Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?30347

Polizeibericht

Zwei schwule Männer in Berlin-Neukölln angegriffen

Die Polizei sucht wegen gefährlicher Körperverletzung mit homophoben Hintergrund nach einer Gruppe von sechs Personen. Die Tat ereignete sich am Freitagnachmittag.


Der Vorfall ereignete sich am Freitag gegen 15.30 Uhr in der Sonnenallee (Bild: Udo / flickr)

Nach einer gefährlichen Körperverletzung mit homophoben Hintergrund im Berliner Bezirk Neukölln hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen.

Zwei Männer, 23 und 28 Jahre alt, meldeten sich laut Polizeibericht am Freitagnachmittag auf einer Wache und gaben an, dass sie gegen 15.30 Uhr in der Sonnenallee in Richtung Hermannplatz unterwegs waren, als sechs Männer an die beiden herantraten und den Älteren fragten, warum er Ohrringe trage und ob er schwul sei. Der Angesprochene entgegnete daraufhin, dass es egal wäre, ob er homosexuell sei.

Ein Opfer wurde auch mit einer Obstkiste beworfen

Daraufhin sollen zwei Personen aus der sechsköpfigen Gruppe die beiden Männer angegriffen haben. Dabei wurde der 23-Jährige offenbar auch mit einer leeren Obstkiste beworfen. Sein Begleiter erlitt leichte Kopfverletzungen und er selbst Kopf-, Arm- und Beinverletzungen. Die Attackierten gaben an, aufgrund ihrer sexuellen Orientierung angegriffen worden zu sein.

Nach dem Angriff waren die beiden Männer zum nahe gelegenen Polizeiabschnitt geflüchtet. Eine sofortige Suche nach den mutmaßlichen Tätern verlief ohne Erfolg. Eine Beschreibung der Angreifer wurde von der Polizei wie bei Erstmeldungen üblich zunächst nicht veröffentlicht.

Anders als in anderen deutschen Städten werden mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in Berlins täglichem Polizeibericht publik gemacht. Die Polizei und Staatsanwaltschaft besitzen eigene Ansprechpartner für LGBTI.

Im September hatten die Berliner Regierungsfraktionen SPD, Linke und Grüne eine "umfassende Akzeptanzarbeit" als Maßnahme gegen homophobe Gewalt angekündigt (queer.de berichtete). Man werde sich dafür einsetzen, "insbesondere Projekte zur Gewaltprävention oder zur Beratung nach Gewalttaten besser" auszustatten. (cw)



#1 queergayProfil
  • 23.12.2017, 15:10hNürnberg
  • Reflexartig kommt nach dem Lesen dieses Artikels bei mir der Gedanke, daß hier das Motiv für den Angriff - und der ist leider kein Einzelfall - wahrscheinlich in islamisch dominierten Religions- oder Kulturgruppierungen zu suchen ist.
    Auch wenn noch nichts konkretes über die homophoben Täter zu lesen ist....darf man so eine Vermutung aussprechen oder ist das islamophob bzw. intolerant gegenüber einer Weltreligion, die volle Religionsfreiheit für sich beansprucht?
  • Antworten » | Direktlink »
#2 CgnfunguysAnonym
#3 RobinAnonym
  • 23.12.2017, 17:43h
  • Wann wacht die Politik endlich auf und ergreift die längst überfälligen Maßnahmen: mehr Aufklärung an allen Schulen, besserer Diskriminierungsschutz, der auch Religionen keine Diskriminierung erlaubt, etc.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 naturalizeAnonym
  • 23.12.2017, 18:30h
  • Ich vermute Ähnliches wie #1.
    Es waren schon immer maßgeblich die Religionen, die zwecks Machterhalt gegen unsereins mobil gemacht haben. Bloß weil es in Westeuropa einen Wertewandel weg von der Religionsideologie hin zur Aufklärung und Wissenschaft gegeben hat ist das erstens in vielen Regionen der Welt gar nicht angekommen und zweitens unbestreitbar, dass bis 1969 das freie Ausleben der Homosexualität trotz Ende der Nazizeit sanktioniert wurde. Und es dauerte bis in die 90er, bis der § 175 StGB abgeschafft wurde.
    Leider ist in bestimmten, archaisch anmutenden Kulturen wie denen des Nahen Ostens einschließlich Türkei die Homosexualität weiterhin tabuisiert und teilweise massiv sanktioniert. Das hat gar nix mit islamophob zu tun.
    Viel mehr ist mir beim letztjährigen Nürnberger CSD sehr wohl der Hass von Personen dieser nahöstlichen Kulturkreise aufgefallen.. wenn Blicke töten könnten. Auch das ist nicht islamophob, sondern eine reine Beobachtung meinerseits.
    Von daher bin ich für eine Modifikation des Art. 4 GG dahingehend, dass er nicht mehr schrankenlos verwendet wird, sondern mittels einfachem Gesetz wie dem Antidiskriminierungsgesetz beschränkt werden kann und den Religionen endlich der überfällige Diskriminierungszahn gezogen wird. Ein Berufen auf das Recht auf Diskriminierung aus religiösen Motiven entfällt dann.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 jeromepAnonym
#6 WilmersdorferAnonym
  • 23.12.2017, 22:22h
  • Wie soll man Täter fassen wenn die Polizei die Beschreibungen nicht veröffentlicht? Irgendwas läuft hier schief in Berlin. Als Betroffener würd ich mich nur noch verarscht fühlen von der Berliner Justiz.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 schwarzerkater
  • 24.12.2017, 08:10h
  • " Eine Beschreibung der Angreifer wurde von der Polizei nicht veröffentlicht." - lächerlich ... dadurch wird mal wieder der nährboden für spekulationen ausgelegt.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 wiking77
  • 24.12.2017, 10:55h
  • wer sind die Angreifer, welchen sozio-kulturellen background haben sie? Wäre schon wichtig zu wissen umd den Vorfall entsprechend - evtl. auch verständnisvoll bzw. empathiereich - einzuschätzen
  • Antworten » | Direktlink »
#9 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 24.12.2017, 14:41h
  • Nur in der Gruppe sind solche Hosenscheißer stark, wenn man Sie alleine trifft, dann sieht mann, das Sie vor Angst, sich am liebsten verkriechen würden. Leider sind diese in einer Gruppe sehr gefährlich, weil sie unberechenbar sind, man weiß auch nicht was für Waffen sie mit sich führen. Deshalb sollte man mit Bedacht reagieren und wenn man eingreift schauen, das man selber sich nicht in Gefahr bringt. Sofort die Polizei verständigen und die anderen Passanten mobilisieren um so diese Individuen in Schach halten zu können!
  • Antworten » | Direktlink »
#10 hugo1970Ehemaliges Profil