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Prozess

Schwuler Buchhalter stahl 360.000 Euro, um Liebe zu kaufen

Ein einsamer Buchhalter aus Wien wusste sich nicht anders zu helfen, als seinen Arbeitgeber zu bestehlen, damit er seine Lover bezahlen konnte.


Das Landesgericht verurteilte den Angeklagten wegen schweren Betrugs zu einer Haftstrafe (Bild: Sebastian Baryli / flickr)

Um die Zuneigung anderer Männer mit Geld erwerben zu können, hatte ein 38-jähriger Buchhalter in Wien über fast zehn Jahre insgesamt 360.000 Euro von seinem Arbeitgeber abgezweigt – und wurde schließlich erwischt. Das Landesgericht in der österreichischen Hauptstadt hat Roman H. deshalb am Dienstag nach Angaben des ORF zu einer 24-monatigen Haftstrafe verurteilt. Der Vorwurf lautete auf schweren Betrug. H. muss acht Monate seiner Strafe absitzen, der Rest wird zur Bewährung ausgesetzt.

Nach seiner Freilassung muss er zudem das gestohlene Geld zurückzuzahlen – bislang habe er mit Hilfe seiner Familie erst 65.000 Euro erstatten können.

Im Verfahren wurde deutlich, dass der geständige Angeklagte, der im ländlichen Burgenland aufgewachsen war, seit seiner Jugend ein Doppelleben führte. Nach außen habe er nicht auffallen wollen, nach innen aber gewusst, dass er auf Männer stand.

Seine Suche nach Geborgenheit wurde teuer: Für seinen ersten Lover in Wien, einen Arbeitslosen, nahm er sogar einen Kredit auf. Seit 2008 griff er dann in die Firmenkasse seines Arbeitgebers, des milliardenschweren Baukonzerns Porr AG. Damit habe er weitere Liebhaber finanziert und auch auf einschlägigen Webseiten Callboys gekauft. Viele diese jüngeren Männer wollte er durch finanzielle Großzügigkeit an sich binden, was einige offenbar ausnutzten. Einem einzigen Lover habe er vor zwei Jahren 113.000 Euro überwiesen.

Vor Gericht sagte der Mann aus: "Ich bin schwul und habe mir aus Angst vor dem ständigen Alleinsein Nähe gekauft. Jetzt ist mein Leben ruiniert." Auch die Staatsanwältin äußerte im Verfahren Mitleid mit dem Angeklagten: "Er ist aufgrund seiner persönlichen Situation in etwas Schlimmes hineingeraten." Trotzdem seien viele Menschen einsam und hätten kein befriedigendes Sexualleben, würden aber dennoch nicht anfangen zu klauen. (dk)



#1 herve64Ehemaliges Profil
  • 07.02.2018, 15:56h
  • Tja, Hetero macht halt nicht froh wenn man schwul ist. Unabhängig davon sollte einem der Unterschied zwischen "Mein" und "Dein" trotzdem geläufig sein. Insofern hält sich mein Mitleid in Grenzen.
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#2 KänguruAnonym
#3 herve64Ehemaliges Profil
#4 Homonklin44Profil
  • 07.02.2018, 20:59hTauroa Point
  • Gespielte Liebe ist halt teuer- Aber da hätte er doch bestimmt auch Leute in der leistbaren Sektion gefunden. Klar, wenn man ein Doppelleben hat, ist die gesamte Organisation schwieriger.

    Zuguterletzt hat man(n) in der Regel zwei treue Hände.
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#5 Sukram712Anonym
  • 07.02.2018, 22:01h
  • 360.000 Euro : 10 Jahre : 365 Tage sind über 98 Euro am Tag!
    Und ausnahmslos jeden Tag hat der seine Lover doch bestimmt nicht getroffen ...

    Gekaufte Liebe ist mitunter sehr teuer und manche Jungs versuchen einem echt mit allen Tricks das Geld aus der Tasche zu ziehen. Finde ich süß. :D

    Aber sooo teuer sind die idR doch auch wieder nicht. Jedenfalls wenn man sich mit jahrelanger Erfahrung etwas junge Männer unterstützt und TG-Boys sucht und dabei auch etwas die Kosten im Auge behält.
    Außerdem gibt es schwule Saunen und Cruising Bars und Großstädte sind voll mit osteuropäischen Stricher-Jungs.

    Da kann jemand nicht besonders klug gewesen sein. Und wenn jemand sooo viel gestohlenes Geld dermaßen verprasst, dann würde ich das eher noch als strafverschärfend werten.
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#6 TheDadProfil
  • 08.02.2018, 10:29hHannover
  • Antwort auf #5 von Sukram712
  • ""360.000 Euro : 10 Jahre : 365 Tage sind über 98 Euro am Tag!
    Und ausnahmslos jeden Tag hat der seine Lover doch bestimmt nicht getroffen ...

    Gekaufte Liebe ist mitunter sehr teuer und manche Jungs versuchen einem echt mit allen Tricks das Geld aus der Tasche zu ziehen.""..

    Qualitativ hochwertige Dienstleistung hat ihren Preis..
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#7 herve64Ehemaliges Profil
  • 10.02.2018, 12:56h
  • Und wieder mal geht es munter am Kern der Sache vorbei. Die Frage ist nicht die, bei wem er gegen wieviel Geld sexuelle Gefälligkeiten erkauft hat, sondern schlicht und ergreifend um die Tatsache, dass es nicht sein eigenes Geld war, das er dafür ausgegeben hat, und zwar noch in astronomischer Höhe.

    D. h. es geht um Diebstahl bzw. Veruntreuung und den gesamten Rattenschwanz, der sich daran anschließt, sprich: um die straf- und arbeitsrechtlichen Konsequenzen, die dieses Verhalten nach sich zieht.

    Und da prophezeihe ich mal, dass er sein künftiges Leben ganz schön versemmelt hat und in ferner Zukunft kleinere Brötchen backen kann, wenn er Glück hat.
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