Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?30453

Mehr Frust als bei Facebook

Studie: Grindr macht unglücklich

Vielen Nutzern bringt die Dating-App Frust und enormen Zeitverlust. Experten warnen zugleich vor einer Nutzung, nachdem Grindr komplett von einer chinesischen Firma übernommen wurde.


Je öfter und länger man zu Grindr greift, desto mehr könnte es einen unglücklich machen

Die Nutzung von Grindr macht Nutzer überwiegend unglücklich. Das ist ein Ergebnis einer App-Zufriedenheitsstudie, die im letzten Jahr in den USA unter – insgesamt – rund 200.000 iPhone-Nutzern durchgeführt wurde.

77 Prozent der Nutzer gaben an, dass die die App unglücklich mache – das ist der Spitzenplatz noch vor Candy Crush Saga (71 Prozent) und Facebook (64 Prozent). Selbst die Dating-App "Tindr" hat nur einen Unzufriedenheitsgrad von 56 Prozent.


Die Studie, deren Ergebnisse bereits im letzten Herbst vorgestellt wurden, in Bezug auf Grindr aber in diesen Tagen durch queere Medien weltweit gehen, wurde von der Organisation "Time Well Spent" durchgeführt. Gegründet von einem ehemaligen Google-Mitarbeiter, will sie die positiven und negativen Effekte unseres digitalen Alltagslebens erforschen und vor negativen Entwicklungen warnen.

Für die Ergebnisse setzte die Studie auf Rückmeldungen der User – und eine App, die die Zeit misst, die die Nutzer mit anderen Apps verbrachten. Am zufriedensten waren Nutzer von Meditations- und Musik- und Podcasts-Apps, aber auch Nutzer von Kalender-, Wetter- und Fitness-Diensten. Auch "Kindle" hatte einen positiven Einfluss. Ein eher unglückliches Gefühl, definiert als Bedauern über die Nutzung, verursachten vor allem soziale Netzwerke, Chats und Spiele.

Weniger ist besser

"Time Well Spent" fand zudem für einige Apps heraus, dass es einen Unterschied macht, wie viel Zeit man für einzelne Apps aufwendet bzw. verschwendet. Nutzer, die Facebook im Durchschnitt 22 Minuten lang nutzten, waren damit glücklich – Menschen mit einer Nutzungsdauer von 59 Minuten hingegen unglücklich.


Auf Grindr ging diese zusätzliche Untersuchung nicht näher ein; letztlich gibt es wohl auch sehr unterschiedliche und mehrere Gründe, die zu einem Frust-Gefühl bei der App-Nutzung beitragen können. Allgemein spielt die Nutzungsdauer aber durchaus eine Rolle: "Im Durchschnitt, wenn man 'glückliche' und 'unglückliche' Nutzungszeiten vergleicht, ist der Zeitraum für 'unglücklich' 2,4 mal höher als bei 'Glücklichen'", so die Organisation. Klare Unterschiede gebe es etwa auch zwischen 12 und 47 Minuten Candy Crush oder 26 und 54 Minuten Instagram.

Grindr gehört zu den zeitlich am meisten genutzten Apps: Im Durchschnitt verbrachten die befragten Nutzer 61 Minuten pro Tag mit der App – leicht mehr als mit Facebook (59) oder Instagram (54) und gleichauf mit Snapchat (61). Auffällig auch: Mit Apps, die ein glückliches Gefühl hinterließen, wurden eher wenige Minuten verbracht. Tagesaktuelle Mini-Statistiken der Zeiterfassungs-App "Moment" zeigen, dass es wohl auch einen Unterschied macht, wie häufig man Apps aufruft. So nutzten User Facebook oder Instragram zwölf oder 15 mal am Tag, "glücklich" machende Apps wie Spotify aber nur drei bis fünf mal am Tag.

Verkauf von Grindr besorgt Experten

In den letzten Tagen haben zugleich Sicherheitsexperten vor der Nutzung von Grindr gewarnt. Der Grund: In der letzten Woche hatte die chinesische Kunlun-Gruppe, die im Januar 2016 60 Prozent an der US-amerikanischen Firma für 93 Millionen US-Dollar erworben hatte (queer.de berichtete), auch die restlichen Anteile für 152 Millionen US-Dollar aufgekauft.

Zwar hatte Grindr bereits zum Teilverkauf betont, dass die Nutzer-Daten sicher seien und die chinesische Regierung keinen Zugriff auf die Daten habe. Auch gegenüber der "Washington Post" versicherte die Firma in der letzten Woche, dass die Firma weiter in den USA bleibe und nach den dortigen Gesetzen arbeite, dass man noch nie Daten an die chinesische Regierung weitergegeben habe und das auch in Zukunft nicht tun wolle. Kunlun sei zudem eine private Firma.

In dem Zeitungsbeitrag vermuteten allerdings Experten, dass chinesische Firmen, auch solche im Ausland, Anordnungen des Staates befolgen müssten und würden und dass die chinesische Regierung massiv Daten nicht nur von Chinesen sondern auch von Ausländern für Dossiers sammele. Bereits eine geplante Übernahme des Browser-Herstellers Opera durch Kunlun sei an entsprechenden Sicherheitsbedenken gescheitert. (nb)



#1 Patroklos
  • 16.01.2018, 12:35h
  • Wieder ein Beweis dafür, daß diese App überflüssig wie ein Kropf ist. Es stellt sich allerdings aber auch die Frage, wie es bei Nutzern aussieht, die über ein Mobiltelefon mit Betriebssystem Android verfügen. Hier sollte man mal auch eine Befragung machen!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 willieAnonym
  • 16.01.2018, 13:05h
  • Die Übernahme von Lifejournal durch eine obskure russische Firma mit Mafia Kontakten sollte hier warnendes Beispiel sein. Auch damals hiess es. die Daten seien sicher etc. Russische Dissidenten warnten bereits seit 2007, 2017 wurde dann die volle staatliche Kontrolle umgesetzt.
    Lifejournal hatte damals eine ähnliche Klientel wie heute Tumblr und war voll mit queeren Inhalten und porn.
    Inzwischen unterliegt Lifejournal der russischen Gesetzgebung, dh LGBT Inhalte sind illegal.
    mashable.com/2017/04/10/livejournal-russian-law/#V9WYMJ5LDPq
    U

    Es gilt als das russische Facebook, dh der Staat hat dort unmittelbaren Zugriff auf die Daten der User.
    Die Frage ist, was mit den Informationen, Fotos und Daten passiert, die dort zurück bleiben, selbst wenn man die Seite verlässt.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 BobAachenProfil
#4 queergayProfil
  • 16.01.2018, 13:56hNürnberg
  • Diese Dating-Apps erfüllen praktisch nicht wirklich die echten Bedürfnisse von Menschen.
    Wieso sollten sie dann glücklich machen? Auch z.B. PlanetRomeo/GayRomeo kostet viel Zeit und ist vielfach nur ein Illusions-Portal als Realitätsersatz oder Unterhaltungs-Medium. Wenn mir attraktive, junge Typen erzählen, daß selbst sie sehr lange herummachen müssen, bis endlich ein reales Treffen oder Date stattfindet, dann sagt das sehr viel aus über das negative Potential dieser Technologien.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Insider 30 Jahre THAnonym
  • 16.01.2018, 14:23h
  • Ich werde es nie verstehen,in China wie auch in TH. Kann kein Auslaender Boden erwerben,Firmen brauchen immer ueber 51 % CHinesen oder Thais als Mit besitzer ,,somit haben die immer die Mehrheit und somit das Sagen.

    In Europa kaufen die Asiaten komplette Weinberge, Kaufhaeuser und Hotels auf,ganze Firmen Z.B Volvo usw.

    Erwerben an den besten Orten,, Villen die sie dann als Konsulate declarieren um steuerfrei zu sein...

    Hier sollte gelten...wie Du mir-so ich Dir..

    Die lachen sich kaputt ueber soviel Bloedheit!
  • Antworten » | Direktlink »
#6 EisenhowerProfil
  • 16.01.2018, 16:16hMarseille
  • Ein Gentleman nutzt so etwas nicht.

    Handy-Apps kosten nicht nur Zeit und Energie, sie stehlen Daten, haben manchmal sogar Zugriff auf das Mikrofon um Hintergrundgeräusche aufzuzeichen und auszuwerten, die Daten werden mit den Daten anderer Apps oder Dienstleister verknpft um Profile zu erstellen und auszuwerten.

    Wer auf Spiel und Spass nicht verzichten kann: Ein Zweithandy für 80 Euro kaufen, auf den Nachttisch legen, unter falschem Namen anmelden und wischen, spielen und surfen, wie's beliebt.

    Das echte Telefon mit den wirklichen persönlichen Daten (und denen der Bekannten und Geschäftspartner) sollte jedoch sauber bleiben.

    Mehr dazu:

    Ausgespäht vom eigenen Smartphone

    www.faz.net/aktuell/technik-motor/digital/apps-ausgespaeht-v
    om-eigenen-smartphone-12282473.html


    Android, das System des Grauens

    www.faz.net/aktuell/technik-motor/thema/android

    In der FAZ kommen verhältnismässig viele Beiträge zum Thema. Alle Apps löschen, und Ruhe.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 SXMPiratProfil
  • 16.01.2018, 18:02hBelair
  • Antwort auf #4 von queergay
  • Anfangs dachte ich bei diesen Dating Apps komme ich deshalb nicht so arg gut zu Potte, weil ich schon laenger ueber 40 bin. Aber auch alle meine zum Teil sehr jungen und wirklich gutaussehenden Jungs kommen nicht oefter zu Potte als ich. Bin ich aber in der Szene unterwegs, na da klappts dann so gut wie frueher.
    Resultat: Ich hab mich von diesen Zeitfressern und Fake-Profilen getrennt und habe jetzt so viel mehr Zeit fuer sinnvolleres.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 andreAnonym
  • 16.01.2018, 18:38h
  • Antwort auf #5 von Insider 30 Jahre TH
  • Der Erlaß, kein Land für Ausländer, stammt erst aus dem Jahr 2006. Vorher ging das. Den Erlaß gabs nur, weil viele Ausländer Land gekauft haben, um nur Scheinfirmen zu gründen und Thailand nichts davon hatte. Man kann übrigens Land kaufen in Thailand. Maximal 1 Rai=0,16ha. Nicht viel. Aber nur, wenn man, mindestens, 40Mio Baht, in Thailand, investiert. Auch ein Ergebnis des Erlasses v. 23.05.2006. Irgendwie einleuchtend. Schutz vor Spekulanten.
    Aber tröste Dich. Viel viel schlimmer ist, man kann, in Thailand, keine Pornos schauen. Jedenfalls tut man sich schwer, welche zu suchen im Browser. Fast alles gesperrt......lach
  • Antworten » | Direktlink »
#9 MilchbubiAnonym
  • 16.01.2018, 21:29h
  • A oberflächliches Gschmarr, des Grindr.

    Lieber Romeo, da kann Mann chatten, Kontakte knüpfen Freundschaften und auch wenn Bedarf daten.

    Erfolg, solln nur die hübschen Kerle haben. Und Chinesen schauen einem jetzt auf den Schwanz? -Nein, Danke!-
  • Antworten » | Direktlink »
#10 herve64Ehemaliges Profil
  • 16.01.2018, 22:12h
  • Antwort auf #9 von Milchbubi
  • Als ob es bei Romeo oder Royal besser wäre! Und bei Facebook erst Recht nicht!

    Für zwischenmenschliche Kontakte jeglicher Art sind Online-Foren nun mal denkar schlechte Surrogate. Und was lernen wior daraus? Schaltet die Daddelkralle ab und geht einfach unter die Leute.
  • Antworten » | Direktlink »