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"Ich bin ein Star, holt mich hier raus"

Von "Jungfrau" Giuliana bis "Mädchen" Matthias

Im Dschungelcamp spielen der Schwule Matthias Mangiapane und Trans-Kandidatin Giuliana Farfalla in Folge drei eine zentrale Rolle.


Matthias präsentierte sich ausgerechnet in einem Maiskolben-Badeanzug, bevor er das Handtuch warf (Bild: RTL / Stefan Menne)

"Tag drei im Dschungel – es wird schlüpfrig im Busch" – so kündigte der Sprecher aus dem Off die Sonntagsfolge von "Ich bin ein Star – holt mich hier raus" an. In der Realityshow, die gegen sinkende Quoten zu kämpfen hat, spielen die beiden LGBTI-Kandidaten eine entscheidende Rolle: Der Schwule Matthias Mangiapane versucht sich als Daniel Küblböck für Arme, der kreischend immer wieder Dschungelprüfungen überstehen muss – anders als die Superhusche der ersten Staffel, die in ihren ersten beiden Prüfungen alle Sterne gewinnen konnte, scheiterte Matthias aber kläglich. Unterdessen berichtete die transsexuelle Giuliana Farfalla, die als Kandidatin bei "Germany's Next Topmodel" den "Star"-Status erhalten hatte, den anderen Campbewohnern, wie "normal" sie doch trotz ihrer Geschlechtanpassung sei.

Zunächst zur Dschungelprüfung, in die die gewohnt hinterfotzigen RTL-Zuschauer Matthias bereits zum zweiten in Folge gewählt hatten. Schon bei der ersten hatte Matthias null Sterne geholt, schob die gesamte Schuld aber im Camp auf Jenny Frankhauser (die Katzenberger-Schwester), mit der er gemeinsam antreten musste. Am Sonntag war er ganz alleine – und die Aufgabe schien machbar: Zehn Minuten hatte Matthias Zeit, um in fünf verschiedenen Unterwasserkammern insgesamt zwölf Sterne zu sammeln. Manche Kammern waren mit Luft gefüllt, andere komplett geflutet.

Einmal kurz untergetaucht, beschied Matthias schnell: "Ich kann das nicht. Ich habe jetzt schon Beklemmungen, wegen dem Platz. Tut mir leid! Die Tiere sind mir scheißegal. Das Problem ist das Eingesperrt unter Wasser sein!" Und dann sprach er die alles entscheidenden Worte: "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" Er fuhr damit die zweite Nullrunde in ebenso vielen Tagen ein – oder wie Moderatorin Sonja Zietlow es ausdrückte: "Zum zweiten Mal verkackt". Die "Bild" attestierte "Memmen-Alarm". Und die gewohnt charmante Tatjana Gsell mochte den schwulen Kandidaten erst gar nicht als Mann anerkennen: "Matthias ist ein Mädchen."


Weil Matthias' Auftritt bei der Dschungelprüfung ein solcher Reinfall war, sprang Moderator Daniel Hartwich einfach selbst ins Wasser (Bild: MG RTL D)

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Giuliana: Habe nie mit einem Mann geschlafen

In einem ruhigen Moment saßen die "Stars" dann am Lagerfeuer zusammen – und Trans-Kandidatin Giuliana klärte ihre Mitkandidaten über Transsexualität und geschlechtsanpassende Operationen auf, obwohl sie "sehr ungern" darüber rede: "Ich bin durch die Hölle gegangen." Jenny: "Es muss doch eine heftige Operation gewesen sein." Giuliana: "Die war echt heftig. Es hat jeden Tag geblutet." Natascha: "Ich glaube es ist einfacher, wenn es schon ganz jung bemerkt wird, als wenn man sein Leben lang ein Doppelleben führt…" Dann verriert Giuliana ihr jungfräuliches Geheimnis: "Aber es war echt heftig für mich. Also mit einem Mann habe ich noch nie geschlafen, weder vor noch danach!"


Giuliana betreibt Aufklärungsarbeit (Bild: MG RTL D)

Daniele Negroni, der 2012 als DSDS-Kandidat noch mit homophoben Sätzen wie "Mit Leuten, die sich einen Schwanz in den Arsch schieben lassen, diskutiere ich nicht" aufgefallen war, versuchte sich diesmal als mehr oder weniger sensibler Fragesteller: "Aber du stehst schon auf Männer?", erkundigte sich der 22-Jährige. Giuliana bemühte dann gefühlte 1000-mal das Wort "normal", um sich selbst als Durchschnitts-Heterosexuelle zu beschreiben: "Ja, alles ganz normal. Ich stehe auch nicht auf Männer, die auf 'so besondere Frauen' stehen. Es soll alles ganz normal sein." Natascha: "Du hast aber bestimmt Typen, die dir schreiben?" Giuliana: "Ja, ganz normale." Natascha: "Es gibt aber bestimmt auch Typen, die das ganz hot finden." Giuliana: "Ja, die fragen mich dann: Hast du noch (…)? Aber das ignoriere ich dann."

Danach erkundigte sich Natascha, wie weit es denn mit der Geschlechtsanpassung beschieden sei. "Ich habe jetzt erst die Erste gemacht", schnaufte Giuliana freimütig ins RTL-Mikrofon. Natascha: "Und wie viele folgen noch?" Giuliana: "Eine. Die Korrektur. Aber ich habe Angst davor." Nach der ersten Operation habe sie jeden Tag im Bett gelegen und sehr gelitten. "Ich habe künstliches Blut bekommen, war vollgepumpt mit Medikamenten, konnte nicht richtig reden, nicht essen und nicht aufs Klo gehen." Immerhin sehe jetzt "schon alles supertoll aus", aber sei noch nicht perfekt.

"Wer war denn dieser andere Typ bei der Modelsendung"

Sonja Zietlow beschied daraufhin, dass sie die offene Haltung von Giuliana "cool" finde. Co-Moderator Daniel Hartwich setzte dann zu einem fragwürdigen Witz an: "Aber sag mal, wer war denn dieser andere Typ bei [Heidi Klums] Modelsendung, der sich hat operieren lassen?" Sonja: "Dieser Heiko… Heidi!" Daniel: "Auf jeden Fall eine gute Idee. So kurz vor dem Finale kann jedes Gramm entscheidend sein."

Die vierte Folge wird am Montagabend um 21.15 Uhr ausgestrahlt. Sie verspricht mehr schlüpfrige Enthüllungen und eine weitere Chance für Matthias, nicht zu "verkacken". Denn er muss auf Wunsch der Zuschauermehrheit wieder ran. (cw)

Wöchentliche Umfrage

» Jetzt mal ganz ehrlich: Schaust du das RTL-Dschungelcamp?
    Ergebnis der Umfrage vom 22.1.2018 bis 29.01.2018


#1 Patroklos
  • 22.01.2018, 11:52h
  • Der Maiskolbenbadeanzug ist auf jeden Fall mal ein Hingucker! Mal sehen, wie er sich heute schlägt.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Paulus46Anonym
  • 22.01.2018, 11:53h
  • Die Kandidatin Giuliana ist zwar akzeptabel und habe ich Nichts gegen einzuwenden, aber Matthias Mangiapane "bedient" sämtliche Klischees von einem verweichlichten, "nichts könnenden" dafür aber "rumlabernden" und "lamentierenden" schwulen Mann, wogegen viele, viele andere schwule Männer in unserer Gesellschaft jahrzehntelang "gegenangearbeitet" haben, damit dieses Klischee durchbrochen wird.

    Vollkommen "daneben" ist dieser Typ ,und ich bin froh, wenn der nicht im Fernsehen zu sehen ist. Schwule Männer im Fernsehen, die Publicity erzeugen, indem sie Klischees über schwule Männer "bedienen", braucht unser Land im Fernsehen sicherlich nicht.
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#3 David JacobAnonym
#4 RaceXYProfil
  • 22.01.2018, 12:36h
  • Antwort auf #2 von Paulus46
  • Lass ihn doch. Es obligt nich ihm in der Öffentlichkeit den "normalen", heteroliken Schwulen zu mimen den sich heutzutage alle herbei sehenen.

    Wenn man um Akzeptanz und Toleranz entgegen gebracht zu bekommen sich verstellen muss, läuft an ganz anderer Stelle was falsch.
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#5 NiveaAnonym
#6 FuchiAnonym
  • 22.01.2018, 13:43h
  • Matthias muss sich nicht wundern, dass er in die Prüfungen gewählt wurde. Sein erster Auftritt im Hotel war schon an Peinlichkeit nicht zu überbieten. Seinen Partner zu schikanieren, weil er anscheinend selbst gerne als "Diva" angesehen werden möchte, ist respektlos seinem Partner gegenüber und dann wirkte es auch noch extrem gestellt.
    Die alleinige Schuld dem Mädel in die Schuhe zu schieben, obwohl er schon die Prüfung versemmelt hatte und sowieso keine Sterne bekommen hätte ist charakterlich ein absoluter Tiefflug.
    Die Möchtegerndiva ist leider keine Diva, denn man kann in seinem Gesicht lesen wie in einem offenem Buch. Ich empfinde ihn als kleinen, hässlichen, dicken Wicht ohne Anstand und Respekt.
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#7 Paulus46Anonym
  • 22.01.2018, 14:02h
  • Antwort auf #4 von RaceXY
  • @RaceXY
    "Wenn man um Akzeptanz und Toleranz entgegen gebracht zu bekommen sich verstellen muss, läuft an ganz anderer Stelle was falsch."

    --> Sorry die Sendung "baut darauf " auf, das so ein Typ wie Matthias Klischees bedient, worüber sich dann bestimmte Gesellschaftsschichten, die erfreulicherweise in den letzten Jahrzehnten zurückgedrängt wurden, sich darüber echauffieren können. Diese Matthais "biedient" genau diese Klischees und ich vermute, das "macht" er mit Absicht, damit er mehr Publicity erreicht und über ihn berichtet wird. Dabei ist es ihm "piepegal", das er Klischees bedient. Hauptsache er wird C-Promi und erhält Sendezeit. Solche Tpyen finde ich zum Kotzen, da war mir ein Daniel Küblböck, der anfangs auch als junger Mann Klischees "bediente", aber sich hockgekämoft hat und einen erstaunlichen Imagewandel hingelegt hat, wesentlich lieber.

    Männer wie Matthias, die auf Kosten anderer schwuler Männer mit Mitte 30 noch derart "Klischees" bedienen, um daraus Profit zu schlagen, finde ich total daneben. Jungen schwulen Männern bis Anfang/Mitte 20 gestehe ich dies gerne zu, weil sie noch im Selbstfindungsprozess oder im Coming Out sich befinden, aber schwule Männer über 30 sollten echt mehr Verstand haben und begreifen, das "Klischees" im Fernsehen "tunlichst" nicht bedient werden sollten. Und wer es so wie dieser Mathias dann aus eingener Profit- und Geltungssucht dann doch noch ab Ende 20/Afang 30 "macht", der fällt Generationen schwuler Männer, die gegen diese Klischeebildung angekämpft haben, in den Rücken. Wenn er solche Dschungelprüfungen "nicht kann", dann hätte er dort wegbleiben müssen. Aber Hauptsache "die Kohle" stimmt.
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#8 BrynAnonym
#9 Gerlinde24Profil
  • 22.01.2018, 15:04hBerlin
  • Die OP, von der sie redet, die sie überstanden hat, war vermutlich eine Stimmbandverkleinerung. Da kann frau ne Weile nicht sprechen. Bei einer Brust-Op verliert man nur unter Narkose Blut, sonst kann die Wunde (Narbe) nur eine gelbliche Flüssigkeit absondern, wenn der Operateur unsachgemäß, d.h., unsauber gearbeitet hat. Bei der geschlechtsangleichenden OP geht frau wirklich durch die Hölle! Die ersten drei Tage nur Schmerzen, die nicht abklingen wollen, dann gehts besser. Probleme meist mit dem Urinkatheder, oft Verbandswechsel, Nach einer Woche geht es besser.
    Ich frage mich, wenn sie doch so eine normale Frau sein will, warum betont sie immer, dass sie heterosexuell ist? Sind Lesben etwa keine normalen Frauen?
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#10 MelVixenAnonym
  • 22.01.2018, 15:32h
  • Antwort auf #9 von Gerlinde24
  • Mit der "OP" wird schon die Geschlechtangleichung gemeint sein. Nach dem Aufbau der neovagina "supt" das noch ein paar Wochen und man muss peinlichst auf reinlichkeit und das Bougieren achten. Da das eine OP an inneren organen ist Wirst du auch hart mit Tramal Tilidin und co zugeworfen + Ibuprofen um Schwelllungen und Infecktionen vorzubeugen.

    Zumindest in Erding bei Dr. Taskov (als Operateur empfehlenswert - Pflegepersonal leider etwas dünn gesät) wird dann 3-6 Monate später dann noch eine Schönheits-op hinterhergeschoben bei der Vulva und ggf. Venushügel nochmal korregiert bzw. aufgebaut werden.

    Ich hab das ganze jetzt schon 2 mal miterlebt in meinem bekanntenkreis.
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