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Kommentare zu:
Nachhilfe für Merkel, Seehofer und Schulz: LSVD schreibt Koalitionsvertrag


#1 BuntesUSchoenesEhemaliges Profil
  • 28.01.2018, 10:55h
  • Danke an den LSVD.
    Anscheinend muss man manchen Parteien vorbuchstabieren, was sie bezüglich Vielfalt und Akzeptanz tun müssen. Von alleine tut die Union und auch SPD nichts.
    Und es ist ihnen nicht mal peinlich.

    Ich finde, das ist eh längst ein Armutszeugnis der Union und der SPD.

    Wieso lächelt Herr Schulz überhaupt noch? Er wird seiner sozialdemokratischen(!) Partei überhaupt nicht gerecht.
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#2 BuntesUSchoenesEhemaliges Profil
#3 Nicolas RocheleauAnonym
  • 28.01.2018, 11:06h
  • Jetzt muss sich der LSVD nur noch demokratisch legitimieren. Zum Beispiel, in dem er sich wählen lässt.

    Das gilt im übrigen für jeden, der gute (oder: gutgemeinte) Ideen und Vorschläge hat.
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#4 BuntesUSchoenesEhemaliges Profil
#5 BuntesUSchoenesEhemaliges Profil
  • 28.01.2018, 11:24h
  • Was ich nicht verstehe, ist, weshalb sich Herr Schulz so klein macht? Die SPD hätte einen guten Wahlkampf machen können.
    Nach dem Duell zwischen Merkel und Schulz und nach dem Wahlergebnis ist irgendwas mit ihm geschehen. Ja, er hat die Wahl verloren, aber weshalb macht er sich so klein? Und lässt sich noch mit der Sondierung auf Dinge ein, die er vor der Wahl noch anders formulierte.
    (?)
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#6 stromboliProfil
  • 28.01.2018, 11:42hberlin
  • Antwort auf #3 von Nicolas Rocheleau
  • kicher.. das wird heiß.
    Parteienübergreifende initiative zur rettung des vater/mutterlandes* Minderheitenregierung mit vorschlag aus den reihen der homofreundlich eingestellten jungen wilden aus den jeweiligen parteien.
    Wer weiß, vielleicht stimmts da auch
    "Barley for Bundeskanzlerin :-) "
    so schon die erste forderung.

    Beck ins innen oder justiz.. "diesbezüglich" hat er ja erfahrung gesammelt .

    Das aussenministierium bleibt verweist und durch eine guido schwesterwelle gedenktafel als bleibende erinnerung im community gedächtnis verewigt..

    Kauch darf wirtschaften und spahn die integration leiten.. badehosen nicht vergessen.

    Die weidel darf als botschafterin in die schweiz zurück, und kahrs kümmert sich ums kanzlerInnenamt... der rechte intrigant am rechten platz.

    Alle uns wohlgesinnten nicht homos&trans*** identitären ab in die staatssekretärInnen posten.
    Das sind sie versorgt und unter homonormativer kontrolle.

    Wer sich nun von mir vergessen fühlt, darf in die ausschüsse und diese leiten.
    Merkel darf mit schulz in den vorstand von hirschfeldstiftung und lsvd wechseln.
    Da können sie ohnehin keinen allzugroßen schaden anrichten.
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#7 PeerAnonym
  • 28.01.2018, 11:49h
  • Wer hat uns verraten? - Sozialdemokraten.

    Wieder mal hat die SPD uns LGBTI vor der Wahl viel versprochen und das alles komplett aufgegeben.

    Ja, in einer Koalition muss man Kompromisse eingehen und wenn die wenigstens ein paar Sachen erreicht hätten, wäre das okay. Aber einfach ALLE Forderungen KOMPLETT aufzugeben ist kein Kompromiss, sondern Einknicken auf ganzer Linie.

    Die SPD wird sich niemals ändern...
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#8 goddamn liberalAnonym
  • 28.01.2018, 12:13h
  • Antwort auf #7 von Peer
  • Als Frau Barley der geifernden Frau Höchst Paroli bot, hatte ich nicht den Eindruck eine Verräterin vor mir zu haben.

    Bei der Abstimmung für die Ehe für alle stimmte die SPD einstimmig dafür.

    Herr Maas hat gegen den erbitterten Widerstand der CSU die Rehabiltierung der 175er durchgedrückt (gibt es so in keinem anderen Land mit hist. Schwulenerfolgung, siehe z. B. USA).

    Mann kann ja Sozis aus irgendwelchen Gründen hassen, aber dann sollte man schon klar sagen, warum.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #7 springen »
#9 WeichspülerAnonym
  • 28.01.2018, 12:17h
  • Ich habe mir den Text durchgelesen.

    Leider sind die Inhalte ziemlich wischi-waschi.

    Die wichtigen, anstehenden, bzw. Themen, bei denen man keinen Spielraum mehr hat, sind nur beiläufig erwähnt.

    Bei trans* und inter* wird NICHT auf die beiden auf dem Tisch liegenden Rechtsgutachten verwiesen. Diese stellen eine Mindestanforderung da - und weisen den Weg, der vom Familienministerium auch als "Mantelgesetz" bezeichnet wurde - vor. Daran sollte eigentlich kein Weg vorbei führen.

    Durch diese WIschiwaschi-Formulierung würde allerdings die Uhr auf Null gedreht. Ähnliche Wischiwaschi-Formulierungen haben schon beim letzten Koaliationsvertrag dazu geführt, dass nur Augenwischerei betrieben wurde. Das hätte vllt. bei Grünen und Linken funktioniert, nicht bei der GroKo.

    Aber dass die wirklich wichtigen Themen selbst hier gegenüber viel Luftblasen herunterfallen, liegt auch daran, dass der LSVD - allein schon aus dem Namen heraus - zwei Gruppen im Besonderen bedient. Die anderen müssten schon selbst Lobby-Arbeit betreiben. Wo sind die wieder?

    Sorry, LSVD, netter Versuch. Setzen, sechs.
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#10 BuntesUSchoenesEhemaliges Profil
  • 28.01.2018, 12:27h
  • Antwort auf #6 von stromboli
  • Ein Kichern aus dem Cruising Busch.
    So stellt sich die neue Welt dar, wer dem "Strom" zu sehr die Macht überlässt.
    Kondome oder Drogenspritze - was soll's, Hauptsache in den goldenen Himmel gepimpert.
    Im Parlament gerne mal mutig blank ziehen, weil es so narrischen Spaß macht.
    Verurteilung und Rache bis in alle Ewigkeit, denn wenn ein "Boli" schon kein Glück hat, dürfen es andere noch weniger haben.
    Überheblichkeit kennt keine Grenzen im Stromland, Fehler werden grundsätzlich anderen untergeschoben, so scheint das Gewissen besser ertagbar.
    Doch wehe, die Konfrontation mit dem eigenen ich kommt um die Ecke, dann bröselt die übersteigerte Fassade und das ganze elendige Echt wird sichtbar.
    Eine einzige Flucht vor eigenen Schwächen.

    Das ist das Stromland, das uns sagen möchte, was ethisch oder unethisch ist.

    Welch Glück, dass andere auf dem Boden der Tatsachen stehen und klar sehen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #6 springen »
#11 BuntesUSchoenesEhemaliges Profil
#12 stromboliProfil
#13 stromboliProfil
  • 28.01.2018, 12:44hberlin
  • Antwort auf #10 von BuntesUSchoenes
  • Welch Glück, dass andere auf dem Boden der Tatsachen stehen und klar sehen."
    Jottchen, mit wem über wen und von was redest du da..
    Sammel dich und mach deine hausaufgaben..

    wenigstend eine erkenntnis kannst du für dich verwenden...
    "Doch wehe, die Konfrontation mit dem eigenen ich kommt um die Ecke, dann bröselt die übersteigerte Fassade und das ganze elendige Echt wird sichtbar."

    Wie war das noch mal mit den andern deine talente anbieten wollen... ;-))
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#14 TheDadProfil
  • 28.01.2018, 12:57hHannover
  • Antwort auf #9 von Weichspüler
  • ""Leider sind die Inhalte ziemlich wischi-waschi.

    Die wichtigen, anstehenden, bzw. Themen, bei denen man keinen Spielraum mehr hat, sind nur beiläufig erwähnt.""..

    Das ist in allen Koalitionsverträgen so, denn die konkrete Ausarbeitung gesetzlicher Vorhaben erfolgt nicht in diesem Vertrag, der nur vorgibt in welche Richtung man die Entwicklung treiben will..

    Insofern kann man den Vorschlag des LSVD bedenkenlos unterschreiben, oder als Teil eines Koalitionsvertrages annehmen..
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#15 TheDadProfil
  • 28.01.2018, 13:03hHannover
  • Antwort auf #10 von BuntesUSchoenes
  • ""Welch Glück, dass andere auf dem Boden der Tatsachen stehen und klar sehen.""..

    Wie aufschlußreich immer mal wieder lesen zu müssen mit welchen Ideen sich andere dann auf diesem "Boden der Tatsachen" wähnen..

    Durchscheinend dann auch hier erneut die Idee, nur man selbst habe selbstverständlich Recht und Durchblick, während man dann nicht einmal versteht wer oder was eigentlich genau ein "Stromboli" ist..
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#16 stromboliProfil
#17 BuntesUSchoenesEhemaliges Profil
#18 BuntesUSchoenesEhemaliges Profil
#19 WeichspülerAnonym
  • 28.01.2018, 13:34h
  • Antwort auf #14 von TheDad
  • Dem widerspreche ich. Wenn Koalitionsverträge mittlerweile schon mehr als 100 Seiten haben, dann enthalten sie weit mehr als nur "grobe Richtungen". In anderen Punkten sind Koalitionsverträge zum Teil sehr spezifisch.

    Wieso geht es bei den Verhandlungen immer genau darum, Dinge abzustecken? Wieso heißt das Ding "Vertrag"? Ein Vertrag ist etwas Verbindliches. Wenn Dinge derart lasch ausformuliert werden, dann ist der "Vertrag" das Papier nicht wert, auf dem er gedruckt wurde.

    Wie geschrieben, ich verweise darauf, wozu ähnliche Formulierungen bereits in der letzten Periode geführt haben: Zu nichts.
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#20 TheDadProfil
  • 28.01.2018, 13:40hHannover
  • Antwort auf #16 von stromboli
  • Schule lehrt ja auch nur die Methodiken die einen in die Lage versetzen lebenslang lernen zu können, und sich Informationen zu beschaffen die man vielleicht gebrauchen kann..

    Dieses durch die Hallen der Threads schallende Füße aufstampfen des
    "ich habe aber doch sowieso recht und ihr nicht"
    ist bisweilen recht nervig, vor allem dann wenn das Nachdenken und recherchieren unterbleibt, weil man ja davon ausgeht schon die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben..
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#21 TheDadProfil
  • 28.01.2018, 14:03hHannover
  • Antwort auf #19 von Weichspüler
  • ""Dem widerspreche ich. Wenn Koalitionsverträge mittlerweile schon mehr als 100 Seiten haben, dann enthalten sie weit mehr als nur "grobe Richtungen". In anderen Punkten sind Koalitionsverträge zum Teil sehr spezifisch.""..

    Exakt..
    Diese "sehr spezifischen" Formulierungen dienen dann aber nicht dazu um mehr zu erreichen, sondern schon als Hemmschuh an den Koalitionspartner seine Forderungen nicht weiter zu überziehen..

    Die Idee man müsse Koalitionsverträge so dezidiert ausformulieren daß man die restliche Legislaturperiode gar nicht mehr weiter miteinander reden müsse führt dann auch zu dem Unfug eines Herrn Kauder, man hätte vereinbart die Ehe-Öffnung nicht mehr in der Legislaturperiode zu verabschieden, weil man ja immer noch "Beratungs-Bedarf" im Rechtsausschuß vorgeschoben habe..
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#22 WeichspülerAnonym
  • 28.01.2018, 14:22h
  • Antwort auf #21 von TheDad
  • Ok, Du fährst offensichtlich Deinen eigenen Film, willst bewusst falsch verstehen, was ich schreibe, beschäftigst Dich nicht mit dem gezeichneten Szenario, sondern erfindest Dein eigenes. So sehr, dass Du die Tatsache, dass Du Dir eben selbst widersprochen hast, nicht mal wahrnimmst.

    Anderswo werden hier gerade Dynamiken der sogenannten "Community" und deren Probleme erörtert. Dem Punkt gilt es eines hinzuzufügen: Die Leute, die alles dadurch blockieren, weil sie glauben, es ginge nur um ihre persönliche Sicht und nur darum, ob und wieso sie selbst Recht haben und jegliche Diskussion um andere Themen zu einer Diskussion um den eigenen Standpunkt und das eigene Rechthaben zu verwandeln.

    Dir noch einen schönen Sonntag.
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#23 BuntesUSchoenesEhemaliges Profil
#24 Tommy0607Profil
  • 28.01.2018, 16:45hEtzbach
  • Na, dann hoffen wir mal , dass die "zukünftige Regierung" mehr Menschlichkeit und Toleranz "zeigt. Man sagt ja nicht umsonst : "Die Hoffnung stirbt zuletzt".
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#25 anonymAnonym
  • 28.01.2018, 16:53h
  • .

    Auf Grundlage der vom BMFSFJ beauftragten und veröffentlichen Rechtsgutachen (02-2017), internatioanler Rügen (u.a.a. UN Frauenrechtsausschussschuß (02-2017)) hat die Bundesregierung und der Deutsche Bundestag, endlich seinen Verpflichtungen nach zu kommen.

    Die Fortschreibung Gesetzentwurfs des Mantelgesetzes aus DIMR Rechtsgutachten, die Gesetzesempfehlung des GvielfSelbstBestG liegt allen Parteien vor und beinhaltet:

    Verbot von Intersex Genitalverstümmelungen (IGM)
    Namens-/ und Geschlechtsanpassung ohne Begutachtung
    3rd / Xte Geschlechtsoption/en
    Medizinische Versorgung Geschlechtliche Vielfalt / Körperthema

    ---

    Der Gerichtshof der Europäischen Union, hat am 25. Januar 2018
    ein Urteil in der Rechtssache C-473/16 veröffentlicht.

    Auszug
    "62 Bei der Beurteilung der Schwere des Eingriffs, den die Erstellung und Verwendung eines psychologischen Gutachtens wie des im Ausgangsverfahren streitigen darstellt, ist auch Prinzip 18 der Yogyakarta-Prinzipien zur Anwendung internationaler Menschenrechtsnormen und standards in Bezug auf sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität zu berücksichtigen, auf das die französische und die niederländische Regierung verwiesen haben. Dort heißt es u. a., dass niemand aufgrund seiner sexuellen Orientierung oder seiner geschlechtlichen Identität gezwungen werden darf, sich irgendeiner Form psychologischer Untersuchung zu unterziehen."

    --

    In beiden Rechtsgutachten, wurde Yogyakarta Principles verwiesen. Seit November 2017 sind noch weitere hinzugekommen.

    The Yogyakarta Principles plus 10 (YP+10)
    Additional Principles and State Obligations on the Application of International Human Rights Law in Relation to Sexual Orientation, Gender Identity, Gender Expression and Sex Characteristics to Complement the Yogyakarta Principles.

    u.a.
    PRINCIPLE 31 The Right to Legal Recognition
    PRINCIPLE 32 The Right to Bodily and Mental Integrity
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#26 daVinci6667
  • 28.01.2018, 16:58h
  • Ich habe angefangen zu lesen und muss sagen schon die Überschrift hat mich gestört.

    Für Selbstbestimmung und gesellschaftlichen Zusammenhalt Bereich: Familie, Frauen und Kinder

    Müsste heissen: Für Selbstbestimmung und gesellschaftlichen Zusammenhalt Bereich: Familie, Männer, Frauen, Inter/Divers und Kinder.

    Und im gleichen Stil gehts weiter. Mehr als ein paar Sätze musste ich nicht lesen um festzustellen woran es an diesem Entwurf mangelt. Sicher guter Wille vorhanden, nur müsste heutzutage endlich unbedingt auch die GLEICHSTELLUNG der MÄNNER und des 3. Geschlechts Thema sein.

    Wir Männer sind in vielen Gebieten schlichtweg schwer benachteiligt. Beispiele höheres Rentenalter, Militärdienstpflicht (Schweiz) kein Recht Vaterschaft einzuklagen wenn dies die Mutter nicht will etc.

    Das fängt schon als Junge an. Mädchen haben nachgewiesenermassen die besseren Chancen an unseren Schulen nur weil sie Mädchen sind. Desweiteren haben nur Jungen KEIN Recht auf körperliche Unversehrtheit nur weil sie einen Penis haben, bei Mädchen ist Beschneidung explizit verboten. Ganz zu schweigen von den kaum vorhandenen Institutionen an die sich Jungs und Männer wenden können die Opfer sexuellen Missbrauchs wurden. Dies nur drei Beispiele.

    Der LSVD hätte da noch ein paar Männerrechtler einladen sollen.
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#27 TimonAnonym
  • 28.01.2018, 18:28h
  • Bei den Sondierungsgesprächen hat die SPD ihre LGBTI-Wahlversprechen gar nicht erst thematisiert...

    Wollen wir hoffen, dass sie sich wenigstens in den Koalitionsverhandlungen an ihre Versprechen erinnern...
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#28 PeerAnonym
  • 28.01.2018, 19:40h
  • Antwort auf #8 von goddamn liberal
  • >>>>> Bei der Abstimmung für die Ehe für alle stimmte die SPD einstimmig dafür. <<<<<

    Fast 4 Jahre lang hatte die SPD gemeinsam mit der Union selbst die Abstimmungen zu dem Thema und sogar die Beratung im Rechtsausschuss blockiert.

    Erst nachdem die Grünen mit ihrer Entscheidung, das zur Koalitionsbedingung zu machen, alle anderen Parteien unter Druck gesetzt haben und nachdem Frau Merkel sich verplappert hatte und dann die Abstimmung freigegeben hat, ist die SPD auf den Zug aufgesprungen.

    >>>>> Herr Maas hat gegen den erbitterten Widerstand der CSU die Rehabiltierung der 175er durchgedrückt <<<<<

    Ich würde eher sagen: die SPD hat versucht, sich so billig wie möglich aus der Verantwortung zu stehlen, um ein Wahlkampf-Thema zu haben.

    Denn Fakt ist: die Entschädigung für die Haftdauer beträgt gerade mal ca. 10% dessen, was unschuldig inhaftierte Heteros bekommen. Und dass sie auch nach dem Urteil sozial geächtet waren, Familie und Freunde verloren haben und oft nie mehr einen Job gefunden haben (verbunden mit Sozialhilfe, niedrigerer Rente, etc.), wird gar nicht berücksichtigt. Und viele gingen/gehen ganz leer aus (z.B. Wolfgang Laun, queer.de berichtete).

    Sorry, aber etwas, was Opfer erneut diskriminiert, sie leer ausgehen lässt und sich nur so billig wie möglich aus der Affäre zieht, ist nun echt kein Verdienst !!!!

    >>>>> Mann kann ja Sozis aus irgendwelchen Gründen hassen, aber dann sollte man schon klar sagen, warum. <<<<<

    Ich hasse weder Sozis noch sonstwen. Ich will nur, dass die SPD endlich mal Wort hält. Und wenn die Parteiführung aus Pöstchen-Geilheit ihr Gewissen an der Garderobe abgibt, sollte wenigstens die Parteibasis denen zeigen, dass sie nicht alles mitmachen...

    Niemand zwingt die SPD zu einer Koalition. Soll Frau Merkel gucken, wo sie ihre Mehrheiten herbekommt.

    Oder anders ausgedrückt:
    die SPD ist die letzte Chance für Frau Merkel. Und da es keinen Nachfolger gibt, hat auch die Union kein Interesse an einer Neuwahl. Das sollte die SPD nutzen und viel mehr rausholen. Oder halt verzichten.

    Die Union braucht die SPD und nicht umgekehrt. Im Gegenteil: der SPD schadet die Union nur.
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#29 Patroklos
#30 PierreAnonym
  • 28.01.2018, 21:05h
  • Ich danke dem LSVD für sein Engagement. Aber noch schöner wäre es natürlich, wenn man sich auch mal auf Aussagen von Politikern verlassen könnte und wenn nicht ständig andere (z.B. das Bundesverfassungsgericht) deren Arbeit machen müssten.
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#31 PierreAnonym
  • 28.01.2018, 21:09h
  • Antwort auf #3 von Nicolas Rocheleau
  • "Jetzt muss sich der LSVD nur noch demokratisch legitimieren. Zum Beispiel, in dem er sich wählen lässt."

    Wieso denn das? Auch ohne Teil eines gewählten Parlaments zu sein, darf man seine Meinung haben und kundtun, Dinge fordern, etc.

    Wir sind nicht nur Stimmvolk, die alle paar Jahre mal wählen und ansonsten alles stumm ertragen müssen.
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#32 RobinAnonym
  • 28.01.2018, 21:23h
  • Antwort auf #28 von Peer
  • "Und wenn die Parteiführung aus Pöstchen-Geilheit ihr Gewissen an der Garderobe abgibt"

    Genau das ist der Punkt:
    Sieht man ja auch an Martin Schulz: der hat mehrfach öffentlich gesagt, dass er "niemals" Minister unter Merkel werden würde. Und jetzt will er es doch. (Und es gäbe noch genug weitere Beispiele.)

    Daran sieht man, dass es bei der SPD nicht um Inhalte geht, sondern nur um Posten für deren Personal.
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#33 RobinAnonym
  • 28.01.2018, 21:24h
  • Antwort auf #7 von Peer
  • Leider wahr.

    Die SPD hat nicht nur ihre GLBT-Wahlversprechen vergessen, sondern auch zahlreiche andere Wahlversprechen: Erhöhung Spitzensteuersatz, Bürgerversicherung, Ende sachgrundloser Befristung bei Jobs, etc. etc. etc.

    Ein Kompromiss (wozu man in Koalitionen bereit sein muss) wäre es z.B., wenn man den Spitzensteuersatz nur um x Prozent erhöht, statt um y. Ihn aber gar nicht zu erhöhen, ist kein Kompromiss - das ist totales Versagen.

    Die SPD hat von der Union nur genau die Dinge bekommen, die die Union eh ändern wollte. Denn auch die Union hat massiv verloren und auch denen war klar, dass sich einiges ändern muss. Genau das hat die SPD bekommen aber sonst gar nichts.

    Und die SPD fällt mal wieder darauf rein.
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#34 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 28.01.2018, 21:48h
  • Antwort auf #31 von Pierre
  • "Auch ohne Teil eines gewählten Parlaments zu sein, darf man seine Meinung haben und kundtun, Dinge fordern, etc. "

    Genau!
    Ist man im Parlament, dann dauert es nicht mehr lang, kriegt man die allgemeine Machtkrankheit!
    Ich möcht nicht wissen, wieviele aktuelle und vergangene Parlamentarische Politiker und welche schon gar nicht, die was von jemandem oder etwas abhängig sind.
    Die Außerparlamentarische Opposition ist die beste!
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#35 Less Hate More LoveAnonym
  • 28.01.2018, 22:09h
  • Die "S"PD bleibt sich treu!

    Nicht nur, dass sie (mit) dafür sorgt, dass zentrale Ausschüsse des Bundestages nun von LGBTI-hassenden Neofaschisten geleitet werden.

    Nein, sie setzt ihre generelle Politik der kontinuierlichen Rechtsverschiebung und Förderung der Menschen- und Solidaritätshasser fort!

    www.jungewelt.de/artikel/326182.adios-spd.html
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#36 Patroklos
#37 TheDadProfil
#38 TheDadProfil
  • 29.01.2018, 08:50hHannover
  • Antwort auf #26 von daVinci6667
  • ""Für Selbstbestimmung und gesellschaftlichen Zusammenhalt Bereich: Familie, Frauen und Kinder

    Müsste heissen: Für Selbstbestimmung und gesellschaftlichen Zusammenhalt Bereich: Familie, Männer, Frauen, Inter/Divers und Kinder.""..

    Genau..
    Auf geschlechts-zuweisende Begriffe wie "Mann", "Frau" oder auch "Sohn" und "Tochter" kann und muß in solchen Verträgen verzichtet werden..
    Sie können bedenkenlos durch "Mensch" oder Bürger, Eltern & Kinder ersetzt werden..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #26 springen »
#39 TheDadProfil
#40 stromboliProfil
  • 29.01.2018, 09:39hberlin
  • Antwort auf #12 von stromboli
  • ich möchte hierzu noch zwei, unabhängig voneinander geschriebene analysen allen hier ans herz legen, die sich mit der wandlungsfähigkeit des sie umgebenden systems beschäftigen:

    Der eine geht in eine analyse der grünen und zeigt auf, wie progressivität sich wandelt um in der reparaturklitsche soziale marktwirtschaft beim herumdoktern am kranken kapitalismus wenigstens noch dem meister den schraubschlüssel zureichen zu dürfen

    www.heise.de/tp/features/Partei-ohne-linken-Fluegel-3952731.
    html?seite=all


    Der andere beschäftigt sich mit der vereinnahme linken denkens im öffentlichen diskurs ... bemerkenswert zu lesen!

    www.heise.de/tp/features/Querfront-als-Symptom-3952540.html?
    seite=all


    Er zeigt indirekt auch auf, woran "UNSERE" bestrebungen als minderheit einfluss auf den gesamtgesellschaftlichen diskurs seine grenzen hat: nähmlich da , wo an völlig falschen inhalten unseres gesellschaftbildes laboriert wird.
    Mittels "reformen" man das ganze sogar noch stützt statt zu stürzen!
    Wird nicht hinterfragt wer uns denn die bisherigen zugeständnisse gewährt und was sich hinter diesem "gewähren an struktureller einbindung verbirgt, wird nie (!) zu der eigentlich entscheidenden frage der internalisierten unterwerfung kommen.
    Es bleibt plakatives wohnzimmerrücken mit goldrandkettengardine und trauurkunde gerahmt über dem türeingang.

    Und es zeigt so dann auch die "zerrissenheit" unserer eigenen möglichkeiten bei scheinbar doch "gleichen zielsetzungen " auf.
    Insofern ist der lsvd vorstoß ein vorstoß ohne gesellschaftliche relevanz.

    Er markiert sozial fehlendes unter herrschaftsgewährten bedingungen als reformfähig. Stellt aber in keiner weise die urschaen für das sich fehlentwickelnde in der fokus seines nachdenkens.
    Allenfalls als nebenprodukt .
    Eine "machtfrage" und so das gesamtgesellschaftliche konzept in frage zu stellen also auch von vorneherein ausgeschlossen bleibt...
    Da funktionieren wir im sinne unserer obrigen...

    "Themenschwerpunkte" der völklinger ein ""Deutschland wird menschlicher und produktiver, wenn Vielfalt im Beruf Wertschätzung statt Diskriminierung erfährt"," ohne sich über die entledigung der arbeitnehmenden reden zu wollen.. schließlich ist man ja unternehmend, also teil jener klasse die da aus-beutet. Das die im "Diversity Management" gemanagten zunehmend im produktionsprozess überflüssig sein werden wird gar nicht erst wahrgenommen und so teil einer auch für uns hieraus zu fordernden existenzfrage!
    Lieber beschäftigt man sich mit den "eingliederungsbemühungen" in die bundeswehr, damit die im ausland die kriege führen können, die so "gestärkt", den unterdrückungsstaat im inneren stärken sollen.

    Wie man begriffe wie
    "Familie, Frauen und Kinder", "Soziales, Gesundheit und Pflege", "Innen, Recht und Verbraucherschutz", "Migration und Integration" sowie "Außen, Entwicklung und Bundeswehr"
    so unterschiedslos aneinander fügen kann, ohne die inhärenz dieser unter dem deckmantel sozialen wollens ausgebildeten herrschaftsstrulkturen im einzeln wie im groben ganzen auseinander zu nehmen , macht den lsvd-zettelentwurf zum politischen offenbarungseid.
    Mal mitreden wollen im inhaltsleeren geplapper mit hochtrabend leeren phrasen.
    Hier werden wir so zum büttel eben jenes von rechts wie von "links" motivierten - weiter so -.
    Und das heteronormative - kapital lacht dazu!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #12 springen »
#41 Zur ErinnerungAnonym
  • 29.01.2018, 10:01h
  • Antwort auf #33 von Robin
  • "Ende sachgrundloser Befristung bei Jobs, etc. etc. etc."

    Nur mal zur Erinnerung:
    Am 23.6.2017 hat der Bundestag über die Abschaffung der sachgrundlosen Befristung von Arbeitsverträgen abgestimmt.

    Nicht ein einziger SPD'ler hat dafür gestimmt... Nicht ein einziger...

    Und jetzt macht die SPD ihren Wählern weis, sich dafür einzusetzen.

    Wer soll denen denn noch ein einziges Wort glauben?!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #33 springen »
#42 KontrollfunktionAnonym
#43 Julian SAnonym
  • 29.01.2018, 10:27h
  • Für mich ist die Sache ganz einfach:

    Ich habe bei der letzten Wahl ausnahmsweise der SPD nochmal eine letzte Chance gegeben, weil sie (wenn auch zum x-ten mal) versprochen hatte, sich endlich zu ändern.

    Dann erwarte ich jetzt auch, dass die SPD endlich mal Wort hält. Die SPD hatte mehrere konkrete Fortschritte für LGBTI versprochen.

    Wenn sie als kleiner Partner nicht alles davon gegenüber der CDU/CSU durchsetzen kann, verstehe ich das. Aber zumindest einige der LGBTI-Versprechen muss die SPD durchsetzen. Ansonsten darf sie nicht nochmal auf mein Vertrauen hoffen.
  • Antworten » | Direktlink »
#44 stromboliProfil
  • 29.01.2018, 10:44hberlin
  • Antwort auf #41 von Zur Erinnerung
  • mal abgesehen von diesem aufgezeigtem doppelbödigem handeln der sozialdemokratie..
    Der aktuelle "streitpunkt" über die "Abschaffung der sachgrundlosen Befristung von Arbeitsverträgen"
    handelt um ein vormals von gewerkschaften mitgetragenes konzept.

    Der "streit mit den c-parteien ist entsprechend hahnebüchen, wie einige wirtsschaftsrechtwissende mittlerweile zugeben.
    Es lange eine vom parlament vorgegebene drastische erhöhung der lohnkosten und abgaben an die sozialversicherung und rentenkassen, um dem lohndumping ein ende zu setzen.
    Dazu so die wissenden, bräuchte es nicht mal mehr eines neuen gesetzes, weil das in bereits existierenden gesetzesverordnungen/lücken hineinpasst wie die faust aufs auge.

    Nur die spd braucht nun "vorzeigbares" gegenüber ihren ver/zweifelenden mitgliedern.
    Wenn sie wie absehbar die bürgerversicherung nicht bekommt und in den anderen minderheitenrelevanten themen weiterhin schweigt, brauchts ein hornberger schießen um zu zeigen, die spd hat noch pulver zu verpuffen....
  • Antworten » | Direktlink » | zu #41 springen »
#45 Carsten ACAnonym
  • 29.01.2018, 11:14h
  • Das interessante ist ja:

    Unsere rechtliche Gleichstellung, besseren Schutz vor Diskriminierung, etc. könnte man (im Gegensatz zu vielen anderen Projekten) alles umsetzen, ohne dass es den Staat auch nur einen Cent zusätzlich kosten würde. Und es würde auch für keinen einzigen Bürger eine Mehrbelastung an Steuern, Sozialabgaben, o.ä. bedeuten.

    Das würde niemandem etwas wegnehmen und wäre vollkommen kostenneutral möglich.

    Das macht die Ablehnung umso unverständlicher und beweist, dass die Ablehnung nur aus purem Hass geschieht.

    Wenn die SPD das unterstützt und damit ihre Versprechen zum wiederholten Male bricht, ist das leider ihr Recht. Aber dann muss sie eben auch mit den Konsequenzen leben, dass wir sie nicht mehr wählen, weil sie Homo- und Transphobie unterstützt, statt ihre Versprechen zu halten.

    Ist jetzt die Entscheidung der SPD.

    Daran werden die sich messen lassen müssen.
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#46 BuntesUSchoenesEhemaliges Profil
#47 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 29.01.2018, 19:06h
  • Antwort auf #43 von Julian S
  • Die SPD muß, sie sollte nicht können, vieles durchsetzen, denn die Unionen haben mehr Stimmen verloren als die SPD uuuund die Unionen sind an der SPD mehr angewiesen als andersherum!!!! Die Unionen halten doch an einer Großen Koalition fest, weil sie eine Minderheitenregierung fürchten wie der Teufel das Weihwasser. Die Unionen sind zu bequem um bei jeder Gesetzesinitiative Partner zu suchen, obwohl das am demokratischsten wäre!!!
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