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Umfrage

Australier sehen Ehe für alle als wichtigstes Ereignis ihres Lebens an

Die Ehe-Öffnung ist für die Menschen in Down Under ein einschneidenderes Ereignis als der 11. September oder die Entwicklung des Internets.


Als das Ergebnis des Volksentscheids zur Ehe-Öffnung Mitte November 2017 bekannt gegeben wurde, gab es in Sydney Jubel (Bild: Margaret Burin / twitter)

Die Australier halten die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben in ihrem Land für das Ereignis, das während ihres Lebens am meisten Einfluss auf ihr Land gehabt habe. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Social Research Centre, das 2.000 Australier zwischen 16 und 93 Jahren befragt hatte.

Insgesamt konnten die Befragten zehn historische Ereignisse nennen, die ihr Land am meisten verändert hätten – die Ereignisse müssen nicht unbedingt in Australien stattgefunden haben.

Mit 30 Prozent der Stimmen landete "Same-Sex Marriage" an erster Stelle, knapp gefolgt von den Terroranschlägen in New York von 11. September 2001 (27 Prozent). Auf dem dritten Platz lag die offizielle Entschuldigung des damaligen Premierministers Kevin Rudd bei den Ureinwohnern im Jahr 2008 (13 Prozent).

Auf Platz vier folgte das Massaker von Port Arthur 1996, bei dem ein damals 28-Jähriger in einer Touristenattraktion 36 Menschen erschoss – der Amoklauf führte zu einer Verschärfung der Waffengesetze in Australien, was wiederum zu einem einschneidenden Rückgang der Waffenkriminalität im Land führte. Platz fünf nahmen die Olympischen Sommerspiele 2000 in Sydney ein.

Auf die weiteren Plätze wählten die Australier die Amtsenthebung von Premierminister Gough Whitlam durch den Generalgouverneur 1975, gefolgt vom Vietnam-Krieg, der Mondlandung und der Entwicklung des Internets. Den zehnten Platz teilen sich der Sieg Australiens bei der Segelregatta "America's Cup" im Jahr 1983, die Finanzkrise 2007/08 und die Wahl von Julia Gillard als erste weibliche Premierministerin. Gillard war von 2010 bis 2013 Regierungschefin – die Sozialdemokratin verteidigte während ihrer Regentschaft erbittert das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben und galt jahrelang als Feindbild für LGBTI-Aktivisten.

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Insbesondere Jüngere und Frauen nennen die Ehe-Öffnung

Bei der Umfrage gab es große Unterschiede zwischen den Generationen: Während die unter 40-Jährigen an erster Stelle die Ehe-Öffnung nannten, stand für die 40 bis 55-Jährigen der 11. September an erster Stelle. Ältere nannten insbesondere den Vietnam-Krieg und die Whitlam-Amtsenthebung als einschneidenstes Ereignis. Auch zwischen den Geschlechtern gab es Unterschiede: Bei Männern war der 11. September vorne, während bei Frauen mit deutlichem Abstand die Ehe-Öffnung das Rennen machte.

Die Ehe für alle dürfte wegen der zeitlichen Nähe und der großangelegten Debatte die Umfrage gewonnen haben: Im Herbst 2017 fand eine Briefwahl zum Thema statt, die über Wochen die politischen Diskussionen bestimmte. Schließlich votierten über 60 Prozent der Wähler für die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben – die Ehe wurde dann am 9. Januar diesen Jahres geöffnet (queer.de berichtete). (dk)



#1 AnonymAnonym
  • 24.01.2018, 21:43h
  • Gillard war von 2010 bis 2013 Regierungschefin die Sozialdemokratin verteidigte während ihrer Regentschaft erbittert das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben und galt jahrelang als Feindbild für LGBTI-Aktivisten.

    Sozialdemokratin? Kim-Jong Julia im Naziuniförmchen würde eher passen...
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#2 AmurPrideProfil
  • 25.01.2018, 14:44hKöln
  • Die Australier sehen die "Ehe für alle" als wichtigstes Ereignis ihres Lebens an.

    Und was tut hier im Forum so mancher Deutsche Kommentator?
    Sie als völlig unbedeutend achtlos vom Tisch wischen.
    Oder sie sogar als heteronormativen Gipfel der Spießbürgerlichkeit bezeichnen.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Ralph