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- 01. Juli 2005 1 Min.
Madrid Nach der Öffnung der Ehe für Homo-Paare in Spanien am Donnerstag rüstet sich die Hauptstadt für die geplanten Demos am Wochenende. Das Forum für Familie hat für Samstag zu einer Großdemonstration aufgerufen, zeitgleich zum CSD-Umzug in Madrid. Bereits am Donnerstag protestierten etwa eintausend Demonstranten im Zentrum von Madrid gegen die Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe. Die unter spanischen und Vatikan-Fahnen demonstrierende Menge forderte in Sprechchören und auf mitgeführten Plakaten den Rücktritt des Regierungschefs Zapatero sowie ein Referendum über das Gesetz. Die Veranstalter des Protestes vom spanischen Familienforum (FEF) sammelten eigenen Angaben zufolge eine Million Unterschriften gegen die gleichgeschlechtliche Ehe.
Der Vatikan hat inzwischen die öffnung der Ehe in Spanien heftig kritisiert. Das neue Gesetz verwirre "Prinzipien der Natur", sagte der Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden, Kardinal Renato Martino, der italienischen Tageszeitung "Corriere della Sera" vom Freitag zufolge. Das neue Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Ehepartner bedeute ein "Unrecht gegenüber Kindern". Laut epd bezeichnete der päpstliche Haustheologe George Cottier die Gesetzesneuerung als "Betrug". Die katholische Kirche verachte nicht die Rechte von Personen, die "das Problem der Homosexualität" hätten. Sie wolle aber die Ehe als Grundlage der Familie schützen, so Cottier. (nb/pm)
Links zum Thema:
» s.a.: Spanien: Homo-Ehe durch














