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  • 28. Juni 2005 10 2 Min.

"respekt!" heißt das neue Homo-Magazin des Lesben- und Schwulenverbands. Es will politischer sein als die gängigen Blätter am Markt.

Von Micha Müller

Erst seit Herbst 2004 ist Alexander Zinn Pressesprecher des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland (LSVD), aber die ersten Früchte seiner Arbeit kann man bereits in den Händen halten. Das neue Magazin "respekt!", herausgegeben vom LSVD, will politischer sein als andere Homo-Magazine auf dem Markt. Die Vorgängerzeitschrift des LSVD hieß "Rundgespräch" und war in erster Linie für Verbandsmitglieder gemacht.

"Mit dem neuen Magazin wollen wir die gesamte Community erreichen", erklärt Zinn gegenüber queer.de. "Aufgabe des LSVD ist es, verschiedenste Seiten der Community einzubinden und eine Plattform zu bieten, um intensiv über Lesben- und Schwulenpolitik informieren und diskutieren zu können."

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"respekt" bietet einen abwechslungsreichen Mix aus Information, Meinung, LSVD-News und Literatur-Tipps. Sei es die Frage, ob Rot-Grün oder Schwarz-Gelb Schwule und Lesben besser regieren würden oder was mit dem neuen Papst auf die Community zukommen könnte, sachliche und informative Antworten findet man in "respekt". Ohne nackte Coverboys, gibt sich das Magazin seriös, ohne trocken oder langweilig zu sein. Artikel über Schwulenfeindlichkeit an deutschen Schulen oder Berichte über Migrationsprojekte decken Themen ab, die anderswo zu kurz kommen. Dazu gibt’s Interviews mit Promis. Besonders amüsant in der aktuellen Ausgabe: der Beitrag von taz- Redakteur Jan Feddersen über taffe Lesben.

Erhältlich ist "respekt!" in schwulen Buchläden und Szenekneipen. "Wir schicken das Magazin auch an Politiker", sagt Alexander Zinn. "Wir wollen neben Lesben und Schwulen auch andere gesellschaftliche Kreise in die Thematik einbinden." So will der LSVD eine breite Streuung erreichen, um sein Anliegen, die Rechte der Lesben und Schwulen in Deutschland zu stärken, auch mit diesem Medium zu unterstreichen. Autoren sind Mitglieder des Bundesvorstandes, aber auch andere Leute aus der Community.

Wer sich ein eigenes Bild von der Zeitschrift machen will und nicht weiß, wie er an eine gedruckte Ausgabe kommen soll, kann sich die ersten beiden Ausgaben auch als pdf-Dokumkente aus dem Internet herunterladen.

28. Juni 2005

-w-

#1 PeterAnonym
  • 28.06.2005, 16:10h
  • Na, das wird ja sicher kritischer Journalismus...
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#2 skydiver
  • 28.06.2005, 16:18hStuttgart
  • Ich bin zum 31.12.05 aus dem LSVD ausgetreten (!!!) Ich kann u.a. nicht einsehen, das meine Mitglieder-Beiträge auf der einen Seite für derartige Projekte ausgegeben werden, wenn auf der anderen Seite vorne und hinten beim LSVD Gelder fehlten (...) Dann spende ich lieber an die regionale AIDS-Hilfe oder die AIDS-Stiftung...
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#3 pittAnonym
  • 28.06.2005, 16:35h
  • meistens schaffen es solche blättchen nicht über die nr.2 hinaus. die liegen in den kneipen und saunen rum, werden irgendwann vom wirt weggeschmissen oder kurz durchgeblättert und landen dann auch im müll! ich muss meinem vorredner da recht geben! rausgeschmissenes geld!
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