Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?30403

Hörprobe auf queer.de

Das ist der Analverkehr-Song vom Deutschen Theater Berlin

Im neuen Theaterstück "Jeder Idiot hat eine Oma, nur ich nicht" erzählt Rosa von Praunheim aus seinem bewegten schwulen Leben – präsentiert werden auch mehrere frech-frivole Songs.


Musiker Heiner Bomhard und Schauspieler Božidar Kocevski haben sich für das Pressefoto des Deutschen Theaters Berlin schon mal aufgebrezelt (Bild: Arno Declair)

Anlässlich seines 75. Geburtstages versucht Filmemacher Rosa von Praunheim, das Unmögliche möglich zu machen: sein Leben in einen Theaterabend zu stecken. Sein selbst geschriebenes Stück "Jeder Idiot hat eine Oma, nur ich nicht" hat am 21. Januar am renommierten Deutschen Theater in Berlin Premiere.

Ensemblemitglied Božidar Kocevski macht sich zusammen mit dem Musiker Heiner Bomhard auf die Reise durch eine bewegte schwule Biografie, die von Sexualität genauso geprägt ist wie von der ständigen Angst, am Abgrund zu stehen. Angefangen bei Rosas Kindheit und ersten Abenteuern in New York und Los Angeles, gibt es Wiederbegegnungen der ganz eigenen Art mit Lotti Huber und Tante Luzi ebenso wie mit seiner Mutter.

"Ein Dildo wühlt in deinem weichen Eingeweide"

Darüber hinaus hat Rosa von Praumheim für das Stück mehrere frech-frivole Songs geschrieben mit Titeln wie "Kleiner Penis", "Analverkehr" oder "Sex After Death". Bei ihnen geht es nicht nur um vordergründige Provokation, sondern immer auch um die bevorstehende Endlichkeit nach 75 lebhaften Probejahren sowie um den Versuch, Träume in die Realität zu verpflanzen. Im Analverkehr-Song heißt es etwa: "Ein Dildo wühlt in deinem weichen Eingeweide und lässt dich träumen. Die Prostata erwacht und singt und tanzt."

Hier das komplette Lied zum Anhören:

Die Uraufführung von "Jeder Idiot hat eine Oma, nur ich nicht" am 21. Januar ist bereits ausverkauft, für die öffentliche Probe am 17. Januar gibt es jedoch noch Karten. Telefonische Bestellungen sind unter (030) 28 441-225 möglich. Weitere Aufführungstermine wurden vom Deutschen Theater für den 26. Januar sowie für den 15. Februar angekündigt. (cw/pm)



#1 herve64Ehemaliges Profil
#2 queergayProfil
  • 07.01.2018, 17:01hNürnberg
  • Der schwule Vorzeige-Filmemacher hat sich ja schon immer einen Namen auch durch seine vielen Geschmacklosigkeiten gemacht.
    Dieser AV-Song ist auch nichts anderes als eine der Geschmacklosigeiten, die er so gerne in die Welt hinausposaunt. Das Liedchen passt besser zu zotig-vulgären Transvestitenshows um Mitternacht.
    Schon Lotti Huber warf ihm mal vor, daß er keinerlei (guten) Geschmack hat.
    Und der 'Spiegel' urteilte mal über sein Buch-Epos "Sex & Karriere", daß es anmutet, wie wenn er einen "Eimer leckere Scheisse" stehen läßt.
    Gleichwohl war er schon ein sehr erotischer Lust-Gay in jungen Jahren, der immer gerne provozierte.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 KahlenbergAnonym
  • 07.01.2018, 17:09h
  • Eine Steilvorlage für die AfD , für das Forum Deutscher Katholiken und für die Evangelikalen.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 stromboliProfil
#5 herve64Ehemaliges Profil
  • 07.01.2018, 18:42h
  • Antwort auf #4 von stromboli
  • Genau das habe ich mir auch gedacht: Rosa von Praunheim Geschmacklosigkeit vorzuwerfen ist genau so, als ob man dem Satiremagazin "Titanic" das Gleiche vorhalten würde. Das kann man zwar machen, aber das wird nichts bringen.

    Man mag es jetzt werten wie man will, aber unter dem Strich sollte man mal froh darüber sein, dass man mal ein Original in den eigenen Reihen hat als eine schlechte Kopie der Kopie der Kopie... (2B continued)
  • Antworten » | Direktlink »
#6 herve64Ehemaliges Profil
  • 07.01.2018, 18:54h
  • Antwort auf #2 von queergay
  • Das mag alles schön und gut sein. Wenn ich allerdings sehe, mit welchen Zoten mich die heterroristische "Mehrheitsgesellschaft" überzogen hat (unter Anderem die ganzen Folklore-Porno-Schmonzetten der 70er Jahre, die zeitlosen Tittenblättchen an den Zeitschriftenkiosks, den dummdreisten "Fick-mich!"-"Models" der Gegenwart) und weiteren Geschmacklosigkeiten, dann ist Rosa von Praunheim ein regelrechter Lichtblick.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 wassolldasAnonym
  • 07.01.2018, 23:46h
  • Ich gönne ihm ja seine 75 Jahre. Aber dieses Lied ist ein dermaßen platt peinliches Klischee. Vor 30 Jahren wäre es vielleicht als provokativ durchgegangen. "Analverkehr im Bus und in der U-Bahn" ...Alter, tuff tuff tuff heut fahrn´wir in den Puff! Und singen Bumsfallera tralalala.... Ich hab ihn irgendwann mit 15 bei Doppelpunkt im ZDF gesehen und dachte nur, nee, echt nicht, darauf hab´ ich mal gar keinen Bock, wenn das die einzig wahre Definition von "schwul" sein soll. Mich am Besten gleich selbst mit übereinandergeschlagenen Leopardenleggins ins Scheinwerferlicht setzen, dabei mit gebrochenen Handgelenken wild durch die Gegend zu fuchteln und möglichst oft "Geh´einfach mal ein paar schöne Schwänze auf der Herrentoilette lutschen!" dabei zu sagen.

    Um mal die Lassie Singers zu assoziieren : Sex ist nur ein Teilaspekt des Lebens. Holger Mischwitzky wird oft überbewertet.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Homonklin44Profil
  • 08.01.2018, 07:17hTauroa Point
  • Hm ja, Geschmack ist halt immer (r)eine Geschmackssache, und um da viel dazu sagen zu können, sollte man das ganze Stück gesehen haben.

    Finger in'n Po - Mexico!

    Soll doch Jeder seine Art Lieben besingen und was man sich da vorstellt, kann auch witzig werden. Wenn der Dildo sich auf die Reise gemacht hat, um die Eingeweide zu durchwühlen, war es wahrscheinlich einer ohne Sockel und er ist gleich ganz rein geglitten. ;o)

    Jedes Schwulsein kann doch deshalb immer noch individuell gelebt werden.
    Es ist möglich, schwanzlos glücklich zu sein, wenn auch für einige unvorstellbar, dass das schwul gehen kann.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 Patroklos
#10 herve64Ehemaliges Profil
  • 09.01.2018, 20:25h
  • Liebe Leute, was soll das? Auf der einen Seite werdet Ihr nicht müde, bei jeder Gelegenheit zu betonen, wie ach-so-bunt und ach-so-vielfältig doch unsere liebe Community ist, auf der anderen Seite schreit Ihr Zeter und Mordio, wenn ein Paradiesvogel sich hervorzuheben versucht. Wie widersprüchlich ist das denn?

    Mag ja sein, dass Rosa von Praunheim vulgär, zotig und geschmacklos ist, aber verdammt nochmal: warum sollte er das denn nicht sein? Gibt es irgendwo ein Gesetz, dass es ein Privileg von Heteromännern wäre, ordinär zu sein? Fühlen Schwuteros (also Schwule, die auf Teufel-komm-raus einen heterosexuellen Ehestil kopieren wollen), sich von freilebenden Schwulen seiner Art in ihrer Spießigkeit bedroht, oder wie sehe ich das?

    Ihr baut hier einen wahnsinnigen Popanz auf, der durch nichts gerechtfertigt ist.
  • Antworten » | Direktlink »