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Einzelkommentar zu:
Wie homophob sind Berlins muslimische Gemeinden?


#2 Sven100Anonym
  • 08.02.2018, 21:54h
  • Der Kern des Problems ist, dass von moslemischen Männer erwartet wird, dass sie eine Familie gründen und Kinder haben. Im Islam gibt es die strenge Teilung zwischen Mann und Frau. Beide haben ihre Rolle, die die Gesellschaft von ihnen erwartet, auszufüllen. Homosexuelle, die nicht eine Frau heiraten und keine eigenen Kinder zeugen "verraten" ihre Mitmänner in den Augen der konservativen Moslems. So wird es seit über 1000 Jahren im Islam gehandhabt. Der Islam bestraft nicht das, was diskret ("im Dunkel der Nacht") geschieht.
    Ebenso sind tiefe Freundschaften zwischen Männern möglich, aber immer unter der Voraussetzung, dass ein Mann durch die Zeugung von Kindern bewiesen hat, dass er ein "richtiger Mann" ist. Ein Leben nach modernem westlichen Vorbild, also eine Zweierbeziehung von zwei Männern ohne Kinder, ist für Moslems so gut wie nicht möglich. Nur ganz vereinzelt leben einheimische Homosexuelle ihr Leben, hauptsächlich in Großstädten wie Istanbul, wo sie im früheren Europäerviertel Beyolu ihr Leben weitgehend ungestört leben dürfen. Dies ist in etwa vergleichbar mit dem Prenzlauerberg in Ostberlin zu Zeiten der DDR. Auch dort gab es einen Freiraum für Menschen, die anderswo nicht integrierbar waren.
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