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Kommentare zu:
Stiefvater tötet "schwulen" Achtjährigen: Jury empfiehlt Todesstrafe


#111 SoSoAnonym
  • 22.12.2017, 15:54h
  • Antwort auf #102 von Homonklin44
  • "Die Würde der Menschen, die die Deutschen in sozial niederere Wertklassen einordnen, interessiert sie selbst kaum. Aber im System der sozial zu Benachteiligenden wird natürlich auch niemand getötet ... oder nur allmählich, indem man ihre Würde Stück für Stück beschneidet. Das ist dann völlig legitim."

    Nicht legitim, überhaupt nicht.
    Tut aber hier nichts zur Sache.
    Zudem:
    Das machen die Staaten in denen die Todesstrafe angewandt wird noch zusätzlich. Insbes. die USA!

    "Es ist schon merkwürdig, hier. Sich für ethisch divine zu nehmen, wenn man Abscheulichkeit für menschwürdig befindet."

    Abscheulichkeit ist sicher nicht menschWÜRDIG aber leider manchmal menschlich.
    Deswegen sollte aber kein Staat sich abscheulich verhalten in dem er dem Gefallenen der sich abscheulich verhielt, die Menschenwürde abspricht und ihn ohne Notwehr tötet.
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#112 AmurPrideProfil
  • 22.12.2017, 16:36hKöln
  • Antwort auf #106 von Homonklin44
  • ""..Aber vielleicht erklären, warum Du denkst, ich würde mit zweierlei Maß messen, oder worauf das bezogen wird. Das wäre ganz nett..""

    Weil Du die gleiche Tat, nämlich einen Menschen zu töten, mit zweierlei Maß misst!

    Wenn das ein Einzelner tut, so es unter Strafe stehen.
    Wenn es eine Gesellschaft/Staat tut, soll das in Ordnung sein!

    Das ist zweierlei Maß, doppelzüngig, unehrenhaft und absolut unmenschlich!
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#114 SoLiebAnonym
  • 22.12.2017, 16:58h
  • Antwort auf #110 von Homonklin44
  • Ich weiß nicht ob Yahoo Clever clever ist, den Namen hab ich ja nicht erfunden und diese Seite gehört mir nicht ;-)
    Aber die direkte Gegenüberstellung der beiden Definitionen fand ich praktisch zu posten.

    Freut mich zu lesen, dass du nicht erst gestern aufgestanden bist und du ebenfalls nicht einem bestimmten Wissen verhaftet bist. Das bin ich auch nicht.

    Hm, es gibt halt auch in den USA ein Menschenrecht, das Recht auf Leben, nur interessiert es dort zu weinige. Ich finde nicht, dass er das Recht zu leben, verwirkt hat. Und ob er wirklich die Gesetze der USA kennt, das wage ich mal zu bezweifeln. Und auch, dass ihm beigebracht wurde, wie er sich zu verhalten hat. Das behaupte ich jetzt ganz frech. Denn hätte es ihm jemand wirklich beigebracht, dann wäre es nicht zu diesem Verbrechen gekommen.
    Und wahrscheinlich war ihm ganz und gar nicht bewusst, was ihm blühen kann. Leider steht im Artikel nicht, in welchem Zustand er war, als er diese Tat beging.

    Nein, ich lege es nicht so aus, dass er schon immer ein lernfähiger Mensch war. Aber, was ich meine, ist, dass er zu dieser Lernfähigkeit kommen kann in Verbindung mit der lebenslangen Haftstrafe. Denn im Gefängnis geht es ihm nicht gut. Vor allem nicht in den USA. Die Schuld lastet auf ihm und er hat keine Aussicht auf Bewährung. Das kann eine Lernfähigkeit auslösen.
    Ja, er besitzt diese Fähigkeiten schon, er ist ja ein Mensch. Nur sind sie nicht geschult, nicht berücksichtigt und nicht unterstützt worden. Jeder Mensch hat die Veranlagung zu denken, zu fühlen, zu verstehen. Nur bei ihm wurde es möglicherweise kaputt gemacht, ignoriert, vielleicht ist er in einer sozial total unwürdigen Situation aufgewachsen. Er hat wahrscheinlich selbst keine Würde erfahren.
    Könnte alles sein.

    Dass er in den Knast wollte, das denke ich nicht. Es sieht eher danach aus, dass er Gewalt so dermaßen gewohnt ist, dass er nicht mehr bemerkte, was er bei diesem Jungen tat. Und dann zusätzlich die Homophobie. Das ist natürlich eine fürchterliche Kombination.
    Ja, nicht alle Gefängnisse sind furchtbar drüben, aber leider zu viele. Und selbst ein gutes Gefängnis stellt kein Wohlgefühl oder ein Schutz dar.

    Ok, es gibt vielleicht solche Leute, die die Menschenwürde über alles erheben, das bin ich aber nicht. Für mich hat er seine Würde mächtig verspielt. Deshalb rede ich auch ausschließlich über das Menschenrecht, wenn es um die Todesstrafe geht.
    Hitler? :-O Erschrecke mich nicht. Da gibt es keinen Vergleich. Den würde ich allerdings tatsächlich als Monster bezeichnen, wenn ich auch weiß, dass er mal ein menschliches Wesen war.
    Da gehe ich d'accord: wer ein Verbrechen begeht, den kann ich auch nicht mehr als würdig ansehen.

    Richtig, den Schutz hat er auch verspielt. Deswegen ist das Gefängnis aus meiner Sicht am besten, denn da hat er nur den Schutz zu leben, sonst nichts. Es gibt ja auch die Isolierhaft. Es gibt vor allem in den USA sehr fragwürdige Möglichkeiten. Deshalb ist für mich der Schutz nicht gegeben, wenn er in ein Gefängnis käme.
    Aus meiner Sicht gibt es nur zwei Dinge, die man in den USA nicht erleben sollte: Gefängnis und Krankenhaus. Und vielen graust es vor beidem.
    Ich bin mir sicher, er würde um die Todesstrafe bitten, wenn er erfahren würde, lebenslänglich hinter Gittern zu kommen.

    Na ja, es könnte eventuell schon zack passiert sein, als sie nämlich erkannten, dass der Junge schwul war. Das war ja angeblich der Auslöser. Das ist die furchtbare Kombination aus Homophobie und Gewalt.

    Ok, dann hab ich das anders verstanden. Sorry. Danke für die Antwort.

    Und es freut mich, dass du jemand bist, mit dem man ins Gespräch kommen kann :-)

    Peace.
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#115 Homonklin44Profil
  • 25.12.2017, 03:19hTauroa Point
  • Antwort auf #112 von AmurPride
  • Okay, verstehe zwar, worauf Du hinaus willst.

    Allerdings geht es mitnichten um das "Gleiche", denn von Gericht aus wird die Todesstrafe nicht allmählich über Monate hinweg herbei gefoltert, weil man den Täter für schwul hält und glaubt, er hätte damit ein überragendes Maß an Unmenschlichkeit oder Bestialität verdient.

    Den Unterschied hast Du seit Lesen der hier angeführten Details zum Umstand, warum dem Kind das Leben zunichte gemacht wurde, nicht mehr im Hinterkopf.

    Das vergessen allerdings die meisten der selbsternannten Mörder-Kuschler und Todesstrafen-Gegner, und sehen nur noch Lamm gegen Lamm, daher stelle ich diese "Menschlichkeit" ebenso in Frage. So ist sie, denke ich, nur mit ganz viel Vodka zu ertragen. Für Abstinenzler aussichtslos.

    Unterschiedliches Maß für unterschiedliche Verhältnisse also. Hier geht es nicht darum, dass einer aus Versehen ein Kind totgefahren hat.
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#116 Homonklin44Profil
  • 25.12.2017, 03:28hTauroa Point
  • Antwort auf #111 von SoSo
  • ""Deswegen sollte aber kein Staat sich abscheulich verhalten in dem er dem Gefallenen der sich abscheulich verhielt, die Menschenwürde abspricht und ihn ohne Notwehr tötet.""

    Also auch nicht abscheulich, indem er das Abscheuliche gewähren lässt.

    Notwehr für die Allgemeinheit. Schutz vor weiterer Gefahr. Den Fuchs im Hühnerstall lassen, nur abgegittert.
    Einige haben hier Vorstellungen, wo es, wie Granny gesagt hätte, dem Teufel davor gruselt.

    Da kann man sich beinahe schon freuen, wenn sich Leute noch zur Lynchjustiz durchmausern. Auch wenn es da in den meisten Fällen echt daneben geht.
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#117 Homonklin44Profil
  • 25.12.2017, 03:40hTauroa Point
  • Antwort auf #114 von SoLieb
  • Nix zu danken. Solange die Zeit da ist und der Onlineanschluss geht, gerne.

    Yahoo Clever ist in etwa das deutschsprachige Gegenstück zu Yahoo answers bzw. Gutefrage-net. Da schreiben hauptsächlich irgendwelche Teenager und einfach Strukturierte. Deswegen dachte ich ...eh, just kidding? Auch die Wikipedia, aus der dieser Auszug stammt, ist eher fehlerbehaftet. Die kontrollieren zwar innerhalb dieser Society, aber viele Fehler werden nicht behoben oder es gibt Kontroversen um die gestattete Version. Eine renommierte Bibliothek ist bisher immer noch die bessere Anlaufstelle.

    Hm, es gibt halt auch in den USA ein Menschenrecht, das Recht auf Leben, nur interessiert es dort zu weinige. Ich finde nicht, dass er das Recht zu leben, verwirkt hat. Und ob er wirklich die Gesetze der USA kennt, das wage ich mal zu bezweifeln. Und auch, dass ihm beigebracht wurde, wie er sich zu verhalten hat. Das behaupte ich jetzt ganz frech. Denn hätte es ihm jemand wirklich beigebracht, dann wäre es nicht zu diesem Verbrechen gekommen.
    Und wahrscheinlich war ihm ganz und gar nicht bewusst, was ihm blühen kann.

    Dann stellst Du den aber so dar, als wäre er in einem Keller abgeschottet von Schule, Welt und daily TV/Radio bzw. Medien aufgewachsen, und zeichnest ein Bild über USA mit stellenweise ungeheuerlicher Unwissenheit, die bis hinab in die Vorsteinzeit reicht. Also unter das Niveau, mit dem typische Bible-Belt-Bürger leben. Vermutlich hatten Vorsteinzeitmenschen mehr Begriff von allgemeinen Gesellschaftsregeln.

    Aber eben das behaupte ich jetzt mal, dass ihm diese Erkenntnisbefähigung, sollte er über gesellschaftliches Verhalten und darüber, was ihm blühen kann ect. DOCH gelernt haben, am Arsch vorbei ging. Er kann so abgeschottet gar nicht gelebt haben, oder so ignorant, wenn da drin irgendwo in ihm ein sinnesbegabter Mensch wohnt. Nee, das interessierte den nicht. Der kam sich überherrlich vor und dachte wohl, davon würde nie einer was mitkriegen, vor allem nicht, solange er seine Olle unter Kontrolle hält, und die auch nicht eingreift.

    Das Menschenrecht auf Leben galt eben auch für den Jungen, auch wenn dessen Position kaum noch einen interessiert, während sein Köper verwest / eingeäschert wird. Sein Lebensrecht wurde eingestampft, ohne zu fragen, ob er will.
    Wennschon man nicht emotional urteilen soll, warum urteilst Du (oder andere hier) emotional bei dem Täter? Dann doch auch da die Emotion rausnehmen. Ich schätze, nichts anderes machen die Juristen. Und es sind ja beileibe nicht nur ein paar Möchtegern-Barbaren, welche für die Todesstrafe eintreten. Darunter sind Intellektuelle ebenso wie Allerweltsmenschen. Aus meiner Sicht vollkommen verständlich.

    Die Schuld lastet auf ihm und er hat keine Aussicht auf Bewährung. Das kann eine Lernfähigkeit auslösen.

    Um sich dieser Schuld bewusst zu werden/zu sein, bedarf es wiederum des Vorhandenseins der Erkenntnisbefähigung, die Du ihm weiter oben als unbewusst zugedenkst.
    Der Junge hat auch keine Aussicht auf Bewährung oder nur um zu zeigen, dass er sich vielleicht noch nicht mal schwul entwickelt hätte, auch wenn das keine Rolle spielt hat der Kerl dem Jungen etwa diese Chance gegeben? Warum sollte man sie dem Täter zugestehen? Ohne emotionalen Einsatz geht es gar nicht, und ohne einer bestimmten Denkschule nachzurennen, die das Lebensrecht des Täters voran allem anderen stellt, und seine Menschenwürde, hier gegenüber dem des Opfers überhöht.

    Und selbst ein gutes Gefängnis stellt kein Wohlgefühl oder ein Schutz dar.

    An sein egoistisches Wohlgefühl denke ich da nicht mal zu sehr, sondern an den Hohn, dass er mit sowas davonkommt. Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass andere Gefangene ihn dort brutal massakrieren, weil die sogar unter sich eine solche Abominirät nicht dulden.

    Von daher hast Du Recht, es könnte an sich egal sein, ob ihn das System zum Tod verurteilt, oder ob er bei einer Gelegenheit im Knast von den anderen Gefangenen zu Brei geprügelt wird. Das System geht eben geregelt vor und ermöglicht einen sanften Tod. Es gab auch da schon Leute, die gegen Bestechlichkeit was an der Apparatur manipulierten, um das Leid zu erhöhen / zu verlängern. Auch die, welche zum System Zugang haben, urteilen nicht alle frei von Emotionen.
    Andererseits sind Emotionen eine zutiefst menschliche Eigenschaft. Somit eben auch im Mitgefühl mit dem Opfer oder im Ekel vor dem Täter und im Verständnis für die Inakzeptabilität solcherlei Tat. Sie durch den Tod zu bestrafen, ist eine völlig menschliche Handlung.

    Peace finde ich ja gut. Sollte der Typ zum Tod verurteilt werden, ist Peace auch wenigstens vergolten, dem Jungen, an den hier lange schon keiner mehr denkt, wenigstens eine Art Blutzoll erbracht.
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#118 AmurPrideProfil
  • 26.12.2017, 10:07hKöln
  • Antwort auf #115 von Homonklin44
  • "",,Allerdings geht es mitnichten um das "Gleiche"..""

    Natürlich geht es um exakt das Gleiche!
    Um die Tötung eines Menschens!

    Und wenn Du diesen Fakt nicht in diesem Zusammenhang als über allem anderen stehend anerkennen kannst, wenn Du Dir da in meinem Augen ziemlich konfus irgendwelche Unterschiede zu Recht schrubbelst...
    Tja, dann bist Du in meinen Augen bestenfalls einer jener Sorte Mensch, die ihr Bedürfnis nach Rache und Bestrafung höher gewichten als die Anwendung von gleichen Grundsätze/Maßstäbe für alle.
    Damit unterscheidest Du Dich grundlegend von mir.

    Aber wenn ich hier beobachte, wie sich Dein in Dir aufgestauter Hass bei den Themen Todesstrafe und Religion/Glauben immer wieder Bahn bricht, dann frage ich mich schon, ob dies nicht ganz maßgeblich darauf zurückzuführen ist, was Du als Schwuler erleben musstest und wie Du jetzt als Schwuler lebst!
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#119 SoSoAnonym
  • 26.12.2017, 16:30h
  • Antwort auf #116 von Homonklin44
  • Unsinn
    Man benötigt zum Schutz der Allgemeinheit keine Todesstrafe.
    Unsere Gefängnisse sind ziemlich ausbruchsicher.
    Todesstrafe ist ausschliesslich Rache oder faschistoider Auslöschungswunsch.
    Und ja man muss auch keinen Fuchs töten um ihn vom Hühnerstall fernzuhalten. Aber das ganz nebenbei.
    Du hast wirklich entweder zu lange in bedenklichen Kreisen in den USA verbracht oder, wie AmurPride vermutet, zu viel mitgemacht, dass Du hier immer so Deinen Hassfantasien freien Lauf lässt.
    Vielleicht schlägt Dir aber auch Dein ständig als notwendig propagiertes Schrank-Versteckspiel aufs Gemüt.
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