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Schwere Entgleisung

Andreas Laun vergleicht homosexuelle Liebe mit Auschwitz

Mit der Begründung, man könne auch kein KZ segnen, lehnt der Salzburger Ex-Weihbischof katholische Liturgien für lesbische und schwule Paare ab.


Weihbischof Andreas Laun war sichtlich gut gelaunt, als er vor zwei Jahren an der homophoben "Demo für alle" teilnahm (Bild: Norbert Blech)

Auf die vorsichtige Debatte innerhalb der katholischen Kirche über eine mögliche Segnung lesbischer und schwuler Paare reagieren die Hardliner mit immer schrilleren und noch mehr verletzenden Äußerungen. Nachdem der emeritierte deutsche Kurienkardinal Paul Josef Cordes Homosexuelle in der vergangenen Woche bereits mit Mafiosi verglichen hatte, die man ja auch nicht segne, brachte Salzburgs ehemaliger Weihbischof Andreas Laun nun sogar Konzentrationslager ins Spiel.

"Den Segen Gottes kann man für Sünder, aber nicht für die Sünde erbitten", schrieb der 75-Jährige in einem Beitrag auf dem Portal kath.net. "Also könnte man kein Bordell einweihen, kein KZ oder Waffen segnen, die nicht ausschließlich zur Jagd oder zur legitimen Verteidigung bestimmt sind. Darum ist klar, man darf auch nicht eine Verbindung segnen, die sündhaft ist, nicht die Mafia, keinen Segen für Vereinigungen oder Einrichtungen geben, die Abtreibung fördern und durchführen oder glaubensfeindliche Ideologien verbreiten, antisemitische Inhalte und andere Formen rassenfeindlichen Denkens."


Friedrich Kühne wurde wegen seiner Homosexualität von den Nationalsozialisten in das KZ Auschwitz verschleppt. Die schwulen Häftlinge wurden mit einem rosa Winkel gekennzeichnet (Bild: J. Hutter)

Segen nur für einzelne Homosexuelle zur "Bekehrung"

Vehement widersprach Laun dem Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx, der sich Segnungen gleichgeschlechtlicher Paare zumindest im Einzelfall vorstellen kann: "Man kann eine Verbindung zweier homosexueller Männer oder lesbischer Frauen nicht segnen: Zwei Männer oder Frauen, die de facto homosexuell sind, natürlich schon, und da geschieht ja auch in jeder hl. Messe, die von ihnen besucht wird", so der Ex-Weihbischof. "In dieser nicht auf ihr Tun bezogenen Weise empfangen den Segen auch alle anderen Sünder und die Kirche hofft dabei, dass sie sich unter dem Einfluss der Gnade Gottes bekehren werden!"

Zur Idee, ein "sündhaftes Verhalten" zu segnen, fiel Laun ein Zitat von Jesaja ein: "Weh denen, die das Böse gut und das Gute böse nennen, die die Finsternis zum Licht und das Licht zur Finsternis machen, die das Bittere süß und das Süße bitter machen." Rhetorisch fragte der ehemalige Weihbischof: "Ist das nicht genau das, was Kardinal Marx und andere, die denken wie er, machen? Wenn man auf ein Glas mit sauren Gurken ein Etikette 'Honig' klebt, bleiben die Gurken sauer! Das können auch segnende Bischöfe nicht ändern."

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Häufig homophobe Hetze auf kath.net

Der Wiener Andreas Laun war 1967 zum Priester geweiht worden und stieg schnell in der österreichischen Kirchenhierachie auf. 1995 wurde er von Papst Johannes Paul II. zum Weihbischof von Salzburg ernannt. Das Amt hatte er bis zum Erreichen der Altersgrenze von 75 Jahren im vergangenen Jahr inne. In dieser Zeit tat er sich als einer der homophobsten katholischer Würdenträger in der deutschsprachigen katholischen Kirche hervor.

Wiederholt warb Laun für Homo-"Heilung", warf Schwulen vor, eher Kinder zu missbrauchen als Heterosexuelle, und bezeichnete erst im vergangenen Jahr Homo- und Transsexuelle pauschal als "gestörte Männer und Frauen". Im vergangenen Monat hatte er – ebenfalls in einem Beitrag für kath.net – kirchliche Homo-Akzeptanz mit Smog verglichen.

Die Website kath.net veröffentlicht häufig Kommentare von oder Interviews mit einschlägig bekannten Homo-Hassern. Im letzten Jahr durfte etwa der Kasseler Biologie-Professor Ulrich Kutschera gegen die "politisch einflussreiche links/grün/rot-indoktrinierte Gender-Homo-Lobby" zu Felde ziehen (queer.de berichtete). (mize)

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#1 Homonklin44Profil
  • 12.02.2018, 08:28hTauroa Point
  • Langsam beschleicht einen das Gefühl, dass dieser Knilchensohn nicht nur in seiner kleinen, klerischen Welt versunken und verloren lebt und denkt, sondern auch menschlich betrachtet ein ziemlicher Kotzbrocken zu sein scheint.

    Seinem Glauben verhaftet zu sein ist das eine Manko, die christfaschistoide Blindheit mit solchen Vergleichsziehungen heraus zu stellen, wohl Wesensmerkmal, wenn man schon so lange die Schau auf die ganze Wirklichkeit verweigert hat.

    Interessanterweise gibt es diese Segnungen für Waffen und Kriegsgerät, bzw. für Kreuzzüge - heute militärische Einsätze-.
    Grade er als in seinen Ausdrucksweisen offenbar bekennender Christfaschist müsste da bei Vergleichen mit KZ's doch Bauchschmerzen kriegen.

    In dem Sinne - Katholiban, behaltet euren Segen und schmiert ihn in eure Haare / Glatzen!
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#2 PeerAnonym
  • 12.02.2018, 08:49h
  • Also jetzt ist endgültig Schluss.

    Wer jetzt noch Mitglied dieser Kinderschänder-Sekte ist, kann sich nicht mehr rausreden, dass er ja deren Meinungen nicht teilt. Wer jetzt noch in diesem menschenverachtenden, unchristlichen Verein Mitglied ist, muss sich klar sein, dass er faschistisches Gedankengut unterstützt.

    www.kirchenaustritt.de/
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#3 AndreasKAProfil
  • 12.02.2018, 08:50hKarlsruhe
  • ... mir verschlägt es immer wieder die Sprache, welch unfassbare Äußerungen jemand, der sich vom Kirchenmantel geschützt sieht, heraushaut.

    Ich kann nur hoffen, dass angesichts derartiger Entgleisungen zumindest einigen seiner kirchlich Anbefohlenen klar wird, was Menschen wie dieser Laun tatsächlich denkt.

    Und angesichts der Verbrechen, die auch und gerade die Kirchen (beider Konfessionen übrigens!) sich während der Nazi-Zeit aufgeladen haben, ist diese Äußerung äußerst verstörend und Laun sollte sich in Grund und Boden schämen.

    In diesem Zusammenhang stehe ich noch unter dem Eindruck einer Ausstellung namens "Von Golgata nach Auschwitz", die gerade in Karlsruhe gezeigt wird - es gibt auch ein gleichnamiges Buch dazu.

    Wenn man diese Zusammenhänge kennt, wie die Kirchen Judenhass unterstützt und von Amts wegen gebilligt haben (ganz wenige Ausnahmen einmal ausgeklammert), kann man den Kirchen kein Vertrauen hinsichtlich des Vertretens so genannter christlicher Werte (Barmherzigkeit, Nächstenliebe werden beispielsweise ja immer gern genannt) mehr zubilligen.

    ... und dann setzt Laun noch sowas obendrauf ... Hammer ...
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#4 PierreAnonym
  • 12.02.2018, 09:22h
  • Die Gleichstellung von Schwulen und Lesben mit der Segnung von KZs zu vergleichen, ist eindeutig Volksverhetzung.

    Wann wird dieser Hassprediger endlich wegen Beleidigung und Volksverhetzung verurteilt?!

    Es kann doch nicht sein, dass die Kirche ständig über dem Gesetz steht...
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#5 goddamn liberalAnonym
  • 12.02.2018, 10:05h
  • Herr Laun lebt in seiner eigenen Welt, in der es wohl nur kath. Priester und eben keine Männer mit dem rosa Winkel im KZ gab. Und in der seine Amtsbrüder nie Waffen gesegnet haben und Militärbischöfe waren (auch unter dem KZ-Betreiber Hitler, seinem Landsmann).

    Setzt ausgerechnet die österreichische Justiz diesem Kleriker-Tourette-Syndrom Grenzen?

    In einem tiefbraunen Land mit neofaschistischem Vizekanzler ist das unwahrscheinlich.
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#6 Sven100Anonym
  • 12.02.2018, 10:13h
  • Dieses unscheinbare Männchen hetzt seit Jahrzehnten gegen Schwule und Lesben. Hiermit scheint er eine "Marktlücke" gefunden zu haben, wo er Beachtung findet. Man bedenke, dass ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung immer noch anti-schwul denkt. Laun fühlt sich berufen, für diese Menschen als Sprecher aufzutreten. Dadurch ist er Argumenten nicht zugänglich, denn wenn er liberaler würde, wäre seine selbstgewählte Rolle als Sprecher der Konservativen vorbei.
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#7 Alex AndersAnonym
  • 12.02.2018, 10:20h
  • Hiermit hat Laun die Grenze zur Volksverhetzung überschritten.
    Anzeigen und im Fernsehen zeigen, wie er in Handschellen abgeführt wird.
    In Untersuchungshaft stecken und die Zellengenossen wissen lassen, dass er Kinderficker geschützt hat.
    Und dann den Dingen ihren Lauf lassen.
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#8 BuntesUSchoenesEhemaliges Profil
  • 12.02.2018, 10:37h
  • Jetzt wird es Zeit, dass ein Strafmaß Wirkung zeigt. Die Grenzen sind längst überschritten.
    Wie lange lässt man ihn denn gegen eine Menschengruppe hetzen?
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#9 KMBonnProfil
  • 12.02.2018, 10:40hBonn
  • Mal abgesehen davon, dass mein Mann und ich weder katholisch sind noch auf irgendwelches kirchliches Brimborium Wert legen - aber die Äußerungen dieses geweihten Bibelbimbos, der die #ehefueralle auf eine Stufe mit Konzentrationslagern stellt, sind an Widerwärtigkeit nicht zu überbieten.
    Wenn Fanatiker wie Bischof Andreas Laun oder Kardinal Cordes sich schon selbst versklaven und dieses olle Sammelsurium alter Märchen, auch Bibel genannt, so hoch stellen, dass die Lebenswirklichkeit davon völlig unberührt bleibt, sollen sie das bitte in ihrem katholischen Lügen- und Mißbrauchsklüngel tun.
    Ich würde diese widerlichen Pfaffen aus dem Haus prügeln.

    Es bestätigt mich einmal mehr in meiner Entscheidung, die Haßfratze von Andreas Laun auf unserem Fassadenbild dem Gesicht von Kalif Al Bagdadi entgegengestellt zu haben.

    i2.wp.com/bilder.bundesamt-magische-wesen.de/2017/09/Fassade
    nbilder.jpg?ssl=1
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#10 kuesschen11Profil
  • 12.02.2018, 10:46hFrankfurt/Main
  • Laun outet sich mit seinen kruden Vergleichen als Christfaschist, den er ohne Zweifel darstellt.

    Er müsste wegen Volksverhetzung und schwerer Beleidigung angezeigt werden. Doch da hat die katholische Kirche den Staat in der Hand.

    Daher:
    Nehmt keinen Segen
    Von katholischen Bischöfen an.
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