Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?30437

Florida

Mörder eines schwulen Paares erhält Todesstrafe

Ein brutaler Mord erschütterte ein Gay Village in Florida vor sieben Jahren. Der Täter hat nun die Maximalstrafe erhalten.


In den Lokalnachrichten war die Verurteilung am Donnerstag die Top-Story (Bild: Screenshot WPLG)

Eine Geschworenenjury hat am Donnerstag in Fort Lauderale einen 33-jährigen Mann zum Tode verurteilt, weil er ein schwules Paar ermordet hatte. Peter Avsenew war bereits im November 2017 des Mordes für schuldig befunden worden.

Die Tat hatte sich Ende 2010 ereignet. Avsenew, der wegen Raubes nur auf Bewährung in Freiheit war und damals als Callboy arbeitete, lernte seine späteren Opfer, den 52-jährigen Steven Adams und den 47-jährigen Kevin Powell, über die in den USA beliebte Anzeigen-Website Craigslist kennen. Avsenew zog wenige Wochen vor der Tat in das Haus des Paars in der insbesondere unter Schwulen beliebten Kleinstadt Wilton Manors ein. Am Tag vor Heiligabend soll es dann zu einem Streit gekommen sein, woraufhin Avsenew die beiden Männer erschoss.

Direktlink | Ein Bericht der Lokalnachrichten aus dem Jahr 2010, nachdem die Leichen der beiden Männer gefunden wurden

Adams und Powell waren bereits seit fast drei Jahrzehnten ein Paar gewesen. Laut der Staatsanwaltschaft habe es keine Beweise gegeben, dass die beiden den Angeklagten als Callboy engagiert hatten, sondern ihm lediglich ein Zimmer vermieten.

Mutter des Täters rief die Polizei

Avsenew wurde weniger als eine Woche nach der Tat festgenommen. Seine eigene Mutter, die in der nahe dem Tatort gelegenen Großstadt Fort Lauderdale lebte, hatte die Behörden alarmiert, nachdem sich ihr Sohn ihr gegenüber verdächtig geäußert hatte. Die Polizei fand die Kreditkarten der Opfer sowie deren Auto in Avsenews Besitz.

Während des Verfahrens hatte der Verteidiger des Angeklagten argumentiert, dass Avsenew das Paar tot in dem Haus aufgefunden habe und danach die Kreditkarten und das Auto gestohlen habe. Allerdings gab es eine Reihe von Indizien, die für den Angeklagten als Mörder sprachen.

Avsenew zeigte Familien der Opfer den Mittelfinger

Nach der Verurteilung zeigte sich Avsenew wenig einsichtig. Er zeigte sogar den Familien der Opfer den Mittelfinger, bevor er abgeführt wurde. Familienmitglieder begrüßten gegenüber Lokalmedien, dass der Täter vom Staat getötet werden soll. "Nachdem er sich uns gegenüber so verhalten hat, bin ich glücklich, dass gegen ihn die Todesstrafe ausgesprochen wurde", erklärte Missi Badget, die Schwester eines der beiden Opfer, gegenüber dem Lokalsender WPLG. (cw)

Direktlink | Bereits im November befand die Jury den Angeklagten des Doppelmordes schuldig



#1 Ulli_2mecsProfil
  • 12.01.2018, 16:50hHamburg
  • Nein zur Todesstrafe.

    Und es wäre wünschenswert gewesen, wenn der Artikel diese Frage zumindest angerissen hätte - oder vielleicht auch einen Kommentar 'gewagt' hätte ...
  • Antworten » | Direktlink »
#2 stephan
#3 ThorinAnonym
#4 marco10627Ehemaliges Profil
#5 Patroklos
  • 12.01.2018, 18:33h
  • Der Mörder hat die gerechte Strafe erhalten und es ist nicht nachvollziehbar, wie man da noch dagegen sein kann, da der Täter keinerlei Einsicht zeigte!
  • Antworten » | Direktlink »
#6 niccinicciAnonym
  • 12.01.2018, 19:13h
  • wieso sollte der autor des artikels sich pro oder contra aussprechen, nur weil einige leser dagegen sind. ist ja wieder eine interessante stellungnahme. soll man es doch dem leser überlassen, für was er ist. kein mensch muss automatisch gegen todessrafe sein, erst recht nicht, wenn dieser mensch das leben anderer menschen ausgelöscht hat.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Paulus46Anonym
#8 schwulenaktivist
  • 12.01.2018, 19:58h
  • Es kann durchaus sein, dass der Mörder seine eigene Homosexualität "ermorden" wollte mit dem Mord an den beiden Männern!
  • Antworten » | Direktlink »
#9 ThorinAnonym
  • 12.01.2018, 21:20h
  • Antwort auf #4 von marco10627
  • "Ist es nicht? Wenn es um Todesurteile gegen Schwule geht, wird das doch auch kommentiert. "

    Darum geht es nicht. Artikel, unbewertet und unkommentiert, sind besser. Der Leser kann sich sein eigenes Bild machen und im Kommentarbereich kommentieren
    "
    Ich kann als Staat nicht die Tötung von Menschen sanktionieren und dann gleiches machen."

    Doch, natürlich. Völkerrechtlich völlig legitim.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 herve64Ehemaliges Profil
  • 12.01.2018, 22:10h
  • Antwort auf #6 von niccinicci
  • Die Frage, die sich stellt, ist eine andere: was wäre denn mit der Todesstrafe gewonnen? Ok, du könntest bequem eine homophobe Existenz "entsorgen".

    Umgekehrt aber kann diese Existenz sagen: "Das war es mir Wert! Eher gehe ich persönlich drauf, habe aber dafür ein Fanal geschaffen, das die Ablehnung von diesen perversen Schwulen und Lesben weiteren Auftrieb gibt!"

    Im Falle eijer lebenslangen (und damit meine ich wirklich "lebenslänglich" ohne Aussicht auf Bewährung) könnte man ihm entgegenhalten "Nun wünsche ich dir ein möglichst langes Leben. Aber bedenke, dass jeder Tag, den du erlebst, du den Beiden zu verdanken hast, die du umgebracht hast."

    DAS wird ihm zu denken geben: zum Einen wegen der unbestimmten Dauer, die diese Existenz auf diesem Erdenrund noch verbrauchen wird, zum Anderen wegen der Perspektive, niemals mehr aus dieser Position zeitlebens heraus zu kommen.

    Durch Todesstrafe könnte er sich sehr billig davon stehlen. So aber hat er keine Möglichkeit dazu.
  • Antworten » | Direktlink »