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Florida
Mörder eines schwulen Paares erhält Todesstrafe
Ein brutaler Mord erschütterte ein Gay Village in Florida vor sieben Jahren. Der Täter hat nun die Maximalstrafe erhalten.

In den Lokalnachrichten war die Verurteilung am Donnerstag die Top-Story (Bild: Screenshot WPLG)
- 12. Januar 2018, 15:01h 2 Min.
Eine Geschworenenjury hat am Donnerstag in Fort Lauderale einen 33-jährigen Mann zum Tode verurteilt, weil er ein schwules Paar ermordet hatte. Peter Avsenew war bereits im November 2017 des Mordes für schuldig befunden worden.
Die Tat hatte sich Ende 2010 ereignet. Avsenew, der wegen Raubes nur auf Bewährung in Freiheit war und damals als Callboy arbeitete, lernte seine späteren Opfer, den 52-jährigen Steven Adams und den 47-jährigen Kevin Powell, über die in den USA beliebte Anzeigen-Website Craigslist kennen. Avsenew zog wenige Wochen vor der Tat in das Haus des Paars in der insbesondere unter Schwulen beliebten Kleinstadt Wilton Manors ein. Am Tag vor Heiligabend soll es dann zu einem Streit gekommen sein, woraufhin Avsenew die beiden Männer erschoss.
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Adams und Powell waren bereits seit fast drei Jahrzehnten ein Paar gewesen. Laut der Staatsanwaltschaft habe es keine Beweise gegeben, dass die beiden den Angeklagten als Callboy engagiert hatten, sondern ihm lediglich ein Zimmer vermieten.
Mutter des Täters rief die Polizei
Avsenew wurde weniger als eine Woche nach der Tat festgenommen. Seine eigene Mutter, die in der nahe dem Tatort gelegenen Großstadt Fort Lauderdale lebte, hatte die Behörden alarmiert, nachdem sich ihr Sohn ihr gegenüber verdächtig geäußert hatte. Die Polizei fand die Kreditkarten der Opfer sowie deren Auto in Avsenews Besitz.
Während des Verfahrens hatte der Verteidiger des Angeklagten argumentiert, dass Avsenew das Paar tot in dem Haus aufgefunden habe und danach die Kreditkarten und das Auto gestohlen habe. Allerdings gab es eine Reihe von Indizien, die für den Angeklagten als Mörder sprachen.
Avsenew zeigte Familien der Opfer den Mittelfinger
Nach der Verurteilung zeigte sich Avsenew wenig einsichtig. Er zeigte sogar den Familien der Opfer den Mittelfinger, bevor er abgeführt wurde. Familienmitglieder begrüßten gegenüber Lokalmedien, dass der Täter vom Staat getötet werden soll. "Nachdem er sich uns gegenüber so verhalten hat, bin ich glücklich, dass gegen ihn die Todesstrafe ausgesprochen wurde", erklärte Missi Badget, die Schwester eines der beiden Opfer, gegenüber dem Lokalsender WPLG. (cw)
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Und es wäre wünschenswert gewesen, wenn der Artikel diese Frage zumindest angerissen hätte - oder vielleicht auch einen Kommentar 'gewagt' hätte ...