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Homophobie

Fox News beklagt: US-Olympiateam ist "dunkler, schwuler, anders"

Statt "Schneller, höher, stärker" herrsche bei den US-Olympioniken offenbar das Motto "Dunkler, schwuler, anders", beklagt sich der führende Nachrichtenkanal in Amerika.


Fox News sorgt für Alarmstimmung: Nehmen Schwule und Schwarze weißen Hetero-Sportlern die Plätze bei Olympia weg? (Bild: Screenshot FNC)

Rassistisch und homophob – so lauten die Urteile in sozialen Netzwerken über einen kurz vor dem Start der Winterolympiade in Südkorea auf der Fox-News-Channel-Seite veröffentlichten Kommentar von John Moody, dem Vize-Chefs des amerikanischen Nachrichtenkanals. Darin beklagt der Journalist, dass das Nationale Olympische Komitee zu viel Kraft für Vielfalt verschwende.

Wenn das nicht über Nacht geändert wurde, lautet das Motto der Olympiade seit 1894 "Schneller, höher, stärker". Es scheint so, als ob das NOK das gerne in "Dunkler, schwuler, anders" ändern möchte. Wenn das Ziel ist, Medaillen zu gewinnen, ist das nicht hilfreich.

Moody bezog sich dabei auf einen Artikel aus der "Washington Post", wonach sich das NOK zufrieden darüber äußerte, dass dieses Jahr mehr Schwarze und asiatischstämmige Athleten antreten, ebenso wie zwei schwule Männer – die ersten offen schwulen US-Teilnehmer in der Geschichte der Winterolympiade (das gesamte Team LGBTI in Pyeongchang). Durch die Vielfalt, so das NOK, würde die Bevölkerung besser repräsentiert. Man müsse dafür sorgen, dass die Mannschaft auch wie Amerika aussehe.

Twitter / olyphil | Sportjournalisten wie Philip Hersh beschreiben die Fox-News-Kolumne als "ekelhaft".

Freilich zählen für die Olympiaqualifikation in den USA, wie auch anderswo, weder Hautfarbe noch sexuelle Orientierung, sondern die Sportler müssen schneller auf Skiern den Berg runterfahren oder kompliziertere Pirouetten springen als die Konkurrenz. Und dass zwei von 243 amerikanischen Athleten homosexuell sind, scheint eher eine Randnotiz der Spiele zu sein als eine neue Verlierer-Strategie, wie Moody mutmaßt.

Der Fox News Channel hat sich in den Neunzigerjahren als Meinungskanal der Republikanischen Partei etabliert – Präsident Donald Trump betreibt regelmäßig auf Twitter Werbung für den Sender, der national weit bessere Einschaltquoten erzielt als die Konkurrenten von MSNBC und CNN.

In den USA kam es vor dem Start der Spiele in Pyeongchang bereits zu Irritationen, weil Vizepräsident Mike Pence – ein erklärter Homo-Gegner – zum Chef der Olympiadelegation ernannt wurde. Der schwule Olympiateilnehmer Adam Rippon kritisierte dies scharf. Pence, der unter anderem als Gouverneur von Indiana ein Gesetz unterstützte, das die Diskriminierung von sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten ausdrücklich erlauben sollte, behauptete daraufhin, Rippon solle nicht auf "Fake News" hereinfallen (queer.de berichtete). (dk)

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#1 SchlauschnackerAnonym
#2 Tommy0607Profil
  • 09.02.2018, 18:07hEtzbach
  • Amerika ist doch wohl ein Land für jeden Menschen ; egal welcher Herkunft , Sexualität oder Religion. Hat das nicht mal Präs. Lincoln gesagt?
    Und wir haben jetzt das 3. Jahrtausend. Da sollten "Menschen " etwas toleranter und menschlicher geworden sein !
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#3 BuntesUSchoenesEhemaliges Profil
#4 Roman BolligerAnonym
#5 TimonAnonym
  • 10.02.2018, 09:26h
  • Das zeigt wieder mal, wie sehr die USA unter Trump nach rechts rücken.

    Alle teilnehmenden Athleten haben sich aufgrund ihrer sportlichen Leistungen zur Teilnahme qualifiziert. Wie die aussehen oder wen die privat lieben sollte doch egal sein.
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#6 herve64Ehemaliges Profil
  • 10.02.2018, 13:12h
  • Bleibt an dieser Stelle zu hoffen, dass die dunkleren, schwuleren und andersartigen AthletInnen den USA einen dermaßen riesigen Medaillensegen bescheren, so dass den bornierten Sendemachern damit das Maul gestopft wird.
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#7 MannsbildAnonym
  • 10.02.2018, 15:23h
  • Auch das hat zwei Seiten: genauso ekelhaft, wie es ist, Sportler zu unterstützen, nur weil sie 'traditionellen' Vorstellungen entsprechen ist es genauso ekelhaft, Sportler aus 'diversity'- Gründen zu unterstützen.
    Können bitte einfach die besten Sportler antreten - egal ob Nazi, Tunte, Umgebaute, religiöser Fundamentalist, everybody's darling oder sonstwer... Es geht doch bei einer Olympiade nicht darum, wenn man toll findet oder liebt oder haßt, es geht um den besten Sportler!!! - und wen ich dann mag oder unterstütze ist doch dann bitte meine Sache, da brauch ich keine 'öffentliche Meinung' für.
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#8 ursus
#9 stromboliProfil
#10 ursus