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Einzelkommentar zu:
Lob und Tadel für Thüringer Landesprogramm gegen LGBTI-Diskriminierung


#6 TheDadProfil
  • 16.02.2018, 12:22hHannover
  • Antwort auf #5 von falsches Signal
  • ""Letzteres ist eine Unterstellung. ""..

    Letzteres ist der Subtext Deiner Aussage, denn sie missachtet daß es keine anderen Möglichkeiten zum sofortigen Opferschutz gibt !

    Natürlich kann man die Täter in andere Einrichtungen verbringen..

    Dann besteht die Gefahr das sich "Mit-Bewohner" dazu aufgerufen fühlen ähnlich zu handeln, und das Getane fortzusetzen, denn nun sind die Opfer in der Einrichtung geoutet, und das zumeist zwangsweise durch den Übergriff selbst..

    Die Vorbeugung gebietet aber die Opfer vor weiteren Angriffen zu schützen..
    Das kann nur stattfinden, wenn man die Opfer in besser geschützte Einrichtungen nimmt, und was gäbe es besseres als ein Wohnen unter Menschen die aus den gleichen Gründen des Schutzes in einer gemeinsamen Einrichtung leben DÜRFEN !

    ""Dass das (z.B.) aufgrund von Wohnsitzauflagen nicht möglich sein soll, halte ich für ein schwaches Argument.""..

    Ist aber blöderweise so, denn die Anzahl der vorhandenen Einrichtungen ist begrenzt..

    ""Personen, die hier Schutz suchen, aber bereits während ihres Asylverfahrens gewalttätig werden, sollten m.E. ernste Konsequenzen zu befürchten haben - auch in Bezug auf die Chancen ihres Asylverfahrens.""..

    ""sollten""..
    Konjunktiv ist hier Fehl am Platz..
    Vor allem weil gewalttätig aufgefallene Menschen Konsequenzen erfahren..
    Über das Strafrecht..
    Ob das Strafverfahren dann Auswirkungen auf das Asylverfahren hat, ist eine andere Frage..
    Für die Zwischenzeit muß dann also eine Zwischenlösung her..

    ""Meiner persönlichen Ansicht nach gehören sie auf möglichst schnellem Wege in Gewahrsam bzw. in Haft - mit konkreter Perspektive von Ausweisung bzw. Abschiebung.""..

    Strafverfahren werden durchgeführt, das braucht Zeit..
    Asylverfahren werden durchgeführt, das braucht meist noch mehr Zeit..
    Am Abschluß beider Verfahren steht dann die Entscheidung ob jemand hier bleiben darf, oder nicht, denn die Tatsache das jemand mal gewalttätig wird relativiert das objektive Schutzbedürfnis dieses gewalttätigen Menschen vor der Verfolgung durch den Staat aus dem er geflohen ist überhaupt nicht !

    Und so ist es uns dann auch nicht erlaubt das Schutzbedürfnis und damit den Asylanspruch eines Menschen nur deshalb einfach zu negieren, weil er sich in unserer Gesellschaft als "wenig sozialisiert" herausstellt..

    Strafrecht dient übrigens der Sozialisation..

    ""Natürlich innerhalb des rechtsstaatlichen Rahmens; wobei es durchaus diskutabel sein sollte, die rechtlichen Vorgaben bzw. die Anwendung dieser Vorgaben zu modifizieren.""..

    ""modifizieren"..
    Nach dann "moderaten" Vorgaben ?

    Ich halte es für nutzlos auf der Basis darüber entscheiden zu wollen wer hier leben darf, und wer zurück muß ins Kriegs-Geschehen Syriens beispielsweise eine vermeintlich "rechtsstaatliche Diskussion" führen zu wollen, an deren Ende sich dann nur zeigen würde, wer von uns beiden das größere Arschloch ist..

    Denn bis zum Ende einer politischen Diskussion über die Veränderung von Gesetzen muß man immer noch Möglichkeiten schaffen Opfern SOFORT Schutz zu gewähren..
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