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Bizarre Pressekonferenz

AfD-Politiker konvertiert aus Homophobie zum Islam

Es klingt nach einer Satire, hat sich aber tatsächlich zugetragen: Ein bislang evangelischer AfD-Funktionär erklärt, er sei fortan Muslim, weil seine Kirche zu homofreundlich gewesen sei.


Arthur "Ahmad" Wagner will Muslim und AfD-Mitglied mit "deutscher Seele" sein (Bild: AfD Havelland)

In einer bizarren Pressekonferenz und einem Interview in der "Bild"-Zeitung hat das bisherige brandenburgische AfD-Landesvorstandsmitglied Arthur Wagner am Mittwoch seinen Übertritt von der evangelischen Kirche zum Islam, der schon seit einigen Tagen für Wirbel sorgt, näher erläutert.

Der 48-Jährige begründete seinen Austritt aus der Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, für den er nächste Woche aufs Amt gehen will, unter anderem mit einer homofreundlichen Haltung der Kirche: "Ein Grund waren Veränderungen in der Kirche, die mit meinem Verständnis nicht mehr übereinstimmen: Ihre Haltung zur AfD, die Ehe für alle – und die Teilnahme von Pfarrern am Christopher Street Day in Berlin, mit Kindern. Das geht doch nicht!", sagte er gegenüber "Bild".

In der Pressekonferenz in Potsdam ging der Parteifunktionär laut den "Potsdamer Neuesten Nachrichten" näher auf den letztjährigen evangelischen CSD-Wagen in Berlin ein: "Das hat mich wahnsinnig gemacht. Da waren auch Kinder dabei. Für Kinder ist es nicht richtig, dass sie das hören und sehen", so der Russlanddeutsche in gebrochenem Deutsch. Die AfD hatte in den vergangenen Jahren insbesondere auch Russlanddeutsche als Zielgruppe umworben.

Direktlink | Kurzer Bericht der "Welt"-Netzreporterin zur Pressekonferenz

Wagner will AfD-Mitglied bleiben

Der AfD will Wagner aber treu bleiben – obwohl die Partei nicht nur Homosexualität, sondern insbesondere die angebliche "Islamisierung" bekämpft (Grunsatzprogramm: "Der Islam gehört nicht zu Deutschland"). Grund sei seine Sorge um das "Deutschtum": "Ich stehe dazu, ich kann nicht anders: Es gibt einen deutschen Geist, eine deutsche Seele. Fast jeder AfDler hat das", so Wagner. "Wenn wir diese deutsche Seele, das Deutschtum nicht beschützen in den kommenden Jahren, dann ist das Ding weg, dann ist Deutschland weg." Seine Ämter in der AfD als Beisitzer im Landesvorstand und als Vize-Chef der AfD Havelland habe er aber niedergelegt.

Die Entscheidung zum Übertritt zum Islam habe er bereits 2015 bei einem Besuch in seinem Geburtsland Russland getroffen. Dort habe er Muslime als "offene und ehrliche Menschen" kennengelernt. Im Herbst 2017 habe er dann in einer Moschee in der Millionenstadt Ufa sein Glaubensbekenntnis gesprochen – und den Namen Ahmad angenommen.

Die Pressekonferenz Wagners sorgte für Verwirrung unter den Journalisten; einer fragte gar, ob er vom Satiriker Jan Böhmermann geschickt worden sei. Doch der 48-Jährige, der sich im Rahmen eines abgebrochenen Theologiestudiums in Riga auch mit anderen Glaubensgemeinschaften beschäftigt hatte, scheint den Übertritt zum Islam ernst zu meinen.

In seiner Partei sorgte dieser Schritt für einigen Unmut. "Der Islam gehört nicht zur AfD Brandenburg", erklärte Landeschef Andreas Kalbitz. Ein Muslim könne aber trotzdem Mitglied der AfD sein – es gebe auch "viele rechtstreue Muslime". (dk)



#1 JuNiAnonym
#2 Homonklin44Profil
#3 TechnikerAnonym
  • 01.02.2018, 15:22h
  • Köstlich!

    Der durchgedrehte Narr möge sich in sein Herkunftsland begeben - offensichtlich wäre er beim homophoben Möchtgern-Zar viel besser aufgehoben...

    Echt - wie durchgeknallt kann man sein?
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#4 AFD-WatchAnonym
  • 01.02.2018, 15:52h
  • So ist das also.
    Anderen wird "selbstverständlich" abverlangt, sich hier zu integrieren und sie werden weiter als Fremde behandelt, auch wenn sie hier geboren und integriert sind.
    Wer aber einen Vorfahren hat, der vor 200 Jahren einen deutschen Schäferhund besaß, der wird umgehend zum Deutschen mit allen Rechten erklärt, ohne sich integrieren zu müssen oder der deutschen Sprache mächtig zu ein. Dieses verlogene Messen mit 2erlei Maß ist zum Kotzen! >:-[
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#5 myysteryAnonym
  • 01.02.2018, 16:27h
  • Jeder weiß doch, dass die gesellschaftliche Ideologie der AfD dem Islam ziemlich nahesteht und auch die "alten Nazis" schon vom Islam fasziniert waren.

    Wir können nur hoffen, dass die beiden Gruppen sich nicht irgendwann (zeitweise) verbünden.

    Es wäre aber einfach mal gut, wenn "linke" Parteien in Deutschland endlich wieder realisieren würden, dass Religionen immer ein Grundmaß an "Unfreiheit" und Ausgrenzung mit sich bringen und deswegen linke Parteien auch nicht als Advokaten von Religionsgruppen und religiösen Rechten (in zweilei Hinsicht) fungieren kann.
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#6 Vater
  • 01.02.2018, 16:39h
  • Antwort auf #4 von AFD-Watch
  • ...und der dann noch das 'Deutschtum' beschützt *kicher*, indem er als Quasi-Russe in die rechtsextreme islamfeindliche AfD eintritt und dann das islamische Glaubensbekenntnis ablegt.

    Das ist so bescheuert, dass mir die Worte fehlen.

    Hoffentlich hassen ihn fortan die Parteikollegen für die Islam-Sache und die Glaubensbrüder für die AfD-Kiste...

    Allein der Grund für den Religionswechsel...

    Das ist doch eine VÖLLIG ANDERE RELIGION!

    Was ist denn mit seinem Christenglauben

    Der GlaubensInhalt scheint ihm im Grunde egal zu sein.

    Er sucht sich nur Leute, die seinen Hass auf Schwule seiner Meinung nach hassen. Der sonstige Inhalt ist offenbar völlig wurscht.

    Was für eine unspirituelle Herangehensweise...
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#7 Danny387Profil
  • 01.02.2018, 16:51hMannheim
  • Dann hätte er doch auch irgendeiner christlichen fundamentalistischen Sekte beitreten können?
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#8 JarleProfil
  • 01.02.2018, 17:08hHagen
  • Also es ist schon sehr seltsam. Ich hab einem Bekannten von mir das erzählt und er war verwundert, da er einen anderen Artikel aus der Welt gelesen hat.

    Als ich ihn mir selber durchlas, merkte ich, dass ich die Überschrift dieses Artikels hier auch komisch fände, hätte ich diesen zuerst gelesen.

    Dort geht es eher um eine sehr tiefe spirituelle Erfahrung die zur Konvertierung führte.

    Kann mir jemand die Verbindung geben, sodass alles Sinn macht?
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#9 LachhaftAnonym
  • 01.02.2018, 17:21h
  • Antwort auf #8 von Jarle
  • Spirituelle Erfahrung -- Pahh
    Die einzige spirituelle Erfahrung, die diese Nulpe
    machen kann, ist eine mit zuviel Spirituosen.
    Russisch-Deutsche Seele -- des Wodkas reinste Seele!
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#10 Paulus46Anonym
  • 01.02.2018, 17:30h
  • Antwort auf #9 von Lachhaft
  • Unfassbar da tritt dieser Typ zum Islam über, weil die Landeskirchen Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz sowie einige weitere Landeskirchen der EKD kirchliche Trauungen für homosexuelle Paare ermöglicht haben.

    Und als Moslem meint er, er sei in der AfD willkommen ??? Gerade die AfD gilt doch als die islamfeindliche Partei schlechthin und ist doch ein massiver Gegner einer Islamisierung des christlichen Abendlandes. AfD und Moslem schließt sich doch eigentlich aus....

    Es gibt Vorgänge, wo man nur noch verwundert sich als evangelischer Christ die "Augen reibt".
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