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Einzelkommentar zu:
Große Koalition: Sondierung ignoriert LGBTI-Fragen


#48 Rosa SoliAnonym
  • 13.01.2018, 00:34h
  • Antwort auf #13 von Paulus46
  • Lieber Paulus46,

    ich habe mit keinem Wort erwähnt, dass ich der Auffassung wäre, eine mangelnde oder halbherzige LGBT-Politik der SPD sei für ihren Niedergang verantwortlich. Ich stimme sogar zu, dass für die allermeisten SPD-Wähler_innen solche Themen keine Priorität besitzen.

    Deine Betrachtung halte ich aber für grundständig falsch, denn der Abstieg der Sozialdemokratie begann lange, bevor auch nur ein syrischer Flüchtling seinen Fuß auf deutschen Boden gesetzt hatte und das Thema Migration derart von den Medien gehypt wurde. Oder um es an einer Jahreszahl festzumachen: Der Abstieg begann lange vor 2015. Dazu genügt ein Blick auf die Wahlergebnisse von 2009 oder 2013.

    Ich stimme auch nicht mit Dir überein, dass man die AfD kleiner machen könnte, wenn man ihre Themen übernimmt. Wahlergebnisse zeigen, dass die Leute dann lieber das Original wählen und nicht die Parteien, die bloß kopieren.

    Für mich ist ein Grund allen Übels, dass diese Einheitssoße aus CDSPD zum Dauerstand geworden ist. Aus gutem Grund galt eine große Koalition in diesem Land in früheren Zeiten als absolute Ausnahme, weil man immer genau den Effekt befürchtet hat, der nun auch eingetreten ist. Das wird die Ränder rechts und links in den nächsten Jahren noch größer machen und dafür sorgen, dass sich die AfD etablieren kann. Österreich hat es über lange Jahre vorgemacht.

    Die von Dir sonst so gelobte FDP hat ja gehörig Anteil daran, weil Herr Lindner die Hosen voll hatte und das Wohl seiner Partei über das Wohl des Landes gestellt hat. So ist ja leider keine Alternative zur GroKo zustande gekommen.

    Für mich ist das insgesamt eine sehr unheilvolle Gemengelage: Eine Kanzlerin, die um ihre Kanzlerschaft kämpfen muss; ein CSU-Vorsitzender, der um seine Position kämpfen muss und ein SPD-Vorsitzender, der ebenfalls um den Parteivorsitz kämpfen muss. Was uns da in den nächsten Wochen als "gut für unser Land" verkauft werden wird, ist in Wahrheit nur gut für den jeweils eigenen Machterhalt.

    Was die SPD angeht: Sie begeht gerade Selbstmord aus Angst vor dem Tod.
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