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Kommentare zu:
SPDqueer gibt keine Empfehlung zum Mitgliederentscheid ab


#1 KaktusAnonym
  • 21.02.2018, 20:49h
  • Sollte es zu einer Groko kommen, lässt diese euch am langen Arm verhungern insbesondere cdu, csu. Um euch ruhig zu stellen wird man kleine Dinge beschließen oder irgend welche versprechungen machen die dann doch nicht eingehalten werden. Da war und wird die SPD machtlos bleiben. Da scheint es wohl eine Lobby zu geben die mehr Einfluss hat.
    Selbst Gewerkschaften geben eine Empfehlung ab, also warum nicht die SPDQueeren? Verstehe ich nicht.
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#2 RobinAnonym
  • 22.02.2018, 10:06h
  • Obwohl die SPD alle ihre LGBTI-Versprechen komplett aufgegeben hat, zeigt dass SPDqueer genauso ist wie der Rest der SPD:

    inhaltsleer, prinzipienlos und beliebig.
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#3 Carsten ACAnonym
  • 22.02.2018, 11:25h
  • SPDqueer:
    "bei der Frage des Regierungsbeitritts seien aber alle Themen des Koalitionsvertrags entscheidend."

    Wenn das denn mal so wäre...

    Die SPD hat ja nicht nur alle GLBT-Versprechen aufgegeben, sondern auch alle anderen, ohne die es angeblich "keine Koalition" geben würde.

    Z.B.:
    - Erhöhung des Spitzensteuersatzes
    - Einstieg in die Bürgerversicherung
    - komplettes Ende der sachgrundlosen Befristung
    - etc. etc. etc.

    Alles Dinge, die für die SPD angeblich Voraussetzung für eine Koalition sein sollten. Vom grundlegenden Versprechen, Angela Merkel nicht nochmal an der Macht zu halten, mal ganz zu schweigen.

    Die SPD schreibt sich jetzt die Dinge auf die Fahnen, die die Union eh ändern wollte - alleine schon wegen ihrer eigenen Wähler, die denen ja auch weglaufen.

    Und die SPD fällt voll drauf rein und lässt sich wieder mal komplett über den Tisch ziehen.
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#4 PeerAnonym
  • 22.02.2018, 12:06h
  • Danke an queer.de, dass ihr nochmal den Wahlkampf-Flyer der SPD gepostet habt.

    Da sind 10 homo- und transpolitische Punkte versprochen. Und wieviel hat die SPD davon umgesetzt?

    0 (in Worten: null).

    Dass man nicht alles umsetzten kann, weiß jeder, aber ein Kompromiss wäre es z.B. gewesen, wenn man nur einen Teil umsetzen konnte. Aber die SPD hat alles komplett aufgegeben.

    Genauso auch bei den anderen Punkten:
    wenn man den Spitzensteuersatz nicht so stark erhöhen konnte, wie gefordert, sondern weniger stark, dann wäre das okay. Aber stattdessen soll er gar nicht erhöht werden, nicht mal um 0,1 Prozent...
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#5 Julian SAnonym
  • 22.02.2018, 12:37h
  • Die SPD feiert sich momentan dafür, wie viele Minister-Posten sie rausgeschlagen hat.

    Nur hat sie darüber leider die Inhalte vergessen.

    Das zeigt wieder mal, dass es der SPD gar nicht mehr um Inhalte geht, sondern nur noch darum, möglichst viele Pöstchen fürs eigene Spitzenpersonal rauszuholen und die finanziell abzusichern.

    So sehen Parteien im Endstadium aus.
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#6 Mir wird schlechtAnonym
  • 22.02.2018, 13:25h
  • Antwort auf #5 von Julian S
  • Ja so sehen Parteien im Endstadium aus.
    Und wenn die SPD so wie fast alle europäischen sozialdemokratischen Parteien gestorben ist, werden sich die Merkels AKKs Lindners Straches Kurz Orbans und Kaczinskis dieses Kontinents auf die Schenkel schlagen. Wem ist damit gedient?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #5 springen »
#7 PierreAnonym
  • 22.02.2018, 13:37h
  • Antwort auf #6 von Mir wird schlecht
  • "[...] werden sich die Merkels AKKs Lindners Straches Kurz Orbans und Kaczinskis dieses Kontinents auf die Schenkel schlagen. Wem ist damit gedient?"

    Für echte Sozialdemokraten würdest Du recht haben.

    Aber wenn man mal anguckt, was die SPD aus der Sozialdemokratie gemacht hat, muss man vielmehr umgekehrt fragen:

    Wem ist mit einer SPD gedient, die nur noch Mehrheitsbeschaffer für die Merkels, AKKs, etc. ist?

    Eine SPD, die ihre Inhalte und Wahlversprechen vollständig aufgibt, nur um die Gegner dieser Inhalte an der Macht zu halten?

    Wir reden hier nicht mehr von einer sozialdemokratischen Partei, sondern von einem Anhängsel der Union.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #6 springen »
#8 MirIstSchonSchlechtAnonym
  • 22.02.2018, 13:43h
  • Immerhin lassen die SPD-Genossen die Gruppe SPDqueer (noch) existieren, im Gegensatz zum Arbeitskreis "LaizistInnen in der SPD", der vom Parteivorstand samt Gabriel u.a. mithilfe eines evangelischen "Theologen" kurzerhand verboten wurde und noch immer verboten ist!
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#9 PierreAnonym
  • 22.02.2018, 13:43h
  • SPDqueer hat sich also mit dem desaströsen Ergebnis der Verhandlungen abgefunden. So wie sich die gesamte SPD wohl damit abgefunden hat, nur noch Funktionspartei und Mehrheitsbeschaffer für die CDU/CSU zu sein...

    Diese Teilnahmslosigkeit und Resignation der "Genossen" ist der traurige Beweis, dass die SPD sich längst selbst aufgegeben hat. Diese Partei wurde schon seit Gerhard Schröder vollständig entkernt und Andrea Nahles schlägt jetzt den letzten Sargnagel ein.

    Diese Beliebigkeit selbst von SPDqueer, die einfach nur noch wie die Lemminge alles akeptieren, was man ihnen vorsetzt, egal wie es aussieht, ist eine politische Bankrott-Erklärung.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 Mir wird schlechtAnonym
  • 22.02.2018, 13:50h
  • Antwort auf #7 von Pierre
  • Wie dem auch sei.
    Wem ist damit gedient?
    Entweder werden die Grünen die nächsten Mehrheitsbeschaffer oder direkt die AfD und dann ist es endgültig vorbei mit linker Politik in D.
    Die SPD hat natürlich auch nicht wie Du behauptest alle ihre Grundsätze über Bord geworfen.
    Das Problem der SPD ist ihre Kleinmütigkeit
    Sie läuft sehenden Auges aus Feigheit in ihren Untergang. Angst wirklich Farbe zu bekennen, Angst als Vaterlandsverräter dazustehen.
    Diese Tendenz zeigte die SPD schon im Kaiserreich mit der Folge einer Spaltung die uns den Kommunismus beschert hat.
    Jetzt könnte sie uns die Wiedergeburt des Faschismus bescheren.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #7 springen »
#11 FennekAnonym
  • 22.02.2018, 13:57h
  • Antwort auf #10 von Mir wird schlecht
  • "Wem ist damit gedient?"

    U.a. denjenigen, die der Meinung sind, dass eine Partei nach der Wahl das tun sollte, was sie vor der Wahl verspricht.

    Weil alles andere eben nur radikale Kräfte stark macht.

    Und denjenigen, die keine SPD brauchen, die eh nur noch die Union an der Macht hält und sonst keinerlei Funktion mehr hat.

    Bestes Beispiel:
    da stellt sich Frau Nahles hin und fragt die Partei, ob sie denn wirklich warten wollen, bis es eine linke Mehrheit gebe.

    Ähm, hat Frau Nahles so ein schlechtes Gedächtnis oder hält sie die Parteimitglieder für so dumm? Diese linke Mehrheit hätte es in der letzten Legislaturperiode gegeben. Aber diese Mehrheit wollte die SPD (inkl. Nahles) nicht nutzen, sondern stattdessen lieber die Union an der Macht halten.

    Diese SPD braucht tatsächlich niemand mehr.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #10 springen »
#12 Mir wird schlechtAnonym
  • 22.02.2018, 15:03h
  • Antwort auf #11 von Fennek
  • "U.a. denjenigen, die der Meinung sind, dass eine Partei nach der Wahl das tun sollte, was sie vor der Wahl verspricht."

    Welche Partei hat das je getan?

    "Und denjenigen, die keine SPD brauchen, die eh nur noch die Union an der Macht hält und sonst keinerlei Funktion mehr hat."

    Die Rolle der SPD wird dann von Kräften übernommen, deren Beiträge wesentlich unangenehmer sein werden als die "Leistungen" der SPD.

    "Diese SPD braucht tatsächlich niemand mehr."

    Es wird in D keine strukturelle linke Mehrheit ohne die SPD geben.
    Alle anderen Konstellationen haben keine Mehrheit oder sind mindestens Mitte Rechts
  • Antworten » | Direktlink » | zu #11 springen »
#13 MatsAnonym
  • 22.02.2018, 15:12h
  • Meine letzte Hoffnung sind jetzt die SPD-Mitglieder. Hoffentlich setzen die dem Spuk ein Ende.

    Es geht nicht nur um die Zukunft der Sozialdemokratie, sondern auch ums Land. Denn eine erneute GroKo würde die AfD in nie geahnte Höhen katapultieren.

    Deshalb SPD-Mitglieder:
    Lasst Deutschland nicht im Stich. Stimmt GEGEN die Groko. Alles andere wäre nicht nur für die SPD fatal, sondern fürs ganze Land.

    Fallt nicht auf das Gerede von Nahles & Co rein, denen es nur um ihre Pöstchen geht. Wohin die die SPD gebracht haben, seht ihr ja.

    Und wie die ticken sieht man daran, dass die bei der Mitgliederbefragung zwar mehrere Zettel der Befürworter beigefügt haben, aber keinen einzigen der Gegner.

    Wenn die SPD dem Spuk ein Ende macht, werden die Menschen auch wieder sehen, dass die SPD Wort hält und neues Vertrauen fassen können. Falls es dagegen zur Groko kommt, ist jedes Vertrauen endgültig zerstört.
  • Antworten » | Direktlink »
#14 RobinAnonym
  • 23.02.2018, 10:25h
  • Antwort auf #13 von Mats
  • Ja, als es linke Mehrheiten gab, hat die SPD sie nicht genutzt, lieber mit Rechtspopulisten koaliert und alles daran gesetzt, dass es diese linken Mehrheiten nicht mehr gibt.

    Und jetzt nutzt sie genau diese von ihr verursachte Situation dafür, um (mit dem Verweis auf fehlende linke Mehrheiten) weiterhin mit Rechtspopulisten zu regieren.

    Noch perverser, duchtriebener und durchschaubarer geht es kaum. Oder wie schon jemand anderes sagte: eine Partei im Endstadium. Eine Partei, die sich selbst entkernt hat und sich jetzt mit der erneuten GroKo endgültig abschafft.

    Wären das echte Sozialdemokraten, wäre es schade. Aber um diese SPD, die nur noch Anhängsel der Union ist und die Menschen immer wieder neu verarscht, warum das alternativlos sei, ist es nicht schade. Das schafft Platz für neue, echte Sozialdemokraten.
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#15 ach hör doch aufAnonym
  • 23.02.2018, 11:03h
  • Antwort auf #14 von Robin
  • Die dann Du gründest?
    Oder warten wir einfach darauf, dass die Linke endlich mehrheitsfähig wird, nach dem sie ihre Putinaffintät abgelegt hat und ihre Sozialnationalisten á la Wagenknecht aus dem Verkehr gezogen hat?
    JA die SPD hat sich selbst zerlegt und viele Wähler enttäuscht, aber diese Vernichtungsschadenfreude geht doch meilenweit an der Nützlichkeit für das Land und auch uns als Community vorbei.
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#16 TheDadProfil
  • 23.02.2018, 11:34hHannover
  • Antwort auf #12 von Mir wird schlecht
  • ""Welche Partei hat das je getan?""..

    Alle die jeweils an die Regierung gekommen sind..
    Nur niemals vollständig, was entweder den klammen Kassen oder den jeweiligen Koalitions-Partnern zu schulden ist, denn Partei-Programme lassen sich niemals zu 100 % umsetzen..
    Das muß man als Wähler auch wissen..

    Wenn dann in den Koalitions-Verträgen aber komplette Passagen fehlen, und vor allem dabei der einzige in der Verfassung explizite formulierte Auftrag an die Regierungen, nämlich gleiche Lebensverhältnisse in allen Bundesländern herzustellen, was die Gleichstellung&Gleichberechtigung der Frauen UND der Minderheiten mit beinhaltet, gar nicht mehr vorkommen, dann ist was faul im Staate Dänemark..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #12 springen »
#17 RobinAnonym
  • 23.02.2018, 11:45h
  • Antwort auf #15 von ach hör doch auf
  • Da hast Du etwas falsch verstanden:

    Ich empfinde keine Schadenfreude über den Untergang der SPD. Im Gegenteil: ich bin zutiefst traurig. Aber nicht über den Niedergang der SPD, sondern darüber, dass sie alles daran setzen, mit wehenden Fahnen unterzugehen.

    Darüber, dass die SPD nicht nur die Sozialdemokratie, sondern auch das Land und seine Bürger verraten hat.

    Das sind die Dinge, die mich traurig machen.

    Und dass die SPD vielleicht nicht mal die letzte Chance nutzt, ihre Glaubwürdigkeit noch zu retten, indem sie auf die GroKo verzichtet.

    Ich empfinde keine Schadenfreude, aber die SPD bekommt halt, was sie verdient und wofür sie alles getan hat.

    Und wie gesagt: für eine SPD, die sich nur noch als Kanzlerwahlverein für Frau Merkel sieht, ist es auch nicht schade.
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#18 RobinAnonym
  • 23.02.2018, 11:47h
  • Antwort auf #16 von TheDad
  • Volle Zustimmung.

    Dass man nie 100% umsetzen kann ist klar und das erwartet auch niemand.

    Hätte die SPD z.B. wenigstens einen Teil ihrer LGBTI-Versprechen erfüllt oder wenigstens eine kleine Erhöhung des Spitzensteuersatzes, wäre das ein Kompromiss gewesen. Aber diese und weitere angeblich unverhandelbare Punkte (sachgrundlose Befristung, Bürgerversicherung, etc.) komplett aufzugeben, ist halt kein Kompromiss, sondern komplette Selbstaufgabe, um im Gegenzug möglichst viele Pöstchen rauszuschlagen.
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#19 LorenProfil
  • 23.02.2018, 12:27hGreifswald
  • Antwort auf #17 von Robin
  • "Darüber, dass die SPD nicht nur die Sozialdemokratie, sondern auch das Land und seine Bürger verraten hat."

    Ich sehe ja die SPD derzeit auch sehr kritisch, aber mit solchen Propagandaphrasen kann man wohl nur die erreichen, die nicht weiter als von der Wand bis zur Tapete denken können. Durch den vorliegenden Koalitionsvertrag wird weder "das Land" in Gänze "verraten" noch werden die (nicht homogenen, sondern durchaus differierenden) Interessen von Bürgern dieses Landes ("seine Bürger") "verraten".
    Undifferenziertes "Wer hat und verraten?" ist m.E. genauso wie undifferenziertes "Merkel-Bashing" nicht dazu angetan, Politik zu analysieren. Agitation und Propaganda für Oberflächenliebhaber, mehr ist das nicht. Übrigens kann ich auch den mir zugänglichen Informationen nicht entnehmen, dass "die SPD" als monolithischer Block durch die politische Landschaft stampft (was bekanntlich auch für andere Parteien gilt). Man befindet sich dort in einem Diskussions-und Entscheidungprozess, dessen Ergebnis ich nicht zu kommentieren gedenke, bevor es überhaupt vorliegt.
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#20 TimonAnonym
#21 TimonAnonym
  • 23.02.2018, 12:42h
  • Ich frage mich wirklich, wie tief die Umfragewerte noch sinken müssen, damit die SPD endlich kapiert, dass niemand die GroKo will.

    So, wie die SPD es eigentlich versprochen hatte.
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#22 Mir wird schlechtAnonym
#23 LorenProfil
  • 23.02.2018, 13:00hGreifswald
  • Antwort auf #20 von Timon
  • Was nutzt mir eine Diskussion mit einem, der im #21 wider besseren Wissens schreibt, dass "niemand" eine GroKo will? Genau das ist es, was ich als undifferenzierte Oberflächlichkeit bezeichne.
    Sollte der #21 nicht von Ihnen stammen, bitte ich um Entschuldigung.
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#24 RobinAnonym
  • 23.02.2018, 15:28h
  • Antwort auf #23 von Loren
  • Schon mal was von Metaphern & Co gehört?

    Natürlich findet sich zu jeder noch so unwidersprochenen Meinung auch irgendwo jemand, der anderer Meinung ist. Selbst wenn es darum geht, ob die Erde eine Scheibe ist.

    Und ist auch jedem klar, dass Nahles & Co die GroKo wollen. Aber die Umfragewerte belegen, dass so extrem viele Menschen das eben nicht wollen, sondern verlangen, dass die SPD Wort hält, dass man das schon so sagen kann.
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#25 FennekAnonym
#27 TheDadProfil
  • 23.02.2018, 21:56hHannover
  • Antwort auf #20 von Timon
  • ""Doch, wer mit immer neuen Grokos""..

    Verabschiedet euch doch endlich mal von diesem dusseligem Begriff !

    Vor den aktuellen Zahlen der Sonntags-Frage gibt es schon diese Legislatur KEINE "GroKo" mehr, denn die "Volkspartei" SPD hat sich in Luft aufgelöst, und rangiert in der Wähler-Gunst HINTER der "AFD" !

    Es geht hier nur noch darum von der SPD zu erfahren wieso sie nicht in der Lage war ihre Position in den Koalitions-Verhandlungen zu erkennen und dann auch endlich mal zu nutzen..
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#28 LorenProfil
  • 24.02.2018, 00:50hGreifswald
  • Antwort auf #27 von TheDad
  • Die Führung dieser Partei ist wohl zur Zeit nicht gerade von herausragenden Strategen besetzt.
    Sie könnte die Union an der langen Leine durch die Manege führen (nach dem Scheitern von "Jamaika"), erkennt aber offenbar die eigenen Möglichkeiten nicht oder scheut irgendwelche realen oder irrealen Risiken. Frühere Strippenzieher wie Egon Bahr würden da wohl mindestens die Stirn runzeln angesichts dieser verzagten Vorgehensweise. Für alle, die eine Politik wünschen, die allgemein mit "links" assoziiert wird, ist diese institutionalisierte Unfähigkeit ein Trauerspiel, da es so noch schwerer wird, wieder eine "linke" Mehrheit zu organisieren. Wobei sich allerdings alle, die sich links der Mitte verorten, fragen müssen, welchen Beitrag sie dazu leisten, dass keine konsensfähige linke Politik mehr formuliert wird, die eine Mehrheit der Wählerinnen und Wähler überzeugt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #27 springen »
#29 BuntesUSchoenesEhemaliges Profil
  • 24.02.2018, 18:23h
  • Antwort auf #28 von Loren
  • Die SPD scheint einen inneren Konflikt auszutragen. Sie schwanken nach rechts und nach links und sind keine Einheit mehr. Ein Teil möchte unbedingt mit der Union koalieren, und der andere Teil hat genau damit ein Problem. Sie wollten sich neu positionieren. Herr Schulz in seinem eigenen Schwanken und seinem zusätzlichen Konflikt mit Gabriel, hat dazu beigetragen, dass sie nun gescheitert sind.
    Übrigens ist es der FDP zu verdanken, dass Jamaika gescheitert ist. In diesem Fall hätte die SPD eine Rolle übernehmen können, die ihr besser gelegen hätte. Allerdings denke ich, dass sie auch dabei früher oder später in ihr Scheitern gerutscht wären.

    Die Union trägt ja massiv dazu bei, dass die Wähler und Wählerinnen sich kaum trauen, eine neue "Konstellation" zu wählen, die eine Verbesserung darstellen würde. Sie werden ja dermaßen im Nebel gehalten und jede Form von Kritik wird in der Union als "Bedrohung" ihrer Macht betrachtet.
    Insofern wundert es mich nicht, wenn es auch mal deutliche Worte gegenüber der Union und gegenüber der SPD gibt. Da hilft dein Streicheln und Lolli schenken auch nicht weiter.

    www.tagesschau.de/inland/deutschlandtrend-1123.html

    Du hast geschrieben, du kennst "man" nicht. "Man" bedeutet die Denkweise der Wähler momentan. Außerhalb der SPD Anhänger gibt es auch noch andere Wähler.
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#30 LorenProfil
  • 25.02.2018, 00:31hGreifswald
  • Antwort auf #29 von BuntesUSchoenes
  • 1. Die "Denkweise der Wähler"? Sind die im verlinkten Artikel genannten 42 % dann nicht vorhanden oder eine so weit zu vernachlässigende Minderheit, dass sie nivelliert werden können? Ich gehöre, je nachdem wonach man schaut, in mehrfacher Hinsicht zu einer Minderheit und betrachte das daher differenzierter.
    2. Wenn eine Partei, der ich momentan "institutionalisierte Unfähigkeit" attestiere, sich dadurch "gestreichelt" fühlt, hat sie wohl tatsächlich einige Probleme.
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#31 stromboliProfil
  • 25.02.2018, 11:28hberlin
  • Antwort auf #28 von Loren
  • "Wobei sich allerdings alle, die sich links der Mitte verorten, fragen müssen, welchen Beitrag sie dazu leisten, dass keine konsensfähige linke Politik mehr formuliert wird, die eine Mehrheit der Wählerinnen und Wähler überzeugt."

    Wohl auch deswegen, weil alle miteinander damit beschäftigt sind mitte zu demonstrieren statt sich zu radikalisieren.
    Radikalismus ist das "der herr sei mituns " der heutigen zeit.

    Wir ergehen uns in beliebigkeiten, umschreiben konflikte statt sie zu forcieren und sehnen uns nach verinnerlichten geborgenheiten.

    Die gesellschaftlichen entwicklungen sind kein unmittelbares denken mehr wert, sondern in überlieferten patchworkkonstruktionen eingebettet..
    Mehr familie für das private, mehr geordnete ordnung von innen nach aussen und von aussen nach innen.
    "sträke zeigen das neue, allzu alte schlagwort .
    Das soziale wird nicht mehr nach der möglichkeit der autonomen selbstordnung verortet, sondern nach den erfordernissen einer uns übergestülpten werteordnung.

    Da verliert denn auch mal das individuum den überblick über ihm verordnetem nützlichem und unnützendem.
    Es gibt keine sozialen kämpfe mehr, obwohl die sozialen brennpunkte immer weiter zunehmen.
    Es gibt kein radikales durchdenken uns umgebender konflikte und des uns aufgezwungenen alltages mehr.
    Es gibt nur noch "reform " der reformierten gesellschaft.
    Also quasi eine dauerreform von oben herab auf reformorientierungslos gemachte kreuzchenmacher.

    In der forderung sich endlich doch zusammenzuschließen.. siehe B&S, liegt auch die verzweiflung der inhaltslosigkeit mit der wir bereits zusammengeschlossen wurden.

    Die ziele sind alle gleichbenannt und doch so weit voneinander entfernt weil nicht hinterfragt und zunehmend auch nicht mehr hinterfragbar dank öffentlich drohender repressionen.
    "gerechtigkeit", "gleichstellungen" "partizipation...
    Alles begriffe, die für sich genommen uns ein gerechtigkeitsgefühl vorgauckeln ohne die zu erreichenden inhalte zu analysieren.

    "Gleichstellung " hin zu was?
    Ungerechtigkeit am arbeitsplatz indem die ungerechtigkeit angeglichen wird?
    Gleicher (niedriger lohn) für alle?

    Oder gleichstellung des homosexuellen hin zum heterosexuellen..
    Das heterosexuelle als norm dessen wir uns angleichen?
    Mann versus frau.. gleichstellung der machtbefugnisse...
    Weniger macht dem manne, mehr macht der frau?

    Die rechte bringt das scheinbar unabänderlich trennende im machtdiskurs ein , wir da oben , ihr da unten.
    Naturgewollte herrschaft.
    Die mitte fabuliert das gemeinsame im unterdrückungsvorhaben...
    Angleichung der bestehenden aus den sozialen kompromissen erfolgten machtstrukturen.
    Hier zeigt sich: das politische wollen liegt in diesen bevölkerungsgruppen ideologisch gar nicht so weit auseinander.
    Es sind nur die begrifflichkeiten, die sie scheints trennen.
    Das macht dann auch die unscheinbarkeit der unterschiede zwischen den vormaligen volksparteien aus.

    Hier noch mal auf deine beiträge im thread
    www.queer.de/detail.php?article_id=30701&kommeinzel=4958
    23



    www.deutschlandfunkkultur.de/politikwissenschaftler-yascha-m
    ounk-der-prophet-des.990.de.html?dram:article_id=410981

    eingehend:
    "Dass die Anzahl der Menschen zum Beispiel, die sagen, die Demokratie halte ich für ein schlechtes oder sehr schlechtes Regierungssystem, in den letzten 20 Jahren gestiegen ist."

    Es zeigt zwar auch , das die menschen nach "alternativen suchen , aber mehr noch , das sie in der ihnen vorgesetzen form der demokratie keine möglichkeit des sich selbst einbringens mehr sehen.. Eben weil demokratis umgedacht wurde in eine instutition des "miteinander auskommen müssens" statt die einer streitbaren gemeinschaft.
    Alles wurde "alternativlos!
    Und die populisten spitzen diese "alternativlosigkeit zu, indem sie rückwärtsgewand noch einmal mehr das autoritäre als einzigst vernünftige handlungsinstrument anbieten angesichts der alternativlosigkeit , die uns das system aufzwingt.
    Paradoxer weise schaffen es populisten hier, dem "gemeinschaftswunsch einen überspitzten inhalt zu bieten, indem die widersprüche ausgeräumt werden, die zu konflikten oder streit über inhaltliches führen könnten.

    Yascha Mounk:" Es ist nicht so, wie man sich das aus den 30er-Jahren vorstellt, dass Leute mit Fackeln durch die Straßen laufen und sagen, wir hassen die Demokratie. Nein, die Populisten geben sich stets als Demokraten und sie verändern das System peu à peu."

    Sie können sich als demokraten andienen weil die angedienten demokraten den gleichschritt, das gefühlig konfliktfreie wollen.

    Hier bildet die mitte den boden für das antidemokratische und damit für autoritär- konstruierte "fortschritte..
    Y.Mounk: "Der zweite Unterschied ist, ob die Parteien kompetent sind oder nicht. Leider sind Viktor Orban in Ungarn und Kaczynski in Polen durchaus kompetente Politiker, die für ihre Basis auch viel liefern. In Polen ist mittlerweile eine Art von Kindergeld eingeführt worden, das sehr generös ist. Und jeden Monat erscheint das auf dem Kontoauszug der Polen, das Kindergeld von der Regierung. Die Leute haben das Gefühl, oh, ich sehe jeden Monat, was die Regierung für mich tut."

    Hier wären wir auch bei unseren eigenen anliegen der gleichstellungseuphorien, die uns die letzten jahre geleitet haben.
    "Die Leute haben das Gefühl, oh, ich sehe , was die Regierung für mich tut." .
    Da wirkt ein volker beck kompetent, ein schwesterwelle mitläufer, ein spahn opportunistisch usw. usf...
    Inhaltlich aber zielen sie auf das gleiche ab.
    Da gibt es keine spannungen mehr im wollen und fordern... alles abgebügelt im "gemeinsamen.
    Das es so nicht ist, zeigt sich dann immer erst am schluß; dann, wenn dass was hinten rausgekommen, doch nicht dem entspricht was die leute eigentlich wirklich brauchen und dringenst hätte umgesetz sein müssen.

    Dieser spagat erzwungen aus "notwenigkeiten des kompromisses" setzt dann dem demokratieverständnis "von gleichen regeln für alle" einen blattschuß mitten zwischen die augen.
    Verhindert übergreifendes - solidarisches denken mit anderen zukurz gekommenen, und isoliert uns schlussendlich in einer blase der bevorzugt scheinenden mittelklasse, die nun von den sich " nicht ernstgenommen" fühlenden ins visier genommen werden.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #28 springen »
#32 LorenProfil
  • 25.02.2018, 13:18hGreifswald
  • Antwort auf #31 von stromboli
  • Ich kann dir insofern zustimmen, dass in grundsätzlichen Fragen zu oft Konflikte gescheut werden (sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene) und lieber faule Kompromisse mit unbekömmlicher Harmoniesoße übergossen werden, was auf viele Bürgerinnen und Bürger mindestens irritierend, teils auch desorientierend wirkt (wobei dies an konkreten politischen Themen durchdekliniert werden müsste, wofür ich hier nicht den Platz sehe, sollen Kommentare noch einigermaßen lesbar sein).

    Ob allerdings eine Mehrheit der Wählerinnen und Wähler radikale politische Vorhaben, die auch risikobehaftet sind, den mehr auf Sicherheit bauenden Reformen derzeitiger Politik vorziehen würde, wage ich zu bezweifeln. Ich kenne zumindest keine Erhebungen, die diesen Schluss zulassen.

    Den politischen Kräften, die sich als "links" oder "progressiv" verstehen, würde es m.E. schon gut zu Gesicht stehen, würden sie sich mal auf 3-4 "Projekte" einigen und die gemeinsam im Parlament und außerhalb (Wo sind die Elterndemos für ein Bildungssystem, das nicht im internationalen Vergleich unterfinanziert ist wie derzeit? Wo die der Millionen Mieterinnen und Mieter für eine Ausbau des sozialen Wohnungbaus? Wo die der Millionen Versicherten für eine Bürgerversicherung?) mit Verve nach vorn bringen.
    Mit der Systemfrage ist aus meiner Sicht kein Blumentopf zu gewinnen, weder hierzulande noch international, mal abgesehen davon, dass es wohl schon eine Herkulesaufgabe wäre, eine globalisierte Weltwirtschaft in eine globalisierte soziale Marktwirtschaft zu transferieren. Wer da zur Zeit nach den Sternen greifen will, wird auf absehbare Zeit im Abseits bleiben. Der ungleichzeitigen Entwicklung auf diesem Planeten (Wohlstandsgesellschaften; Schwellenländer, Armutsländer etc./ demokratische Regierungsformen, autoritäre und dikatorische) mit unterschiedlichen Bedürfnislagen wird man m.E. nicht mit der alten systemischen Überlegung begegnen können, sondern man wird sich der Mühe unterziehen müssen, länderspezifisch oder regionalspezifisch passende Antworten auf die Probleme zu finden, die auch noch die Traditionen und polit-kulturellen Vorstellungen der jeweiligen Menschen mitzudenken hat bzw. von denen mitzudenken sind, denn sie sollten nach meinem Verständnis Initiator und Träger von Veränderung sein, sofern sie über Mitwirkungsmöglichkeiten überhaupt verfügen oder die erstmal in einem ersten Schritt durchsetzen müssten.
    Die dogmatische Linke ist zur Zeit daher für die meisten Menschen unattraktiv, weil sie sich in grundsätzlicher Kapitalismuskritik erschöpft und so gut wie jedes Problem monokausal zu beantworten sucht (was in einer Welt der Wissenschaften eine enorme Betriebsblindheit voraussetzt), aber auf dem Feld pragmatischer Politik kaum Lösungsansätze präsentiert, die von Mehrheiten gewählt werden.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #31 springen »
#33 stromboliProfil
  • 25.02.2018, 23:08hberlin
  • Antwort auf #32 von Loren
  • Lieber freund,
    populismus mit populismus antworten!
    Warum nicht!

    Soziale modelle neu formuilieren und unabhängig von bestehenden parteien medial vernetzten.. hieraus eine/mehrere neue bewegung kreieren!

    Die leute mit ihren spürbaren erfahrungen aufrütteln und so bereit zu machen für radikales fordern.
    Es ist ja nicht so, dass die betroffenen nicht wüssten in welcher misere sie stecken.
    Aber man muss ihnen eine plattform bieten, die sich nicht mehr wie im sozialdemokratisch-links-grünen mit gemeinplätzen verbiegt.

    Es ist auch klar: über das parlametarische werden wir auf dauer keine "mehrheit links der mitte" mehr erreichen!
    Diesen weg hat uns die sozialdemokratie entgültig verbaut.

    Was bleibt ist eine ausserparlamentarische opposition die ihren namen verdient...
    Radikal, unabhängig und nur den sozialen anliegen verantwortlich!
    Dieses feld sozialer verantwortung nicht den bauernfänger der rechten überlassen, die mit kindergeld vom staat ( siehe beispiel polen..) rentenlügen oder ehesplitting sich das wohlwollen von bevölkerungsteilen erkauft um so über die bedienung einzelner gruppen, soziale grundforderungen auszuhebeln.

    Wenn wir schon über soziales reden, müssen wir auch den kanon dessen was wir als sozial verstehen neu und radikal definieren.

    Dabei muss man schon über die nächsten 7-10 jahre hinausdenken, denn nun sind wir erst mal unwiderruflich in der reaktion-schleife , und die wird andauern...
    Egal was da eine "linke-mitte noch zu retten sucht.
    Statt sich nun aber in reformdiskussionen aufzureiben, gilt es wirklich dem gegner feuer unter den arsch legen.

    Dabei muss man auch experimentieren, muss rückschläge einräumen und voraussetzen.
    Aber man muss immer vor augen haben: nur im maximalen fordern liegt die chance auf kompromis und nachgeben seitens der reaktion.
    Die bewegungen (! mehrzahl...) müssen kapital und herrschende zu kompromissen zwingen, will kapital nicht komplett die hoheit über ihr system verlieren.
    Das war im konflikt "kommunismus~kapital der fall, ist in den autonomiebewegungen zeitweilig erfolgreich und hat auch in der gewerkschaftsbewegung ihre entsprechenden erfahren gemacht.

    Die analyse der niederlagen beginnt immer da, wo im nachlassen des druckes über forderungen, dem gegner handlungsspielraum zurück gegeben wurde.
    Die gefahr ist immer nur da, wo die latte der forderung im vorauseilenden "nachgeben weil utopisch" , schon zur zufriedenheit unserer politischen kontrahenten niedrig gelegt wurde.
    Hei verleirt si esich in der reformistischen "mitsprache", statt sozialer ansage.

    Ich hab schon angemerkt: die afd wird ohne auch nur eine handschlag gemacht zu haben, zur 2 größten partei im lande.

    Die grünen haben innenpolitisch den größten druck ausserparlamentarisch ausüben können...
    Davon muss man lernen!

    Jedes geführte streitgespräch verbreitet sich über medien und net..
    Jeder noch so radikale entwurf neuer lebenskonzepte, diskutiert und durch streitkultur inhaltlich aufgewertet, trifft auf neugierige augen/ohren&Herzen.

    Die leute begeistern mit wirklich neuen ideen auch wenn darüber sich die mehrheit den mund fusselig redet oder die idee erst mal in den dreck gezogen wird, macht aber auch so eine idee zur rechten zeit zum unschlagbaren argument für etwas ändern wollen.

    Da werden auch jene die heute noch dem miittegedanken anhängen die sinnlosigkeit ihrer strategie des "wasch mir den pelz, aber mach mich nicht nass" erkennen.
    Da teilt sich spreu vom weizen...
    Die spreu geht von uns nun nicht mehr aufhaltbar ohnehin in ihre zuvor schon gefühlten startlöcher...
    Werden so siegreiche mitläufer .. siehe frontmum, die in ihrem "jensi" personifiziert endlich die sau rauslassen kann die ihr schon lange auf der seele lag.
    Lasst sie ziehen!
    Die gesellschaft muss sich nun auch offiziell spalten weil ohnehin schon innerlich gespalten.
    Also kein drumherum reden mehr, sondern klare trennungslinien ziehen.


    Da wir alles zu verlieren haben , haben wir nichts mehr zu verlieren ausser unserer fähigkeit zum widerstand.
    Geben wir dem system also zunder!
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#34 TheDadProfil
  • 26.02.2018, 10:11hHannover
  • Antwort auf #33 von stromboli
  • ""Lieber freund,
    populismus mit populismus antworten!
    Warum nicht!""..

    Man muß sich dabei vergegenwärtigen..
    Die Äußerungen von Gestalten wie Weigel, Storch, Gauland, Höcke und Co sind nicht nur einfach Populistisch, sie sind vorsätzlich provokativ, und damit gegenüber den Zuwanderern, den Geflüchteten und auch den bereits hier innerhalb der Gesellschaft ansässigen Menschen aus anderen Ländern einfach unanständig..

    So lange man sich dann mit der Gegen-Antwort und den Gegen-Argumenten in einer Form des Gegen-Populismus anständig äußert ist dagegen dann auch nichts einzuwenden..

    Grundsätzlich darf man dabei aber eben nicht vergessen das Populismus eine Form ist die mit dem arbeitet was "die Zuhörer hören wollen", und dort stellt sich dann die Frage, ob daß auch das Publikum ist was man erreichen kann und vor allem erreichen will ?
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#35 LorenProfil
  • 26.02.2018, 10:40hGreifswald
  • Antwort auf #34 von TheDad
  • Zudem sind populistische Strategien durch Schwarz-Weiß-Denken und einfache (Er)Lösungsangebote für komplexe Problemstellungen gekennzeichnet, also so realitätsvergessen, dass sie bei Umsetzung nur zu Enttäuschungen und daraus resultierenden unerfreulichen Entwicklungen führen können.

    Außerparlamentarische Bewegungen können viel bewirken, wenn man sich die letzten 50 Jahre hierzulande anschaut. Wenn die sich dann ins Parteiensystem "überführen" lassen, kommt es wohl zu gewissen Lähmungserscheinungen. Vielleicht resultiert aus der bei vielen Bürgern zu beobachtenden Ernüchterung über die parteigeprägten demokratischen Prozesse eine Renaissance von politischen Bewegungen, die sich jenseits der Parteipolitik verorten und z.B. auch mit dem Grundgesetz vereinbare Verfahren direkter Demokratie befördern.
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#36 stromboliProfil
  • 26.02.2018, 11:37hberlin
  • Antwort auf #34 von TheDad
  • genau hierüber lohnt es sich nachzudenken.. auch in bezug auf gefahrenabwehr und selbstmissbrauch.

    Die frage ist aber nicht wen man damit erreichen will, sondern was will man vermitteln!
    Das macht dann inhaltlich wie ideologisch den unterschied aus.

    Loren hat ja schon vorgetastet: wo sind die empörungsmärsche in den städten wegen wohnraummissbrauch ?
    Wo solidarisieren sich die mieter gegen parteien-mietverbände und sonstige lobbygruppen...

    Wie bringt man die lidl-aldi angestellten dazu über ihre arbeitsbedingungen ÖFFENTLICH zu reden.. sich nicht das maul durch innerbetriebliche vereinbarungen zukleben lassend.
    Liegen hier die fakten auf dem tisch, erkennen andere eine ebenso gleichlaufende ausbeutung.

    Was eine solche bewegung von pegida &afd unterscheiden würde, ist die konkretheit der einzelfälle als gesellschaftlich ganzes.

    Auch gewerkschaften haben hier wie zuvor die parteien als ideenträger versagt!
    Also sucht man neue formen der selbstverwaltung was eher an die anfänge der politisch LINKEN bewegung anfang letzten jahrhunderts anknüpft, als an heutiges handeln im "vereinmodus".
    Noch mal zu :
    "Man muß sich dabei vergegenwärtigen..
    Die Äußerungen von Gestalten wie Weigel, Storch, Gauland, Höcke und Co sind nicht nur einfach Populistisch, sie sind vorsätzlich provokativ, und damit gegenüber den Zuwanderern, den Geflüchteten und auch den bereits hier innerhalb der Gesellschaft ansässigen Menschen aus anderen Ländern einfach unanständig.."
    Das ist unbestritten!
    Aber es legt den finger auf eine anderes merkmal öffentlichen diskurses: Greift man ein feindnbild heraus, lässt sich hierüber eine interaktion auch nicht politisch tätiger erreichen.
    Es muss nur deren ureigene erwartungshaltung reflektieren.
    Im rechten sinne werden da überfremdung und identitätsverlusst manipuliert.
    Was nicht heißt, dass diese gefühle nicht existent sind.
    Sie sind vorhanden, sind also "abrufbar.
    Setz man dem aber gezielt eine kampagne der information über schuld und folgen an, lässt sich hierüber auch ein solcher angstkonflikt auf die richtigen ziele richten.
    Benennen wir namentlich die vorstandsmitglieder von heckler&koch, von der rüstungsindustrie von bosch über siemens hin zu daimler & co..
    Jene konzerne ,die am bürgerkrieg wo auch immer verdienen.
    Nennen wir die adressen der hegefonds und ihrer vorstände.. macht sichtbar wo sie agieren, mit wem sie paktizieren und wo die gelder hinfließen...
    Nennen wir sie namentlich als die verantwortlichen für unser alltägliches scheitern.
    Verantwortlich für die sozialen schieflagen, die wir nicht mehr bereit sind hinzunehmen.
    Und kündigen wir endlich den schulterschluß mit "übergeordneten weil kapitalinteressen.

    Wir müssen dabei nicht wie Loren richtig anführt, das wort "system" als sichtbares unterschiedungsmerkmal im munde führen noch als wappen in unseren fahnen.
    Es langt, dass was uns betrifft in die eigenen hände zu nehmen !
    Zeit die vorhandene wut selbst zu bestimmen.
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#37 LorenProfil
  • 26.02.2018, 12:29hGreifswald
  • Antwort auf #36 von stromboli
  • Im "Kleineren" konnte man vergangenes Jahr hier im vor der Insel Usedom gelegenen Wolgast sowas besichtigen, als dort mit einem Federstrich aus Kostengründen im Kreiskrankenhaus die Kinder-und Jugendstation geschlossen wurde und sowohl Krankenhausverwaltung als auch Landesregierung mit ihrer Mehrheit im Landtag als auch die Krankenkassen der Meinung waren, die Eltern sollten sich gefälligst bis Greifswald bewegen um ihre Kinder ambulant oder stationär behandeln zu lassen. Eine Bürgerinitiative hat dann gewaltig Wirbel gemacht und Montagsdemos abgehalten, 20000 Unterschriften gesammelt und die Verantwortlichen in Politik, Krankenhausverwaltung und Krankenkassen konfrontiert, sie vor Ort zu Bürgerversammlungen "bewegt" und so zumindest Kompromisslösungen erreicht (die aber nicht dazu führen, dass die Montagsdemos gänzlich abgeblasen wurden, da nicht alle diese Kompromisse für ausreichend halten).

    Da wird zwar nicht das Gesundheitssystem "aus den Angeln gehoben" , aber es werden zumindest ein paar Pflöcke eingeschlagen, wo die Grenzen des Erträglichen zu ziehen sind, wenn Sozial-oder Gesundheitsleistungen dem Diktat der Ökonomie geopfert werden. Der nächste Schritt wäre zu schauen, wer von der Ökonomisierung des Gesundheitssystem profitiert, wie Lobbyismus in diesem Bereich politische Entscheidungen beeinflusst, wer sich auf welche Weise beeinflussen lässt und somit sowohl vorfindbare strukturelle und ideologische "Rahmenbedingungen" als auch handelnde Personen "anzugreifen". Letztlich führt das dann zu der Frage, welche Art von Gesundheitspolitik sich ein im internationalen Vergleich reiches Land leisten kann und will, wie die Gleichheit der Angebote für alle unabhängig von der Region, in der sie leben, garantiert werden kann ... Fragen, mit denen dann auch der mutmaßlich zukünftige Bundesgesundheitsminister Spahn zu konfrontieren ist, anstatt ihm weiterhin den Freiraum zu gewähren, über die Vor-und Nachteile des Duschens mit oder ohne Badehose in öffentlichen Schwimmbädern zu räsonieren, wenns nur der Stimmungsmache und der eigenen Karriere dienlich ist.
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#38 stromboliProfil
#40 stromboliProfil
#41 LorenProfil
#42 ursus
  • 27.02.2018, 15:29h
  • Antwort auf #32 von Loren
  • "Wo sind die Elterndemos für ein Bildungssystem, das nicht im internationalen Vergleich unterfinanziert ist wie derzeit? Wo die der Millionen Mieterinnen und Mieter für eine Ausbau des sozialen Wohnungbaus? Wo die der Millionen Versicherten für eine Bürgerversicherung?"

    die erfahrungen der letzten jahre haben mich zu dem schluss geführt, dass ein grundsätzlicher politikwechsel nicht aus dem parlament heraus zu erwarten ist. die parteien, die einmal ein einigermaßen progressives potential besessen haben, haben es sich in den wirbeln der machtintrigen, vermeintlichen "sachzwänge" und demoskopiehörigkeit abgeschliffen. zu angeblicher "realpolitik" vermeintlich ungeeignete visionär_innen werden gezielt aus dem betrieb gedrängt, und zwar nicht von den wähler_innen, sondern von den parteien selbst. wer wirklich andere politik will, landet heute nicht mehr im parlament. (das listensystem der parteien zu verändern könnte hier mehr demokratie schaffen.)

    das hoffen auf eine irgendwie linke koalition, die dann auch wirklich linke politik machen wird, halte ich für naiv.

    eine frage, die mich ebenfalls schon länger beschäftigt, ist die, wo eine effektive politische bewegung also stattdessen noch herkommen könnte. ich bin da offen gestanden ratlos bis resigniert.

    was mieter_innen angeht, entnahm ich dem "mieter"-magazin doch einige hinweise auf (teilweise sogar erfolgreiche) demonstrationen und bürger-aufbegehren (allerdings keine riesigen massendemos). was in diesem zusammenhang auffällt: der explodierende wohnungsmarkt wird erst als ein reales politisches problem erkannt, seit auch der nicht-migrantisierte mittelstand probleme hat, noch bezahlbare wohnungen zu finden. alg-II-empfänger_innen und migrantisierte, die in die "miesen gegenden" abgedrängt wurden, haben niemanden gekümmert und kümmern auch heute nicht.

    was zu der frage führt, WER eigentlich zu einer politischen aktion willig, bereit und fähig ist. "die arbeiter", die man zur revolution aufrufen könnte, gibt es ja irgendwie nicht mehr.

    ist es zufall, dass die menschen mit dem geringsten einkommen (die ja eine hohe motivation für veränderung haben sollten) auch die wenigsten möglichkeiten haben, politik zu gestalten? können wir das ändern? wer hat interesse und möglichkeiten, das zu verhindern?

    hat "der kapitalismus" gelernt, das politische unbehagen noch geschickter zu kanalisieren als früher? wie können wir die spiralen der sündenbock-strategien und der geschürten ängste durchbrechen und die wut dorthin lenken, wo sie wirkliche veränderungen produzieren würde?

    oder ist vielleicht der leidensdruck gar nicht groß genug, um auf die straße zu gehen? reicht den leuten RTLII in full HD vielleicht einfach aus? muss erst alles noch schlimmer werden, damit sich was tut?

    für mich sind schlüsselfragen dabei immer wieder die nach 1) bildung und 2) journalismus. es dürfte kein zufall sein, dass beides keine bereiche sind, in deren qualität derzeit übertrieben viel energie gesteckt wird. beides sind übrigens, wie du am besten wissen wirst, auch bereiche, die schon seit vielen jahren zunehmend kapitalistischen verwertungslogiken unterworfen werden.

    ich sehe leider kaum angriffspunkte, dieses sich nach meinem eindruck immer mehr verfestigende und gegen veränderungen selbst absichernde system erfolgreich zu durchbrechen.

    (sorry, falls das alles etwas wirr und/oder banal daherkommt. vielleicht mag trotzdem jemand den einen oder anderen punkt aufgreifen.)
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