Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?30620

Mitbewohner gefasst

Berlin: Festnahme im Mordfall Helmut Renger

Ein 47-Jähriger steht im Tatverdacht, einen 42-jährigen schwulen Mann in Berlin getötet zu haben. Laut Polizei war das Opfer in der "Cruising-Szene" aktiv gewesen.


Die Polizei bittet weiterhin die Öffentlichkeit um Hinweise im Mordfall Helmut Renger (Bild: Polizei Berlin)

  • 9. Februar 2018, 09:21h, noch kein Kommentar

Schon seit Herbst hält das Verschwinden des 42-jährigen Schwulen Helmut Renger aus Wilmersdorf die Hauptstadtpolizei auf Trab. Am Donnerstagmorgen ist den Behörden offenbar ein Durchbruch gelungen: Die Polizei konnte um 9.30 Uhr einen Haftbefehl gegen einen 47-jährigen Verdächtigen in einer Kneipe im Ortsteil Charlottenburg vollstrecken, der Renger umgebracht haben soll. Der Festgenommene war der Mitbewohner des mutmaßlichen Opfers. In welchem Verhältnis die beiden ansonsten zueinander standen, verriet die Polizei nicht.

Den gemeinsamen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Polizei Berlin zufolge hat der Tatverdächtige den Renger am 19. Oktober 2017 unmittelbar nach dessen Rückkehr aus dem Türkeiurlaub in der gemeinsamen Wohnung in der Bregenzer Straße getötet. Ob möglicherweise Habgier des Tatverdächtigen Grund der Tat sein könnte, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

- Werbung - Video (60s): KLM – Wir sind eine Airline

Leiche noch nicht gefunden

Die Leiche des Getöteten ist nach wie vor verschollen. Die Ermittler sind sich dennoch sicher, dass Renger tot ist und der Verdächtige dafür verantwortlich gemacht werden kann. Die Behörden machten keine weiteren Angaben, welche Ermittlungsergebnisse zu diesem Urteil geführt hatten.

Die Polizei nimmt auch weiterhin Hinweise aus der Bevölkerung entgegen. Sie hatte sich in diesem Fall erstmals Anfang Dezember an die Öffentlichkeit gewandt (queer.de berichtete). Damals hieß es vonseiten der Polizei, dass das Opfer in der "Cruising-Szene" verkehrte und es keine Anzeichen für ein freiwilliges Wegbleiben gebe.

Mitte Januar startete die Polizei erneut einen öffentlichen Aufruf, der andere Fragen aufkommen ließ: Als möglichen Tathintergrund habe man demnach "geschäftliche Tätigkeiten im Bereich des Online-Tradings mit Devisen" geprüft: "Über ein vermutlich betrügerisches Investment-Modell dürfte der 42-Jährige mit der Art eines Schneeball-Systems Gelder von Investoren zurückliegend verloren oder sogar hauptsächlich für sich selbst verwandt/investiert haben", hieß es damals (queer.de berichtete). Mit einem solchen Geschäftsmodell sei Renger bereits einmal in Insolvenz gegangen, Anleger hätten Einlagen verloren, so die Polizei weiter.

Zeugen werden weiterhin gebeten, sich bei sachdienlichen Hinweisen an die Polizei zu melden – entweder per Telefon unter (030) 4664 911 222 oder per E-Mail an LKA112@polizei.berlin.de zu melden. (pm/dk)