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Kommentare zu:
"Wir fürchten täglich, verhaftet zu werden"


#1 RobinAnonym
  • 18.02.2018, 10:22h
  • Schlimm.

    Und es ist ein Skandal, dass Union und SPD sich weiterhin weigern, ein generelles Asylrecht für verfolgte LGBTI zu schaffen.

    Und noch schlimmer:
    die machen sogar noch schmutzige Deals mit solchen Regimes und liefern Waffen, Panzer, Überwachungstechnik, etc. in solche Regionen.

    Pfui Union.
    Pfui SPD.
    Und auch pfui FDP, die das zu ihrer Regierungszeit genauso gemacht hat.
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#2 Carsten ACAnonym
  • 18.02.2018, 10:49h
  • Antwort auf #1 von Robin
  • Das stimmt natürlich.

    Aber ich finde es genauso unverständlich, wie noch Leute in solchen Staaten Urlaub machen können. Denn gerade bei solchen Staaten, wo Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist, unterstützt man mit sowas direkt die menschenverachtenden, LGBTI-feindlichen Strukturen.

    Und bei LGBTI kommt noch hinzu, dass man sich bei Urlaub dort selbst in große Gefahr begibt.
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#3 PyramidionAnonym
  • 18.02.2018, 11:10h
  • Antwort auf #2 von Carsten AC
  • Ja, das ist vollkommen richtig.

    Ich habe immer davon geträumt, die ägyptischen Kunstschätze mal persönlich zu besuchen und die herausragende alte Kultur zu besichtigen - so lange dort aber der Islam in dieser widerlichen Ausprägung herrscht, werde ich dieses (und ähnlich unterdrückende) Land bzw. Länder nicht betreten.

    Auch ägyptisches bzw. nordafrikanisches Obst/Gemüse kaufe ich nicht, hier spielt auch noch der Umweltfaktor eine Rolle.
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#4 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 18.02.2018, 11:11h
  • Das mit dem "in die Falle locken" kenne ich schon aus den Sechzigern und Siebzigern. Damals waren es "schwul aussehende Beamte" in den USA, oder an der BYU. Die Folge: Verhaftungen und Selbstmorde wegen der Stigmatisierung (die Namen wurden veröffentlicht).
    Überall, wo Religioten und andere Fanatiker das Sagen haben, werden wir als Sündenböcke gebraucht, an denen man(n) sein Mütschen abkühlen kann.
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#5 Gerlinde24Ehemaliges Profil
#6 FelixAnonym
  • 18.02.2018, 11:19h
  • "Sie sagten immer wieder, dass wir Ägypter eine konservative Gemeinschaft seien und wir so etwas in unserem Land nicht erlauben. [...] Meine Kommilitonen auf der Hochschule haben dasselbe gesagt."

    Das ist das schlimme.

    Selbst die jüngeren Generationen sind extrem fundamentalistisch und homophob. Es wird sich also auch in Zukunft nichts ändern.

    Ich kann nur allen LGBTI aus solchen Barbaren-Staaten raten, sich - falls irgend möglich - zivilisiertere Staaten zum Leben zu suchen.

    Und ich hoffe, dass es auch Staaten gibt, die solche Menschen aufnehmen und ihnen ein Leben in Freiheit und Sicherheit ermöglichen, statt einem Leben in ewiger Angst.
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#7 FelixAnonym
  • 18.02.2018, 11:23h
  • Antwort auf #5 von Gerlinde24
  • "Nicht nur keinen Urlaub da machen, sondern als Politiker ihnen auch die Knete streichen, so lange, bis sie aufhören!"

    Volle Zustimmung.

    Aber das sehen CDU, CSU und SPD leider anders. Zum Aufbessern ihrer Bilanz und dem Polieren des Staatshaushalts ist denen jedes Mittel recht. Für den Machterhalt gehen die über Leichen - im wahrsten Sinne des Wortes.

    Richtig pervers wird es dann, wenn die SPD dann auch noch was von Menschenrechten, Frieden, etc. labert, obwohl sie (dort wo es dem deutschen Staatshaushalt nützt) das genaue Gegenteil unterstützen.
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#8 FelixAnonym
  • 18.02.2018, 11:27h
  • Antwort auf #3 von Pyramidion
  • "Auch ägyptisches bzw. nordafrikanisches Obst/Gemüse kaufe ich nicht, hier spielt auch noch der Umweltfaktor eine Rolle."

    Vielen Dank für diesen Hinweis. Da hatte ich gar nicht dran gedacht, dass es neben dem Tourismus ja noch andere Dinge gibt, wie jeder einzelne von uns etwas tun kann.

    Und wenn das genug Menschen tun, kann man durchaus etwas bewegen - siehe damals der Boykott von Barilla oder auch viele Jahre zuvor von Shell (Stichwort: Brent Spar), wo die Verbraucher Miliarden-Konzerne in die Knie gezwungen haben.

    Man könnte z.B. auch Supermärkte die Lebensmittel aus diesen Regionen verkaufen, generell meiden und ihnen auch mitteilen, warum man das tut.
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#9 PierreAnonym
  • 18.02.2018, 11:31h
  • Antwort auf #4 von Gerlinde24
  • "Überall, wo Religioten und andere Fanatiker das Sagen haben, werden wir als Sündenböcke gebraucht, an denen man(n) sein Mütschen abkühlen kann."

    Ja, leider wahr.

    Religion kann nur durch Unterdrückung, Bevormundung und das Schüren von Hass funktionieren.

    Nur Menschen, die unglücklich sind brauchen irgendwelche Heilsprediger. Und die müssen ihren Anhängern einen gemeinsamen Feind und das "wahrhaft Böse" präsentieren, um ihnen Angst zu machen und sie auf Linie zu bringen.
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#10 Julian SAnonym
  • 18.02.2018, 11:40h
  • Ich werde niemals verstehen, wie man Menschen aufgrund derer einvernehmlichen Liebe hassen und gar verfolgen kann.

    Die Beschreibungen dieses armen Studenten erinnern mich sehr an die Lage in Deutschland im Dritten Reich.

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    Ich habe auch schon über Asyl nachgedacht. Aber ein Anwalt sagte mir, dass der Asylprozess in Deutschland sehr lang und kompliziert ist und ich möglicherweise drei Jahre auf eine Entscheidung warten muss. Und was mache ich, wenn ich nicht angenommen werde?
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    Das ist ein Armutszeugnis für Deutschland und alle anderen (angeblich zivilisierten) westlichen Staaten.

    -------------------------------------------------------------------
    Die Regierungen der westlichen Staaten, die immer die Menschenrechte hochhalten, müssen uns jetzt helfen.
    --------------------------------------------------------------------

    Dafür bräuchte man Anstand und Moral. Aber vielen Regierungen geht es nur um Macht, Geld und ihren persönlichen Vorteil.

    Offenbar hat so ein verfolgter, junger Mensch mehr Anstand als unsere schwarz-rote Bundesregierung, die weiterhin "keinen Handlungsbedarf" sieht.
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#11 darth_vaderAnonym
  • 18.02.2018, 12:32h
  • wahnsinnig intelligente idee mit dem wirtschafts-boykott! die saudis schicken euch ein dankschreiben
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#12 Pfui SPDAnonym
  • 18.02.2018, 12:39h
  • Wie sagte mir mal jemand von der SPD, den ich letzten Herbst im Wahlkampf an einem Wahlkampfstand der SPD gefragt hatte, wie die SPD es denn mit ihrem Gewissen vereinbaren kann, mit Rüstungs-Exporten Diktatoren zu unterstützen und dass dort auch Schwule und Lesben inhaftiert, gefoltert und ermordet werden, aber hierzulande kein Asyl erhalten.

    Und was sagte mir da dieser SPD-Typ:
    "Seien Sie doch lieber froh, dass es hier nicht so ist. Wenn uns die Waffen-Exporte wegbrechen, wird die AfD nur noch stärker und dann können Sie nochmal überlegen, was Ihnen lieber ist."

    Nein SPD:
    man kann auch auf die Unterstützung der Verfolgung von sexuellen Minderheiten verzichten, ohne die AfD stärker zu machen. Man müsste nur endlich mal wieder sozialdemokratisch werden und echte sozialdemokratische Politik machen, statt sich vor lauter Angst vor erstarkenden Rechten der rechten Gesinnung anzubiedern...
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#13 seb1983
#14 LarsAnonym
  • 18.02.2018, 15:11h
  • Ich halte Boykotts für eine naive Idee und auch die Veränderung des Asylrechts allein wird es nicht bringen. Dazu gibt es viel zu viele Länder, in denen ähnliche Probleme bestehen wie in Ägypten. Sicher könnte man die Situation von einigen wenigen queeren Menschen verbessern, die selbständig, jung und gut ausgebildet sind und so etwas wie ein queres Selbstbewusstsein entwickelt haben, um auszuwandern. Ds ist o.K.. Man hilft einer gewissen Oberschicht, aber nicht der Masse der Leute, die in großen familiären Strukturen leben und die von den sozialen Strukturen ihrer Familien abhängig sind.

    Wenn man bedenkt, dass der Prozentsatz von queeren Menschen mindestens 5% oder mehr ausmacht, dann ist klar, dass sich langfristig viel mehr verändern muss, als ein paar Gesetze - es sind die Gesellschaften an sich.

    Ich würde mir Berichte wünschen, die über den Tellerrand unserer westlichen Wohlstandsgesellschaft hinausblicken und die komplexe soziale, ökonomische, historische und kulturelle Wirklichkeit von solchen Ländern erklären. Wie kann man Gesellschaften unterstützen, dass sie aus sich selbst heraus Fluchtursachen bekämpfen?
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#15 Julian SAnonym
#16 Julian SAnonym
  • 18.02.2018, 15:41h
  • Antwort auf #13 von seb1983
  • Selbst wenn ein Boykott nicht die erwünschte Wirkung realisiert, bleibt die Frage, ob man das mit eigenem Geld unterstützen will oder nicht.

    Es wenigstens versucht zu haben und zu scheitern ist immer noch besser, als es gar nicht versucht zu haben und untätig rumzuhocken.
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#17 Julian SAnonym
#18 MatsAnonym
  • 18.02.2018, 16:00h
  • Antwort auf #12 von Pfui SPD
  • Volle Zustimmung!

    Was die AfD stark macht, ist Ungerechtigkeit, zunehmende Armut von Kinderarmut bis Seniorenarmut.

    Und das liegt nicht daran, dass deutsche Politik nicht "rechts" genug sei, sondern u.a. an der Politik der SPD. Ein ganz wichtiger Punkt war damals die Agenda 2010, als die Armen noch ärmer gemacht wurden, damit die SPD den Spitzensteuersatz massiv senken konnte und die Vermögenssteuer komplett abschaffen konnte.

    Und dann hat man auch noch den Wohnungsmarkt für ausländische Heuschrecken-Investoren geöffnet, die Finanzmärkte für Hedge-Fonds geöffnet, etc.

    Wenn die SPD die AfD bekämpfen will, sollte sie sie nicht imitieren, sondern die von der SPD selbst verursachte soziale Spaltung rückgängig machen und dafür sorgen, dass die Schere zwischen Arm und Reich nicht immer weiter auseinander geht.
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#19 Tommy0607Profil
  • 18.02.2018, 16:10hEtzbach
  • Warum müssen Menschen andere Menschen diskriminieren in der Welt ; nur aufgrund einer Religion , Sexualität oder Herkunft in der Welt ?
    Verstehen Menschen Religionen / Glauben nicht ?
    Meinen Menschen besser als eine "Göttliche Schöpfung " zu sein ?
    Ist die "Spezies Mensch " nur so von Hass geprägt , dass sie "Gewalt und Kriege liebt" in ihrer "kurzen Dauer" auf der Welt?
    Nun ja, wenn diese Spezies den "Hass" so liebt , wird es nicht lange dauern ; das die Welt "Ruhe" von der Spezies hat
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#20 seb1983
#21 LarsAnonym
  • 18.02.2018, 17:02h
  • Antwort auf #17 von Julian S
  • Es ist sicher nötig, Menschen in akuten Notlagen zu helfen, aber das reicht nicht aus. Auf jeden Fall ist das auf lange Sicht kein ausreichendes und kein professionelles politisches Konzept.

    Man darf die "anderen", die sich in ihren Großfamilien auf dem Dorf irgendwie durchwurschteln müssen, nicht vergessen, sonst werden sie schon aus heimlichem Neid und aus Trotz homophob. Und die autoritären Regimes und die religiösen Führer haben es leicht, denen zu sagen: "Der Westen interessiert sich eh nicht für Euch".

    Mich ärgert es deshalb auch, wenn manche diese Länder als Lieferanten für Südfrüchte und als Urlaubsländer wahrnehmen, auf deren Besuch man im Zweifel verzichten kann. Mit dieser Haltung hält man sich die Probleme der Welt schön vom Leib und hat auch noch ein gutes Gewissen dabei.

    Ich weiß, es ist nicht einfach ...
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#22 LorenProfil
#23 queergayProfil
  • 18.02.2018, 19:07hNürnberg
  • Grundlegender Nährboden für queere Verfolgung ist primär die islamisch geprägte Kultur und Staatsordnung.
    Religiös begründete Anti-Queer-Normen sind letztlich die Wurzel allen Übels.
    Das wahre Böse ist leider oftmals in religiös daherkommenden, pervertierten "Heilslehren" versteckt.
    Da hilft nur intensive Aufklärung über den wahnhaften Moloch, der sich zwischen Religion und Politik bewegt und eine entsprechende Symbiose darstellt.
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#24 TimonAnonym
  • 18.02.2018, 19:23h
  • Jede Regierung, die tatenlos weg sieht, statt zu handeln (oder die sogar noch Geschäfte mit solchen Regimes macht), macht sich mitschuldig.

    Bei Unrecht und Verfolgung tatenlos weg zu sehen ist genauso schlimm, wie das Unrecht zu begehen.

    Das gilt auch für unsere schwarz-rote Bundesregierung.
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#25 LarsAnonym
#26 LarsAnonym
#27 TheDadProfil
  • 20.02.2018, 12:03hHannover
  • Antwort auf #25 von Lars
  • ""Ja, Veränderungen brauchen einen langen Atem.""..

    Verweigerung..
    Die fehlende Haltung von Menschen die sich dann "Christen" nennen ohne ihre "Religion" dann auch zu verstehen..

    Zu verweigern die Vorgaben auch umzusetzen, die darin bestehen für das Gemeinwohl dafür zu sorgen das es allen anderen Menschen genauso gut geht wie einem selbst, die anderen Menschen die gleichen Rechte haben wie man selbst..

    Dieser "lange Atem" ist dann auch nichts weiter als die Verweigerung zu lernen, und erlerntes SOFORT umzusetzen..

    Und derlei Phrasen dienen dann auch noch dazu die Entrechteten auf "bessere Zeiten" hin zu vertrösten..

    Perfider geht nimmer..
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#28 LorenProfil
  • 20.02.2018, 12:22hGreifswald
  • Antwort auf #26 von Lars
  • Danke für diese beiden verlinkten Wortmeldungen, die ich sehr interessant finde und die mich -nebenbei bemerkt- an Diskussionen erinnern, die auch in hiesigen Gefilden geführt werden. Gut, wenn einige derjenigen selbst das Wort ergreifen, über die sonst geredet wird.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #26 springen »

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