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#7 stromboliProfil
  • 04.01.2018, 18:05hberlin
  • Antwort auf #6 von BEAR
  • BEAR und Ursus, ich würd ja euch beiden folgen wollen aber...

    Schaun wir doch mal auf die entstehungsmodalitäten der zickenkriege hier:
    Ein thema vorgegeben durch die redaktion, dann die ersten beiträge bis hin, wo in einem beitrag entweder die themenlinie verlassen oder "erweitert" wird.
    Das oft da, wo allgemeinpolitisches an die grenzen neuerdings sich rechtspopulistischen inhaltes anschließt , und so von gegenmeinung ( auch das ist ein grundsätzliches anrecht im öffentlichen diskurs..) auf seine inhalte hin abgeklopft oder eben mit hinweisen auf geschichtliches oder ethisches grundverständnis angeprangert wird.

    Da erhitzen sich schnell die gemüter, auch wird schnell ein wort wie ein stein in die runde geschleudert, auf den man sicher hätte verzichten können.
    Nun gibt es da die möglichkeit des einlenkens oder relativierens oder etwas in eine weniger ernste eben satirische ebene hin zu ziehen.
    Oder es dauert ein "beweis versus gegenbeweis" gemetzel solange an, bis beide erschöpft abschalten.

    Was das "persönlich werden" anbelangt, schau ich da in meinen kommentaren auf eine inhaltliche stringenz...
    Wo mir klar wird, dass es keinen austausch von meinung, sondern beharren auf ideologischem hinausläuft, stelle ich dies der betreffenden person auch ins poesiealbum.
    Umgekehrt muss ich mit der zuordnung als linksradikaler leben.. und stolz drauf sein :-)) .
    Und da , wo ich das gefühl bekomme, es mit einem fall von forentroll oder wiederholungstäter zu tun zu haben, mache ich durch benennung dies auch für andere mitleser klar.
    Es ist ein selbstreinigende handeln so die redaktion drauf verzichtet, da mal genauer hinzu blicken.

    Nun ist es richtig: je mehr seitens redaktion an beiträgen reinkommen, desto eher lässt sich so auch ein forum inhaltlich aus diesen verengungen herausführen.

    Die frage des "ernsthaft und produktiv miteinander diskutieren wollen", lässt sich aber nicht an "nettiquette ( sprich nettigkeiten austauschen) klären , sondern nur an regen zuspruch/gegenposition und eigenem mitschreibens seitens der sich unterfordert oder überrannt fühlenden, erreichen!

    "Provokationen sowie Wortmeldungen ohne Sachbezug."
    Nun provokationen schaukeln sich hoch..
    Aber wo fängt provokation an, wo ist es notwendige zuspitzung um ein thema herauszuheben.
    Provokation gegen personen, NEIN.. provokationen gegen inhalte, JA!

    Na ja , die "Wortmeldungen ohne Sachbezug.".. da fällt mir momentan nur einer als wiederholungstäter ein!

    Aber ist der "sachbezug" nur auf das von der redaktion eingestellte thema bezogen, oder ergibt sich auch sachbezogenheit im antworten auf den beitrag eines users, der zwar am thema vorbeidiskutiert, aber sehr wohl da ein konfliktthema anschneidet...
    Oder man bein einstellen plötzlich das gefühl hat, da fehlt noch was, dass den redaktionellen beitrag ergänzt

    Zum schluss die sich ausgeschlossen fühlenden:
    Sich auf das argument des überhört fühlenden zurück zu ziehen, hat folgen die wir im politischen alltag nun leider zu genüge ( 13% im parlament!) erfahren müssen.
    Mitreden wollen heißt aber auch gegenrede aushalten zu können!
    Sich nicht inhaltlich ständig ins mittige zurück verziehen, was als gesellschaftliches kriterium sehr wohl auch als ein zeichen von sinkender streitkultur zu verstehen ist.
    "Mitte ist ein von herrschenden eingebrachtes konstrukt, um die diskutanten in einen dauerzustand des "es gibt keine alternativen" einzubinden.
    Es bindet, erlahmt und verhindert.
    Aber man hat in den 50 zigern, so sehr die "bleiern" und naziverseucht waren, sehr wohl im land und im parlament gestritten.
    Etwas, das uns völlig ausgetrieben wurde mit der erfindung der politischen mitte.
    Das spiegelt sich auch in der wohlfühlsehnsucht hier im forum wieder.
    Man will zunehmend miteinander plaudern, schöne dinge austauschen und gemeinsamkeiten entdecken um sich zu vergewissern, dass das was uns als handlungsgerüst überlassen wird , auch unsere ängste und albträume hintenan stellt.
    Wehrhaftigkeit ist wieder eine untugend geworden, der obrigkeitsmensch, der Diederich Heßling aus heinrich manns "der untertan" hat seinen platz unter uns eingenommen.

    Das mit auch ein grund dafür, warum wir so indifferent mit unseren eigenen unzulänglichkeiten umzugehen wissen.

    von euch beiden erwarte ich mir mehr courage!
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