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Kommentare zu:
Deutsche Aids-Hilfe: Schutzwirkung von HIV-Therapie "erschreckend unbekannt"


#11 Patroklos
#12 ursus
#13 ursus
  • 30.01.2018, 13:28h
  • Antwort auf #6 von Ehrlichkeit
  • "aber es war nie eine offizielle SaferSex-Strategie, die etwa durch AIDS-Hilfen propagiert wurde."

    wenn ich mich nicht täusche, hat sich die deutsche aidshilfe recht schnell der EKAF-erklärung angeschlossen.

    "Ich denke, einfach weil - möglicherweise zu Recht - angenommen wurde, dass Menschen unehrlich sind, dass Menschen Risikosituationen nicht als solche erkennen oder verdrängen solche gehabt haben und sich damit ehrlich Illusionen über den eingen Status hingeben und Fehlinformationen geben."

    ich spreche hier nicht für die aidshilfen. meiner einschätzung nach wurden mögliche missinterpretationen in der öffentlichkeit und im privaten bereich in die überlegungen darüber einbezogen, wo und in welcher form man das veröffentlicht. die politik der aidshilfen bestand aber, soweit ich es überblicken kann, nie darin, informationen paternalistisch zurückzuhalten, nur weil sie vom "dummen volk" fehlinterpretiert werden könnten, sondern man setzt prinzipiell auf die fähigkeit mündiger bürger_innen, mit allen informationen selbstverantwortlich umzugehen. vielleicht kann dazu aber jemand von einer aidshilfe kompetenter als ich stellung nehmen.

    was die "wer ist schuld"-fragen angeht, schließe ich mich BEAR an. es bringt solche diskussionen immer in eine komische richtung, wenn man über "schuld" redet. ich rede lieber von verantwortung.

    es geht mir nie darum, wissentlich hiv-positive einfach von verantwortung freizusprechen, sondern immer nur darum, EINSEITIGE verantwortungszuweisungen an wissentlich hiv-positive zurückzuweisen und nach der verantwortung der (oft nur vermeintlich!) hiv-negativen zu fragen. das ist nicht nur beim persönlichen risikomanagement wichtig, sondern auch auf der präventionspolitischen und gesellschaftlichen ebene.
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#14 Homonklin44Profil
  • 30.01.2018, 13:33hTauroa Point
  • Antwort auf #8 von BjoernPositHIV
  • Forenkollege BEAR hat Recht, da war ich mit gemeint.

    Mir geht es aber auch nicht darum, etwas anzuzweifeln, was wissenschaftlich längst abgesichert ist, sondern darauf hinzuweisen, dass detailliertere Infos darüber für Jeden einfach erreichbar vorliegen müssten. Dann können sich die interessierten Leute ggf. weiterführend belesen, und das hilft dem Abbau von Vorurteilen und umher schwirrenden Unsicherheiten zum Thema.
    Diese Unsicherheiten hängen wohl überwiegend mit einem Mangel an Info und Kenntnis zusammen.
    Wenn sich Leute nicht dafür interessieren, ist das natürlich auch keine Hilfe. Komischerweise haben sich an Gay-Foren Diskussionen zum Thema HIV oder Therapie meiner Erfahrung nach wenig beachtet gefunden. Vielleicht haben Interessierte oder Betroffene auch einfach andere Foren zwecks Austausch, aber gewundert hat mich das schon.

    Daher Danke für Deine, die von BEAR und die von Ursus hier.
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#15 stromboliProfil
  • 30.01.2018, 14:18hberlin
  • Antwort auf #14 von Homonklin44
  • also ich weis nicht so recht..
    Queer.de veröffentlicht doch ständig berichte aus wissenschaft und szene die HIV abhandlen
    Gerade die neue prep möglichkeiten werden/wurden das forum rauf und runter genudelt.

    Also an informationsmangel kann es nicht liegen das das thema immer wieder mit den selben "argumenten" abgehandelt wird.
    Und die gleichen sich denen aus der hochzeit von aids in den 90zigern.

    Sichtbar wird immer die "moralische und die nutzgewendete sicht auf sexuelles ausleben.
    Egal ob das im kondomstreit endet oder mit kondom zu neuen weil weiterführende krankheiten verhindern wollende diskusionen führt.

    Dem müssen wir uns natürlich auch stellen.
    Müssen darüber aufklären wie wenn schon nicht verhindert, mann/frau seinen körper auf ungewöhnliches hin abcheckt, ärzte konsultiert weil verunsichert nach dem letzten One-Night-Stand oder aber auch innerhalb der beziehung körperlihces ungemach sich meldet.

    Warum nicht über die hefepilze/ chlamydien , ausflüsse und jucken und ähnliches reden, die sich an stellen ablagern die wir christlich geformten monogamisten sonst nur im pornoliteraturheft auf seite 1 beschrieben bekommen.
    Statt dessen betreiben wir eine "vorsorge die angebliche keiner nachsorge bedarf.
    Nämlich der nachsorge, mal den eigenen körper wie den des anderen mit kritisch-liebevollem blick auf ungewöhnliches hin zu beobachten und ungewöhnliches miteinander zu diskutieren.
    Das nimmt auch viel an angst weg von einem, weil so geübt, man mit dem nun nicht mehr unvorbereitet über einem herfallenden besser umgeht.

    Das auch anderswo in direkten sexuellen kontaktbörsen drüber gesprochen wird, lässt sich an der entschwundenen "Barebackcity" aufzeigen.
    Die waren dermaßen von top an information und weitergabe von wissen, dass man eine medizinische vorlesung hätte halten können.

    Warum hier neben ursus bear und weiteren wenigen nach der menge an foristen nur so wenige sich zu wort melden , hat villeicht auch damit zu tun das leute wie ich - selbst hiv- einfach keinen bock mehr haben zum tausendsten mal immer das selbe zu sagen und das selbe anhören zu müssen...
    Da schalte ich mittlerweile auf durchzug.
    Aber gut dass es die "anderen gibt, die das maul aufmachen!
    Im zweifelsfalle sind wir doch nicht "maulfaul"!
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