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Autobiografie

Ein moderner schwuler Ikarus

In seinem autobiografischen Roman "Das Gewicht der Freiheit" erzählt Florian Burkhardt, wie er vom Model und Hollywood-Schauspieler erst zum Internet-Pionier und dann zum Psychiatrie-Patienten wurde.


"Das Gewicht der Freiheit" über das Leben von Florian Burkhardt ist im Wörterseh Verlag erschienen

In seinem autobiografischen Roman "Das Gewicht der Freiheit" nimmt uns Florian Burkhardt mit auf seine Suche nach dem Glück in der scheinbar grenzenlosen Freiheit. Sie begann in Hollywood und endete in Bern. Dazwischen erfand sich Florian in einer Reihe von Erfolgsstorys immer wieder neu.

Er wechselte Milieus und Karrieren wie andere ihr Hemd und lebte ein abenteuerliches, hyperaktives Leben, in dem er um ein Haar Filmstar geworden wäre, dann aber als international gefragtes Topmodel die Laufstege dieser Welt eroberte. Er lief unter anderem für Dolce & Gabbana, Prada und Gucci und stand vor den Kameras so berühmter Fotografen wie David LaChapelle und Albert Watson.

Auf der Spitze seines Erfolges brach er mit der Welt der Schönen und Reichen, zog sich in die Schweiz zurück, wurde Internetpionier und surfte auf der Dotcom-Blase. Was er anfasste – so schien es – wurde zu Gold. Doch dann, mit 27 Jahren, erkrankte er an einer schweren Angststörung, setzte monatelang keinen Fuß mehr vor die Tür und ließ sich schließlich in eine psychiatrische Klinik einweisen, wo er sich neu erfinden musste.

Vom Ausflug in eine Welt, die so gar nicht seine war, und von seiner Reise zurück zu einem Neuanfang handelt dieses Buch, das in seiner Atemlosigkeit, Direktheit und Ehrlichkeit einem fesselnden Roadmovie gleichkommt. Heute sagt Florian Burkhardt: "Mein Leben ist eine moderne Ikarus-Geschichte: Ich hob ab, kam der Sonne zu nahe und verbrannte. Ich habe am eigenen Leib erfahren, wie schwer das Gewicht der Freiheit wiegen kann."

Schauspieler, Model, Internetpionier und Psychiatriepatient


Florian Burkhardt wurde 1974 in Basel geboren und lebt und arbeitet heute in Bern (Bild: Juventino Mateo Leon)

"Florian Burkhardt repräsentiert für mich den Phänotyp einer neuen Epoche. Ihm durch die Neunzigerjahre zu folgen, ist wie eine Tour de Force durch die Medien- und Entertainmentgeschichte." (Marcel Gisler, Regisseur der mehrfach preisgekrönten Kinodokumentation "Electroboy")

Der 1974 geborene Florian Burkhardt wollte ein berühmter Schauspieler werden. Und das wäre ihm wohl auch gelungen, wenn ihm nicht seine Karrieren als Topmodel, Internetpionier und Partyveranstalter dazwischengekommen wären. Mit 27 Jahren beendete eine schwere Angststörung sein Leben auf der Überholspur abrupt.

Als er seiner Erkrankung in einer psychiatrischen Klinik auf den Grund ging, wurde er mit seiner Familiengeschichte konfrontiert, die in der Kinodokumentation "Electroboy" verfilmt wurde und über die er 2017 den Bestseller "Das Kind meiner Mutter" schrieb. In "Das Gewicht der Freiheit" entführt er uns in eine Welt, die schillernder, aber auch verrückter nicht sein könnte. Florian Burkhardt lebt heute in Bern.

Die Buchvernissage findet am Samstag. den 10. März um 10:30 Uhr im Kino Riffraff 1 an der Neugasse 57 in Zürich statt – im Anschluss daran wird der Film "Electroboy" vorgeführt. Die Moderation übernimmt Frank Baumann, der Eintritt ist frei. (cw/pm)

Infos zum Buch

Florian Burkhardt: Das Gewicht der Freiheit. Autobiografischer Roman. 192 Seiten. 13,5 x 21,2 cm. Wörterseh Verlag. Gockhausen 2018. 34,90 €. ISBN: 978-3-03763-089-1 (E-Book 978-3-03763-732-6)