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Pornostar in Bedrängnis

Topher DiMaggio verliert Werbevertrag mit Andrew Christian

Nach mehreren Vorwürfen sexueller Übergriffe will der in der Community populäre Unterwäscheproduzent Andrew Christian nicht mehr mit Topher DiMaggio werben.


Pornodarsteller Topher DiMaggio war bisher ein wichtiges Werbegesicht für Andrew Christian (Bild: Andrew Christian)

  • 8. Februar 2018, 10:12h 8 2 Min.

Der amerikanische Unter- und Badehosenhersteller Andrew Christian reagiert auf die Vorwürfe gegen Pornodarsteller Topher DiMaggio, der in den letzten Jahren eines der Gesichter des Unternehmens war. Man werde vorläufig nicht mehr mit dem umstrittenen 32-Jährigen zusammenarbeiten, kündigte die im kalifornischen Hollywood ansässige Firma in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag an.

"Andrew Christian duldet sexuellen Missbrauch genauso wenig wie jede andere Art von Missbrauch oder schlechte Behandlung von Mitgliedern unserer Community", heißt es auf der Facebook-Seite von Andrew Christian. "Wir nehmen die Anschuldigungen der Opfer sehr ernst. Deshalb ist Topher auf unbestimmte Zeit suspendiert, während wir uns die Sache anschauen." Als Firma setze man sich für ein "sicheres und willkommen heißendes Umfeld für unsere LGBTQ-Familie" ein.

Andrew Christian does not condone sexual abuse or any other type of abuse or mistreatment to members of our community….

Posted by Andrew Christian on Mittwoch, 7. Februar 2018
Facebook / Andrew Christian
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Fünf Männer werfen DiMaggio vor, übergriffig geworden zu sein

Insgesamt fünf Männer sprachen in den letzten zwei Wochen in der Öffentlichkeit über angebliche sexuelle Übergriffe von DiMaggio. Den Anfang hatte Pornodarsteller Tegan Zayne gemacht, der seinem Kollegen vorgeworfen hatte, ihn vor einem Dreh trotz mehrfachen "Neins" penetriert zu haben (queer.de berichtete). Kurze Zeit später berichteten zwei Männer, die nicht im Pornobusiness arbeiteten und anonym bleiben wollten, ebenfalls von Vergewaltigungen durch den Pornostar (queer.de berichtete). Erst vor wenigen Tagen erzählten zwei weitere Männer, darunter ein prominenter YouTube-Komiker, von ungewollten und aggressiven Annäherungsversuchen durch den Pornostar (queer.de berichtete).

Andrew Christian ist eine 2001 gegründete Firma, die weltweit insbesondere in der Schwulencommunity populär ist. Das Unternehmen zeigte sich auch politisch engagiert: 2008 bot sie kurz vor den Präsidentschaftswahl Obama-Retropants an, um den demokratischen Kandidaten zu unterstützen. Ein Teil der Einnahmen wurde an die Obama-Wahlkampagne gespendet (queer.de berichtete). (dk)


Andrew Christian beim CSD in Washington (Bild: Alex Guerrero / flickr)

#1 JuJulienAnonym
  • 08.02.2018, 14:29h
  • Unschuldsvermutung ade. Ich könnte kotzen.
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#2 Jadughar
  • 08.02.2018, 15:23hHamburg
  • Antwort auf #1 von JuJulien
  • In den USA gibt es diese bei uns übliche Praxis nicht! Auch in Zweifelsfall werden Verdächtige verhaftet, bis sich eventuell herausstellt, daß sie unschuldig sind. So kommt es, daß in den USA schon viele Unschuldige hingerichtet worden sind und noch hingerichtet werden!
    Auch hier in unserem Land existiert zwar die Unschuldsvermutung, doch in der Praxis gibt es von seitens der Bevölkerung fast immer eine Vorverurteilung, was ich selbst einmal erlebt hatte, als mein Chef verhaftet wurde. Man hatte ihn seine Existenz zerstört und die Mitarbeiter in seiner Firma wurden auch geschädigt durch diese Vorverurteilungen! Da bezahlten viele Firmen die von uns erfüllten Aufträge nicht mehr!
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#3 PatroklosEhemaliges Profil