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- 30. Juni 2005 2 Min.
Berlin Abgeordnete der FDP haben im Wahlkampf der "Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit" (WASG) eine homophobe Attacke unterstellt. In einem mittlerweile entfernten "Lied" auf der Homepage der Partei fanden sich die Zeilen: "der Westerwelle schaut sich nur noch Männer an / und die Merkel will eh keiner ham". Dies sei "eine auf die FDP gemünzte schwulenfeindliche Passage", so FDP-Generalsekretär Dirk Niebel und der FDP-Bundestagsabgeordnete Michael Kauch in einem Brief an die WASG und den PDS-Vorsitzenden Lothar Bisky. Es widerspreche der Fairness im beginnenden Wahlkampf, "wenn solche Tiefschläge ausgeteilt werden und man sich anschliessend klammheimlich aus dem Ring schleicht", kommentiert die FDP die Entfernung des Songs, was nach einem Artikel in "Der Zeit" über rechtspopulistische Tendenzen in der WASG geschehen sei. Der Wahlsong belege erneut, "dass die Lafontaine-Partei gezielt Ressentiments gegen Minderheiten zum Stimmenfang nutzt." Statt mit politischen Argumenten werde die Auseinandersetzung mit der FDP auf der persönlichen Ebene gesucht, so Niebel und Kauch. Heterosexuelle Politiker würden wegen ihrer Politik angegriffen, "der FDP-Vorsitzende sollte dagegen persönlich diffamiert werden. Das offenbart, wes Geistes Kind die Wahlkämpfer dieser Partei sind."
Am Nachmittag kritisierte auch der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) die Zeile aus dem Lied "Deutschland Boogie" als "unerträglich". "Mit schwulen- und frauenfeindlichen Angriffen wird darin versucht, Politik zu machen. Damit knüpft die WASG an die unsägliche Tradition an, den politischen Gegner mittels sexueller Denunziation zu demontieren", so LSVD-Sprecher Philipp Braun. "Derartige Angriffe offenbaren - wie die Ausfälle des WASG-Spitzenkandidaten Oskar Lafontaine zu Folter und 'Fremdarbeitern' - ein gestörtes Verhältnis zu Freiheits- und Bürgerrechten." (nb)















Matteo