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Einzelkommentar zu:
Deutsche Aids-Hilfe: Schutzwirkung von HIV-Therapie "erschreckend unbekannt"


#7 BEARAnonym
  • 29.01.2018, 22:14h
  • Antwort auf #6 von Ehrlichkeit
  • Und schon sind wir wieder bei einem der Hauptprobleme des Ganzen: der Stigmatisierung von Menschen, die sich infiziert haben, indem man ihnen Schuld aufbürdet.

    Der Aktivist Björn Posit.HIV schrieb heute auf seiner Facebook-Seite:
    "Angst ist ansteckender als HIV! Und diese Angst richtet einen unglaublichen Schaden an: Aus Angst vor den Folgen, der Stigmatisierung und der Ausgrenzung gehen Menschen nicht zum HIV-Test. Jedes Jahr gibt es in Deutschland über 1100 Menschen, die erst im Stadium Aids von ihrer Infektion erfahren, weil sie die Symptome aus Angst verdrängt haben, aber auch weil Ärzt*innen Angst hatten über Sex und HIV zu sprechen. Jedes Jahr sterben Menschen an Aids, deren Leben hätte gerettet werden können."

    Wir müssen endlich aus diesem Teufelskreis der Stigmatisierung aussteigen. Schuldzuweisungen helfen da weder auf persönlicher (s.o.) noch auf gesamtgesellschaftlich-epidemiologischer Ebene weiter.

    Ich weigere mich daher absolut, irgendwelche Schuldfragen zu diskutieren. Was wir dringend brauchen, ist Solidarität und Akzeptanz.

    Und jede (!) wissenschaftliche Methode, die dabei helfen kann, HIV in Schach zu halten, sollten wir so pragmatisch wie möglich einsetzen. Seien es Kondome, Schutz durch Therapie oder die PrEP. Als gleichwertige Strategien des Safer Sex.

    Endlich raus aus der Stigma-Ecke!
    Meine Güte, Leute! Werdet erwachsen und behandelt die Krankheit als das, was sie ist: eine Krankheit. Und kein Grund dafür, wen auch immer moralisch oder gar juristisch zu verurteilen.
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