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Kommentare zu:
Weiße Flecken auf der Landkarte der Erinnerung


#1 MarcAnonym
  • 27.01.2018, 09:45h
  • Zur Erklärung der Ausnahmesituation in München muss man noch wissen, dass dort auch die jüdische Gemeinde selbst gegen das Konzept der Stolpersteine ist: Sie sehen darin keine "Verbeugung" vor den Opfern, sondern fürchten, dass deren Namen, eingelassen im Boden, erneut "mit Füßen getreten" werden.
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#2 Ralph
  • 27.01.2018, 11:08h
  • Antwort auf #1 von Marc
  • Ja, das stimmt. Angeführt wird der Widerstand gegen diese Form des Gedenkens von der Gemeindevorsitzenden Charlotte Knobloch, die sich in München offenbar die Deutungshoheit gesichert hat, was würdiges Gedenken ist, und damit München in ganz Deutschland isoliert hat. Besonders unrühmlich für die Israelitische Gemeinde und für die Stadt ist, dass damit auch den nichtjüdischen NS-Opfern das Gedächtnis verweigert wird. Damit haben in der ehem. "Hauptstadt der Bewegung" die Nazis gewonnen, die ihre Opfer vernichten und jede Erinnerung an sie als Individuen auslöschen wollten. Die sagenhaft dumme Begründung der Frau Knobloch, dass man Gedenken nicht mit Füßen treten dürfe, verkennt völlig Sinn und Funktion der Stolpersteine. Sie fallen beim Gang durch die Stadt auf, man stutzt, man schaut, man liest die darauf vermerkten Namen - und damit sind die Nazis widerlegt. Die Erinnerung an die einzelnen Menschen erwacht und lässt sich nie mehr ausradieren. Inzwischen haben einzelne Grundstückseigentümer und Hausgemeinschaften, denen ein kleines Stück Gehsteig vor der Außenwand des Hauses gehört, Stolpersteine legen gelassen, denn auf Privatgrund hat Frau Knobloch keine Macht und die Stadt kann die Steine dort nicht verbieten.

    Anmerken möchte ich an dieser Stelle, dass in meiner Geburtsstadt Kaiserslautern zwei Stolpersteine für schwule Männer gesetzt wurden - der erste nach langem Kampf gegen den Widerstand einer Familienangehörigen, die den schwulen Vorfahren nicht akzeptieren wollte, und erst nachdem die Leitung der Stolpersteinaktion nicht mehr von einer katholischen Nonne wahrgenommen wurde. Ich bin froh und stolz, an der Setzung des Steins teilgenommen zu haben.
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#3 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 27.01.2018, 12:02h
  • "Der damalige Justizminister und spätere Bundespräsident Gustav Heinemann musste das Vorhaben gegen den erbitterten Widerstand der Kirchen durchsetzen."

    Hab ich gar nicht gewusst.
    Das soll man noch sagen, das die Kirchen menschenfreundlich sind, im Gegenteil!

    " Wie schwer sich der Staat auch heute noch mit dem offiziellen Gedenken tut, "

    Alles die Folge der erzreligiösen konservativen Politik der Unionen und die FDP und die SPD machen mit!

    Es ist gut, das es solche Aktionen und Gedenken gibt, leider nützen sie gar nichts, denn sonst wäre die gefährlichste Partei Deutschlands seit Ende des Zweiten Weltkrieges nicht im Bundestag!!!
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#4 Homonklin44Profil
  • 27.01.2018, 12:51hTauroa Point
  • Antwort auf #1 von Marc
  • Okay, demnach scheint die Aktion von Terry Swartzenberg da nicht gefruchtet zu haben. Schade, es hatten recht viele seine Petition unterschrieben. Konnte da auch einige animieren. Es war ja auch mal im Gespräch, die Stolpersteine an einer Tafel oder Wand anzubringen.
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#5 Jürgen WenkeAnonym
  • 27.01.2018, 16:35h
  • Lieber Manuel,
    danke für Deinen Beitrag! Es freut mich, wenn die zahlreichen weißen Flecken in der Landkarte der Erinnerung weniger werden.
    Der nächste Stolperstein in NRW für einen verfolgten Homosexuellen wird der erste in Krefeld sein: am 2.2.18 wird in der Krefelder Innenstadt, Königstr. 45 um 14.15 Uhr ein Stein für Peter Jöcken verlegt werden. Peter Jöcken war Schmied von Beruf. Er starb im KZ Sachsenhausen am 6. März 1942. Wer mehr wissen will, findet zahlreiche Pressebeiträge im Netz, einen ausführlichen schriftlichen Bericht auf Anforderung bei: orga (at)rosastrippe.de
    Ich werde mich weiterhin bemühen, nicht nur in NRW Lebenswege zu recherchieren und Stolpersteine zu initiieren. Dazu brauche ich Interessierte, die die Arbeit durch Spenden unterstützen.
    Viele Grüße
    Jürgen Wenke
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#6 JadugharProfil
  • 27.01.2018, 19:32hHamburg
  • Antwort auf #3 von hugo1970
  • Die Verfolgung männlicher Homosexueller ging stets von den Kirchen aus und sie möchte diese Verfolgung auch aufrecht erhalten, damit die christliche Lehre rein bleibt. Es war ja schon ein sehr schwerer Schlag für die Kirche, die Hexenverfolgung einzustellen. Diese kirchlichen Traditionen haben auch die Faschisten übernommen und fanden in den Gläubigen willige Unterstützer!
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#7 RobinAnonym
  • 28.01.2018, 09:29h
  • Ich finde es skandalös, dass nach wie vor die Opfergruppe der schwulen Opfer totgeschwiegen und kleingeredet wird.

    Nicht nur, aber auch im Bundestag.

    Deutschland kann sich immer noch nicht vollständig seiner Verantwortung stellen und gerecht werden.

    Wenn man Opfergruppen aus persönlichen Vorurteilen oder gar Hass totschweigt, macht man die Opfer erneut zu Opfern und stellt sich selbst in direkte geistige Nachfolge der Nazis.

    Es wird Zeit, dass das Schicksal auch der schwulen Opfer endlich systematisch wissenschaftlich erforscht wird und auch im offiziellen Gedenken gewürdigt wird.
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#8 stromboliProfil
  • 28.01.2018, 11:16hberlin
  • ein wichtiger beitrag des erinnerens!
    Wichtig auch , sich insgesamt mit unserer geschichte zu befassen..
    Erinnerung zu erhalten, sie aufzuspüren!

    Als weitere anregung gedacht über das hier schon angedachte

    twitter.com/QueerHistoryQDM

    Interessant und gut fundiert.
    Vielleicht kann man da auch die noch unbekannten opfer durch nennung würdigen!
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#9 PeerAnonym
  • 28.01.2018, 11:47h
  • -------------------------
    Ein Historiker formulierte treffend: "Für schwule Männer endete das Dritte Reich erst im Jahre 1969."
    -----------------------

    Leider wahr.

    Und wenn man sieht, wie sich Deutschland immer noch vor seiner historischen Verantwortung drückt und diese Opfergruppe immer noch oft genug verschweigt, erkennt man, dass der Geist des Dritten Reichs auch noch heute weht - bis hinein in den Bundestag und die Bundesregierung.

    Umso skandalöser, mit welchen Almosen Union und SPD die Opfer des §175 abgespeist haben (und viele sind sogar ganz leer ausgegangen; queer.de berichtete), um sich möglichst billig von der Verantwortung freizukaufen.
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#10 stromboliProfil
#11 stromboliProfil
  • 28.01.2018, 12:05hberlin
  • Antwort auf #9 von Peer
  • Ein Historiker formulierte treffend: "Für schwule Männer endete das Dritte Reich erst im Jahre 1969."
    --------------
    der historiker irrt:
    "1969 kam es zu einer ersten, 1973 zu einer zweiten Reform. Seitdem waren nur noch sexuelle Handlungen mit männlichen Jugendlichen unter 18 Jahren strafbar, wogegen das Schutzalter bei lesbischen und heterosexuellen Handlungen bei 14 Jahren lag. Erst nach der Wiedervereinigung wurde 1994 § 175 auch für das Gebiet der alten Bundesrepublik ersatzlos aufgehoben."

    de.wikipedia.org/wiki/%C2%A7_175
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#12 TimonAnonym
  • 28.01.2018, 13:56h
  • Ich danke allen, die unermüdlich dafür kämpfen, dass auch die schwulen Opfer der Nazi-Diktatur nicht vergessen werden. Und allen, die viel Zeit und Geld investieren, um alle Schicksale zu recherchieren und allen Opfern zumindest die Namen zurück zu geben, damit sie niemals vergessen werden.
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#13 Manuel IzdebskiAnonym
  • 28.01.2018, 15:05h
  • Antwort auf #10 von stromboli
  • Als Autor des Artikels sei mir gestattet, auf Deine Frage zu antworten.
    Bis Dezember 2016 gab es eine unterschiedliche Praxis. Einige Initiativen vor Ort wollten ganz bewusst nicht, dass der Paragraf 175 als Verfolgungsgrund auf dem Stolperstein erwähnt wird. Angeführt wurde, dass die Stigmatisierung der Opfer damit auch über ihren Tod hinaus erfolge. Sinngemäß: "Schließlich erinnere man an einen Menschen, da spiele die sexuelle Orientierung keine Rolle."
    Andere Initiativen vertraten eine gegenteilige Auffassung mit dem Argument, dass nur so die Sichtbarkeit der Schwulenverfolgung gewährleistet werden könne. Die sexuelle Orientierung des Menschen sei ja gerade der Grund für die Verfolgung gewesen, das Erinnern und Gedenken würde sonst ad absurdum geführt.

    Dr. Ahland und ich haben im Dezember 2016 mit dem Aktionskünstler Gunter Demnig darüber diskutiert und ihm erklärt, warum unserer Meinung nach unbedingt die Erwähnung des Paragrafen 175 Teil der Inschrift auf dem Stolperstein sein muss. Mit dem Werk soll ja vor Ort Zeugnis darüber abgelegt werden, dass schwule Männer Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen wurden. Demnig hat sich dieser Auffassung angeschlossen. Meines Wissens werden seither für die Opfer des Paragrafen 175 nur noch Stolpersteine mit entsprechender Inschrift verlegt.

    Viele Grüße,
    Manuel Izdebski
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#14 Manuel IzdebskiAnonym
  • 28.01.2018, 15:33h
  • Antwort auf #11 von stromboli
  • Der Historiker irrt nicht! Natürlich bezieht er sich auf die Aufhebung des Totalverbots der Homosexualität unter erwachsenen Männern. Diese Reform trat am 01. September 1969 in Kraft.

    Im nächsten Jahr werden wir den den 50. Jahrestag begehen. Zu diesem Anlass wird es bestimmt in den queeren Medien ein "Kalenderblatt" geben, das an das Zustandekommen der Reform erinnert und die Rolle Gustav Heinemanns näher beleuchtet.

    Anders als bei den Nazis war es also für volljährige Männer ab 1969 nicht mehr strafbar, wenn sie sich homosexuell betätigten.
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#15 ursus
  • 28.01.2018, 16:15h
  • Antwort auf #14 von Manuel Izdebski
  • "Anders als bei den Nazis war es also für volljährige Männer ab 1969 nicht mehr strafbar, wenn sie sich homosexuell betätigten."

    das stimmt so generell nicht.

    jeder über 18-jährige, der mit einem unter 21-jährigen sex hatte, machte sich immer noch strafbar, also z.b. auch zwei 19- oder 20-jährige (also erwachsene!), die einvernehmlich miteinander sex hatten, oder ein 25-jähriger mit einem 20-jährigen.

    es ist eindeutig falsch, zu behaupten, nur der schwule sex mit minderjährigen sei nach der ersten reform noch strafbar gewesen.
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#16 stromboliProfil
  • 28.01.2018, 16:48hberlin
  • Antwort auf #13 von Manuel Izdebski
  • dank dir für antwort.
    Das klärt .

    Der historiker meinte es wohl mit seiner aussage gut mit uns oder dem staat.
    Zu straffälligkeit nach 1969 schreibt ursus #15, was ich mit einer mir damals 1973 angehängten klage bestätigen kann.
    Es ging mir nur um die deutlichmachung...
    Für mich war das "reich eben doch noch nicht beendet.
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#17 Manuel IzdebskiAnonym
  • 28.01.2018, 19:36h
  • Antwort auf #15 von ursus
  • Vielleicht habe ich mich ungeschickt ausgedrückt. Zwei volljährige Männer machten sich nicht mehr strafbar, wenn sie miteinander Sex hatten. Das meint ja die Aufhebung des Totalverbots!
    (Volljährigkeit lag 1969 bei 21 J.) In der Nazifassung des Paragrafen 175 war das verboten.

    Mit keiner Silbe habe ich von den Jugendschutzbestimmungen der damaligen Zeit geschrieben. Die hat auch der Historiker nicht gemeint. Sein Zitat bezieht sich auf das Totalverbot, das mit der Reform 1969 endete.
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#18 ursus
#19 TheDadProfil
  • 29.01.2018, 09:17hHannover
  • Antwort auf #14 von Manuel Izdebski
  • ""Der Historiker irrt nicht! Natürlich bezieht er sich auf die Aufhebung des Totalverbots der Homosexualität unter erwachsenen Männern. Diese Reform trat am 01. September 1969 in Kraft.""..

    Darüber könnten wir hier ausführlich streiten, denn die Aussage ist dann mindestens "unvollständig", weil die Verfolgung auch von Erwachsenen volljährigen Schwulen Männern auch nach der Strafrechtsreform 1969/1973 nicht endete..

    Man erinnere in diesem Zusammenhang beispielsweise an die durch Corny Littmann aufgedeckte "Spiegel-Affäre" auf Hamburger Klappen..

    Gerade die unterschiedliche "Schutzaltersgrenze" diente der weiteren Verfolgung..
    Gustav Heinemann als Federführender Minister der Strafrechtsreform wollte den Paragraphen 175 nämlich vollständig abschaffen :

    ""So argumentierte er im Fall der Homosexualität mit der Gleichberechtigung von Mann und Frau, da lesbische Beziehungen nicht strafbar waren.""..

    de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Heinemann

    Mit dieser Auffassung konnte er sich aber nicht gegen den Widerstand der FDP als neuer Partner in der Sozial-Liberalen Koalition durchsetzen, die sogar damit drohte die gerade eben geschlossene Koalition platzen zu lassen und mit der UNION gegen das Vorhaben stimmen zu wollen..
    Ganz in der Tradition ihres ehemaligen Vorsitzenden Thomas Dehler, der als Bundesjustizminister den Paragraphen 175 noch über das Maß der Nazi-Fassung hinaus verschärfen wollte, sich aber mit diesem Vorhaben selbst gegen die konservative UNION nicht durchsetzen konnte..

    ""Dehler beschäftigt sich intensiv mit den Paragrafen 175 und 175a. Sie verlangen die Strafverfolgung homosexueller Männer selbst Küssen und Händchenhalten stehen unter Strafe. Dehler weiß, dass die Nazis diese Vorschriften verschärft haben und der Gesetzestext, den er vor sich findet, Nazi-Unrecht ist.""..

    stevenmilverton.com/2010/10/thomas-dehler-fdp-masnahmen-gege
    n-homosexuelle-manner/


    Thomas Dehler wandte sich auch gegen die Aufhebung der Verjährung für die Täter :

    ""In der Verjährungsdebatte im Bundestag vom 10. März 1965 plädierte Dehler auf der Basis rechtsstaatlicher Erwägungen für die bevorstehende Verjährung von ungesühnten Morden, insbesondere auch nationalsozialistischer Täter. In diesem Sinne erklärte er 1965 im Bundestag: Zu unserem Recht gehört auch, dass Schuld, dass jede Schuld verjährt.""..

    de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Dehler
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#20 TheDadProfil
#21 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 29.01.2018, 18:56h
  • Antwort auf #19 von TheDad
  • "Mit dieser Auffassung konnte er sich aber nicht gegen den Widerstand der FDP als neuer Partner in der Sozial-Liberalen Koalition durchsetzen, die sogar damit drohte die gerade eben geschlossene Koalition platzen zu lassen und mit der UNION gegen das Vorhaben stimmen zu wollen.."

    Danke das ich meine großen Wissenslücken kleiner machen kann.
    Deshalb ist es wichtig, das geforscht wird um wenigstens denen wahre unverfälschte Geschichte zeigen zu können die daran interessiert sind!

    Noch ein Grund mehr zu zeigen, das die FDP nie zu uns gehören kann und DARF!!!
    Das F im Namen ist ETHIKKETTENSCHWINDEL wie auch bei der österreichischen!!!
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#22 Manuel IzdebskiAnonym
  • 29.01.2018, 20:49h
  • Antwort auf #21 von hugo1970
  • Die Reform des Paragrafen 175, die Teil der großen Strafrechtsreform von Justizminister Heinemann war, wurde in der ersten großen Koalition unter Kiesinger/Brandt beschlossen. Sie trat am 1. September 1969 in Kraft.

    Die Bundestagswahl, die zur sozial-liberalen Koalition Brandt/Scheel führte, fand erst am 28. September 1969 statt. Ganz nebenbei: Thomas Dehler war da bereits zwei Jahre tot. Und Heinemann seit einigen Monaten Bundespräsident.
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#23 Jürgen WenkeAnonym
  • 31.01.2018, 23:32h
  • Antwort auf #10 von stromboli
  • Auf den neueren Stolpersteinen veröffentlicht der Künstler G. Demnig seit einigen Jahren auch den Verfolgungsgrund, textlich durch:
    Verurteilt §175 oder angeklagt § 175 etc.,
    siehe z.B. Stolperstein Barenberg oder Stolperstein Güte oder Stolperstein Freudenberg oder bald Stolperstein Jöcken
    Er hat verstanden, dass es erneute Diskrimnierung wäre, den Verfolgungsgrund zu verschweigen. Ich begrrüße diese Veränderung.
    Auf älteren Stolpersteinen z.B. Bangert in Duisburg oder Heintze in Bochum oder Anzel in Bochum fehlt das - aber das Projekt Stolpersteine entwickelt sich glücklicherweise weiter!
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#24 stromboliProfil
  • 01.02.2018, 09:24hberlin
  • Antwort auf #23 von Jürgen Wenke
  • dank dir für die ausführliche antwort und weiterhin viel erfolg mit dieser wunderbaren arbeit.
    Vielleicht gibt es ja eine adress wohin man mal eine kleine spende überwiesen kann oder über die weiteren planungen informiert wird.

    Ich persönlich kümmer mich um an meinem weg zum mehringdamm gelegene stolpersteine.. halt mal putzen und so.
    Nichts besonderes , aber dabei an die dort benannten denkend.
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#25 IngeWAnonym
  • 28.02.2019, 14:24h
  • Ein sehr interessanter Beitrag. Er hat mich sehr berührt. Leider bin ich erst heute auf ihn gestoßen. Wir (eine Gruppe von 8 Frauen) interessieren uns sehr, eine Patenschaft zu übernehmen. Wie können wir diesen Wunsch umsetzen bzw. an wen müssen wir uns wenden. Könnte mir an dieser Stelle jemand die Fragen beantworten?
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#26 PiepmatzAnonym

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