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"Schutz- und Freiräume" für junge LGBTI
Berliner Senat beschließt queeres Jugendzentrum
Die Landesregierung legt ein Konzept für eine rasche Eröffnung des ersten Zentrums für "Jugendliche außerhalb der heterosexuellen und zweigeschlechtlichen Norm" vor.

Auch auf dem Kölner CSD wurden vergangenes Jahr mehr Räumlichkeiten für queere Jugendliche gefordert – in der Domstadt gibt es mit dem anyway bereits seit Jahren ein spezielles Jugendzentrum
- 7. Februar 2018, 11:46h 2 Min.
Nach etlichen Groß- und Kleinstädten in ganz Deutschland soll nun auch Berlin ein queeres Jugendzentrum bekommen: Der rot-rot-grüne Senat hat am Dienstag auf Vorlage von Jugendsenatorin Sandra Scheeres (SPD) einen Bericht an das Abgeordnetenhaus beschlossen, der ein Konzept zur Entwicklung eines landesweiten Jugendzentrums für lesbische, schwule, bisexuelle und Trans-Jugendliche enthält.
Das Abgeordnetenhaus hatte den Senat im letzten Herbst beauftragt, ein derartiges Konzept zu erarbeiten (queer.de berichtete). Für die Umsetzung des Konzeptes stehen im Doppelhaushalt 2018/2019 Mittel in Höhe von 175.000 Euro zur Verfügung. Über den Träger soll in Kürze nach einer sogenannten Interessenbekundung entschieden werden.
"Das berlinweite Jugendzentrum soll Jugendlichen, die sich außerhalb der heterosexuellen und zweigeschlechtlichen Norm definieren, Schutz- und Freiräume bieten", erklärte Scheeres. Viele LGBTI-Jugendliche würden auch heute noch "Diskriminierung und Ablehnung" erleben, was sich unter anderem in einer höheren Suizidrate in dieser Gruppe auswirke. "Vor allem die Phase des Coming-outs ist für viele sehr belastend. Deshalb ist es von großer Bedeutung, dass es Orte gibt, wo sie andere Jugendliche in ähnlichen Lebenssituationen treffen können, gemeinsam Projekte und Ideen entwickeln können und durch pädagogische Fachkräfte unterstützt werden", so Scheeres.
Eröffnung im ersten Halbjahr 2018?
Sebastian Walter und Anja Kofbinger, die LGBTI-Sprecher der grünen Fraktion im Abgeordnetenhaus, wollen das Projekt möglichst schnell umsetzen. Sie äußerten am Dienstag die Erwartung, dass sehr rasch ein Träger des Projekts bestimmt wird, "damit das Jugendzentrum noch im ersten Halbjahr 2018 Wirklichkeit wird."
Das Konzept berücksichtige aktuelle Studienergebnisse zur Lebenssituation von LGBTI-Jugendlichen. Außerdem seien Erfahrungen aus anderen Bundesländern sowie von Jugendämtern aus den Bezirken in das Konzept eingeflossen. Auch freie Träger aus dem "Netzwerk Queere Jugendhilfe" seien befragt worden. Es habe außerdem ein Fachgespräch mit Vertretern aus der queeren Jugendhilfe, queeren Selbstorganisationen, der Jugendämter sowie des Sozialpädagogischen Fortbildungsinstituts Berlin stattgefunden.
Zielgruppe des neuen Zentrums sind laut dem Konzept Jugendliche und junge Erwachsene zwischen zwölf und 27 Jahren. Zum Angebot gehören ein offener Bereich und Gruppenangebote sowie Veranstaltungen und Projekte. Außerdem solle es spezifische Angebote für bestimmte Zielgruppen – etwa Trans- und Inter-Jugendliche, HIV-Positive oder Jugendliche aus Regenbogenfamilien – geben. Mit dem sogenannten Peer-to-Peer-Ansatz sollen LGBTI-Jugendliche Aktivitäten für andere Jugendliche eigenverantwortlich organisieren. (cw/pm)
Mehr zum Thema:
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Nun also die GroKo als letzte rechnerische Alternative, denn eine Minderheitenregierung wird die CDU nicht machen, und dann gibt es Neuwahlen, die dann leider vor allem der AfD Prozentzuwächse bringen wird.
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Im künftigen Kabnitt der GroKo gibt es erneut mit Barbara Hendricks eine verheiratete lesbische Frau mit Barbara Hendricks von der SPD und der schwule CDU-Single Peter Altmaier wechselt vom Kanzleramt in das Wirtschaftsministerium an die Spitze.