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Queere Positionen

"Die Idee der Homosexualität musikalisieren"

Zum 30. Todestag von Guy Hocquenghem erinnert ein Reader aus dem Psychosozial-Verlag an den französischen Aktivisten und Theoretiker.


Der von Heinz-Jürgen Voß herausgebene Band ist im Februar im Psychosozial-Verlag erschienen

Guy Hocquenghems Essay "Das homosexuelle Verlangen" kann "als erstes Beispiel für das gelten, was heute Queer Theory heißt", schrieb Douglas Crimp im Klappentext einer US-amerikanischen Neuausgabe dieses Buches. Der französische Aktivist und Theoretiker, Journalist und Romancier prägte in den Siebziger- und Achtzigerjahren die Geschichte der radikalen Schwulenbewegung nicht nur seines Landes, sondern auch der alten Bundesrepublik mit.

Während das Interesse an Hocquenghem in Frankreich und den USA wieder wächst, wird er im deutschsprachigen Raum heute kaum noch rezipiert. Doch die Lektüre lohnt sich, denn sie bietet Perspektiven, sexuelle Orientierung nicht starr, sondern "offen" und prozesshaft zu denken – eben "musikalisch": Auch ein Ton tritt nur in Erscheinung, wenn er seine ganze Amplitude ausschöpft.

2018, fünfzig Jahre nach der sogenannten sexuellen Revolution und zum 30. Todestag von Guy Hocquenghem, versucht der neue Reader "Die Idee der Homosexualität musikalisieren", aktuelle identitäts- und rassismuskritische queere Positionen mit diesem Denker in Diskussion zu bringen.

Der im Psychosozial-Verlag erschienene Band enthält Originalbeiträge von Guy Hocquenghem (übersetzt von Salih Alexander Wolter) sowie Aufsätze von Rüdiger Lautmann, Norbert Reck und Herausgeber Heinz-Jürgen Voß. (cw/pm)

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Infos zum Buchrift

Heinz-Jürgen Voß (Hg.): Die Idee der Homosexualität musikalisieren. Zur Aktualität von Guy Hocquenghem. Broschur. 128 Seiten. Psychosozial-Verlag. Gießen 2018. 16,80 €. ISBN-13: 978-3-8379-2783-2, Bestell-Nr.: 2783


#1 Ulli_2mecsProfil
  • 07.02.2018, 11:28hHamburg
  • Guy Hocquenghems Texte sidn gearde auch heute sehr eine Entdeckung wert. Sie lassen nicht nur die Schwulenbewegung der 1970er und frühen 1980er Jahre in Frabnkreich gut verstehen, sondern haben auch viele Anregungen für auch heute lohnenswerte Debatten parat.

    Er realisierte auch Filme - insbes. den sehr seehsnwerten 'Race d'Ep' (online hier:
    www.2mecs.de/wp/2016/01/race-dep/
    ) - eine 4-teilige Doku über das Entstehen homosexuellen Selbstbewusstseins

    ein Kurz-Portrait von Guy Hocquenghem hier:

    www.2mecs.de/wp/2013/05/guy-hocquenghem-1946-1988/
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