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#MeToo

Pornostar: Kollege hat mich vergewaltigt

Die MeToo-Bewegung ist auch in der schwulen Pornoindustrie angekommen: Pornostar Tegan Zayne erhebt schwere Vorwürfe gegen seinen Kollegen Topher DiMaggio.


Tegan Zayne (l.) und Topher DiMaggio in ihrer Cockyboys-Szene, die am Tag nach der Vergewaltigung entstanden sein soll (Bild: Cockyboys)

  • 23. Januar 2018, 14:30h 49 2 Min.

Pornostar Tegan Zayne, der unter anderem für schwule Erotiklabels wie Raging Stallion und Hot House Video gearbeitet hat, beschuldigt auf Twitter seinen Mitdarsteller Topher DiMaggio der Vergewaltigung. Die beiden hatten für das Label Cockyboys gemeinsam eine Hardcore-Szene gedreht.

Am Sonntag schrieb Zayne im sozialen Netzwerk, dass ihn DiMaggio zum Sex gezwungen habe – am Abend vor dem Dreh für Cockyboys, als die beiden ein Zimmer geteilt hatten. DiMaggio sei um 2 Uhr morgens im Raum erschienen und habe gleich Sex verlangt, so Zayne. Er habe zwar mehrfach "nein" gesagt, aber sein Gegenüber habe sich darum nicht geschert. Am Ende habe er den Sex zugelassen, aber DiMaggio gebeten, nicht "in mir zu kommen". DiMaggio habe dies aber trotzdem getan.

Daraufhin habe er sich "herabgesetzt und ausgenutzt" gefühlt, so Zayne. "Die Person, die mich vergewaltigt hat, war Topher DiMaggio. Ich will keine Hexenjagd starten, aber ich möchte aufzeigen, dass diese Dinge auch Männern in dieser Industrie passieren."

DiMaggio weist Vergewaltigungsvorwurf empört zurück

Auf der schwulen Erotikseite QueerMeNow, die queer.de aus Jugendschutzgründen nicht verlinken darf, stritt Topher DiMaggio alle Vorwürfe ab: "Er ist verrückt und verdreht Tatsachen. Er war so glücklich, mit mir filmen zu dürfen. Das ist einfach nur traurig!"


Wer sagt die Wahrheit? Bei Tegan Zayne und Topher DiMaggio steht es Aussage gegen Aussage

Fans von DiMaggio attackierten Zayne in sozialen Netzwerken und bezichtigten ihn der Lüge. Zayne selbst beklagte am Dienstag auf Twitter, dass er bislang keine Unterstützung aus der Community erhalten habe. Ihn schmerze auch, dass ihm viele Leute vorwerfen würden, nur über seine Erlebnisse gesprochen zu haben, um Aufmerksamkeit zu erhaschen und einen Kollegen anschwärzen zu wollen. (cw)


Am Dienstag bedauerte Tegan Zayne, dass ihn niemand unterstütze

#1 remixbeb
  • 23.01.2018, 17:26h
  • Ich möchte diesen Vorfall sicher nicht herunter spielen und kann das auch gar nicht beurteilen. Verständnis fehlt mir aber dann dennoch, wenn er am Tag danach mit seinem "Vergewaltiger" ganz normal Sex vor der Kamera hat..
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#2 Patrick SAnonym
#3 herve64Ehemaliges Profil
  • 23.01.2018, 20:22h
  • Ich kann mir nicht helfen, aber ich stelle inzwischen grundsätzlich die Opferrollen bei derartigen Aussagen in Frage. Es ist mir einfach zu inflationär, wer sich jetzt inzwischen alles als "Opfer" hochstilisiert.

    Außerdem würde ich nach einer erfolgten Vergewaltigung kaum am Tag darauf Lust auf Sex haben, und erst Recht nicht mit demjenigen, den ich als Vergewaltiger bezeichne. Das ist nun wirklich unglaubwürdig bis zum Geht-nicht-mehr.
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