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Kommentare zu:
Große Koalition: Sondierung ignoriert LGBTI-Fragen


#41 BuntesUSchoenesEhemaliges Profil
  • 12.01.2018, 21:16h
  • Antwort auf #27 von Paulus46
  • Hallo,
    erstmal danke für deinen ausführlichen Kommentar.

    Ich finde diese Sondierung bei weitem nicht so gut wie du. Aber es gibt eben unterschiedliche Einstellungen. Ich antworte dir auf einige Punkte. Die Sondierung las ich auch.

    Zuerst: den Punkt Reform des Abstammungsrechts: wo liest du das? Gebe mir mal bitte die Nummer links.

    - Ein Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter:
    Ja, das klingt zwar gut, aber dazu muss die Anzahl der Lehrkräfte steigen. Die hält sich nämlich stark in Grenzen. Frage mal Schüler wie oft der Unterricht in einzelnen Fächern ausfällt. Lehrer haben heutzutage ne Menge mehr zu leisten wie noch vor 20 Jahren und das Gehalt ist ein Witz.

    - Kinderrechte werden im Grundgesetz verankert:
    Das kommt reichlich spät. Kinder gibt es nicht erst seit 2017! Man hätte Kindern längst bessere Umstände bieten können, wenn die Union genau diesen Punkt ein paar Jahrzehnte früher berücksichtigt hätte.

    - Die Maghreb-Staaten werden zu sicheren Herkunftsländern bestimmt.
    Das halte ich für grundlegend falsch. Und da hat Herr Spahn einige in die Irre geführt. Es ist eben nicht so, dass diese Länder sicher sind. Und das merkt man, wenn man aktuelle Nachrichten hört und liest. Und man erfährt es von entsprechenden Ablehnungen des BAMF. Da gibt es hier bei queer.de entsprechende Artikel, die du nachlesen kannst.
    Wer auch nur ein Funke von Humanität versteht, wird erkennen, dass diese Entscheidung falsch ist und weitere Probleme mit sich bringt.
    Wenn du dich von der LSVD distanzieren möchtest, ist das deine Entscheidung.
    Sie aber als zu linkslastig zu bezeichnen, finde ich unsachlich von dir.
    Das "links" ist nicht das Problem in Deutschland. Davon gibt es eh zu wenig. Und ich halte es für gefährlich, sozialen Fortschritt und speziell unseren Fortschritt als "links" zu betiteln. Sozial zu denken und sozialen Fortschritt zu befürworten, muss nicht automatisch links sein. Das ist eine Unterstellung, die nicht auf alle zutrifft. Und ich bitte dich, das zumindest mir gegenüber zu unterlassen! Ich nannte schon oft genug, dass ich die Grünen wähle, und ich bin weder links noch rechts.
    Und wenn es jemanden gibt, der die LINKE wählt, das ist genauso zu respektieren. Wenn jemand CDU wählt oder SPD, denke ich auch nicht automatisch, dass derjenige oder diejenige automatisch rechts sei.

    Der LSVD ist mittlerweile ein sehr wichtiger Verband mit noch wichtigeren Unterstützern. Ihre Arbeit ist essentiell und aus unserem Land gar nicht mehr wegzudenken. Genauso wie der CSD bundesweit wichtige Arbeit leistet.
    Ich denke, du weißt gar nicht, was Deutschland ohne diese beiden Anker wäre. Ich habe gelegentlich den Eindruck, dass einzelne aus ihrer wohlen Gemütlichkeit heraus so argumentieren wie du zum Beispiel. Würdest du nämlich in Russland leben, würdest du dich hüten, solche Aussagen zu machen und du würdest dich danach sehnen, zum Beispiel in Deutschland leben zu können. Diese "Komfortausstattung" die du hier hast, wurde hart von unseren Generationen davor erkämpft, auch mit dem Tod einiger. Und wir müssen hart weiterkämpfen, um das zu behalten, was wir haben, und zusätzlich noch das zu erreichen, was für uns als LSBTTIQ wichtig ist!
    Sich von der LSVD zu distanzieren, ist also aus meiner Sicht kontraproduktiv.

    - Pflanzen, Tiere, Saatgutreinheit:
    An diesem Punkt wird grundsätzlich zu wenig getan bei der Union. Es ist nicht genug, was sie da formulierten. Und Lebensmittel werden schrittweise teurer, was ich auch für falsch halte. Es muss viel mehr für die Natur, die Umwelt, für Pflanzen, und Tiere getan werden. Weil es uns wiederum zugute kommt. Das muss aber nicht bedeuten, dass Lebensmittelpreise in die Höhe schießen. Da können sich SPD, CDU/CSU eine große Scheibe von den Grünen abschneiden.

    - Deinetwegen kann die GroKo kommen.
    Meinetwegen nicht :-)

    - Das wichtigste Projekt, die Ehe für alle wurde erfolgreich abgeräumt und deshalb kannst du mit vier Jahren GroKo gut leben.
    Tatsache ist: die Eheöffnung hast du immer noch der ehemaligen Opposition aus Grünen, LINKE, und SPD zu verdanken! Die SPD war erst in der letzten Sekunde aktiv, und der Merkel ist aus Versehen(!) ein Versprecher unterlaufen.
    Insofern halte ich die voraussichtlichen vier Jahre GroKo für sehr fragwürdig und kann nur die Grünen zitieren: "Ohne die Zivilbevölkerung und ohne den Einsatz von der Opposition aus FDP, Grüne, und LINKE" werden wir einen eiskalten Stillstand erleben.

    -Schlimmer wäre es gewesen mit Rot, Rot, Grün.....
    Nein, mit ihnen wäre es besser geworden. Und es würde weitaus bessere und kompetentere Möglichkeiten geben, der AfD ein Ende zu bereiten. Zusätzlich hätten wir jetzt ein geniales Sondierungsprogramm und der Rechtsrutsch hätte endlich mal ein Ende!
    Unsere Vergangenheit ist von rechts geprägt, das brauchen wir in der Gegenwart und Zukunft nicht.

    - ein noch höherer Wahlerfolg der AfD.
    Das kann man so pauschal gar nicht sagen. Nachdem was die AfD nach der Wahl im September losließ, war eher zu erwarten, dass es einige bereuten, diese Partei überhaupt gewählt zu haben! Ich bin mir fast sicher, dass sie weniger Stimmen erhalten hätten, und diese 13% sich mehr auf andere Parteien verteilt hätten - ähnlich wie im September, nur ohne AfD, oder zumindest, dass sie die 5% Hürde nicht überwunden hätten.

    - leider ist Jamaika gescheitert.
    Ja, leider. Aber die ideale Koalition wäre es auch nicht gewesen, leider.

    - und wer jetzt meint, ein Sturz der GroKo würde den Grünen oder den LINKEN helfen, der irrt sich gewaltig, denn.....
    Jetzt möchtest du den Usern hier vorschreiben, was sie zu denken und zu schreiben haben?! Das Denken und Schreiben überlasse bitte jedem und jeder selbst. Wir sind hier alle erwachsen.

    Was zu tun ist, hatte ich bereits erwähnt.
    Meiner Einstellung nach ist die neue Opposition gefordert und gefragt wie kaum zuvor. Sie muss nämlich sowohl der GroKo Paroli bieten, als auch noch die AfD im Griff halten. Das mit der AfD wird auch Aufgabe der Regierung sein. Und auch wir als Bürger müssen nun kräftig deutlich machen, was wichtig ist. Ok, du hast dich bereits positioniert. Dann sind mit Bürgern eben diejenigen gemeint, die den sozialen Fortschritt für positiv halten und auch verstehen, dass unsere Rechte als LSBTTIQ nicht zu ignorieren sind. Vor allem beim Thema Diskriminierung und drittes Geschlecht.
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#42 BuntesUSchoenesEhemaliges Profil
  • 12.01.2018, 21:25h
  • Antwort auf #32 von Patroklos
  • Nein, das ist keine Hetze.
    Es ist schlichtweg ein Unding, was sich die SPD geleistet hat und immer noch leistet.
    Sie schwanken so sehr hin und her, dass selbst ihre Wähler nicht mehr sicher sein können, was sie mit ihrer Stimme eigentlich im Endergebnis erhalten.
    Herr Schulz macht einen Spagat von Konsequenz bis Kniefall.
    Wenn ich die SPD gewählt hätte, würde ich mich nun total veräppelt fühlen. Ich fühle mich jetzt schon so, obwohl ich nur Herr Schulz beim Wort nahm.

    Ich hab die Grünen gewählt und bin heilfroh darüber. Sie haben sich nach der Wahl im September positiv gezeigt. An ihnen ist nämlich gar nichts gescheitert. Es tut mir nur leid, dass sie nicht das bekamen, was sie längst verdient haben: mehr Stimmen.
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#43 AchsoAnonym
  • 12.01.2018, 21:26h
  • Antwort auf #40 von Lübbers-Watch
  • "Aber auf einmal soll sie doch bitte weiter nach Rechts Richtung AFD rücken, wenn es nach dir ginge!"

    Für Paulus46 und die meisten Schwulen ein nahezu perfekter Tag! Ende des Jahres wird die Zahl der Obdachlosen die Millionengrenze erreicht haben, prekär Beschäftigte werden immer ärmer, arme Kinder bleiben ohne Chancen auf irgendeinen Aufstieg. Dafür werden Reiche hofiert, wo es nur geht. Wirtschafts- und Leichenlobby haben ganze Arbeit geleistet.

    Viel mehr kann der Neoliberalismus nicht mehr tun. Den endgültigen schritt zum Sozialdarwinismus geht dann der nächste Kanzler Jens Spahn mit FDP und AfD. die Pläne für eine Steuerreform à la Trump und die Abschaffung des Sozialstaats liegen in der Schublade!

    Geile schwule Welt!
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#44 herve64Ehemaliges Profil
#45 AnonymAnonym
  • 12.01.2018, 22:19h
  • Gibt es im Netz ein Version, wo man sehen kann wer eigentlich das Dokument unterschrieben hat?

    "Im Bundestag und in allen von ihm beschickten Gremien stimmen die Koalitionsfraktionen einheitlich ab. Das gilt auch für Fragen, die nicht Gegenstand der vereinbarten Politik sind. Wechselnde Mehrheiten sind ausgeschlossen."
  • Antworten » | Direktlink »
#46 Homonklin44Profil
  • 12.01.2018, 23:13hTauroa Point
  • Antwort auf #44 von herve64
  • Also ich nicht.

    Dass wir unter Gleichberechtigung und Vielfalt immerhin still inkludiert sein mögen, sehe ich noch als positives Zeichen.

    Nachdem wir jetzt mit der Ehe für Alle unseren Kopf durchgesetzt haben, sollen wir wohl weitergehend am Besten den Mund halten.

    Und Trans* / Inter*-Themen werden offenbar als "Minimalprozentsatz" zur Seite gewischt.

    Typisch, wenn das große C den Ton angibt. Dass da nur noch Textverdichtung zwecks Vereinfachung verwendet wurde, denke ich nicht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #44 springen »
#47 Paulus46Anonym
  • 12.01.2018, 23:41h
  • Antwort auf #38 von Linus
  • @Grüner Linus

    "Die Eheöffnung ist also vor allem den Grünen zu verdanken, die niemals locker gelassen haben und durch ihr Erhöhen des Drucks den Stein ins Rollen gebracht haben."

    Auch Dir sei genauso wie dem Sozialdemokraten Patrokulus zu antworten:

    --> Die Ehe für alle wurde von SPD, Grüne/Bündnis 90, Linkspartei, FDP und einem Viertel der CDU/CSU Abgeordneten im Bundestag und im Bundesrat verabschiedet. Die FDP war an mehreren Landesregierungen über den Bundesrat beteiligt.

    Ebenso waren dafür ausserparlamentarisch die Piratenpartei, die Freien Wähler, die Satirepartei "Die Partei", die Partei "Die Urbane", die Partei der Veränderung, Vegetarier und Veganer, die Tierschutzpartei oder auch die Ökologisch Volkspartei (ÖVP).

    DAGEGEN waren geschlossen die Partei AfD, die rechtsradikale NPD sowie DreiViertel der konservativen CDU/CSU Abgeordneten.

    --> Ich dachte mir schon, das neben SPD-Aktivisten wie Patroklos auch Grüne-Aktivisten wie Du die Ehe für alle für "IHRE" Partei reklamieren wollen. Das ist aber schlichtweg falsch, Die Ehe für alle verdanken wir MEHREREN Parteien GEMEINSAM und das ist auch erfreulich, das die Zustimmung der Eheöffnung von einer breiten Partteiengemeinschaft getragen wird, die selbst von einem Viertel der konservativen Union mitgetragen wurde.

    In den kommden Jahrzehnten werde ich dies wohl immer wiederholen müssen, weil ich mir schon gedacht habe, das hier bestimmte Parteiaktivisten und Parteistrategen diesen LGBT-Meilenstein aus dem letzten Jahr für Ihre Partei allein reklamieren wollen.
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#48 Rosa SoliAnonym
  • 13.01.2018, 00:34h
  • Antwort auf #13 von Paulus46
  • Lieber Paulus46,

    ich habe mit keinem Wort erwähnt, dass ich der Auffassung wäre, eine mangelnde oder halbherzige LGBT-Politik der SPD sei für ihren Niedergang verantwortlich. Ich stimme sogar zu, dass für die allermeisten SPD-Wähler_innen solche Themen keine Priorität besitzen.

    Deine Betrachtung halte ich aber für grundständig falsch, denn der Abstieg der Sozialdemokratie begann lange, bevor auch nur ein syrischer Flüchtling seinen Fuß auf deutschen Boden gesetzt hatte und das Thema Migration derart von den Medien gehypt wurde. Oder um es an einer Jahreszahl festzumachen: Der Abstieg begann lange vor 2015. Dazu genügt ein Blick auf die Wahlergebnisse von 2009 oder 2013.

    Ich stimme auch nicht mit Dir überein, dass man die AfD kleiner machen könnte, wenn man ihre Themen übernimmt. Wahlergebnisse zeigen, dass die Leute dann lieber das Original wählen und nicht die Parteien, die bloß kopieren.

    Für mich ist ein Grund allen Übels, dass diese Einheitssoße aus CDSPD zum Dauerstand geworden ist. Aus gutem Grund galt eine große Koalition in diesem Land in früheren Zeiten als absolute Ausnahme, weil man immer genau den Effekt befürchtet hat, der nun auch eingetreten ist. Das wird die Ränder rechts und links in den nächsten Jahren noch größer machen und dafür sorgen, dass sich die AfD etablieren kann. Österreich hat es über lange Jahre vorgemacht.

    Die von Dir sonst so gelobte FDP hat ja gehörig Anteil daran, weil Herr Lindner die Hosen voll hatte und das Wohl seiner Partei über das Wohl des Landes gestellt hat. So ist ja leider keine Alternative zur GroKo zustande gekommen.

    Für mich ist das insgesamt eine sehr unheilvolle Gemengelage: Eine Kanzlerin, die um ihre Kanzlerschaft kämpfen muss; ein CSU-Vorsitzender, der um seine Position kämpfen muss und ein SPD-Vorsitzender, der ebenfalls um den Parteivorsitz kämpfen muss. Was uns da in den nächsten Wochen als "gut für unser Land" verkauft werden wird, ist in Wahrheit nur gut für den jeweils eigenen Machterhalt.

    Was die SPD angeht: Sie begeht gerade Selbstmord aus Angst vor dem Tod.
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#49 schwarzerkaterEhemaliges Profil
  • 13.01.2018, 08:25h
  • die zwei großen wahlverlierer bilden nun wieder eine koalition. ehrlich, wer hat sich von diesen parteien einen großen gesellschaftspolitischen wurf erwartet, wenn beide mit einem "weiter so" geworben hatten?
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#50 stromboliProfil
  • 13.01.2018, 10:30hberlin
  • ich denke , nachdem unsere koalitionssachverständigen bestehend aus fdp-tinnitus paulus33/88 , spatroklos ( kosename für spartakus..siehe einstmals revol. uspd..) uns in die notwendigkeiten einer alternativlosen korko hinnein manövriert haben, und einige noch der möglichkeit einer jamaika-mehrheit hinterher trauern, sollten wir doch mal darüber nachdenken , was eine minderheitenregierung hätte bewirken können, wenn die minderheiten nur gewollt hätten.

    Es ist der wille zur macht, der politik ausmacht, nicht die zaudernde suche nach überlegenen mehrheiten, die letztendlich nur das eigene überleben sichern und nicht politik als soziales projekt in bewegung halten.

    Der einsicht der spd nach der wahl, sich nicht mehr der verzettelung widerstrebender parteienklüngelei ("suche nach kompromissen", die an den womöglichen mehrheiten im parlament vorbei gehen!) auszusetzen, war eine eigentlich vernünftige einsicht in das scheitern der eigenen politbewegung.
    Die sozialdemokratie ist vergangenheit.

    Nur diese einsicht wohl nicht lange genug an hielt, um bis in die tiefen der eigenen reihen vorzudringen.

    Aus dieser inkonsequenz einer fehlenden linken analyse, folgt nun der ideologische zusammenbruch hin in rechte grundhaltungen.
    Beim frauen und kinder zuerst in die rettungsboote wird vergessen wer das schiff in den untergang gefahren hat.
    Womöglich nun die rettungsboote ebenfalls nicht geeignet sind die überlebenden in sichere häfen heimzuführen.

    Man rettet sich in austeritäre wirtschaftsmodelle, wobei man uns weiter den hype um steigerungen der gewinnmargen als notwendiges übel zur erwirtschaftung eines dauerhaften "harz4" systems für die wirtschaftsverlierer anpreist.

    Schuld für die gesellschaftlichen verwerfungen ( mangelnde infrastrukturen, überschuldete kommunen, bildungsrückstand, armutsrenten und sozialer abbau..) angeblich die schmarotzter sind, die dass sorgsam austarierte system aus gewinnabzeigung ( staatlich organisierte steuerfluchten..) und generöse almosenzuweisung , nun durch jammern und ungleichheitsdiskussionen in verruf bringen.

    Das machte afd vor ihrem ausflug ins völkisch nationale populär, macht die fdp heute zur gewinnerin der wahl 2017.
    Hier sehen wir die anfänge vom ende der weimarer republik vor unseren heutigen augen.
    Nicht die "unsicherheit" des ständig nach "neuen" verbündeten für eine soziales program suchens, macht das sozialdemokratische anfällig/krank , sondern der spd stetiges weigern, mit dem ungeliebten , verstoßenen inneren bruderfeind der klassenpolitik gemeinsamkeiten auch über die persönlichen differenzen hinweg lösungen zu suchen und zu finden.

    Und wenn wir denn schon von der wehrhaft standhaften demokratiewreden, hätte man das konservativ-reaktionäre lager ob deren "koalitionsbereitschaften hin zu afd-pegida postfaschismus auf die probe stellen sollen.
    In den ländern findet derzeit eine solche schleichende zusammenarbeit der c-parteien mit der afd längst statt.. Unsichtbar als u-boote im parlamentarischen meinungsaustausch getarnt.
    Überwasser weiter den "unversöhnlichen feind" markierend, unter der sichtbarkeitslinie bereits gemeinsame baustellen im kampf gegen den "linksgesellschaftlichen" feind bildend!
    Ein phänomen, dass aber nicht nur auf parteien -parlamente beschränkt, sondern auch hier im forum deutlich sichtbar personalisiert werden kann!

    Dann nämlich, wenn soziale projekte gestützt durch rot-rot grün vieleicht noch im "arbeitnehmerflügel der c-parteien ( sowas soll es da tatsächlioch geben...) auf partnerschaft/en gestoßen wären, statt in einer rechten falange aus c-fdp&afdparteien einem neoliberallen gewaltmarsch durch die sozialen erungenschaften der letzen 70zig jahre republik gemacht werden.

    Selbst ein volltrottel wie ein herr dobrindt, kann da mittlerweile von einer notwendigen rechten revolution reden.. unwiedersprochen aus seiner eigenen fraktion.
    Geben wir uns also nicht weiter illusionen hin!

    Denn eines ist heute schon ablesbar: die afd wird am ende dieser kommenden legislaturperiode der zukünftige partner der c-fdp sein.
    Das auf&abräumen "linker gesellschaftsentwürfe " ist deren gemeinsames program.
    Diese schamfrist des ruches eine rechte partei zu sein, wird der afd durch die spd und deren verzicht auf die rolle der größten opposition im parlament nun noch quasi als geschenk in deren braunen hintern geschoben.
    Sie erhält nun das recht als größte fraktion, nun das frage& antwortspiel im parlament zu bestimmen, und damit die nächst der regierung größte öffentliche aufmerksamkeit und möglichkeit die regierung vorzuführen. Dieses mediale populistischen mittel haben die nun geschenkt bekommen.

    Das alles weiß die spd!
    Sie gibt damit einer parlamentarischen selbstkastration ihren segen.
    Da hat das ermächtigungsgesetz 33 ihren würdigen geistigen nachfolger gefunden.
    Nun haben wir 2018 rechten populismus als dritte demokratische funktion in den parlamentarischen alltag berufen.

    Das es anders ginge , dass es beispiele gibt die die möglichkeiten des minderheitenregierens uns vor augen führen, wird in unserem auf "sichertheit und führungsqualität" ausgerichteten ideologischen nachfolgestaat des wilhelminischen /hitlerschen brd leider verdrängt.
    Lieber wählen wir "neue führerphantasien, neue parteien mit immer alten angeboten.
    Wir sind dabei dem "führerstaat " in keiner weise entwachsen. Nur die durchsichtigkeit, dass allzudeutlich sichtbare alte hin zum führerprinzip ist mit floskeln uns verschleiert geblieben...

    Konstrukte aus den 30zigern im neuen mantel des wirtschaftswundermärchens hat uns mit "mitsprache", "sozialer marktwirtschaft" "sozialer hängematten" den kopf vernebelt.
    Dabei in keiner weise die wirtschaftlichen wie gesellschaftlichen verhältnisse hinterfragt.
    Das ist so auch teil der mitschuld, die unsere heutige generationen beim alltäglichen "Krisenmanagement" mangels vorbildung und nicht durchschauenwollens auf sich läd.

    Man macht halt da weiter . wo der gesellschaftliche wagen feststeckt.. Im wirtschaftlich asozialen neoliberalismus als dauerbaustelle für vorprogramierte schlaglöcher.

    Was über handwerklich-politisches mitwirken...

    www.freitag.de/autoren/der-freitag/die-austeritaet-ist-eine-
    grosse-luege


    Denkanstöße..

    www.jungewelt.de/artikel/324763.zur-%C3%A4sthetik-der-gro%C3
    %9Fen-weigerung.html



    www.freitag.de/autoren/der-freitag/eine-neue-linke-erzaehlun
    g


    Wir müssen uns dabei auch von dem oben skizierten vorstellungen verabschieden, erst eine "mehrheit" brächte uns den hebel dafür, unser sozialen konzepte gegen den rechten reaktionär durchzusetzen.
    Ein großteil der refomen der letzten jahre ist auf eben jener minderheiten vorbehaltenen möglichkeit der parteienübergreifenden zweckskoaliton erreichbar gewesen.

    So scheinbar die these der "mittepositionen " bestätigend.
    Was mitte hier an schaden aber anrichtet, ist die vorauseilende nachgiebigkeit in unseren sozialen forderungen.
    Wir müssen lernen , mit dem mittel der radikalopposition auch wieder oder dauerhaft schlafende geister zu wecken.
    Was wiederum "mitte zwingt, kompromisse einzugehen die ihr zuvor unumsetzbar erschien.. siehe ehefuck für alle ...

    Wir brauchen keinen bundestag/rat, der 4 jahre lang immer nur die eine zuvor in den jeweiligen "koalitiopnsverhandlungen rausgepressten kommpromise nochmal weiteren kompromisvorschlägen unterwirft, wenn über das zu verhandelnde ohnehin keine weiteren bewegungen zu erwarten ist.
    Das ist in bewegungsbildern festgehaltener stillstand!

    Also mut endlich zur totaldemokratischen mitverantwortung in parlament und strassen.
    Striten bis die fetzen fliegen , so das darunterliegende gerippe freilegen, dass wir poethisch gesellschaftlichen konsens der mitte nennen.
    Hören wir auf, auf dieser schleimspur gesellschaftlichen eiskunstlauf zu üben.
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