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Kommentare zu:
Wolfgang Lauinger ist tot


#1 JojoAnonym
  • 20.12.2017, 15:36h
  • Ist die Strategie der schwarz-roten Bundesregierung (allen voran Justisminister Heiko Maas) also aufgegangen, die Sache auszusitzen und darauf zu hoffen, dass Opfern wie ihm die Zeit und Kraft für den weiteren Kampf fehlt.

    Möge Wolfgang Lauinger in Frieden ruhen und wenigstens jetzt von der deutschen Bigotterie verschont bleiben.

    Er und die vielen anderen Opfer des deutschen Staats werden niemals vergessen werden.
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#2 AmurPrideProfil
  • 20.12.2017, 15:49hKöln
  • Ruhe in Frieden, Wolfgang Laubinger!

    Wisst Ihr was ich mich in dem Zusammenhang gerade frage?
    Wie sich Heiko Maas heute wohl fühlt...
    Ich meine Angesichts der Tatsache, dass der SPD-Politiker sich als Bundesjustizminister am 01.12.2017 sich für seinen Einsatz um Entschädigung und Rehabilitierung der Opfer des Paragrafen 175 ehren ließ...
    Glaubt Ihr er ist immer noch der Meinung einen guten Job gemacht zu haben?
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#3 stephan
  • 20.12.2017, 15:58h
  • Eine traurige Geschichte, dass Wolfgang Lauinger nicht einmal die Genugtuung vergönnt war, wenigstens eine symbolische Entschädigung für sein erlittenes Unrecht zu erhalten! Man fragt sich wirklich, wie die Politiker, die Einfluss hatten und haben, mit ihrem Gewissen zurecht kommen!
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#4 TimonAnonym
#5 TimonAnonym
#6 Homonklin44Profil
  • 20.12.2017, 16:34hTauroa Point
  • An gudn Shabet soll er haben.

    Ich werde den Eindruck nicht los, dass die Art Umgang ihm den Rest mitgegeben hat, als die Erkenntnis kam, dass Gesetze zur Erfüllung von Vorschriften und Normen geschaffen werden, und der Mensch in deren Schatten ganz egal wird.

    In Deutschland ist man da einem bestimmten Denken verschrieben, das mit viel Blutgeld einst geprägt wurde, und durch alle augenscheinliche Aufrichtigkeit hindurch nicht waschecht geblieben ist. Ehre wird sich darin durch Schande zusammen gespart. Das ist dann redlich deutsch.

    Drum traue den Gesetzen nicht, auch wenn der Sprech so lieblich spricht.

    Das jetzt allein dem Maas an den Latz zu hängen, was bei der Gesetzesprägung alles schief ging, ist es sich einfach gemacht. Immerhin wissen wir, woher die meisten Einwände gegen dieses Gesetz kamen, und Vorschläge zu seiner Verschlankung. Die Parteien mit dem großen C.
    Und da ist es möglich, dass sich die teuren Suits daran erfreuen, wieder ein paar Mille gespart zu haben.

    Noch viel muss da passieren und in Erinnerung behalten werden, an dem man auch die besten Gesetze messen kann.
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#7 PeerAnonym
  • 20.12.2017, 16:49h
  • Offenbar war nicht nur in der Nazi-Diktatur, sondern ist noch heute im Land des rosa Winkels Staats-Willkür und Homohass Usus.

    Zumindest bei Union und SPD.
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#8 g_kreis_adventProfil
#9 Patroklos
#10 AlicinoAnonym
  • 20.12.2017, 21:13h
  • Ruhe in Frieden lieber Wolfgang Launinger!
    Meine Anteilnahme erstreckt sich auch auf die Familienmitglieder, und Freund*innen, die Dir zur Seite gestanden haben.
    Wir wissen, dass es nicht recht ist, was man Dir und den Deinen angetan hat.
    Wir wissen, dass es nicht recht ist, wie man für diese Verfehlungen an Dir nicht bereit war sich angemessen und rechtzeitig zu entschuldigen.

    Liebe Grüße von einer, die Dich nicht vergisst.
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#11 panzernashorn
  • 21.12.2017, 01:17h
  • Letztendlich ist überhaupt nicht auszuschließen, dass die ignorante und ungerechte Behandlung in der Wiedergutmachungsangelegenheit Herrn Lauinger dermaßen enttäuscht und belastet hat, dass dies sein Ableben beschleunigt oder gar ausgelöst hat.

    Möge er in Frieden ruhen - fern von all den bösen Gestalten, die ihm das Leben schwer gemacht und sich (nach "christlicher" Sitte) an ihm versündigt haben.
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#12 AlexAnonym
  • 21.12.2017, 07:33h
  • Wolfgang Lauinger musste, wie viele andere, ohne Rehabilitierung sterben.

    Dank des parteitaktischen Gemauschels und des egoistischen Pöstchen-Geschachers von Union und SPD.

    Das wird niemals vergessen werden...

    Und für dieses diskriminierende Gesetz, dass die Opfer der NS-Diktatur ein weiteres Mal diskriminiert und herabwürdigt wollen Heiko Maas und seine SPD auch noch gefeiert werden.
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#13 HeckmeckAnonym
  • 21.12.2017, 08:37h
  • Antwort auf #11 von panzernashorn
  • Bei aller gebotenen Pietät, aber bei einem 99-jährigen Mann derart wüste Spekulationen anzustellen und ein "beschleunigtes Ableben" zu vermuten, ist der blanke Unsinn.

    Ich kann verstehen, dass der Tod von W.L. und seine nicht erfolgte Entschädigung sehr emotional diskutiert wird. Mich macht das auch wütend und traurig zugleich. Aber vielleicht sollte man doch das Gehirn einschalten, bevor man hier dummes Zeug postet.
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#14 HeckmeckAnonym
  • 21.12.2017, 08:46h
  • Antwort auf #12 von Alex
  • Lieber Alex, Du scheinst etwas nicht richtig verstanden zu haben. Beim Rehabilitierungsgesetz, das im Sommer verabschiedet wurde, ging es nicht um verfolgte Schwule in der NS-Diktatur.

    Es ging um die Aufhebung der Urteile der bis 1969 bzw. 1994 in der Bundesrepublik verurteilten Männer.

    175er-Urteile aus der Zeit von 1933 bis 1945 wurden bereits im Jahre 2001 vom Bundestag aufgehoben.

    Das Ermittlungsverfahren, für das W.L. eine Entschädigung beantragt hat, lief gegen ihn zu Zeiten der jungen Bundesrepublik.

    In der Sache dürften wir uns aber einig sein. Ich finde auch, dass man W.L. für die Untersuchungshaft eine Entschädigung hätte zahlen sollen. Auf diese Summe wäre es beim Entschädigungsgesetz nicht angekommen, aber man hätte damit anerkannt, dass ihm Unrecht getan wurde.
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#15 HeckmeckAnonym
  • 21.12.2017, 08:56h
  • Antwort auf #2 von AmurPride
  • Ich finde es ziemlich unfair, jetzt den Justizminister allein für diese Lücken im Gesetz verantwortlich zu machen. Was wäre denn die Alternative gewesen? Ohne Einigung mit der Union hätte es überhaupt keine Rehabilitierung gegeben.

    Das Schicksal von W.L. macht traurig und es macht auch wütend. Bei aller Emotion sollte man aber nicht vergessen, dass zigtausend Urteile durch das Gesetz pauschal aufgehoben wurden. Das ist gerade auch dem Einsatz von Heiko Maas zu verdanken, der das Gesetz gegen erhebliche Wiederstände, zum Teil aus dem eigenen Haus, durchboxen musste.

    Ein Justizminister von der Union hätte einen Scheißdreck für uns getan - um das mal klar zu sagen.
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#16 Patroklos
#17 Homonklin44Profil
  • 21.12.2017, 10:57hTauroa Point
  • Antwort auf #16 von Patroklos
  • ""Dieses "parteitaktische Gemauschel" ist aber schon vergessen! Nachtragend zu sein ist eine Untugend und deshalb sollte der Blick nach vorne gerichtet werden!""

    So ein Denken hat in der politischen Ebene Usus, nicht aber beim Wähler.

    Deswegen muss man die Damen und Herren in den verantwortlichen Positionen immer an Vergangenes erinnern. Etwas nach zu tragen, an was ungern erinnert wird, lässt nicht aus der Sicht verschwinden und beschäftigt weiter. Man kann dann auch nicht leicht so tun, als hätte es etwas nie gegeben.
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#18 AlexAnonym
  • 21.12.2017, 11:49h
  • Antwort auf #14 von Heckmeck
  • "Es ging um die Aufhebung der Urteile der bis 1969 bzw. 1994 in der Bundesrepublik verurteilten Männer."

    Richtig. Und bis 1969 existierte der Paragraph 175 noch in der von den Nazis verschärften Form. Und danach noch bis 1994 in leicht angemeldeter Form. Wenn also Nazi-Unrecht so lange Bestand hat und angewendet wird, muss man das auch so nennen dürfen.
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#19 herve64Ehemaliges Profil
  • 21.12.2017, 12:05h
  • [zynismus] Na, dann hat sich dieser Staat ja mal wieder elegant aus der Affäre gezogen und sich Entschädigungen durch die "biologische Lösung" gespart. [/zynismus]

    Tut mir schon Leid, aber bei diesen heuchlerischen Nachrufen, die jetzt aus den politischen Reihen zu erwarten sind, kommt mir schon vorab das große Kotzen.
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#21 SoSoAnonym
  • 21.12.2017, 13:58h
  • Antwort auf #15 von Heckmeck
  • Korrekt
    Nur muss ich sagen dass mir jetzt schon mehrere Gesetze von Herrn Maas als mit handwerklichen Fehlern gespickt aufgefallen sind. Das neue Prostituiertengesetz z.B. auch
    Ob das Herrn Maas schlampiger Arbeit oder den "Korrekturen " der Union zu verdanken ist, entzieht sich meiner Kenntnis.
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#22 HeckmeckAnonym
#23 globoProfil
  • 21.12.2017, 15:59hBerlin
  • Hessen

    Nur zur Erinnerung, in Hessen regiert eine schwarz-grüne Landesregierung. Sicherlich hätte der jetzt so entsetzte Herr Staatssekretär aus Ffm vorher unbürokratisch helfen können.
    Dem Bundesjustizminister mag man Versäumnis oder mangelnde Härte vorwerfen, sollte aber doch nicht vergessen welchen Anteil an diesem traurigen Kapitel deutscher Geschichte die größte dt. Partei hat, die sich zudem christlich nennt.
    Wo würden wir heute stehen, wenn diese C-Partei nicht nur zeitweilig die absolute Mehrheit gehabt hätte?
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#24 AmurPrideProfil
  • 21.12.2017, 17:53hKöln
  • Antwort auf #15 von Heckmeck
  • ""..Ich finde es ziemlich unfair, jetzt den Justizminister allein für diese Lücken im Gesetz verantwortlich zu machen..""

    Herr Maas IST als Justizminister letztendlich für die Ausgestaltung des Rehabilitierungsgesetzes politisch verantwortlich.
    Auch wenn Du das gerne anders sehen möchtest.
    Und wie schrieb Gerlinde doch vor kurzem in einem anderen Zusammenhang:
    ""..Gut gewollt heißt noch lange nicht gut gemacht!..""
    Und ich finde: Wer sich dafür feiern lässt, muss dann auch für die Schwächen/Fehler gerade stehen!
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