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Show im Februar

Eurovision 2018: Das sind die Kandidaten des Vorentscheids

Wer wird Deutschland beim ESC in Lissabon vertreten? Der NDR hat nun die Vorauswahl bekannt gegeben, aus der u.a. die TV-Zuschauer den Sieger küren dürfen.


Einer dieser Acts wird Nachfolger von Elaiza, Ann Sophie, Jamie-Lee und Levina als deutscher Vertreter beim ESC – hoffentlich mit einem besseren Ergebnis (Bild: NDR)

  • 29. Dezember 2017, 12:14h 28 5 Min.

Sechs Acts werden sich Mitte Februar in einer Show in der ARD darum bewerben, im Mai für Deutschland zum Finale des nächsten Eurovision Song Contests zu reisen. Nach den schlechten Ergebnissen in den Vorjahren hatte der NDR diesmal auf einen mehrstufigen Auswahlprozess gesetzt, um die Teilnehmer von "Unser Lied für Lissabon" zu bestimmen – nach dem Sieg von Salvador Sobral in Kiew richtet erstmals Portugal den jährlichen Wettbewerb aus.

Die Auswahl basiert auf dem Abstimmungs-Ergebnis einer 20-köpfigen internationalen Experten-Jury und von 100 Mitgliedern eines Eurovisions-Panels, das der NDR aus Online-Bewerbungen zusammengesetzt hatte – anhand eines Abgleiches von persönlichen Bewertungen von ESC-Beiträgen mit deren Abschneiden beim Wettbewerb. Aus rund 4.000 Teilnahme-Interessierten wurden 211 Acts für eine erste Abstimmungsrunde und dann 17 für eine nähere Auswahl bestimmt. Bei diesem "Recall" in Köln wurden Videos mit den Kandidaten erstellt, aufgrund derer nun die sechs finalen Künstler ausgewählt wurden.

Die Auswahl der Songs, mit denen sie beim Vorentscheid und in Lissabon auftreten sollen, erfolgt später. Die Show selbst, bei der neben dem Televoting erneut eine internationale Jury und das Eurovision-Panel mitstimmt, findet am 22. Februar ab 20.15 Uhr im Studio Berlin-Adlershof statt, erste Karten soll es im Januar ebenso geben wie weitere Details, etwa zur Moderation: Barbara Schöneberger steht aus Termingründen nicht zur Verfügung, wird aber im Mai die Pre-Show vor dem Finale von der Reeperbahn moderieren.

Die Kandidaten: Von "The Voice" bis Volksmusik

Der vielleicht bekannteste Vorentscheids-Act ist die Münchener Band voXXclub, deren Stil als "neue Volksmusik" beschrieben wird. Die dreimal für den ECHO nominierte Band besteht aus fünf Sängern aus drei Ländern, ihre Mitglieder Florian Claus, Stefan Raaflaub, Korbinian Arendt, Christian Schild und Michael Hartinger "mischen Traditionelles mit Modernem und hinterlegen dazu groovende Beats und Sounds", so der NDR. Ihre Videos wurden im Netz millionenfach geklickt. Das Debüt "Alpin" bekam Platin, das vierte Album erscheint am Freitag. Vor zwei Jahren hatte sich Sänger Christian Schild als schwul geoutet (queer.de berichtete). In diesem Dezember veröffentlichte die Band einen "Nackedei-Kalender" für einen guten Zweck.

Direktlink | Der voXXclub-Hit "Rock mi" kommt bei Youtube auf fast 20 Millionen Aufrufe
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Aus München kommt auch der Sänger und Songwriter Xavier Darcy, ein 22-Jähriger mit britischen und französischen Wurzeln. In diesem Jahr hat er sein Debüt-Album "Darcy" veröffentlicht, das in den Top 50 der iTunes-Charts stand, vorher hatte er bereits zwei EPs herausgebracht. Er trat auf zahlreichen Festivals auf, war u. a. bei "Inas Nacht" im Ersten zu Gast und spielte als Support bei Tourneen von Rea Garvey und Joris.

Direktlink | Xavier Darcy 2015 bei einem Auftritt für ALEX Berlin
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Ryk (Rick Jurthe, 28) studierte an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover Populäre Musik. Seit Abschluss seines Studiums arbeitet er als Komponist, Sänger und Produzent für Projekte von Film bis Varieté. In den vergangenen Jahren veröffentlichte er mehrere EPs, bis 2015 unter seinem alten Pseudonym FOXOS. Seit 2016 ist Ryk, der sich in diesem Jahr auch für den ESC-Vorentscheid von San Marino beworben hatte, der musikalische Leiter und Komponist der europaweit erfolgreichsten Akrobatikshow "Feuerwerk der Turnkunst". Er gewann mehrere renommierte Newcomer-Preise und spielte auf zahlreichen, auch internationalen Festivals.

Direktlink | Ryk im Duett mit Felice Aguilar
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Für das nach ihrem Vornamen benannte Debüt-Album bekam Ivy Quainoo, Berlinerin mit ghanaischen Wurzeln, aus dem Stand heraus Gold, 2013 wurde sie mit dem Echo als "Beste Künstlerin Rock/Pop national" ausgezeichnet und tourte im November 2017 zum dritten Mal mit ihrer Band in Deutschland. Ivy war seit 2012 die bislang erfolgreichste Gewinnerin der ersten deutschen Staffel von "The Voice of Germany". Seit zwei Jahren lebt die 25-Jährige überwiegend in New York und studiert dort an der renommierten Schauspielschule The American Academy of Dramatic Arts.

Direktlink | Ivy Quainoos "Do You Like What You See" (2012)
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Michael Schulte (27) spielt vor einem riesigen Publikum – im Netz: Sein YouTube-Kanal hat mehr als 50 Millionen Views und knapp 200.000 Abonnenten. Ein Großteil seiner über 1,2 Millionen Spotify-Streamabrufe pro Monat kommt aus Schweden, Norwegen, England und den USA. Inzwischen hat der Sänger und Songwriter erfolgreich sieben Alben und EPs veröffentlicht. Aufgewachsen ist er in Dollerup bei Flensburg, heute wohnt er in Buxtehude im Landkreis Stade.

Direktlink | Michael Schultes "Thoughts" aus dem Jahr 2014
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Natia Todua (21) ist aus Georgien nach Deutschland gekommen, um hier ihren Traum von einem Leben als Musikerin und Sängerin verwirklichen zu können. Sie arbeitete als Au-pair in Bruchsal (Landkreis Karlsruhe), wo sie auch weiterhin lebt, und gewann in diesem Dezember mit großem Abstand die jüngste Staffel von "The Voice of Germany". Gemeinsam mit den fünf weiteren Sängerinnen und Sängern der Show ist sie derzeit auf bundesweiter Tour.

Direktlink | Natia Todua bei "The Voice"
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Im nächsten Schritt werden laut NDR in einem dreitägigen "Song Writing Camp" bis zu 15 nationale und internationale Texter, Komponisten und Produzenten gemeinsam mit den sechs Acts Lieder entwickeln. Auf Grundlage dieses Materials wird dann miteinander entschieden, welcher Song für wen der richtige ist und wie er für den Vorentscheid inszeniert werden kann.

43 Länder hoffen auf die ESC-Trophäe

Bei dem 63. Eurovision Song Contest mit Finale am 12. Mai werden 43 Länder teilnehmen – Russland kehrt nach den Verwerfungen mit dem letztjährigen Ausrichter Ukraine wieder in den Wettbewerb zurück, Israel darf – nach dem emotionalen Abschied im letzten Jahr aufgrund der Schließung des öffentlich-rechtlichen Fernsehens direkt nach dem Contest – mit einer Ausnahmeregelung mit dem neuen Staatssender und EBU-Beitrittskandidaten IPBC teilnehmen. Auch Australien ist wieder mit dabei, diesmal mit der Sängerin Jessica Mauboy, die mit ihrem Pausenauftritt beim ESC 2014 die Öffnung des Wettbewerbs für Down Under einläutete.


Bühnenentwurf und Logo zum ESC 2018

Die Show aus der Altice-Arena in Lissabon, der größten des Landes, wird unter dem maritimen Motto "All Aboard" stehen; die verschiedenen Logos dazu greifen die Vielfalt der Meereswelt auf und sollen symbolisch für die Vielfalt des Landes und Europa stehen. Die Bühne wird vom deutschen Designer Florian Wieder (ESC 2011, 2012, 2015 und 2017) entworfen und soll erstmals seit Jahren wieder auf LED-Hintergründe verzichten, um die Künstler und ihre Songs besser in den Vordergrund zu stellen.

Eurovision Song Contest 2018

Deutscher Vorentscheid: 22. Februar um 20.15 Uhr live im Ersten
1. Halbfinale: 8. Mai, 21.00 Uhr
2. Halbfinale: 10. Mai., 21.00 Uhr
Finale: 12. Mai, 21.00 Uhr
-w-

#1 Sven100Anonym
  • 29.12.2017, 13:37h
  • Auch in diesem Jahr wird die englische Sprache wieder wie eine Dampfwalze über die Kulturen der teilnehmenden Länder hinweg rollen. Es wird wieder ein Einheitsbrei entstehen, in dem (fast) alle englisch singen und sich dabei ganz toll weltoffen fühlen. Nur das eine oder das andere Land, vor allem Italien, evtl. auch Frankreich, ist sich seiner eigenen Kultur bewusst und verkauft sich nicht an das Englische (mit dem natürlich ein größerer Gewinn erzielt werden kann, denn die Sänger wollen ja ihr Produkt verkaufen.)
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#2 AFD-WatchAnonym
  • 29.12.2017, 13:51h
  • Antwort auf #1 von Sven100
  • Nicht nur Italien oder Frankreich... Denk mal an den letzten Siegertitel...
    Ansonsten hast du Recht.
    Als die Ländern anfingen von der eigenen Sprache aufs Englische zu wechseln, erhoffte man sich bessere Chancen, was ja auch klappte. Da das aber fast alle Länder machen, verpufft die Wirkung.
    Hierzulande macht man noch den Fehler, dass man nicht auf die Idee kommt jemanden zu schicken, der überall Fans hat und von überall Stimmen holen könnte. Man denke an den letzten Vorentscheid, wo man auf diesen Bonus verzichtet hat. Selber schuld. Hinterher gibt es dann Krokodilstränen.
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#3 GruselfaktorAnonym
  • 29.12.2017, 14:14h
  • Um Himmels willen alles, nur nicht dieser primitive heteronormative Volksmusik-Abklatsch!

    Wie kann sich bitte ein Schwuler in einer Gruppe wohlfühlen, in der sich "alles um die Madln dreht"? Wofür bin ich eigentlich aus der bayerischen Provinz geflüchtet? Damit ich mir jetzt sowas beim ESC ansehen muss?

    Aber heute ist ja wieder alles völkisch.
    Ich will hier raus. Fürchte allerdings, da hilft nur der Planet Transsexual in der Galaxie Transylvania.
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