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US-Delegation für Pyeongchang

Auch Gus Kenworthy übt Kritik an Mike Pence

Ein zweiter schwuler Wintersportler kritisiert, dass mit Vizepräsident Mike Pence ein Homo-Hasser die amerikanische Olympiadelegation anführen wird.


Auf Instagram zeigte Gus Kenworthy, wie er am liebsten fährt – bei der Olympiade wird er aber wohl ein Leiberl tragen müssen (Bild: Instagram / guskenworthy)

Der amerikanische Freestyle-Skier Gus Kenworthy unterstützt seinen Landsmann Adam Rippon in dessen Kritik an der Ernennung von US-Vizepräsident Mike Pence zum Delegationschef der Olympischen Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang. Rippon hatte auf die Unterstützung des republikanischen Politikers für die Homo-"Heilung" hingewiesen und erklärt, die gesamte Trump-Regierung repräsentiere nicht die Werte, "die man mich als Kind gelehrt hat" (queer.de berichtete). Das Sportevent wird am 9. Februar losgehen.

"Ich habe erst nach Rippons Aussagen davon erfahren", erklärte Kenworthy zur Rolle von Pence bei der Olympiade. "Ich denke genauso wie [Rippon]", so der 26-Jährige weiter. "Ich finde, [die Anwesenheit von Pence] sendet eine falsche Botschaft aus, weil wir dieses Jahr zum ersten Mal geoutete amerikanische Athleten bei den Olympischen Winterspielen dabei haben. Und dann führt einer die Delegation an, der das nicht unterstützt und auch gegen die LGBT-Community arbeitet."

Pence gilt als einer der homophobsten Spitzenpolitiker in den USA. Für die"Heilung" von Homosexualität warb er etwa während seines Wahlkampfes für den Einzug in den US-Kongress im Jahr 2000, als er anregte, finanzielle Mittel für Menschen zur Verfügung zu stellen, "die ihr sexuelles Verhalten ändern wollen". Als Abgeordneter des US-Repräsentantenhauses und später als Gouverneur von Indiana setzte er sich stets dafür ein, die Rechte von sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten einzuschränken. So trieb Pence als Landeschef das Gesetz "zur Wiederherstellung der Religionsfreiheit" voran, dessen einziges Ziel es war, die religiös begründete Diskriminierung im Bereich sexueller und geschlechtlicher Minderheiten zu erlauben (queer.de berichtete).

Twitter / guskenworthy | Gus Kenworthy bei dem, was er am besten tut…

Kenworthy und Rippon kämpfen als erste offen homosexuelle US-Athleten bei den Winterspielen um Olympische Medaillen. Zwar nahm Kenworthy bereits 2014 bei den Spielen im homophoben Russland teil und gewann sogar eine olympische Silbermedaille, schwieg aber über seine sexuelle Orientierung. Erst ein Jahr später teilte der Schifahrer mit, dass er auf Männer steht (queer.de berichtete).

Vor gut einer Woche sorgte Kenworthy als neues Werbegesicht für das Anti-Schuppen-Shampoo Head & Schoulders für Aufsehen. In einem Werbespot wurde der Sportler mit einer Regenbogenfahne gezeigt (queer.de berichtete). (cw)



#1 schwarzerkaterEhemaliges Profil
  • 30.01.2018, 09:05h
  • Gus Kenworthy ist ein cooler typ mit viel humor und viel selbstironie. macht spaß seine clips anzusehen.
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#2 AmurPrideProfil
  • 30.01.2018, 11:19hKöln
  • Bin mal gespannt wie sich die anderen mitfahrenden US-Sportler verhalten werden, FALLS Kenworthy und Rippon DAS zum Thema INNERHALB der Delegation machen sollten...
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#3 andreAnonym
  • 30.01.2018, 13:43h
  • Schon kurios. Von hohem Interesse an Olympia, mit Dauer-TV in Endlosschleife, vor Jahren, auf 0 Interesse gesunken. Damals habe ich sogar Eiskunstlauf geschaut. Jetzt alles egal.
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