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Kommentare zu:
Herr Schäuble, erinnern Sie erstmals an sexuelle Minderheiten!


#31 johannbAnonym
  • 15.01.2018, 20:14h
  • Antwort auf #13 von BEAR
  • Eine heterosexuelle Person kann sich in der Regel relativ entspannt zurücklehnen und sich sagen "Mag ja sein, dass mich da jemand schwul nennt (bzw. beschimpft), aber ich bin's ja nicht." Damit ist die Sache dann auch schon wieder vom Tisch.

    Ok, für mich bedeutet das nun, dass es so sein kann. Aber leider ist es nicht immer so. Viele Heteros leiden auch darunter (nur im Moment oder bei Mobbing auch ständig), dass sie als Homos beschimpft werden (hier ist halt wichtig, dass es im negativen Sinn gemeint ist). Und dass sie darunter leiden ist die Homophobie schuld, welche auch gegen Heteros gewendet wird bzw. wurde.
    Und dadurch werden die (Heteros) u.U. ihr Verhalten bzw. was auch immer sie meinen, ändern falls es möglich ist.
    Dies führt zu mehr Homophobie usw.

    Meiner Meinung nach ist Homophobie erst nicht mehr gefährlich, falls auch ein Hetero damit klarkommt (bzw. es ihm grundsätzlich erstmal egal ist) , damit konfrontiert worden zu sein.

    Ob in den KZ`s nun ausschließlich Homos waren mit dem rosa Winkel waren - das werden wir nicht mehr genau erfahren. Der Großteil der rosa Winkel-Opfer, welcher in den Gedenkstätten gedacht wird, waren wohl in einer sexuellen Minderheit.

    VLG
  • Antworten » | Direktlink » | zu #13 springen »
#32 BEARAnonym
  • 15.01.2018, 20:58h
  • Antwort auf #26 von hugo1970
  • Ach Hugolein...

    die Rede war von mittelalterlicher Hexenverbrennung. Was Du benennst, ist, mal relativ volksmundnah ausgedrückt, das Kräuterweiblein. Aber die haben und hatten NIE magische Fähigkeiten, auch wenn sie ihnen zur Zeit der Hexenverbrennung angedichtet wurden.

    Komm, ist doch eigentlich schon klar, wie ich das gemeint habe, oder?

    (Und nochmal sorry für den Tippfehler.)
    ;-)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #26 springen »
#33 BEARAnonym
  • 15.01.2018, 21:03h
  • Antwort auf #25 von hugo1970
  • Dass Du das Gefühl nie hattest, ist schön für Dich, aber leider nicht die Regel. Beispiele für internalisierten Homohass füllen mittlerweile ganze Bücher.

    Ich verstehe nicht ganz, was Du mit "Ich bin ein Mensch wie Du und alle anderen!" sagen willst...

    Ich halte sehr wenig davon, in welchem Zusammenhang auch immer zu betonen, dass man ja genauso normal sei wie irgendjemand sonst. "Normal sein" ist für mich nicht positiv konnotiert.

    Siehe auch:

    de.wikipedia.org/wiki/Homonormativit%C3%A4t
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#34 BuntesUSchoenesEhemaliges Profil
  • 15.01.2018, 21:07h
  • Antwort auf #31 von johannb
  • "Meiner Meinung nach ist Homophobie erst nicht mehr gefährlich, falls auch ein Hetero damit klarkommt (...), damit konfrontiert worden zu sein."

    Ich denke da folgendermaßen:
    Es gibt drei Wege zu lernen oder zu handeln:
    1.) durch Wissen aneignen und Nachdenken.
    2.) durch Nachahmung
    3.) durch Erfahrung

    Demnach traust du den Menschen nicht zu, wenigstens durch Nachahmung lernen zu können, oder idealerweise durch Wissen aneignen und Nachdenken?

    Ich traue den Menschen zu, sich zu informieren und sich Wissen aneignen zu können. Weil aber bei denen der "Wille" dazu nicht auftaucht, halte ich homophobe Menschen für fahrlässig schuldig. Das Bewusstsein der Schuld ist bei denen vorhanden, aber das schlimme ist, dass sie trotzdem nicht daraus lernen wollen(!) Denn können würden sie es.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #31 springen »
#35 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 15.01.2018, 21:31h
  • Antwort auf #32 von BEAR
  • "Komm, ist doch eigentlich schon klar, wie ich das gemeint habe, oder?"

    Klar, weiß ich, was du meinst.
    Ich hab nur meine Sicht wiedergegeben um und auch wieder die Scheinheiligkeit der Menschen hervor zu heben. Die "Hexen" wurden nicht verfolgt wegen Hexerei, sondern die Katholische Kirche brauchte einen Grund um Menschen verfolgen zu können.

    Das Schäuble an Sexuelle Minderheiten erinnern wird, da können wir lange warten.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #32 springen »
#36 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 15.01.2018, 21:39h
  • Antwort auf #33 von BEAR
  • "Ich verstehe nicht ganz, was Du mit "Ich bin ein Mensch wie Du und alle anderen!" sagen willst..."

    Damit sage ich, das wir ALLE Menschen sind mit all unseren Ecken und Kanten, egal unserer Herkunft, etc...

    "Ich halte sehr wenig davon, in welchem Zusammenhang auch immer zu betonen, dass man ja genauso normal sei wie irgendjemand sonst."

    Ich handle auch so. Nur wenn es bei Diskussionen um Diskriminierung, Gesellschaft etc geht, dann versuche ich auf zu zeigen, das wir alle nur Menschen sind. Deshalb sage ich auch: Jeder hat Vorurteile nur sollte man vernünftig damit umgehen!

    Ich will gar nicht heteronormativ sein, warum? Warum soll ich mich verbiegen? Wenn mich jemand nicht mag, dann kann ich mich verbiegen wieviel ich will, demjenigen gefalle ich so oder so nicht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #33 springen »
#37 hugo1970Ehemaliges Profil
#38 BuntesUSchoenesEhemaliges Profil
#39 steffdaAnonym
  • 16.01.2018, 10:18h
  • Antwort auf #15 von ursus
  • Ich stelle mal die Angaben aus z.T. hier benannten Quellen gegenüber:

    www.lsbttiq-bw.de/historischer-kontext/repressionen/repressi
    on-gegen-homosexuelle-maenner/


    "Paragrafen 175 und 175a des Strafgesetzbuches"

    "Zwischen 1933 und 1945 wurden reichsweit ca. 53.000 Männer nach Paragrafen 175 oder 175a RStGB verurteilt. Dazu kamen noch weitere ca. 7.000 Soldaten, die ab 1939 wegen homosexueller Delikte von Wehrmachtsgerichten verurteilt wurden."

    "Die Forschung schätzt die Zahl der in Konzentrationslagern inhaftierten homosexuellen Männer auf ca. 6.000."

    www.lsbttiq-bw.de/historischer-kontext/repression-gegen-lesb
    ische-frauen/


    "Lesbische Sexualität galt seit Einführung des § 175 StGB im Kaiserreich rein rechtlich nicht als verboten."

    Ansonsten starke soziale Kontrolle und Zwang, sich dem damaligen Rollenbild der Frau zu unterwerfen. Das galt aber m.E. nicht nur für lesbische Frauen, sondern für alle Frauen.

    "Unklar bleibt bei diesen Fällen, ob die sexuelle Orientierung der Frauen mit ausschlaggebend für die Inhaftierung war. Nur in vier Fällen aus Ravensbrück, dem größten Frauenlager der Nationalsozialisten, ist belegt, dass lesbisch als Haftgrund für eine Frau angegeben war."

    Also ca. 60000 Veuteilungen vs. keine juristische Verfolgung,
    ca. 6000 in Konzentrationslagern inhaftierte homosexuelle Männer vs. 4 belegt, dass lesbisch als Haftgrund für eine Frau angegeben war.

    Die juristische Verfolgung betraf ausschließlich homosexuelle Männer, bei den KZ-Häftlingen liegen Größenornungen dazwischen, das ist m.E. schon eine andere Qualität der Verfolgung.
    Und das sollte so auch benannt werden dürfen.
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#40 BuntesUSchoenesEhemaliges Profil
  • 16.01.2018, 13:17h
  • Antwort auf #39 von steffda
  • So, nun hast du benannt, was belegt ist. Und immer noch hast du vergessen zu schreiben, dass viele Belege vernichtet sind. Zusätzlich gibt es Aussagen von Überlebenden.
    Belege sagen auch nur das aus, was schriftlich erfasst wurde. Was diesen Verbrechern durch den Kopf ging und welchen wahren non-verbalen Grund sie für die Inhaftierung hatten, das weiß kein Mensch, auch du nicht.

    Und ich finde es reichlich unpassend, bei diesem Thema, das so viel Leid in unserem Land ausgelöst hat, noch eine Gruppe mit der anderen aufzuwiegen.
    Laut §130 StGB wurden (ich nenne die dort erwähnte höchste Anzahl) 6,3 Millionen Juden ermordet(!)
    Mit den Überlebenden aller, die diese Zeit mit einem Trauma überlebten, noch darüber diskutieren zu wollen, wer nun die höchste Anzahl an Opfer etc. zu beklagen hat, ist jenseits von Mitgefühl und Anteilnahme.

    Ich hab es bisher "komischerweise"
    (Sarkasmus) noch nicht erlebt, dass ein Jude zu mir gesagt hat: "Also hör mal, homosexueller Mensch: kann ja sein, dass ihr auch was zu beklagen habt. Aber ICH habe 6,3 Millionen zu beklagen. Was ist denn jetzt bitteschön wichtiger? Das muss ich hier jetzt mal faktisch darstellen."

    Jeder einzelne Mensch, der diskriminiert, stigmatisiert, gewalttätig behandelt, inhaftiert, unter Druck gesetzt, der Freiheit beraubt, verleugnet und verraten, ausgegrenzt, ermordet, etc. wurde, ist ein Mensch zu viel. Ein Mensch hat dieselbe Wertschätzung verdient wie ein anderer. Und eine einzelne Person ist genauso wertvoll wie 100 im Vergleich.
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