialisierung ausgelegte Strafjustiz erbärmlich gescheitert ist, kann man ja in Deutschland sehen, wo Polizei ind die verhängten "Strafen" (für fast alles außer Mord gibt's nur "Bewährung"), fast keine Abschreckungswirkung besitzen, vor allem bei Leuten aus einem gewissen "südländischen Kulturkreis".

    Für Typen wie diesen kommen jedenfalls nur 2 STRAFarten in Frage: Todesstrafe oder Lebenlänglich (und damit meine ich wirklich Lebenslänglich, nicht dieses Pseudo-Lebenslänglich wie in Deutschland. Ich bin für zweiteres.
    Ich wünsche einen angenehmen Aufenthalt in Hotel ADX Florence.

    Gegen die Todesstrafe bin ich, weil Justizirrtümer hier nicht entschädigt werden können.

    Daß es in Amiland viel mehr Morde gibt, hängt wohl auch mit dem Waffenrecht zusammen, weil sich da fast jeder ein Sturmgewehr oder ähnliches kaufen kann; wenn nicht bei einem kontrollierten Händler, dann ohne Kontrolle privat auf einer Waffenbörse.

    Die ca. 30000 Toten/Jahr durch Schussswaffen in den USA sind zwar ca. zwei Drittel Selbstmorde, aber das macht die Sache auch nicht besser. 10000 Schusswaffen-Morde sind pro Bevölkerung immer noch viel mehr in Deutschland. Und ohne Knarre in jeder zweiten Nachttischschublade gäb's vielleicht auch ein paar Selbstmorde weniger.
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#66 SoLiebAnonym
#67 SoLiebAnonym
  • 19.12.2017, 21:44h
  • Mir geht das so positive Gesicht des Jungen nicht mehr aus dem Kopf. Er hat Qualen erlitten, die kein Erwachsener ertragen könnte.

    Dieser "Stiefvater" hat es selbst zu verantworten, im Gefängnis abzusitzen und sein Leben lang keine Freiheit mehr genießen zu können. Und hoffentlich kommt ihm das Gesicht des Jungen regelmäßig in Albträumen vor Augen.

    Aber die USAler mit ihrer Todesstrafe waren schon immer sehr speziell in ihren Verurteilungen :-/
  • Antworten » | Direktlink »
#68 OrthogonalfrontAnonym
#69 GronkelAnonym
  • 19.12.2017, 22:06h
  • Antwort auf #62 von Crikkie
  • "Und die Todesstrafe wirkt wirklich nicht abschreckend, so die überwiegende Zahl der Studien dazu."

    Ich will nicht in Abrede stellen, dass die überwiegende Zahl der Studien das aussagt, ich habe sowieso keinen Überblick über die Verteilung der Studien. Doch bei aller Zeitgeistkonformität kann und muss es an dieser Stelle auch andere Ansichten geben und existieren können. Zumal die Menge nur beschränkt ein Beleg ist.
    Versteh mich nicht verkehrt, nur weil ich den Einfluss der Todesstrafe nicht klar negativ umrissen sehe, heißt es nicht, dass ich sie befürworte. Ich habe keine finale Ansicht zur Todesstrafe. Da kämpfen Moral und die Notwendigkeit und der Wunsch in einer funktionierenden Gesellschaft zu leben miteinander.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #62 springen »
#70 OrthogonalfrontAnonym
  • 19.12.2017, 22:39h
  • Antwort auf #69 von Gronkel
  • "Doch bei aller Zeitgeistkonformität kann und muss es an dieser Stelle auch andere Ansichten geben und existieren können."

    Klar, es ist dein absolutes Recht entgegen aller Fakten eine andere Meinung zu vertreten. Du hast dann zwar unrecht, aber es ist eben dein absolutes Recht, unrecht zu haben.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #69 springen »
#71 daVinci6667
  • 19.12.2017, 22:52h
  • Antwort auf #68 von Orthogonalfront
  • Ich würde niemals für die Todesstrafe stimmen. Nein, nein und nochmals nein. Doch man kann ja mal was vergessen. Zumindest bei solch extrem grausamen Taten. Schau Dir doch mal das Bild dieses Jungen an. Wie kann einer nur so grausam sein? Da fehlen mir die Worte. Die Wut und die Emotionen gewinnen die Oberhand. Da kann man ausnahmsweise auch mal was vergessen. Ist menschlich. Ja, als Gouverneur würde ich ausnahmsweise mein Veto hier nicht einschieben. Zu betroffen macht mich der Fall des Jungen.

    Hoffentlich geht es ihm gut wo er jetzt ist. Das wichtigste, dass er nicht mehr leiden muss. Der Täter, dieses extreme Scheusal, ist mir ganz ehrlich vollkommen Wurscht!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #68 springen »
#72 TheDadProfil
#73 EulenspiegelAnonym
  • 19.12.2017, 23:04h
  • Antwort auf #69 von Gronkel
  • "Da kämpfen Moral und die Notwendigkeit und der Wunsch in einer funktionierenden Gesellschaft zu leben miteinander."

    Ich habe das Gefühl, wer argwöhnt, unsere Gesellschaft könne wegen des Fehlens der Todesstrafe womöglich weniger gut funktionieren, der hat selbst ein Problem mit den Grundwerten dieser Gesellschaft.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #69 springen »
#74 BiofanalAnonym
#75 herve64Ehemaliges Profil
  • 19.12.2017, 23:48h
  • Antwort auf #64 von daVinci6667
  • Womit du dann die Leiden dieses "Monsters" abkürzen würdest. Und damit wirfst du eine Frage auf: WILLST DU DAS?

    Gut, der Begriff "lebenslänglich" ist per se irreführend, denn mit "Leben" verbinde ich persönlich so etwas wie Lebensqualität, was im Wesentlichen so viel heißt, dass ich mich in allen Bereichen, die sich innerhalb der allgemein gültigen Rechtsordnung befinden, bewegen und sie voll auskosten kann.

    Kurz: das, was man gemeinhin als "lebenslänglich" bezeichnet, sollte besser "existenzlänglich" heißen, denn diese Typen leben nicht mehr, sie existieren nur noch, und das ist an sich auch gut so! Es ist nämlich nicht einzusehen, dasss ihnen weitergehende Rechte als die der nackten Existenz zugestanden werden.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #64 springen »
#76 Homonklin44Profil
  • 20.12.2017, 02:55hTauroa Point
  • Antwort auf #74 von Biofanal
  • Dafür wäre erst mal notwendig, dass er so überhaupt denkt, also ein Einsichtsvermögen besitzt und seine Taten nicht nur vorgeblich, sondern insgesamt als das anerkennt, was ein empfindsam befähigter Mensch darin erkennt. Es ist notwendig, dass er sich überhaupt vorstellen kann, dass es Leid ist, das er verursacht hat, um eine Erkenntnis davon zu gewinnen, was Leid oder Qual überhaupt bedeutet.

    Nun handelt es sich bei solchen Typen häufig genug um Menschen, die dieses Bewusstsein gar nicht führen, aus Gleichgültigkeit, Ignoranz, Arroganz, aus psychopathischem Wesen hervor.
    Der soll also leben, um sich einen ins Fäustchen zu lachen, wie wohlversorgt er in seinen Knastwänden dann leben kann, und das ganze Gericht auslachen, weil ihm der Tod des Jungen am Arsch vorbei geht? Und sein ganzes eigenes Leid ist dann, dass er halt nicht raus kann, und andere Knastinsassen ihn verabscheuen.

    Wenn er das mit jedem Cent auch selbst bezahlt ... aber am Leben sind solche Leute wiederum ein Gefahrenpotenzial, wenn auch best bewacht nur latent.
    Wer übernimmt die Verantwortung dafür, falls nur so einer entweicht und wieder neu Verbrechen begeht? Wie wird das gegenüber potenziell neuen Opfer verantwortet?

    Natürlich könnte man sich ausklügeln, wie man den jetzt ähnlich zu Tode foltern könnte, damit er einen Geschmack davon erfährt, wie sich das für den Jungen wohl angefühlt haben wird. Aber dagegen haben die Ethiker und diese Frauen dann wieder was, welche sich so gern mit Todestrakt-Insassen romantisieren.

    Man könnte auch denken, diese Welt ist super irrsinnig geworden. Pfui Gott.
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#77 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 20.12.2017, 05:16h
  • Antwort auf #58 von Orthogonalfront
  • Die Sioux und Cheyenne z.B., banden einen Menschen an Pfählen in der Erde fest, setzten sie der prallen Sonne aus. Dann benetzten sie ein Fell (meist Büffel oder Antilope), und legten es ihm über Kopf oder Brustkorb. Das Fell trocknete, Brustkorb oder Kopf wurden zerquetscht, und der Mensch starb eines grauenvollen Todes.
    Die Apachen (Lipan und Jicarilla) gruben einen Menschen bis auf den Kopf in die Erde ein, bestrichen ihn mit Honig, und ließen dann Ameisen auf ihn los. diese verströmten ein Sekret, dass die Haut brennen ließ.
    Das sind nur zwei Beispiele der vielen Arten, wie Indianer ihre Gefangenen folterten.
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#78 SoLiebAnonym
#79 JadugharProfil
  • 20.12.2017, 10:50hHamburg
  • Antwort auf #77 von Gerlinde24
  • Körperstrafen, die mit Folter einhergehen, sind in Europa und den USA abgeschafft worden. Nichts desto trotz kommen sie immer wieder vor, weil es laut Bibel als Züchtigung gilt. Der Mörder des Kindes hatte offenbar mit biblischer Züchtigung bezüglich seines Stiefsohnes reagiert, um ihn gemäß seiner wahnsinnigen Vorstellungen zu formen.
    Wie heißt es in der Bibel? Wer seinen (Stief)Sohn liebt, züchtigt ihn!
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#80 TheMumProfil
#81 ThorinAnonym
  • 20.12.2017, 14:35h
  • Empfehle ich auch! Oder alternativ bis zum Lebensende in der Wüste bei den Rednecks in Alabama Steineklopfen im Sträflingshemd und schwerer Kugel am Bein während der Sheriff ihm vom Pferd beschimpf
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#82 Homonklin44Profil
  • 20.12.2017, 14:53hTauroa Point
  • Antwort auf #78 von SoLieb
  • Ich weiß über viele Themen in der Regel schon etwas tiefergehend Bescheid, als sich das in Kommentarspalten ausführen lässt, oder auch nur oberflächlich erheben lässt, wenn man Kontext überliest.

    Bedanke mich aber auch gern immer mal für die andere Perspektive und behalte mir vor,nicht allumfassend im Bilde zu sein. Weil kein Mensch das sein kann. Nicht bei einem einzigen Thema.

    Privater Knast ist damit grottenfürchterlich? Geschieht solchen Selbstentmenschlichten Recht! Kann sich ja aufhängen, das Atmen einstellen, dann muss er sich nicht mehr fürchten.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #78 springen »
#83 ursus
  • 20.12.2017, 15:20h
  • das gehört zum entsetzlichsten, was ich je gelesen habe. die hölle, durch die dieser arme junge gegangen ist, mag man sich nicht vorstellen, wenn man seelisch einigermaßen stabil bleiben und einen rest an vertrauen in die menschheit bewahren möchte.

    aber ich habe eine frage, weil ich doch anders reagiere als manche anderen hier, nämlich eher mit trauer und entsetzen als mit rachegelüsten: fühlt man sich wirklich besser, wenn man auf die nachricht unvorstellbarer grausamkeit mit eigenen ausschweigenden gewaltphantasien reagiert? hilft das dabei, die eigene hilflosigkeit zu bewältigen, oder was steckt dahinter? und soll das der letzte bewältigungsschritt oder gar ein gesellschaftlicher lösungsansatz bleiben?
  • Antworten » | Direktlink »
#84 AmurPrideProfil
  • 20.12.2017, 15:32hKöln
  • Antwort auf #82 von Homonklin44
  • "".. Geschieht solchen Selbstentmenschlichten Recht! Kann sich ja aufhängen, das Atmen einstellen, dann muss er sich nicht mehr fürchten..""

    Habe ich so schon täuschend ähnlich von homophoben Arschlöchern zu hören bekommen!

    Aber jetzt muss ich wohl noch mal neu drüber nachdenken...
    Vielleicht waren die ja gar nicht homophob, sondern einfach nur Arschlöcher...
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#85 AmurPrideProfil
  • 20.12.2017, 15:40hKöln
  • Antwort auf #83 von ursus
  • ""..aber ich habe eine frage, weil ich doch anders reagiere als manche anderen hier, nämlich eher mit trauer und entsetzen als mit rachegelüsten: fühlt man sich wirklich besser, wenn man auf die nachricht unvorstellbarer grausamkeit mit eigenen ausschweigenden gewaltphantasien reagiert? hilft das dabei, die eigene hilflosigkeit zu bewältigen,..""

    Ich denke ja. Das Ausmalen von Phantasievorstellungen, was man alles tun könnte, hilft tatsächlich dabei das Gefühl der Ohnmacht, das durch die eigene Handlungsunfähigkeit hervorgerufen wird, zu kompensieren und hilft so mit die eigenen Emotionen Wut und Zorn zu verarbeiten.
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#86 SoLiebAnonym
  • 20.12.2017, 16:26h
  • Antwort auf #82 von Homonklin44
  • Ich merk schon, bei diesem Thema kann man dich nicht zur Vernunft bringen.
    Trotzdem behalte ich mir vor, dich darauf hinzuweisen, dass du nur mit Glück in Deutschland lebst und die immer wieder radikale Politik der USA nicht zu spüren bekommst. Es gibt dort so irrsinnige Gesetze, die ganz integere Personen in den Knast befördern können.

    Ein Teenager, der aus schlechtem Spaß eine Tasche klaut, und der Besitzer dieser Tasche fällt zufällig so auf den Boden, dass er stirbt.
    Zack, der Teenager sitzt im Gefängnis, bekommt lebenslange Haft ohne Aussicht auf Bewährung.
    Das ist unverhältnismäßig.

    Ja, das hat mit dem gewalttätigen Typ im Artikel nichts zu tun. Es ist aber wichtig, die Hintergründe der Machenschaften der USA zu kennen, um einschätzen zu können, ob das Urteil der Geschworenen in dem Fall im Artikel wirklich nachvollziehbar ist oder nicht.
    Und das Todesurteil ist sinnlos.
    Sinnlos deshalb, weil er einfach nur sterben wird. Lernen wird er ja nichts. Was hat das dann gebracht?
    Offenbar scheint es denen ja egal zu sein, was in seinem Leben passiert ist, dass er zu solch einem Verhalten neigt. Vielleicht wäre es wichtiger, an die Ursache zu gehen und zu schauen, was man da möglicherweise tun kann, anstatt ihn einfach in den Tod zu schicken.
    Im Artikel steht nicht, dass er das schon 100 mal getan hat. Wenn es also eine einmalige Tat war, dann könnte es eine schwache Möglichkeit geben, mit ihm anders zu verfahren.

    Aber wie gesagt, die USA handelt lieber pervers und schickt alles unter die Erde, was nicht so ganz koscher ist!
    Ein Dunkelhäutiger - bum!
    Ein Moslem - bum!
    Eine dunkelhäutige TransPerson - bum!
    Ein ungefährlicher Dieb - bum!
    Widerstand - ab in den Hochsicherheitstrakt.
    Ein Häftling - ein Ding, wo man seine Perversion ausleben kann, weil es die Ehefrau nicht so gern hat(!)
    Ein Autofahrer, der paar miles per hour zu schnell ist (also nicht mal der Rede wert) -
    wird angehalten, aus dem Auto gezerrt und es werden Handschellen angelegt.
    Zum Schluss, der abscheulichste Fall, der mir bekannt ist:
    Eine ganz vernünftige Frau steht am Fenster ihres Hauses und bekommt zufällig mit, wie im Hof eine Nachbarin vergewaltigt wird. Selbstverständlich informiert sie die Polizei. Sie ist ursprünglich Australierin. Sie weiß nicht, dass ihre richtige Entscheidung in den USA falsch war. Die Polizei fährt vor, die Frau ist dabei, den Fall zu schildern, der Polizist, der das Auto fährt, schießt der Frau in den Bauch. Sie ist in wenigen Minuten Tod(!)

    Reicht dir diese Liste, oder möchtest du noch mehr lesen, bis du die Nase gestrichen voll hast?
    Sorry, meine Abscheu gilt nicht dir, sondern dieser fragwürdigen Vorgehensweise.

    Ja, den gewalttätigen Typ im Artikel kann man alles mögliche nennen. Meine Sympathie, mein Verständnis, mein Mitgefühl, meine Gnade hat er auch nicht.
    So kacke sein Verhalten auch war - ein Mensch ist er trotzdem, wenn er damit auch keine Lorbeeren verdient hat. Sein Ansehen kann am Nullpunkt sein und die Gesellschaft kann sich von ihm abwenden.
    Ein Mensch bleibt er immer noch.

    Die Todesstrafe ist dämlich, meiner Meinung nach. Das impliziert nämlich, dass sie einem Mensch nicht mal zumuten, Lernfähigkeit zu zeigen.
    Da kann ich nicht dahinterstehen, auch wenn seine Tat abscheulich war!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #82 springen »
#87 ThorinAnonym
  • 20.12.2017, 19:10h
  • Antwort auf #86 von SoLieb
  • Du findest also, dass er frei gesprochen werden soll, da er ja erst nur einmal ein Kind zu Tode fefoltert hat nd nicht 100 Mal und rein theoretisch daraus lernen könnte?! Das klingt als hast du mehr Mitleid mit dem brutalen Kindermörder als dem armen Jungen ...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #86 springen »
#88 TheManneken
#89 SoLiebAnonym
#90 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 21.12.2017, 07:43h
  • Antwort auf #80 von TheMum
  • "Bist du dafür Foltertod als Strafe für Kapitalverbrechen einzuführen?"

    Natürlich nicht! Ich zeige nur, was für Alternativen es bei den Indianern gab, um Menschen zu bestrafen. Es gibt Menschen, für die selbst die Todesstrafe bei gewissen Delikten noch zu human ist!
    Apropos Strafe und Kinder:
    Bei den Irokesen wurden ungehorsame Kinder ins Wasser geworfen. Somit waren die Kids im Winter braver als im Sommer. Zudem wurden sie durch Geschichten erzogen, nach dem Motto: Ein guter Irokese tut so etwas nicht!
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#91 Homonklin44Profil
#92 OrthogonalfrontAnonym
#93 Homonklin44Profil
  • 21.12.2017, 12:55hTauroa Point
  • Antwort auf #86 von SoLieb
  • ""Ich merk schon, bei diesem Thema kann man dich nicht zur Vernunft bringen.""

    Ich weiß nicht, wie die Vernunft da aus Deinen Augen aussehen sollte. Gewöhnlich habe ich da meine eigene Auffassung davon, was Vernunft bestrebt.
    Im Falle der Todesstrafe halte ich es für unvernünftig, dass sie nicht häufiger angewendet wird. Selbst wenn man so sehr auf dem Menschsein herum reitet, bis dieser Täter hier schon fast seliog gesprochen wird, dafür, wie ekelhaft seine Lebensumstände sein können hätten, die ihn zu diesem Verhalten brachten. So hat er das doch über Monate hinweg nicht bereut oder durchüberlegt und aus geringstem Zweifel an seinem Tun einfach bleiben lassen. Oder nur aus Mitgefühl oder aus sonstwie hehrem Erkennen. Und Du meinst, so einer könnte etwas im Leben lernen, oder das überhaupt wollen? Ich frage ernsthaft, wo ist darin die Vernunft?

    ""Trotzdem behalte ich mir vor, dich darauf hinzuweisen, dass du nur mit Glück in Deutschland lebst und die immer wieder radikale Politik der USA nicht zu spüren bekommst. Es gibt dort so irrsinnige Gesetze, die ganz integere Personen in den Knast befördern können. ""

    Ich lebe nicht mit Glück hier, sondern weil ich es mir ausgesucht habe. Vielleicht werde ich auch nicht dauerhaft hier bleiben. In den USA habe ich auch eine Zeitlang gelebt.

    Mir ist auch klar, dass in den USA vieles nicht sauber läuft, und wie übrigens auch hier, Menschen unschuldig oder auf fragwürdigen Indizien basierend im Knast landen. Das zeigt sich an diesem Fall offenbar nicht so. Ich weiß auch nicht, warum Beispiele, bei denen etwas gravierend falsch gehandhabt wurde, oder bei denen Jemand aus ganz unverwandten Gründen durch inkompetente Polizeikräfte abgeknallt wurde, wegen der Hautfarbe oder weil er eine Tasche geklaut hat, hier die Ansicht darüber beeinflussen können sollten, wie man zur Todesstrafe steht.

    Wenn sie solche Leute aus dem Dasein schafft, wie den im Artikel beschriebenen Menschen, der sich selbst von seiner unmenschlichsten Seite zeigte, dann hat sie ihren Sinn erfüllt. Derjenige kommt nie wieder überhaupt in die Chance davon, ein Kind anzufassen oder von weitem zu sehen.

    ""Sinnlos deshalb, weil er einfach nur sterben wird. Lernen wird er ja nichts. Was hat das dann gebracht? ""

    Was hat das dem Achtjährigen gebracht, einfach nur sterben zu müssen, aber qualvoll vorher zu leiden? Keine Chance drauf zu erhalten, jemals sein Leben zu leben? Was hat der denn falsch gemacht? Dass der Typ dachte, der sei schwul? Und warum fragst Du Dich das nicht? Weil der Kleine tot ist?

    ""Offenbar scheint es denen ja egal zu sein, was in seinem Leben passiert ist, dass er zu solch einem Verhalten neigt. Vielleicht wäre es wichtiger, an die Ursache zu gehen und zu schauen, was man da möglicherweise tun kann, anstatt ihn einfach in den Tod zu schicken.
    Im Artikel steht nicht, dass er das schon 100 mal getan hat. Wenn es also eine einmalige Tat war, dann könnte es eine schwache Möglichkeit geben, mit ihm anders zu verfahren. ""

    Und die Möglichkeit, übrigens wirklich extrem schwach, weil es auch mit selbstbetrügerischer Gehirnakrobatik kaum hinzubekommen ist, dem Typ ein Einsichtsvermögen in sein Wirken, einen halbwegs gesunden Emotionalhaushalt oder psychische Befähigung zu Reue ect. anzudichten, ist Dir genug Grund um sein Leben zu schützen? Es geht doch gar nicht um ein wiederholtes Tun, sondern um MONATE lange Quälerei und wieso hat der nach einer Woche damit nicht aufgehört, wenn er schon so ein toller Mensch war, der was dazu lernen kann? Und die Alte hat sich noch daran beteiligt. Sorry, da kann mir keiner mit Unvernunft oder fehlendem Mitleid argumentieren.
    Es hat auch nicht immer auffindbare Fehler gegeben oder Gründe, warum einer so vorgeht. Was, wenn es Egoismus war oder um Spaß zu haben? Wenn ihm sein Gott das befohlen hat? Wäre Dir sowas lieber? Einige bringen Jemand um, weil es sie reizt, zu wissen, wie das so ist, oder aus Langeweile, weil grade nichts Gutes auf TV war... und das soll man alles entschuldigen damit, dass einer ein Mensch ist.
    Dann aber auch konsequent und gar niemanden für irgendwas bestrafen! Dann kann auch jeder den Typ aufhängen und hinterher kann man das damit entschuldigen, dass er halt ein Mensch ist. Weil dann das Abmurksen aus egal welchem Grund eine völlig normale menschliche Eigenschaft ist.

    ""Aber wie gesagt, die USA handelt lieber pervers und schickt alles unter die Erde, was nicht so ganz koscher ist! ""

    Nicht so ganz koscher ist jetzt aber schon herzhaft daneben! Wenn einer Dein Kind monatelang grausam zu Tode quält oder Deinen Kumpel, Mutter, Schwester auf ähnlich bestialische Art kaputt machen würde, wäre er also nicht ganz koscher? *Kopfschüttel*

    ""Reicht dir diese Liste, oder möchtest du noch mehr lesen, bis du die Nase gestrichen voll hast?
    Sorry, meine Abscheu gilt nicht dir, sondern dieser fragwürdigen Vorgehensweise. ""

    Die erwähnte Liste kann auch noch 3 Tage weiter gehen, sie streicht weder die Nase voll, und sie zeigt mir keinen Grund an, der die Todesstrafe in einwandfrei erwiesenen Fällen als verkehrt oder sinnlos nachweisen könnte. Da betrifft das eine Sache, die mit der Fehlerquotensenkung bei der Ermittlungspraxis, dem Verfahren im Indizienprozess bzw. dem Prozedere während Einsätzen zusammenhängt, und verfehlt hier in der Aufführung thematisch schon das Ziel.

    ""So kacke sein Verhalten auch war - ein Mensch ist er trotzdem, wenn er damit auch keine Lorbeeren verdient hat. Sein Ansehen kann am Nullpunkt sein und die Gesellschaft kann sich von ihm abwenden.
    Ein Mensch bleibt er immer noch. ""

    Sehe ich auch so. Alle die bisher die Giftspritze bekamen, oder wie früher, auf dem Stuhl landeten, starben auch als Menschen. Heilige oder Märtyrer sind sie nicht.

    ""Die Todesstrafe ist dämlich, meiner Meinung nach. Das impliziert nämlich, dass sie einem Mensch nicht mal zumuten, Lernfähigkeit zu zeigen.
    Da kann ich nicht dahinterstehen, auch wenn seine Tat abscheulich war! ""

    Die Meinung kann ich respektieren. Meine ist anders. Zuliebe der Moderne habe ich mich schon für einen schnellen Tod in der Sache versöhnen lassen. Manche Bestien der Menschheit, die sich gässlicher als irgend ein anderes Tier benehmen, hätten es sich redlich verdient, einen langsamen Tod zu erdulden.

    Vielleicht hast Du Glück und die moderne Unvernunft siegt. Viel Spaß beim Täterkuscheln.
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#94 Gerlinde24Ehemaliges Profil
#95 SoSoAnonym
  • 21.12.2017, 13:50h
  • Antwort auf #93 von Homonklin44
  • Deine Ansichten über die Todesstrafe sind sehr nah an einem Recht des Staates eine Entscheidung über Wertes bzw. Unwertes Leben zu treffen und das halte ich für äusserst grenzwertig.
    Der Staat hat KEIN Leben auszulöschen.
    Bestenfalls kann man Notwehr als Tötungsgrund akzeptieren.
    Der Strafvollzug bietet aber andere Möglichkeiten.
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#96 ursus
  • 21.12.2017, 15:15h
  • Antwort auf #93 von Homonklin44
  • "Alle die bisher die Giftspritze bekamen, oder wie früher, auf dem Stuhl landeten, starben auch als Menschen."

    deinen zynismus finde ich unangemessen.

    "die würde des menschen ist unantastbar." das ist der zentrale, wenn auch teilweise vielseitig auslegbare vorsatz unserer verfassung. dass man einen menschen nicht würdevoll umbringen kann, halte ich für einigermaßen unbestreitbar.

    die todesstrafe nimmt nicht nur den verurteilten ihre würde, sondern auch der gesellschaft, die diese strafe verhängt, die menschlichkeit.
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#97 SoLiebAnonym
  • 21.12.2017, 15:18h
  • Antwort auf #93 von Homonklin44
  • Du fragst mich wie die Vernunft aussehen könnte:
    Erstmal fände ich es wichtig, herauszufinden, ob es überhaupt eine Chance gibt, mit ihm anders zu verfahren, als ihn gleich in den Tod zu schicken. Das steht im Artikel nicht und das bedeutet für mich, dass das in den USA bei ihm nicht herausgefunden wurde.
    Das ist für mich der erste Fehler.
    Es gibt nämlich auch noch sowas wie ein Menschenrecht, sogar für solche, die ein Verbrechen begangen haben. Auch wenn du das nicht nachvollziehen kannst, ist das so.
    Übrigens auch in Deutschland. Und die Richter in Deutschland wissen das auch.
    Wenn unsere Richter sich nicht daran halten und das umsetzen würden, was du hier in deiner Phantasie zusammen bastelst, hätten unsere Richter mächtig Schwierigkeiten.
    Soviel solltest du wissen, bevor du nur aufgrund deiner Emotionalität hier schreibst.
    Es wurde bei uns aus gutem Grund die Todesstrafe abgeschafft und das ist auch gut so.

    Du fragst mich, weshalb ich dir diese Beispiele für schlechte Umstände in den USA gab:
    das hatte ich dir erklärt, kannst du nachlesen.
    Das Menschenrecht wird in den USA mit Füßen getreten, dass es nur so kracht. Deswegen ist es kein Wunder mehr, wie die Geschworenen auf diese dämliche Todesstrafe kommen. Ich stehe da nicht dahinter, weil es gegen das Menschenrecht ist. Vor dem Tod ist zu klären, ob und wie er zu einer Lernfähigkeit gebracht werden kann.

    Todesstrafe erklärst du damit, dass er dann nicht mehr in der Nähe von Kindern ist.
    Das wäre er auch dann nicht, wenn er lebenslang im Gefängnis in den USA(!) sitzt.
    Die Gefängnisse dort sind etwas strenger und einem Hochsicherheitstrakt ähnlicher als die bei uns. Von wegen ausbrechen - das schafft dort kaum jemand.

    Mit dem Abschnitt über das Kind lenkst du davon ab, was mit diesem Mann geschehen sollte. Über das Kind hattest du bereits geschrieben und ich auch. Was wir Kommentatoren über das Kind empfinden, wissen wir alle.
    Du findest aber die Todesstrafe in Ordnung und deshalb war es mir wichtig, da anzuknüpfen und das in Frage zu stellen.
    So wie du argumentierst, steht Rache bei dir als Begründung für die Todesstrafe. Das ist ein niederer Beweggrund, den Richter zum Beispiel in Deutschland gar nicht umsetzen dürfen. Und selbst in den USA, wo die Todesstrafe noch gilt, ist es und bleibt es ein niederer Beweggrund.

    Dein Vorwurf, ich würde ihm etwas andichten, stimmt nicht. Meine Äußerung ist, dass es wichtig ist, HERAUSZUFINDEN, OB es eine Möglichkeit der Lernfähigkeit gibt. Das ist keine Andichtung, sondern das bedeutet, dass ich ihm eben erstmal gar nicht eine Unfähigkeit unterstelle, wie du das ja tust.
    Du unterstellst ihm was, was gar nicht im Artikel steht. Ob er eine Psychose hat, oder ob er nicht in der Lage sei, in Verbindung mit lebenslanger Haft zu einer Einsicht zu gelangen. Das weißt du nicht.
    Eben deshalb ist es erstmal wichtig, DAS herauszufinden, bevor man ihn unter die Erde schickt.
    Ja, er hat Monate lang gefoltert. Das soll ihm vor Augen geführt werden. Wie soll diese Erkenntnis bei ihm auftauchen, wenn du sie ihm nicht gewährst?

    Der lebenslange Aufenthalt in einem USA Gefängnis endet meistens früher mit dem Selbstmord. Das ist also kein Schutz, wie du wieder phantasierst. Deshalb hatte ich dir genannt und verlinkt wie es dort zugeht. Hat bei dir nichts gebracht, ok.
    Du denkst tatsächlich, er hätte dann dort was zu lachen? Nein, ganz im Gegenteil. Es wird ihm dort erbärmlich gehen. Wenn er pech hat, wird er dort vergewaltigt oder selbst gefoltert, je nachdem wo er hinkommt. Zusätzlich muss er den Rest seines Lebens ertragen, was er getan hat.
    Das ist schlimmer, als ihn mit dem Tod zu begnadigen.
    Darum geht es nämlich tatsächlich: der Tod wird für ihn eine Erleichterung sein, weil er feststellt, dass er seine Schuld nicht absitzen muss! Das ist das, was ich den Geschworenen übel nehme. Und dir auch, weil du das unterstützenswert findest. Und nach meinen Kommentaren immer noch.

    Toll? Wo steht bei mir, dass dieser Typ toll ist? Benenne bitte den Kommentar und die genaue Stelle :-)

    Aha, weil es also nicht immer auffindbare Gründe gab, weshalb jemand solch eine Tat vollzog, schmeißt du alles in einen Topf und gehst einfach ungeprüft davon aus, dass es bei ihm wohl auch so sein könnte - zack, Tod.
    Das ist eine mittelalterliche Denkweise und zeugt von völliger Unwissenheit.
    Weil es nicht immer auffindbare Gründe gab, bedeutet aber längst nicht, dass es sie nicht gegeben hat. Sie wurden bei der Untersuchung halt nicht gefunden. Es gibt aber, zu deinem Erstaunen, immer einen Grund. Egal ob er ersichtlich ist oder nicht. Egal ob er gefunden wird oder nicht.

    Genau, diese Frau hat sich daran beteiligt und sich mitschuldig gemacht. Deswegen finde ich, sollte sie genauso ins Gefängnis. Auch sie soll die Schuld ihr Leben lang tragen!

    Das Wort koscher, wie ich es verwendete, interpretierst du falsch. Wahrscheinlich absichtlich, um überhaupt noch irgendwie argumentieren zu können :-)
    Das war in Bezug auf die Beispiele, die das Verhalten der Polizei in den USA deutlich machen sollte. Denn die Toleranz der USA gegenüber alles, was nicht ur-USA ist und "nicht der Norm" entspricht, wird scheiße behandelt. Deswegen verwendete ich die Bezeichnung "nicht ganz koscher," weil das die beschissene Haltung der USA ist, zur Zeit ganz besonders. Und du als Schwuler gehörst laut Republikaner-Politik der USA in diese Kategorie dazu, sowie die ganze LSBTTIQ.
    Das solltest du wissen, wenn du eines Tages vor hast, dort wieder zu leben.
    Ich lebte dort auch schon und ich weiß, wovon ich spreche und weshalb ich nun in Deutschland lebe!

    Wie kommst du eigentlich auf Märtyrer oder Heilige? Bist du nüchtern? Irgendwie schweifst du ab.
    Es geht immer noch um den Typ im Artikel mit seinem abscheulichen Verbrechen.

    Zuliebe der Moderne hast du dich mit dem schnellen Tod versöhnen lassen?
    Ne, modern ist deine Einstellung nicht. Eher ein von Unwissenheit geprägtes Mittelaterdenken in dieser Angelegenheit!

    Ich versuchte, dir ein moderneres Denken zu erklären. Hat nichts gebracht, ok.

    Nein, diese "Bestien, die sich schlimmer wie Tiere verhalten," haben keinen langsamen Tod verdient, sondern sie sollten ihre Schuld tragen und täglich damit leben müssen, was ihr Verbrechen angerichtet hat. Sie sollen mit den Folgen konfrontiert werden!
    Dass sie nämlich nicht mehr anerkannt sind in der Gesellschaft, dass sie Freunde und Familie verlieren, dass sie nicht mehr arbeiten werden, keine Freiheit mehr haben, dass sie auch im Gefängnis erkennen, dass ihre Tat KEINE Heldentat war. Dass ihm das Gesicht des Kindes vor Augen kommt und er daran seelisch leidet.

    Über die Todesstrafe wird er nun erleichtert und froh sein! Super, freue dich mit, über dieses viel zu harmlose Urteil. Sein Leid wird KURZ sein, verglichen mit den MONATE LANGEN QUALEN des Jungen.

    Vielleicht lösen meine Großbuchstaben noch etwas Nachdenken bei dir aus. Was ich bezweifle. Ein Versuch war es wenigstens wert.

    Trotzdem schönen Tag dir :-)
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#98 OrthogonalfrontAnonym
#99 AmurPrideProfil
#100 AmurPrideProfil
  • 21.12.2017, 18:12hKöln
  • Antwort auf #96 von ursus
  • ""..die todesstrafe nimmt nicht nur den verurteilten ihre würde, sondern auch der gesellschaft, die diese strafe verhängt, die menschlichkeit...""

    Ich finde Du hast es auf den für mich entscheidenden Punkt gebracht!
    Ich möchte nicht Teil einer Gesellschaft/Staates sein, der Menschen zur Strafe tötet und gleichzeitig Mord als Straftat bewertet.
    Das ist doppelzüngig, unehrenhaft und absolut unmenschlich!

    #NOTINMYNAME!!!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #96 springen »
#101 SoLiebAnonym
#102 Homonklin44Profil
  • 22.12.2017, 10:35hTauroa Point
  • Antwort auf #95 von SoSo
  • Na ja Du siehst, dass das nicht alle Staaten in der Welt so begreifen. Und die Staaten der USA, in denen halbwegs vernünftiog gedacht wird, sind nicht die Einzigen, die da andere Auffassungen vertreten. Mit der deutschen Idee der Bewertung von Menschenleben wäre ich da auch vorsichtig, Vergleiche zu ziehen. Die Würde der Menschen, die die Deutschen in sozial niederere Wertklassen einordnen, interessiert sie selbst kaum. Aber im System der sozial zu Benachteiligenden wird natürlich auch niemand getötet ... oder nur allmählich, indem man ihre Würde Stück für Stück beschneidet. Das ist dann völlig legitim.

    Es ist schon merkwürdig, hier. Sich für ethisch divine zu nehmen, wenn man Abscheulichkeit für menschwürdig befindet. Aber so ist auch eure Haltung zur Selbstverteidigung oder zu Waffen, explizit eigentümlich.

    Ich sehe es anders. Dieser Typ hat seine Menschenwürde durch seine Tat abgelegt. Abgestreift, wie eine Haut. Im Wissen darum, was er tat. Sie ihm hinterher wieder anzuziehen, ich weiß nicht, welcher Art Irrung man da unterliegen muss. Da bleibe ich lieber "primitiv"
  • Antworten » | Direktlink » | zu #95 springen »
#103 SoLiebAnonym
  • 22.12.2017, 11:18h
  • Antwort auf #102 von Homonklin44
  • Sorry, aber nun zu beginnen, meine Kommentare zu ignorieren, oder die Diskussion zu ignorieren, zeigt mir höchstens, dass du negative Gedanken hegst, oder du aber mir deutlich machen möchtest, dass du hier lieber mit Schwulen schreiben möchtest?

    Menschenrecht und Menschenwürde sind zwei unterschiedliche Dinge.

    de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20100908022707AAm2Fe
    m


    Ich sprach von Menschenrecht.
    Ihn ins Gefängnis zu befördern, bedeutet nicht, ihm eine Würde zu geben. In Deutschland ist es nicht als Würde anerkannt, ins Gefängnis zu kommen, und in den USA haben die meisten Angst vor Gefängnis, weil sie wissen wie dort die Zustände sind.

    Deine Äußerung von wegen ihm wieder Würde anziehen, ist nur eine Unterstellung.
    Wo gebe ich ihm denn Würde?
    Dein Problem scheint zu sein, dass ein Verbrecher für dich kein Mensch sein kann. In der Kriminologie und auch in der Forensik wurde längst darauf hingewiesen, dass gerade diejenigen, die eben einen ganz normalen Eindruck machen, zu solchen Taten fähig sind! Das ist ja gerade das Gefährliche daran.
    Menschen vertrauen sich gegenseitig und haben einen positiven Eindruck - zack, ein Verbrechen kann geschehen.
    Was sagen denn Leute in einer Umgebung, wo sexueller Missbrauch stattfand? "Er war immer sehr nett, hilfsbereit, freundlich. Wir hätten niemals gedacht, dass er sowas tun könnte."
    Es gibt intelligente Verbrecher und solche, denen man es nicht anmerkt, dass sie sowas tun können. Das gibt ihnen also keine Würde, sondern das macht sie höchstens gefährlich.
    Es sind eben KEINE Monster oder Bestien, sondern Leute, die zum Beispiel in der Nachbarschaft wohnen können.
    Es sind keine Aliens, die vom Himmel fallen und bei uns Schaden anrichten, sondern es sind Menschen, die, aus welchen Gründen auch immer, diese Taten vollziehen.

    Damit würdige ich sie nicht, sondern damit wird deutlich, was für ein großes Problem das ist, und weshalb man präventiv nur wenig tun kann. Weil man es ihnen nicht ansieht, kann man es aus 100 Meter Entfernung eben nicht erkennen.
    Das ist keine Würde, sondern ein Problem.

    Und es ist schade, dass man hier mit nur ganz wenigen über einen Artikel diskutieren kann. Entweder werden manche persönlich, oder beginnen zu unterstellen, oder stören sich daran, dass hier nicht alle schwul sind.
    Es steht dir ja jederzeit frei, ein Forum zu finden, wo Schwule unter sich sind, wenn dir das lieber ist.
    Jedenfalls musst du hier damit klar kommen, dass es hier unterschiedliche Kommentator/innen gibt.
    Für mich ist das kein Problem.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #102 springen »
#104 Homonklin44Profil
  • 22.12.2017, 12:07hTauroa Point
  • Antwort auf #97 von SoLieb
  • ""Vor dem Tod ist zu klären, ob und wie er zu einer Lernfähigkeit gebracht werden kann. ""

    Warum meinst Du denn, das hätten die nicht versucht, oder nicht lang genug? Steht nicht im Artikel, klar. Der werte Herr dürfte ja doch psychiatrisch begutachtet worden sein. Auch wenn das nicht offiziell angeordnet wurde, da interessiert sich gewöhnlich ein Auszug der Fakultät, als doch wohl Psychiater kurz nach der Festnahme das untersucht haben werden. Er wird nun wohl nicht kurze Zeit nach seiner Inhaftierung hingerichtet. Oft sind die noch Jahre drin, bis die Hinrichtung dann festgesetzt wird. Auch mal mit wiederholtem Schein-Anlauf dazu.

    ""Ja, er hat Monate lang gefoltert. Das soll ihm vor Augen geführt werden. Wie soll diese Erkenntnis bei ihm auftauchen, wenn du sie ihm nicht gewährst? ""

    Wenn Du den Satz nochmal liest, wird Dir vielleicht auffallen, warum ich daran nicht glaube. Du weißt, wie lange eine Stunde dauert. Ein Tag dauert. Eine Woche. Ein Monat. Warst Du schon mal einer Stunde lang Folter, Angst, Gewalt, Bedrohlichkeit, Beklemmung ausgesetzt? Ich meine so, dass Du Dir vor Angst in die Hose gemacht hast, ein Messer am Hals hattest, nicht wusstest, ob Du in 5 Minuten noch lebst? Nur mal so, weil Du sowieso denken wirst, das sei ja bloß zusammen phantasiert. Wenn das nun einer über MONATE hinweg mit Dir macht, und Du glaubst immer noch, der könnte irgendwann drauf kommen, dass das sich für ein Opfer nicht erträglich gestaltet, bist Du, pardon, etwas naiv.
    Und das, was man im Artikel an Details lesen kann, sagt jedem, der auch nur eine vage, laiische Ahnung von gerichtsmedizinischen Dingen und/oder Gewalterfahrungen hat, dass ein Mensch, der sowas macht, erhebliche persönliche Defizite aufweist. Da muss man so viel nicht dazu dichten oder phantasieren.

    ""Der lebenslange Aufenthalt in einem USA Gefängnis endet meistens früher mit dem Selbstmord. Das ist also kein Schutz, wie du wieder phantasierst. Deshalb hatte ich dir genannt und verlinkt wie es dort zugeht. Hat bei dir nichts gebracht, ok.""

    Hat bei mir gebracht, dass ich sehen kann, dass damit offenbar Geld verdient wird. Ich weiß jetzt nicht, was eigentlich perverser ist, ob man da auch Leute dem aussetzt, deren Fälle nicht ordentlich geklärt wurden, die vielleicht gar unschuldig da hin gelangen, oder dass damit Geld verdient wird.

    ""Du denkst tatsächlich, er hätte dann dort was zu lachen? ""

    Ja, solange er lebt, ist es sein Hohn über das Kind, das durch seine Hände sterben musste. Und über die Ochsen, die ihn leben lassen, und glauben, er könne zu Reue finden.

    ""Nein, ganz im Gegenteil. Es wird ihm dort erbärmlich gehen. Wenn er pech hat, wird er dort vergewaltigt oder selbst gefoltert, je nachdem wo er hinkommt. Zusätzlich muss er den Rest seines Lebens ertragen, was er getan hat.
    Das ist schlimmer, als ihn mit dem Tod zu begnadigen. ""

    Und ihn dem auszusetzen ist dann mehr menschenwürdig als ihn zu töten? Seltsame Logik. Oder doch nur eine andere Form der Rachebefriedigung in Legitimierung gegossen?
    Vergewaltigt zu werden würde ich ihm nicht wünschen. So egal er mir ist. Das ist zig mal schlimmer, als Tod, da stirbt man sein Leben lang jeden Tag ein Stück.

    Wenn ich "unkoscher" falsch interpretiert habe, ist das so. Ich fand es zu der Vehemenz des Falls verglichen so unpassend. Habe ich falsch gelesen.

    ""Darum geht es nämlich tatsächlich: der Tod wird für ihn eine Erleichterung sein, weil er feststellt, dass er seine Schuld nicht absitzen muss! Das ist das, was ich den Geschworenen übel nehme. Und dir auch, weil du das unterstützenswert findest. Und nach meinen Kommentaren immer noch. ""

    Ich denke da eher sparsam. Das Geld, was dafür verwendet wird, sich länger mit dem Mann abzugeben oder psychiatrisch abzumühen, könnte man anders sinnvoll spenden.
    Aber Du hast in einem Recht, der schnelle Tod ist gnädig.

    Ja, danke für die weitere Paraphrasis über Aspekte meiner Person, meines von Dir so empfundenen Verständnisses, Interpretationen oder meines Schreibens hier. Ich schreibe in der Tat nüchtern, es sei denn, es ist was im Insulin oder in der Luft. Würde ich aber zu 99,98% ausschließen, dass mich das an nüchternem Schreiben/Denken hindert.

    Danke auch für die mittelalterliche Assoziation. Du siehst, nicht alles, was im Mittelalter stattfand, war zwingendermaßen schlecht. Die Differenzierungsgewandtheit hat nicht immer ins Schwarze getroffen. Die Pfaffen hatten auch da schon die Hand drüber.
    Modern deshalb, weil ich lange der Ansicht war, solche Leute sollte man ebenso zu Tode foltern, also in einer Variante das erleben lassen, was sie selbst verursachten. Nur so könnten sie, so die Befähigung dazu überhaupt vorhanden ist, in Selbstveranschaulichung lernen, wie sich das anfühlt. Im Vergleich dazu ist die Todesstrafe gnädig. Wie Du ja selbst schreibst.

    ""Nein, diese "Bestien, die sich schlimmer wie Tiere verhalten," haben keinen langsamen Tod verdient, sondern sie sollten ihre Schuld tragen und täglich damit leben müssen, was ihr Verbrechen angerichtet hat. Sie sollen mit den Folgen konfrontiert werden!
    Dass sie nämlich nicht mehr anerkannt sind in der Gesellschaft, dass sie Freunde und Familie verlieren, dass sie nicht mehr arbeiten werden, keine Freiheit mehr haben, dass sie auch im Gefängnis erkennen, dass ihre Tat KEINE Heldentat war. Dass ihm das Gesicht des Kindes vor Augen kommt und er daran seelisch leidet. ""

    Wenn Du wirklich glaubst, dass die daran allgemein ein Interesse hegen, wirklich was zu lernen und ihre Schuld zu tragen oder dadurch etwas Geschmack von dem zu bekommen, was sie selbst verursacht haben, lebst Du in einer naiv verträumten Realität. Sorry. Da hast Du zu hohe Ideale oder glaubst an Verallgemeinerungen von der Funktion der menschlichen Psyche. Oder Seele, je nach Glaube. Ich will Dir allerdings mit meinen Phantastereien über Soziopathen auch diese gern kultivierte Welt nicht zerkratzen. Märchen sind schöner.

    Moderneres Denken muss auch nicht zwingend voranentwickelt sein. Ich lese es häufiger mal in eigenartige, elfenbeinturmmäßige Girlanden von Irrwegen hinein abstrahiert. Da komme ich dann auf den Boden zurück und denke mir, Mensch, bei dem und jenem Volk ohne große Zivilisationskultur haben die das besser gelöst. Etwa im Kongo früher, da hätten die den zwischen zwei heruntergebogene, zum Schnellen angespannte Jungbäume gebunden. Wenn man die Haltestränge durchschneidet, schnappt das Ganze auf, und alles, was dazwischen ganz ist, wird beim Auseinanderschnellen in mehrere Fetzen gerissen.

    ""Über die Todesstrafe wird er nun erleichtert und froh sein! Super, freue dich mit, über dieses viel zu harmlose Urteil. Sein Leid wird KURZ sein, verglichen mit den MONATE LANGEN QUALEN des Jungen.

    Vielleicht lösen meine Großbuchstaben noch etwas Nachdenken bei dir aus. Was ich bezweifle. Ein Versuch war es wenigstens wert. ""

    Und Du wirfst mir 'nur' Rachegedanken vor? Hallo?

    P.s.: Ich denke recht viel nach, das ist ein altes Leiden. Aber nicht unbedingt in die jeweils gewünschten Richtungen.

    Ja, ebenfalls schöne Zeit Dir. Soll unabhängig verschiedener Meinungen möglich bleiben.
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#105 Homonklin44Profil
  • 22.12.2017, 12:19hTauroa Point
  • Antwort auf #103 von SoLieb
  • ""Sorry, aber nun zu beginnen, meine Kommentare zu ignorieren, oder die Diskussion zu ignorieren, zeigt mir höchstens, dass du negative Gedanken hegst, oder du aber mir deutlich machen möchtest, dass du hier lieber mit Schwulen schreiben möchtest?""

    Ich habe Deinen Kommentar gar nicht ignoriert, sondern soeben auf den vorderen, Längeren geantwortet. Ich schreibe noch auf Konzept, so, wie früher, bevor es Echtzeit-Reaktion gab, und nehme mir entsprechend Zeit, etwas zu durchdenken, bevor ich es niedersetze und absende. Deswegen bin ich nicht so schnell, wie andere. Und auch, weil ich nebenbei an Buchprojekten, Recherchen und Zeugs arbeite, und so eher zeitversetzt mitlese. Auch bin ich nicht konstant online. Ungleich manchem in dieser Onliner-Welt gibt es noch ein Leben jenseits der Bits and Bytes.

    Ich möchte auch hierauf noch genauer eingehen, bitte aber um etwas Gemach, wenn's Recht sein darf.

    Wie und ob ich es freistelle, wer meine Gedanken als "negativ" oder "positiv" werten können soll ... ist mir irgendwie nicht so wichtig, denke ich. Nur zu. ;o)
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#106 Homonklin44Profil
  • 22.12.2017, 12:30hTauroa Point
  • Antwort auf #99 von AmurPride
  • Das brauchst Du nicht zu respektieren. Du musst sowieso nicht alles respektieren, irgendwie ergehst Du Dich in letzter Zeit in dem Wort :o/

    Aber vielleicht erklären, warum Du denkst, ich würde mit zweierlei Maß messen, oder worauf das bezogen wird. Das wäre ganz nett.
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#107 Homonklin44Profil
  • 22.12.2017, 13:43hTauroa Point
  • Antwort auf #96 von ursus
  • ""deinen zynismus finde ich unangemessen.""

    Okay. Habe es mehr nüchtern gesehen. Durch den Tod werden sie nicht mehr oder weniger Mensch.

    """die würde des menschen ist unantastbar." das ist der zentrale, wenn auch teilweise vielseitig auslegbare vorsatz unserer verfassung. dass man einen menschen nicht würdevoll umbringen kann, halte ich für einigermaßen unbestreitbar. """
    -
    ""die todesstrafe nimmt nicht nur den verurteilten ihre würde, sondern auch der gesellschaft, die diese strafe verhängt, die menschlichkeit. ""

    Die Würde haben Solche doch mit Füßen von sich selbst herab getreten. Oder akzeptierst Du damit, dass diese Tat eines Menschen würdig war? Wenn so, dann ist das Abscheuliche selbst ein Teil der so hoch gelobten Menschlichkeit, und die Begriffe gälten auch mit in sich verkehrten Werten. Da wird es dann erst richtig schizoid. So eine "Menschlichkeit", die das als menschenwürdig akzeptiert, möchte ich nicht teilen.

    Schätze, es läuft der Fehler unter, das Motiv zu missachten. Todesstrafe hat einen korrektiv absoluten Aspekt und nicht psychopathische oder idiokratische Beweggründe. Es wird auch niemand auf der Basis eines menschlich legitimen Grundes wie seiner Herkunft, seines Glaubens, seiner Hautfarbe ect. hingerichtet, sondern weil er sich eines integren Menschen nicht würdig verhalten hat.

    Wer verlangt denn, dass ein mit dem Tode zu Bestrafender würdevoll hingerichtet werden soll?
    Obwohl es sowas im Ansatz, aber thematisch ganz fern, auch gibt. Naturvölker bei der Jagd etwa.
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#108 ursus
  • 22.12.2017, 14:20h
  • Antwort auf #107 von Homonklin44
  • "Die Würde haben Solche doch mit Füßen von sich selbst herab getreten. Oder akzeptierst Du damit, dass diese Tat eines Menschen würdig war?"

    wir reden hier nicht darüber, die taten zu relativieren. der punkt ist, dass unser rechtstaat jedem menschen garantiert, ihn nach fairen, einklagbaren regeln zu behandeln, auch wenn er selbst die regeln des staates und der gesellschaft grob missachtet. und der staat darf menschen auch dann nicht ihre würde nehmen, wenn sie schreckliche verbrechen begehen und die würde anderer brutal verletzen.

    ich halte das immer noch für einen sehr vernünftigen grundsatz, der mir gerade auch in seiner historischen motivation einleuchtet. ein staat, der seinen büger_innen die würde und sogar das leben nimmt, ist keiner, in dem ich leben möchte oder mit dem ich mich gern identifizieren würde.

    ich drehe deine argumentation mal um: ein staat bringt bürger_innen auf würdelose weise um, um der bevölkerung damit zu signalisieren, dass es falsch ist, jemanden umzubringen oder ihm die würde zu nehmen? die paradoxie fällt doch sehr ins auge, oder? der staat muss die werte, die er von den bürger_innen erwartet, selbst umsetzen. alles andere ergibt keinen sinn.
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#109 ursus
  • 22.12.2017, 14:47h
  • Antwort auf #97 von SoLieb
  • "Es wird ihm dort erbärmlich gehen. Wenn er pech hat, wird er dort vergewaltigt oder selbst gefoltert, je nachdem wo er hinkommt. Zusätzlich muss er den Rest seines Lebens ertragen, was er getan hat. Das ist schlimmer, als ihn mit dem Tod zu begnadigen. Darum geht es nämlich tatsächlich: der Tod wird für ihn eine Erleichterung sein, weil er feststellt, dass er seine Schuld nicht absitzen muss! Das ist das, was ich den Geschworenen übel nehme."

    es ist schon wirklich paradox, erst zu betonen, dass rache keine grundlage des strafrechts sein darf, und anschließend die ablehnung der todesstrafe damit zu begründen, dass ein gefängnisaufenthalt inklusive eventueller vergewaltigung und folter wesentlich qualvoller und deswegen angemessener sei als ein angeblich viel zu gnädiger "schneller tod".

    das ist eine sichtweise, die mich ebenso erschreckt wie die anderen gewaltphantasien, die sich hier bahn brechen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #97 springen »
#110 Homonklin44Profil
  • 22.12.2017, 14:51hTauroa Point
  • Antwort auf #103 von SoLieb
  • Jetzt aber:

    ""Menschenrecht und Menschenwürde sind zwei unterschiedliche Dinge.
    Ich sprach von Menschenrecht. ""

    Oh my. Yahoo Clever? Seriously? *Glotz*

    Gewisse Unterscheidungen sind mir im Ernst schon ein Begriff. Ich bin ja nicht erst gestern aufgestanden, sondern schon eine ganze Weile auf der sonderbaren Welt. Zu vielem lese ich auch öfter mal Definitionen nach, bevor ich meine Auffassung von der Definition damit abgleiche. Auch hin und wieder im Fehler verbreitenden Wikipedia, aber nicht zu gerne. Ich folge allerdings keiner festen Direktive oder Denkschule, Lehre oder Ähnlichem, fühle mich Solchem als freier Mensch nicht verpflichtet. Einige Werte/Ideale sind mir sympathischer als andere.
    Ob wer durch sein Tun seine Würde abstreift, oder sein Menschenrecht ( in dem Fall Recht auf Leben) wissentlich verwirkt, ist dem Ergebnis des Ablebens hinzu dann auch unerheblich. Er ist ja auch nicht erst mit dem Tag aufgestanden, an dem ihm die Idee zu seiner Tat in den Sinn kam, sondern vermutlich wissen wir nicht sicher in den USA aufgewachsen, und hat da gelernt, wie die Gesetze so etwa aussehen. Er hat ja gewusst, was ihm blühen kann. Vorausgesetzt er ist ein empfindungsbefähigter, denkender, vernunftbefähigter oder so wie Du das auslegst, zum Lernen oder seelischen Erleben befähigter Mensch, müsste er als Jugendlicher schon die Art Einsicht erlangt haben, der es bedarf, um solche Grausamkeiten zu unterlassen. Das wirft eben schon die Frage auf, warum das nicht geschehen ist, wenn er doch all diese menschlichen Sinne besitzen soll, oder man sie ihm wenigstens zu gönnt.

    ""...oder du aber mir deutlich machen möchtest, dass du hier lieber mit Schwulen schreiben möchtest?""

    Nochmal kurz, weil mir das so völlig egal ist, wie Jemand orientiert oder identitär fest oder fluid ist, warum kommst Du auf solche Gedanken? Zu den Schwulen, die das aufteilen und nach Erheben der Orientierung mit Leuten schreiben oder nicht, zähle ich mich nicht. Ich schreibe mit Menschen.

    ""Ihn ins Gefängnis zu befördern, bedeutet nicht, ihm eine Würde zu geben. In Deutschland ist es nicht als Würde anerkannt, ins Gefängnis zu kommen, und in den USA haben die meisten Angst vor Gefängnis, weil sie wissen wie dort die Zustände sind. ""

    Hier stellen sogar Leute geringfügige Sachen an, damit sie im Knast landen, und nicht im Winter auf der Straße bleiben müssen. Aber auch drüben gibt es nicht nur Horrorgefängnisse.

    ""Deine Äußerung von wegen ihm wieder Würde anziehen, ist nur eine Unterstellung.
    Wo gebe ich ihm denn Würde?""

    Das machen die Art Leute, die seine Menschenwürde und Menschlichkeit über alles erheben, bis hinauf in eine Höhe, die etwas von edelgleich umtanztem Kalb hat, ohne dabei zu bedenken, dass, wenn sie das so erheben, sie auch seine Taten in diese hochgelobte Menschlichkeit einbetten. Und jene so gleichsam menschlich nennen. Da beißt sich der ganze Versuch von der Gleichsetzung der Würde unabhängig vom Handeln von hinten nach vorn. Dieselbe Menschenwürde wie Adolf Hitler und Ted Bundy? No way!

    ""Dein Problem scheint zu sein, dass ein Verbrecher für dich kein Mensch sein kann. ""

    Nee, natürlich ist ein Verbrecher ein Mensch. Was soll er sonst sein? Aber dieser ist eine menschliche Bestie und verwirkt dadurch seine Schutzrechte, seine Gemeinschaftlichkeit, seine ihm zugeordnete Würde, indem er so vorgeht wie bekannt. Das fordert er mit der Tat doch heraus, denn wollte er ein respektabler, würdiger Teil der Gesellschaft sein, würde er sich so nicht verhalten. Logik.

    ""In der Kriminologie und auch in der Forensik wurde längst darauf hingewiesen, dass gerade diejenigen, die eben einen ganz normalen Eindruck machen, zu solchen Taten fähig sind! Das ist ja gerade das Gefährliche daran. ""
    Ja, weil man lernen kann, diesen Eindruck zu geben, wie wenn man eine Rolle spielt. Die sind gute Schauspieler und haben gelernt, das erwünschte Repertoire abzuspulen.
    Es sind aber nicht gerade Solche, sondern die kommen unter allen anderen auch vor.
    Es ist aber kein Problem für mich, dass Menschen das gut schauspielern können, sondern ergibt sich aus der freien Wahl, ob oder ob nicht man sich ein "Gewissen" aneignet, oder wie man es bespielen will. Menschen, die das nicht kultivieren, bereuen auch keine Tat.

    ""Menschen vertrauen sich gegenseitig und haben einen positiven Eindruck - zack, ein Verbrechen kann geschehen.""

    Das mit dem Vertrauen ist schon der erste grobe Fehler. Aber so zack passiert das gewöhnlich nicht. Der Typ im Artikel war der Stievfater und die Mutter hat das wohl noch unterstützt oder zumindest hingenommen. Das ist nicht mal eben zack so passiert!

    "" Was sagen denn Leute in einer Umgebung, wo sexueller Missbrauch stattfand? "Er war immer sehr nett, hilfsbereit, freundlich. Wir hätten niemals gedacht, dass er sowas tun könnte." ""

    Ja, das kenne ich auch aus Erzählungen. Er konnte so berührende Messen lesen, war ein so angesehener Mann in seiner Gemeinde, seiner Kirche, an der Schule.... Und wenn man das Falsche daran merkt, glaubt einem keiner. Man ist ja nur ein Kind und wer glaubt schon dem Kind eher als dem angesehenen Mann?

    ""Es gibt intelligente Verbrecher und solche, denen man es nicht anmerkt, dass sie sowas tun können. Das gibt ihnen also keine Würde, sondern das macht sie höchstens gefährlich.""

    Sehe ich auch nicht anders. Es nimmt ihnen Würde.

    "" Es sind eben KEINE Monster oder Bestien, sondern Leute, die zum Beispiel in der Nachbarschaft wohnen können.
    Es sind keine Aliens, die vom Himmel fallen und bei uns Schaden anrichten, sondern es sind Menschen, die, aus welchen Gründen auch immer, diese Taten vollziehen. ""

    Menschen. Menschliche Bestien. Bestien in Menschengestalt. Die sich als Menschen aufrecht ausgeben.

    ""Damit würdige ich sie nicht, sondern damit wird deutlich, was für ein großes Problem das ist, und weshalb man präventiv nur wenig tun kann. Weil man es ihnen nicht ansieht, kann man es aus 100 Meter Entfernung eben nicht erkennen.
    Das ist keine Würde, sondern ein Problem.""

    Präventative Aspekte hat höchstens, wenn man die entnimmt, die durch ihre Bestialität auffallen. Das passiert zum Beispiel mithin auch über die Todesstrafe, aber natürlich nicht nur. Wiederholungstaten werden damit verunmöglicht = sekundär präventativ.
    Und das Entnehmen solcher Indiviuen wiederum folgt einem ganz natürlichen Drang. Schutz vor Gefahr. Jede sozial höher entwickelte Tierart, da werden die Jungen beschützt. Das ist der Grund, weshalb Schimpansen auch dann einen Leoparden tot kloppen, wenn der sie gar nicht anmgreift. Und warum Menschen versuchen, einander gegenseitig zu schützen.

    ""Und es ist schade, dass man hier mit nur ganz wenigen über einen Artikel diskutieren kann. Entweder werden manche persönlich, oder beginnen zu unterstellen, oder stören sich daran, dass hier nicht alle schwul sind.
    Es steht dir ja jederzeit frei, ein Forum zu finden, wo Schwule unter sich sind, wenn dir das lieber ist. ""

    Finde ich auch schade, dass das manchmal in so komische Bahnen reinlenkt und sich dann in thematischen Ablenkungen, gegenseitigen Angriffen oder Thread-Inkohärenz verliert, aber das Problem ist so alt wie die Internet-Foren bestehen, dass man sich verzettelt und vom einen zum Nächsten gerät und so fort.
    Das persönlich werden und Unterstellen sehe ich eher noch als menschlich typische Eigenschaften an, obwohl ich es selber auch nicht so mag. Ist mir sicher auch schon oft genug unterlaufen.
    Mir ist ein Forum, an dem nur Schwule schreiben, nicht lieber. Ich muss sagen, mir gefällt der Aspekt hier sehr gut, dass eben nicht nur Schwule mitschreiben, sondern inklusive Heteros die gesamte Bandbreite des LGBTIQ*-Spektrums mitschreiben kann! Ich habe aber auch schon von Solchen gelesen, denen das nicht so gefällt, und auch ein, zwei Mal schon wen drauf hingewiesen, dass queer nicht nur Schwule anspricht. Ich bin selber nicht korrekt schwul, sondern nur sowas wie begrenzt schwul, so sehen das jedenfalls andere Schwule, die weder mit Monogamie, noch mit Romantik,Liebe oder der Vorstellung von Bromance, Long term relationship viel anfangen können, oder das für nachgeahmtes Heterotum halten.

    ""Jedenfalls musst du hier damit klar kommen, dass es hier unterschiedliche Kommentator/innen gibt.
    Für mich ist das kein Problem.""

    Für mich auch nicht, im Gegenteil. Ich freue mich darüber, dass es so ist, und hoffe, es wird noch erweitert!
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#111 SoSoAnonym
  • 22.12.2017, 15:54h
  • Antwort auf #102 von Homonklin44
  • "Die Würde der Menschen, die die Deutschen in sozial niederere Wertklassen einordnen, interessiert sie selbst kaum. Aber im System der sozial zu Benachteiligenden wird natürlich auch niemand getötet ... oder nur allmählich, indem man ihre Würde Stück für Stück beschneidet. Das ist dann völlig legitim."

    Nicht legitim, überhaupt nicht.
    Tut aber hier nichts zur Sache.
    Zudem:
    Das machen die Staaten in denen die Todesstrafe angewandt wird noch zusätzlich. Insbes. die USA!

    "Es ist schon merkwürdig, hier. Sich für ethisch divine zu nehmen, wenn man Abscheulichkeit für menschwürdig befindet."

    Abscheulichkeit ist sicher nicht menschWÜRDIG aber leider manchmal menschlich.
    Deswegen sollte aber kein Staat sich abscheulich verhalten in dem er dem Gefallenen der sich abscheulich verhielt, die Menschenwürde abspricht und ihn ohne Notwehr tötet.
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#112 AmurPrideProfil
  • 22.12.2017, 16:36hKöln
  • Antwort auf #106 von Homonklin44
  • ""..Aber vielleicht erklären, warum Du denkst, ich würde mit zweierlei Maß messen, oder worauf das bezogen wird. Das wäre ganz nett..""

    Weil Du die gleiche Tat, nämlich einen Menschen zu töten, mit zweierlei Maß misst!

    Wenn das ein Einzelner tut, so es unter Strafe stehen.
    Wenn es eine Gesellschaft/Staat tut, soll das in Ordnung sein!

    Das ist zweierlei Maß, doppelzüngig, unehrenhaft und absolut unmenschlich!
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#114 SoLiebAnonym
  • 22.12.2017, 16:58h
  • Antwort auf #110 von Homonklin44
  • Ich weiß nicht ob Yahoo Clever clever ist, den Namen hab ich ja nicht erfunden und diese Seite gehört mir nicht ;-)
    Aber die direkte Gegenüberstellung der beiden Definitionen fand ich praktisch zu posten.

    Freut mich zu lesen, dass du nicht erst gestern aufgestanden bist und du ebenfalls nicht einem bestimmten Wissen verhaftet bist. Das bin ich auch nicht.

    Hm, es gibt halt auch in den USA ein Menschenrecht, das Recht auf Leben, nur interessiert es dort zu weinige. Ich finde nicht, dass er das Recht zu leben, verwirkt hat. Und ob er wirklich die Gesetze der USA kennt, das wage ich mal zu bezweifeln. Und auch, dass ihm beigebracht wurde, wie er sich zu verhalten hat. Das behaupte ich jetzt ganz frech. Denn hätte es ihm jemand wirklich beigebracht, dann wäre es nicht zu diesem Verbrechen gekommen.
    Und wahrscheinlich war ihm ganz und gar nicht bewusst, was ihm blühen kann. Leider steht im Artikel nicht, in welchem Zustand er war, als er diese Tat beging.

    Nein, ich lege es nicht so aus, dass er schon immer ein lernfähiger Mensch war. Aber, was ich meine, ist, dass er zu dieser Lernfähigkeit kommen kann in Verbindung mit der lebenslangen Haftstrafe. Denn im Gefängnis geht es ihm nicht gut. Vor allem nicht in den USA. Die Schuld lastet auf ihm und er hat keine Aussicht auf Bewährung. Das kann eine Lernfähigkeit auslösen.
    Ja, er besitzt diese Fähigkeiten schon, er ist ja ein Mensch. Nur sind sie nicht geschult, nicht berücksichtigt und nicht unterstützt worden. Jeder Mensch hat die Veranlagung zu denken, zu fühlen, zu verstehen. Nur bei ihm wurde es möglicherweise kaputt gemacht, ignoriert, vielleicht ist er in einer sozial total unwürdigen Situation aufgewachsen. Er hat wahrscheinlich selbst keine Würde erfahren.
    Könnte alles sein.

    Dass er in den Knast wollte, das denke ich nicht. Es sieht eher danach aus, dass er Gewalt so dermaßen gewohnt ist, dass er nicht mehr bemerkte, was er bei diesem Jungen tat. Und dann zusätzlich die Homophobie. Das ist natürlich eine fürchterliche Kombination.
    Ja, nicht alle Gefängnisse sind furchtbar drüben, aber leider zu viele. Und selbst ein gutes Gefängnis stellt kein Wohlgefühl oder ein Schutz dar.

    Ok, es gibt vielleicht solche Leute, die die Menschenwürde über alles erheben, das bin ich aber nicht. Für mich hat er seine Würde mächtig verspielt. Deshalb rede ich auch ausschließlich über das Menschenrecht, wenn es um die Todesstrafe geht.
    Hitler? :-O Erschrecke mich nicht. Da gibt es keinen Vergleich. Den würde ich allerdings tatsächlich als Monster bezeichnen, wenn ich auch weiß, dass er mal ein menschliches Wesen war.
    Da gehe ich d'accord: wer ein Verbrechen begeht, den kann ich auch nicht mehr als würdig ansehen.

    Richtig, den Schutz hat er auch verspielt. Deswegen ist das Gefängnis aus meiner Sicht am besten, denn da hat er nur den Schutz zu leben, sonst nichts. Es gibt ja auch die Isolierhaft. Es gibt vor allem in den USA sehr fragwürdige Möglichkeiten. Deshalb ist für mich der Schutz nicht gegeben, wenn er in ein Gefängnis käme.
    Aus meiner Sicht gibt es nur zwei Dinge, die man in den USA nicht erleben sollte: Gefängnis und Krankenhaus. Und vielen graust es vor beidem.
    Ich bin mir sicher, er würde um die Todesstrafe bitten, wenn er erfahren würde, lebenslänglich hinter Gittern zu kommen.

    Na ja, es könnte eventuell schon zack passiert sein, als sie nämlich erkannten, dass der Junge schwul war. Das war ja angeblich der Auslöser. Das ist die furchtbare Kombination aus Homophobie und Gewalt.

    Ok, dann hab ich das anders verstanden. Sorry. Danke für die Antwort.

    Und es freut mich, dass du jemand bist, mit dem man ins Gespräch kommen kann :-)

    Peace.
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#115 Homonklin44Profil
  • 25.12.2017, 03:19hTauroa Point
  • Antwort auf #112 von AmurPride
  • Okay, verstehe zwar, worauf Du hinaus willst.

    Allerdings geht es mitnichten um das "Gleiche", denn von Gericht aus wird die Todesstrafe nicht allmählich über Monate hinweg herbei gefoltert, weil man den Täter für schwul hält und glaubt, er hätte damit ein überragendes Maß an Unmenschlichkeit oder Bestialität verdient.

    Den Unterschied hast Du seit Lesen der hier angeführten Details zum Umstand, warum dem Kind das Leben zunichte gemacht wurde, nicht mehr im Hinterkopf.

    Das vergessen allerdings die meisten der selbsternannten Mörder-Kuschler und Todesstrafen-Gegner, und sehen nur noch Lamm gegen Lamm, daher stelle ich diese "Menschlichkeit" ebenso in Frage. So ist sie, denke ich, nur mit ganz viel Vodka zu ertragen. Für Abstinenzler aussichtslos.

    Unterschiedliches Maß für unterschiedliche Verhältnisse also. Hier geht es nicht darum, dass einer aus Versehen ein Kind totgefahren hat.
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#116 Homonklin44Profil
  • 25.12.2017, 03:28hTauroa Point
  • Antwort auf #111 von SoSo
  • ""Deswegen sollte aber kein Staat sich abscheulich verhalten in dem er dem Gefallenen der sich abscheulich verhielt, die Menschenwürde abspricht und ihn ohne Notwehr tötet.""

    Also auch nicht abscheulich, indem er das Abscheuliche gewähren lässt.

    Notwehr für die Allgemeinheit. Schutz vor weiterer Gefahr. Den Fuchs im Hühnerstall lassen, nur abgegittert.
    Einige haben hier Vorstellungen, wo es, wie Granny gesagt hätte, dem Teufel davor gruselt.

    Da kann man sich beinahe schon freuen, wenn sich Leute noch zur Lynchjustiz durchmausern. Auch wenn es da in den meisten Fällen echt daneben geht.
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#117 Homonklin44Profil
  • 25.12.2017, 03:40hTauroa Point
  • Antwort auf #114 von SoLieb
  • Nix zu danken. Solange die Zeit da ist und der Onlineanschluss geht, gerne.

    Yahoo Clever ist in etwa das deutschsprachige Gegenstück zu Yahoo answers bzw. Gutefrage-net. Da schreiben hauptsächlich irgendwelche Teenager und einfach Strukturierte. Deswegen dachte ich ...eh, just kidding? Auch die Wikipedia, aus der dieser Auszug stammt, ist eher fehlerbehaftet. Die kontrollieren zwar innerhalb dieser Society, aber viele Fehler werden nicht behoben oder es gibt Kontroversen um die gestattete Version. Eine renommierte Bibliothek ist bisher immer noch die bessere Anlaufstelle.

    Hm, es gibt halt auch in den USA ein Menschenrecht, das Recht auf Leben, nur interessiert es dort zu weinige. Ich finde nicht, dass er das Recht zu leben, verwirkt hat. Und ob er wirklich die Gesetze der USA kennt, das wage ich mal zu bezweifeln. Und auch, dass ihm beigebracht wurde, wie er sich zu verhalten hat. Das behaupte ich jetzt ganz frech. Denn hätte es ihm jemand wirklich beigebracht, dann wäre es nicht zu diesem Verbrechen gekommen.
    Und wahrscheinlich war ihm ganz und gar nicht bewusst, was ihm blühen kann.

    Dann stellst Du den aber so dar, als wäre er in einem Keller abgeschottet von Schule, Welt und daily TV/Radio bzw. Medien aufgewachsen, und zeichnest ein Bild über USA mit stellenweise ungeheuerlicher Unwissenheit, die bis hinab in die Vorsteinzeit reicht. Also unter das Niveau, mit dem typische Bible-Belt-Bürger leben. Vermutlich hatten Vorsteinzeitmenschen mehr Begriff von allgemeinen Gesellschaftsregeln.

    Aber eben das behaupte ich jetzt mal, dass ihm diese Erkenntnisbefähigung, sollte er über gesellschaftliches Verhalten und darüber, was ihm blühen kann ect. DOCH gelernt haben, am Arsch vorbei ging. Er kann so abgeschottet gar nicht gelebt haben, oder so ignorant, wenn da drin irgendwo in ihm ein sinnesbegabter Mensch wohnt. Nee, das interessierte den nicht. Der kam sich überherrlich vor und dachte wohl, davon würde nie einer was mitkriegen, vor allem nicht, solange er seine Olle unter Kontrolle hält, und die auch nicht eingreift.

    Das Menschenrecht auf Leben galt eben auch für den Jungen, auch wenn dessen Position kaum noch einen interessiert, während sein Köper verwest / eingeäschert wird. Sein Lebensrecht wurde eingestampft, ohne zu fragen, ob er will.
    Wennschon man nicht emotional urteilen soll, warum urteilst Du (oder andere hier) emotional bei dem Täter? Dann doch auch da die Emotion rausnehmen. Ich schätze, nichts anderes machen die Juristen. Und es sind ja beileibe nicht nur ein paar Möchtegern-Barbaren, welche für die Todesstrafe eintreten. Darunter sind Intellektuelle ebenso wie Allerweltsmenschen. Aus meiner Sicht vollkommen verständlich.

    Die Schuld lastet auf ihm und er hat keine Aussicht auf Bewährung. Das kann eine Lernfähigkeit auslösen.

    Um sich dieser Schuld bewusst zu werden/zu sein, bedarf es wiederum des Vorhandenseins der Erkenntnisbefähigung, die Du ihm weiter oben als unbewusst zugedenkst.
    Der Junge hat auch keine Aussicht auf Bewährung oder nur um zu zeigen, dass er sich vielleicht noch nicht mal schwul entwickelt hätte, auch wenn das keine Rolle spielt hat der Kerl dem Jungen etwa diese Chance gegeben? Warum sollte man sie dem Täter zugestehen? Ohne emotionalen Einsatz geht es gar nicht, und ohne einer bestimmten Denkschule nachzurennen, die das Lebensrecht des Täters voran allem anderen stellt, und seine Menschenwürde, hier gegenüber dem des Opfers überhöht.

    Und selbst ein gutes Gefängnis stellt kein Wohlgefühl oder ein Schutz dar.

    An sein egoistisches Wohlgefühl denke ich da nicht mal zu sehr, sondern an den Hohn, dass er mit sowas davonkommt. Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass andere Gefangene ihn dort brutal massakrieren, weil die sogar unter sich eine solche Abominirät nicht dulden.

    Von daher hast Du Recht, es könnte an sich egal sein, ob ihn das System zum Tod verurteilt, oder ob er bei einer Gelegenheit im Knast von den anderen Gefangenen zu Brei geprügelt wird. Das System geht eben geregelt vor und ermöglicht einen sanften Tod. Es gab auch da schon Leute, die gegen Bestechlichkeit was an der Apparatur manipulierten, um das Leid zu erhöhen / zu verlängern. Auch die, welche zum System Zugang haben, urteilen nicht alle frei von Emotionen.
    Andererseits sind Emotionen eine zutiefst menschliche Eigenschaft. Somit eben auch im Mitgefühl mit dem Opfer oder im Ekel vor dem Täter und im Verständnis für die Inakzeptabilität solcherlei Tat. Sie durch den Tod zu bestrafen, ist eine völlig menschliche Handlung.

    Peace finde ich ja gut. Sollte der Typ zum Tod verurteilt werden, ist Peace auch wenigstens vergolten, dem Jungen, an den hier lange schon keiner mehr denkt, wenigstens eine Art Blutzoll erbracht.
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#118 AmurPrideProfil
  • 26.12.2017, 10:07hKöln
  • Antwort auf #115 von Homonklin44
  • "",,Allerdings geht es mitnichten um das "Gleiche"..""

    Natürlich geht es um exakt das Gleiche!
    Um die Tötung eines Menschens!

    Und wenn Du diesen Fakt nicht in diesem Zusammenhang als über allem anderen stehend anerkennen kannst, wenn Du Dir da in meinem Augen ziemlich konfus irgendwelche Unterschiede zu Recht schrubbelst...
    Tja, dann bist Du in meinen Augen bestenfalls einer jener Sorte Mensch, die ihr Bedürfnis nach Rache und Bestrafung höher gewichten als die Anwendung von gleichen Grundsätze/Maßstäbe für alle.
    Damit unterscheidest Du Dich grundlegend von mir.

    Aber wenn ich hier beobachte, wie sich Dein in Dir aufgestauter Hass bei den Themen Todesstrafe und Religion/Glauben immer wieder Bahn bricht, dann frage ich mich schon, ob dies nicht ganz maßgeblich darauf zurückzuführen ist, was Du als Schwuler erleben musstest und wie Du jetzt als Schwuler lebst!
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#119 SoSoAnonym
  • 26.12.2017, 16:30h
  • Antwort auf #116 von Homonklin44
  • Unsinn
    Man benötigt zum Schutz der Allgemeinheit keine Todesstrafe.
    Unsere Gefängnisse sind ziemlich ausbruchsicher.
    Todesstrafe ist ausschliesslich Rache oder faschistoider Auslöschungswunsch.
    Und ja man muss auch keinen Fuchs töten um ihn vom Hühnerstall fernzuhalten. Aber das ganz nebenbei.
    Du hast wirklich entweder zu lange in bedenklichen Kreisen in den USA verbracht oder, wie AmurPride vermutet, zu viel mitgemacht, dass Du hier immer so Deinen Hassfantasien freien Lauf lässt.
    Vielleicht schlägt Dir aber auch Dein ständig als notwendig propagiertes Schrank-Versteckspiel aufs Gemüt.
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