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Kommentare zu:
AfD-Politiker: Ehe für alle "unbiblisch"


#1 BEARAnonym
  • 22.02.2018, 16:40h
  • Fehlt nur noch "undeutsch".

    Ich wüsste nicht, dass wir hier in einem biblischen Land lebten. Oder haben wir wieder das Heilige Römische Reich Deutscher Nation?
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#2 BuntesUSchoenesEhemaliges Profil
  • 22.02.2018, 16:47h
  • Wie wunderbar, dass die Eheöffnung nicht biblisch ist, das wäre ja furchtbar :-)
    Wir leben im Jahr 2018 und der Staat ist von der Kirche getrennt - Punkt.
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#4 StrottiAnonym
#5 Pu244Anonym
  • 22.02.2018, 17:40h
  • Endlich mal einer der es kapiert hat, die Ehe gehört nur uns gläubigen Heteros, denn wir haben sie erfunden, merkt euch das!

    Nun muß die Ehe nur noch auf ihr biblisches Fundament zurückgeführt werden. Sex während der Menstruation muß, wie gefordert, wieder mit dem Tod bestraft werden. Gegen die Vielehe steht auch nichts drin, Abraham und einige andere, hatten viele Frauen (der Rekord liegt bei über 1000). Die Ehe des ältersten muß wieder vom nächst ältersten, unverheirateten Bruder, per Samenspende fortgeführt werden (Gott will das, er hat Onan deshalb getötet [eine der größeren Logiklücken der Bibel, aber wenn der Herrgott Spaß daran hat...]). Das schlimme Wort "Vergewaltigung" ist in der Bibel auch nur eine Umschreibung für eine schnelle Form der Heirat, außer es passiert in der Stadt, dann müssen beide getötet werden. Das wichtigste ist natürlich, dass wir wieder, wie es in der Bibel steht, dazu übergehen Frauen aus den Kriegsgebieten zu holen (Sexsklavin ist so ein böses Wort), dann bekommt auch jeder eine Frau ab.

    Ich bin so froh, dass nach knapp 2000 Jahren der Verirrung und Erosion der Ehe, die Dinge mal wieder ins Lot gebracht werden...
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#6 Tommy0607Profil
  • 22.02.2018, 17:45hEtzbach
  • Dieser rassistischer, homophobe Verein kennt sich mit Glaubensbüchern aus ?
    Das kann man nicht glauben .
    Nebenbei: Was hat ein Glauben wie Religionen in einen Staat oder Politik zu suchen? Denn staatliche und religiöse Regeln sind zwei verschiedene Dinge. Das sollten auch Menschen mal verstehen lernen. Denn der Mensch ist ja (angeblich) die schlaueste Spezies auf Erden .
    Und wenn man schon christlich interpretiert wie dieser "Herr".
    Es gibt da einen Satz von Prophet Jesus :
    "So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist! "
    Oder ist der "Herr" dieses Vereines da mit der Maus vorbei gerutscht , haha
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#7 Sven100Anonym
#8 sanscapote
#9 SoSoAnonym
#10 easykeyProfil
  • 22.02.2018, 18:52hLudwigsburg
  • Evangelikal...das sagt ja schon alles, immerhin ist er nach Amerika gefolgen und hat sich nicht eines Einbaums bedient.

    Wer erklärt dem Hinterwäldler, dass Staat und solche Vereine wie "Kirchen" getrennt voneinander zu sehen sind.

    Viele Grüße in den tiefen, dunklen, braunen Wald!
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#11 Pu244Anonym
  • 22.02.2018, 19:17h
  • Antwort auf #10 von easykey
  • "Wer erklärt dem Hinterwäldler, dass Staat und solche Vereine wie "Kirchen" getrennt voneinander zu sehen sind."

    Für einen wirklich überzeugten Christen, Juden, Moslem usw., ist so etwas Teufelswerk (bzw. was es in der jeweiligen Religion so für Bösewichte gibt), von daher gibt es da nichts zu erklären.
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#12 stromboliProfil
  • 22.02.2018, 19:20hberlin
  • Antwort auf #8 von sanscapote
  • das problem: das konkordat ist mit einer "ewigkeitsklausel versehen..
    Was auch immer das bedeuten soll, es macht es schwer hier das grundgesetz einzufordern, weil das ebenfalls die ewigkeitsklausel anerkennt.
    Hierfür mehrheiten zu finden um übergreifend parlament,regierung, bundesrat& verfassung unter einen hut, sprich eine mehrheit zu bringen, ist mit den herkömmlichen mitteln glaub ich kaum schaffbar.
    Da brauchts anderer, revolutionärer einschnitte, um diesen "gordischen knoten zu lösen.
    Aber drüber reden und diesen eingriff anzudenken/ einzufordern ist schon der richtige schritt in die richtige richtung.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #8 springen »
#13 kuesschen11Profil
  • 22.02.2018, 22:48hFrankfurt/Main
  • Mit Leben und leben lassen haben es die extremistisch denkenden AfD-Politiker einfach nicht. Das Biblische soll wie auch das Politische zur Diktatur gemacht werden. Die Parallelen von Diskriminierung und Entrechtung von Menschengruppen werden hierin deutlich. Und dazu hat gerade die Bibel zur Genüge beigetragen.

    Das Nazi-Reichskonkordat dient heute noch dazu, im Hintergrund die Moralkeule zu schwingen. Dennoch haben wir keinen absoluten Gottesstaat der Staat ist davon getrennt.

    Jeder mündige Staatsbürger ist berechtigt, eine Ehe einzugehen oder eben nicht in die Ehe zu gehen. Beide Entscheidungen haben in der Demokratie ihren Bestand. Was gibt es da heute noch zu diskutieren?

    Wenn eine Partei wie die AfD die Grundrechte der Verfassung nicht respektieren will, dann ist sie in einer lebendig geführten Demokratie einfach fehl am Platz.
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#14 TheDadProfil
  • 22.02.2018, 23:56hHannover
  • Antwort auf #5 von Pu244
  • ""Die Ehe des ältersten muß wieder vom nächst ältersten, unverheirateten Bruder, per Samenspende fortgeführt werden (Gott will das, er hat Onan deshalb getötet [eine der größeren Logiklücken der Bibel, aber wenn der Herrgott Spaß daran hat...]).""..

    "Eine" Logiklücke ist das nicht, denn mit ihr tun sich auch noch andere auf :

    ""Onan wurde nicht wegen des Coitus interruptus bzw. der Selbstbefriedigung (Onanie) bestraft, sondern weil er die Blutslinie seines Bruders nicht weiterführen wollte. Seine Schwägerin Tamar war aber eine kluge Frau und gab sich wenn auch unter Lebensgefahr als Dirne aus und wurde von Juda, ihrem Schwiegervater schwanger und so zur Ahnfrau Jesu.""..

    ""Onan (hebräisch ist eine biblische Gestalt, deren Geschichte in der Genesis (Kapitel 38) erzählt wird.
    Er ging aus der Ehe des Erzvaters Juda mit einer Kanaaniterin hervor.
    Nach dem Tod seines älteren Bruders Er musste Onan dessen Witwe Tamar heiraten.
    Dies entsprach dem jüdischen Brauch des Levirats.
    Die Schwagerehe verpflichtete Brüder, dem verstorbenen Verwandten Nachkommen zu schaffen, wenn dieser keine Söhne hatte.""..

    ""Der Vollzug des Levirats war eine religiöse Pflicht, kam aber nur bei Zustimmung beider Parteien zur Ausübung. ""..

    Die "Logik-Lücke" besteht also vor allem darin das Onan bestraft wurde, obwohl seine Zustimmung zum Levirat gar nicht vorlag, er sich also religions-rechtlich eindeutig im Recht befand..

    Und dann noch das :
    Tamar wird zur Ahnfrau von Jesus..
    Durch den Schwiegervater, weil der Schwager keine Lust hatte..

    doch nach alter jüdischer Tradition ist Jüdisch, wessen Mutter jüdisch ist..
    Die Söhne der Tamar mit dem Schwiegervater Juda sind dabei also völlig irrelevant..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #5 springen »
#15 JadugharProfil
  • 22.02.2018, 23:58hHamburg
  • Warum müssen diese Leute immer allen anderen Menschen ihren Glauben und deren absurden Inhalte aufzwingen? Wahrscheinlich ist das ihr sehr geringer IQ, da sie mit anderen ihnen nicht gewöhnlichen Ansichten extrem stark überfordert sind und mangels Verständnis Angst haben. Ich habe keine Lust mich christlichen oder islamischen Wertevorstellungen unterzuordnen oder mir aufzwingen zu lassen, wenn sie völlig gegen meinen Strich gehen und meinen Leben nur schaden, bzw. auch Rechte berauben, die sie selbst in Anspruch nehmen.
  • Antworten » | Direktlink »
#16 TheDadProfil
  • 23.02.2018, 00:02hHannover
  • Antwort auf #12 von stromboli
  • ""Was auch immer das bedeuten soll, es macht es schwer hier das grundgesetz einzufordern, weil das ebenfalls die ewigkeitsklausel anerkennt.""..

    Diese "Ewigkeitsklausel" des Konkordates steht bloß nicht im GG, oder den aus der Weimarer Verfassung übernommenen Artikeln, sondern ist eine Behauptung der RKK..

    Analog zur "Pipinischen Schenkungs-Urkunde" kann man hier also von einer Fälschung ausgehen..

    de.wikipedia.org/wiki/Kirchenstaat
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#17 Gerlinde24Profil
  • 23.02.2018, 06:18hBerlin
  • Ach, sagt die Bibel das? Wenn das so ist, und wir uns alle nach der Bibel richten sollen, dürfen wir ab jetzt:
    * Kein Schweinefleisch oder Schalentiere mehr essen.
    * Unsere Töchter in die Sklaverei verkaufen.
    *Jeden, der am Sabbat arbeitet, killen.
    * Kein Mischgewebe tragen.
    *Alle killen, die nicht an Gott glauben.
    * Männer dürfen ihren Samen nicht vergeuden, indem sie onanieren.

    Das und vieles mehr steht in der Bibel! Also, wenn Ihr schon uns töten wollt, lieber AfDler, was die Bibel laut Levitikus 20 fordert, dann bitte auch alle andern Punkte der Bibel (des Alten Testaments, um genau zu sein) einhalten.
    Im übrigen scheint der Herr seine eigene Bibel nicht zu kennen, sonst wüsste er, dass die meisten Stellen, die angeblich in der Bibel Homosexualität verurteilen, sich in Wahrheit um Tempelprostitution und Pädosexualität drehen.
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#18 Gerlinde24Profil
#19 Gerlinde24Profil
  • 23.02.2018, 06:23hBerlin
  • Antwort auf #8 von sanscapote
  • Kein Wunder, haben Religioten doch immer noch genug Macht, trotz ihrer vielen Leichen im Keller. Die brauchen nur zu drohen, Krankenhäuser, Seniorenheime und Kindergärten zu schließen, schon knicken unsere Herren und Damen Politiker ein. Dabei bezahlen wir durch unsre Steuern den Unterhalt, haben aber kein Mitspracherecht.
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#20 Maike PfudererAnonym
#21 krakalaAnonym
  • 23.02.2018, 07:43h
  • Auch die Kirche wird sich Fakten und Wahrheit beugen müssen. Auch die katholische Kirche bewegt sich und erkennt an:
    - dass die Erde keine Scheibe ist
    - dass der Mensch vom Affen abstammt
    - dass es möglicherweise außerirdisches Leben geben könnte
    - dass die Sexualität unserer Spezies vielfältig ist

    Und vor allem, dass es GUT ist, dass die menschliche Sexualität so ist, wie sie nun einmal ist.
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#22 OrthogonalfrontAnonym
#23 OrthogonalfrontAnonym
#24 AnscheinendAnonym
  • 23.02.2018, 10:14h
  • Anscheinend sind Rassismus, Homophobie, Antisemitismus, Nazi-Denke, Menschenverachtung, Kinder an Grenzen erschiessen, etc. christliche Werte - zumindest die christlichen Werte dieses Münz.
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#25 RobinAnonym
  • 23.02.2018, 10:20h
  • "Das ist nicht meine Vorstellung von einer Lebensführung. Ich dulde das, aber ich halte es nicht für gut."

    Es muss das auch gar nicht gut finden. Das ist allerdings völlig irrelevant.

    Es kann gar nicht jeder alles gut finden. Ich finde ihn auch nicht gut und dulde ihn nur.

    Aber in einer Demokratie werden die Regeln immer noch von der Mehrheit verabschiedet und nicht von einzelnen Individuuen.
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#26 TheDadProfil
#27 TheDadProfil
#28 krakalaAnonym
  • 23.02.2018, 12:14h
  • Antwort auf #23 von Orthogonalfront
  • Die Wiki dazu:

    "Die meisten christlichen Kirchen Europas erkennen die wissenschaftliche Evolutionstheorie dem Prinzip nach an und versuchen etwa in der theistischen Evolution einen Kompromiss. So erklärte die Römisch-katholische Kirche in einer Botschaft von Papst Johannes Paul II. am 22. Oktober 1996 die Vereinbarkeit der Evolutionstheorie mit dem christlichen Glauben."
  • Antworten » | Direktlink » | zu #23 springen »
#29 Sven100Anonym
#30 krakalaAnonym
#31 PfuiAnonym
#32 JadugharProfil
  • 23.02.2018, 14:42hHamburg
  • Antwort auf #30 von krakala
  • Wenn man es sehr genau nimmt, stammen alle Lebewesen, ob Pflanzen, Pilze, Bakterien, Viren, und Tiere von einen einzigen Molekül ab, nämlich der DNA, welches als erstes Molekül anfing, sich selbst und ohne Sex zu vervielfachen.
    Da diese Reproduktion dieses Moleküls nicht ohne Fehler ablief, entstanden Arten.
    Aus diesen Umstand kann man aus DNA-Molekülen Stammbäume berechnen.
    Dieser Umstand ist so gravierend, daß man eine Evolution nicht negieren kann, was jedoch in den abrahamistischen Religionen üblich ist. Die Evolution ist nun einmal eine Tatsache, genauso wie die Erde eben keine Scheibe ist und die Sonne sich nicht um die Erde dreht. Für jene Religionen sind für die Befürworter jener irrsinnigen Ideologie Wahrheiten ein riesiger Dorn im Auge!
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#33 AndreasKAProfil
  • 23.02.2018, 16:44hKarlsruhe
  • Antwort auf #16 von TheDad
  • Hi The Dad,

    dass die Pippinische Schenkung von Historikern als Schwindel entlarvt wurde, wusste ich schon - aber danke für den Link.

    Hast du noch einen Link in dem man nachlesen kann, dass die "Ewigkeitsklausel" tatsächlich nur eine Behauptung der RKK ist? Dann hätten wir diesen sachlichen Punkt auch eindeutig hier geklärt.

    LG Andreas
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#34 AndreasKAProfil
  • 23.02.2018, 17:02hKarlsruhe
  • Antwort auf #9 von SoSo
  • Hi Soso,

    ich gebe dir Recht in der Einschätzung, dass weite Teile der Deutschen eine echte Trennung von Kirche und Staat begrüßen würden - dann wären wir auch endlich zusätzlich mal die unseligen zwei Arbeitsrechte los (hoffentlich).

    Die Frage ist, ob das wirklich die Mehrheit sein wird, und ob sie ausreichen wird, um hier etwa durch ein Volksbegehren etwas ausrichten zu können.

    Aber selbst wenn es dazu kommen würde sehe ich für eine Änderung schwarz. Warum?

    Schau die einfach die Parteien an und deren Protagonistinnen und Protagonisten. Hier sind wirklich viele von ihnen christlich geprägt und nutzen das auch um Wähler für sich zu gewinnen.

    Der Begriff "christliches Abendland" wird zumindest unterschwellig gern verwendet ("unsere christlichen Werte", "unsere christliche Tradition" etc.). Vermittelt er doch ein wohliges Gefühl des Zusammenhalts durch "gute Moral" und gemeinsamer Identität.

    Bei der CDU/CSU ist das sowieso klar, dass sie pro Kirche argumentieren würden.

    SPD? Keine Chance. Schon Frau Nahles ist bekanntermaßen eine gläubige Katholikin. Die SPD kann auch sehr gut "traditionell" um sich von den "wirklich schlimmen Kommunisten" (so sagte damals schon meine Oma) abzugrenzen.

    Die Grünen? Mir ist diese Partei sehr sympathisch - aber einen Schönheitsfehler hatte sie von Beginn an der mich immer wieder ins Schleudern bringt: Eine ihrer Wurzeln ist die kirchlich geprägte Friedensbewegung. Dass Frau Göring-Eckhard kirchlich organisiert ist, ist klar und sie ist ebenfalls nicht die einzige einflussreiche Person ihrer Partei mit diesem Hintergrund.

    Die FDP? Sie war die einzige Partei, die (als es die Linken noch nicht im Bundestag habe) einen Vorstoß in Richtung "vollständige Säkularisierung" gemacht hat. Das liegt Jahrzehnte zurück und ich schätze, die Liberalen haben diese liberale Ziel (wie das eine oder andere auch) längst fallen gelassen.

    Die AfD? Wir sind gerade Zeuge, wie die AfD sich an Gläubige anbiedert.

    Die Linken? Tja - die sind heute die einzigen, die sich auch programmatisch einer Säkularisierung verschreiben. Aber ob diese Partei die Überzeugungskraft hat, zum Kristallisationspunkt einer solchen Bewegung 2018 zu werden, wage ich zu bezweifeln.

    Angst haben die Parteien nicht, eine Säkularisierung anzustreben.
    Sie haben einfach kein Interesse daran.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #9 springen »
#35 Roman BolligerAnonym
  • 23.02.2018, 17:48h
  • Und, wenn man in einem biblischen Definitionsrahmen gemäss AfD bleibt: Rechtsradikalismus und Nächstenfeindlichkeit sind in dem Fall biblisch.

    Ein biblischer Definitionsrahmen ist aber eine künstliche menschliche Kreation aus dem Altertum, entstanden aus dem Zusammenspiel der damaligen Angst der Menschen vor unerklärlichen natürlichen Phänomenen einerseits mit Kontrollstrategien einer machtgierigen Unterdrückerelite.

    Die AfD braucht somit das gleiche religiöse Argumentationsmuster wie fundamentalistische Parteien in einem Einparteien-Gottesstaat, beispielsweise Iran. Auch im mittelalterlichen Europa verbandelten sich Kirche und weltlichen Herrscher und schufen religiöse Diktaturen mit dem Resultat unzähliger Toten auf und abseits von Scheiterhaufen.
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#36 Oliver1975Anonym
  • 23.02.2018, 18:22h
  • Mal ehrlich: Diese braune Pestbeule hat doch nichts dazu gelernt! Was mischt der sich in private Angelegenheiten der Bevölkerung?? Das geht den überhaupt nichts an. Wenn ich single bin, dann bin ich single! Wenn ich keine Kinder will, dann will ich keine. Wenn ich ne Großfamilie will, dann zeuge ich eine. Wenn ich nur mit meinem Wellensittich in der Wohnung lebe und überhaupt keinen Bock habe auf irgendwelche Partnerschaften, dann hat dieses Arsch das zu akzeptieren. Wenn ich hetero bin, dann bin ich hetero. Und wenn ich homo bin, dann bin ich verdammt nochmal homo!! Diese immer von der Seite stichelnden Analviolinen, wie dieser Herr eine ist, sollte meiner Meinung nach überhaupt nicht auf Kirchengemeinden losgelassen werden. Abwählen den Diskriminierer und nach-überall-Problemsucher. Aber sofort!!
    Ich sag Dir was und ich werde jetzt persönlich: Die eigentliche versaute Sau bist Du. Nur Du!
    GOTT LIEBT ALLE MENSCHEN! BEACHTE DIE 10 GEBOTE: LIEBE DEINEN NÄCHSTEN STEHT DORT UNTER ANDEREM, ODER HAST DU DAS IN DEINEM THEOLOGIESTUDIUM NICHT GELERNT, DU ELENDER LOOSER!!! IMMER GESELLSCHAFTEN SO HINBIEGEN WOLLEN WIE ES DIR PASST ODER? SORRY, ES KÖNNEN NICHT ALLE SO "WUNDERBAR" SEIN WIE DU!
    ZUM KOTZEN DIE AFD! WELCHE SCHWACHMATEN WÄHLEN EIGENTLICH DIE 40ER JAHRE? WIE HIRNVERBRANNT MUSS MAN EIGENTLICH SEIN?! NIX GELERNT, FRÜHER KEINE LIEBE BEKOMMEN VON DER MUTTI UND JETZT HETZT UND FETZT MAN GEGEN ALLE, DIE MAN ALS SÜNDENBOCK IRGENDWIE IN FRAGE KOMMEN KÖNNTEN. SCHÄM DICH WAS! UND SOWAS NENNT SICH CHRISTLICH.
    LIEBER NOCH 30 JAHRE MERKEL ALS IRGENDEINEN VON EUCH. DAMIT DU ES WEISST!
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#37 TheMumProfil
  • 23.02.2018, 19:32hHannover
  • Antwort auf #36 von Oliver1975
  • "GOTT LIEBT ALLE MENSCHEN!"

    Lies lieber nochmal in der Bibel nach. Gott liebt NICHT die "Sünder".

    "BEACHTE DIE 10 GEBOTE: LIEBE DEINEN NÄCHSTEN STEHT DORT UNTER ANDEREM"

    Nö, steht dort nicht. Das achte Gebot lautet "Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.". Keine Rede von "Nächstenliebe" in den 10 Geboten.

    "ODER HAST DU DAS IN DEINEM THEOLOGIESTUDIUM NICHT GELERNT, DU ELENDER LOOSER!!!"

    Nachdem du selbst kaum über theologische Kenntnisse zu verfügen scheinst, solltest du nicht so große Töne spucken.

    "IMMER GESELLSCHAFTEN SO HINBIEGEN WOLLEN WIE ES DIR PASST ODER?"

    Möchtest du lieber, dass die Bibel nicht ausgelegt, sondern immer nur wortwörtlich genommen wird? Ich bin für Bibelauslegung, denn dann *kann* man das Ding wenigsten positiv auslegen. Der Wortlaut selbst ist größtenteils unrettbar böse.
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#38 Oliver1975Anonym
  • 23.02.2018, 20:53h
  • Mir ist es ehrlich gesagt völlig egal was in den 10 Geboten steht. Fest steht, das so ein Dorfpfarrer ein Menschenfreund sein muss. Egal wie Du aussiehst, welche Hautfarbe oder sexuelle Orientierung man hat. Der Mann ist sonst fehl am Platz sorry. Ich würde mit Sicherheit nicht so einem in der Predigt zuhören wollen, wenn man nicht willkommen ist und von so einem diskriminiert wird. Das hat nichts mit Gemeinschaft zu tun. Das ist Ausgrenzung. Für seine Zwecke ist er ja in der "richtigen" Partei! Wenn die drankommen: Gute Nacht!
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#39 userer
  • 23.02.2018, 21:17h
  • Soweit ich weiß, hat Münz Recht: Die Ehe für alle ist vermutlich "unbiblisch".

    Für die reale Welt, den Staat und denkende Menschen ist das jedoch komplett bedeutungslos.

    Dass die Christen mit diesen Rechtsaußen gemeinsame Sache machen, passt für mich ins Gesamtbild.
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#40 AndreasKAProfil
  • 23.02.2018, 22:00hKarlsruhe
  • Antwort auf #37 von TheMum
  • Hi The Mum,

    meinetwegen kann man die Bibel auslegen, wie man will. Oder den Koran, oder die Thora oder sonst eine religiöse Basisschrift.

    Aber keine solcher Auslegungen darf zur Grundlage rechtsstaatlichen Handelns gemacht werden. Dazu sind Quelltext und Auslegungsgeschichten zu widersprüchlich.

    Außerdem wohnen bekanntlich in unserem Land mehr als genug Menschen, die eine Religion nicht als Grundlage ihrer Ethik anerkennen.

    Der einzige Bezugspunkt in einer neutralen Behandlung religiöser und nicht religiöser sind die Menschenrechte.

    Und die sind so klar formuliert, dass sie keiner weiteren Auslegung bedürfen ...

    ... es könnte alles so einfach sein ...
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#41 TheDadProfil
  • 23.02.2018, 22:40hHannover
  • Antwort auf #33 von AndreasKA
  • ""Hast du noch einen Link in dem man nachlesen kann, dass die "Ewigkeitsklausel" tatsächlich nur eine Behauptung der RKK ist? Dann hätten wir diesen sachlichen Punkt auch eindeutig hier geklärt. ""..

    Dazu gibt es meines Wissens nach keinen einfachen Link, das ergibt sich aber aus dem Kontext daß diese "Ewigkeitsklausel" nicht in einem Vertrag für die BRD geltend stehen kann, den die "Deutsche Reichsregierung" geschlossen hat..

    Aus dem Grundgesetz ergibt sich dann auch keine "Ewigkeitsklausel" für die Artikel aus der Weimarer Verfassung, das Einfügen hatte rein praktische Gründe, unter anderem den daß die Verfassungs-Gebende Versammlung dann auch mal fertig werden nußte..

    de.wikipedia.org/wiki/Reichskonkordat

    Obacht, das ist ein Link zum "Vatikan" :

    www.vatican.va/roman_curia/secretariat_state/archivio/docume
    nts/rc_seg-st_19330720_santa-sede-germania_ge.html


    www.servat.unibe.ch/dfr/bv006309.html

    Wichtig erscheint mir hier die Passage aus der Urteilsbegründung des Bundesverfassungsgerichtes :

    ""Im Reichsgesetzblatt vom 18. September 1933 (II S. 679) wurde das Konkordat samt Schlußprotokoll durch Bekanntmachung vom 12. September 1933 veröffentlicht und verlautbart, daß der Vertrag am 10. September ratifiziert worden und an demselben Tag in Kraft getreten ist.
    Ferner erließ die Reichsregierung das "Gesetz zur Durchführung des Reichskonkordats" vom 12. September 1933 (BGBl. I S. 625).
    Es ermächtigte den Reichsminister des Innern, die zur Durchführung der Bestimmungen des Reichskonkordats erforderlichen Rechts- und Verwaltungsvorschriften zu erlassen.
    Solche Vorschriften sind nicht ergangen.""..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #33 springen »
#42 TheDadProfil
#43 stromboliProfil
#44 AndreasKAProfil
  • 24.02.2018, 08:30hKarlsruhe
  • Antwort auf #41 von TheDad
  • ... das hatte ich mir fast gedacht.

    Ich danke dir sehr, dass du dir die Mühe gemacht hast, hier einmal exemplarisch die tatsächliche Problematik zu solchen Schlagwörter wie "Ewigkeitsklausel" aufgedröselt hast.

    Vielleicht ist das mal ein Anlass für alle Kommentatoren/Kommentatorinnen nur das einzustellen, was sich faktisch belegen lässt. Dann wären die Auseinandersetzungen hier fruchtbarer.
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#45 AndreasKAProfil
#46 AndreasKAProfil
  • 24.02.2018, 08:54hKarlsruhe
  • Antwort auf #41 von TheDad
  • ... holla - deine Links haben es aber in sich - das ist ja ein Tagewerk, das alles durchzuarbeiten ...

    Es ist schon erstaunlich, dass eine Abmachung zwischen den Nazis und der RKK bis heute noch derartige Auswirkungen hat.

    Mindestens genauso schlimm ist, dass hier wieder einmal deutlich wird, wie die Kirchen (- das gilt übrigens auch für die evangelischen Kirchen ... lest mal das Buch "von Golgatha nach Auschwitz") mit den Nazi-Wölfen geheult haben und unselig verstrickt waren in den Machenschaften die zur Verfolgung von Juden und anderen Randgruppen geführt haben.

    Klar, es gab Bonhoeffer und ähnliche Widerständler. Das bestreitet niemand.

    Aber wo war beispielsweise der Widerstand der Bischöfe (egal welcher Sortierung - hier hätte mal eine Ökumene wirklich Sinn gemacht) gegen die Rassengesetze? Warum haben die Kirchen ihren Einfluss auf die Gläubigen nicht genutzt um Menschen zu retten?

    Klar ist: Hitler war Katholik. Er wurde weder zeitlebens noch nach seinem Tod exkommuniziert. Er war kein Atheist (... wenn man das Wort "Gott" durch "Vorsehung" ersetzt, wird das in seinen Reden klar ... aber er hat auch mit "göttlicher Fügung" etc. argumentiert). Es ist Blödsinn, sein Regime als "gottlos" zu bezeichnen. Das war es schlichtweg nicht. Schaut mal genau hin: Die Nazi-Führungsklicke war mit kirchens eng verknüpft.

    ... und die offiziellen Vertreter der Kirchen haben mitgespielt. Im "Reich" wie in Rom.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #41 springen »
#47 PolitischeFreiheitAnonym
  • 24.02.2018, 09:59h
  • Antwort auf #46 von AndreasKA
  • Wenn du "Mein Kampf" gelesen hättest, wüsstest du, das Hitler Religion in erster Linie als Stütze für das Volk sah, ihm war egal welche Religion, Hauptsache sie erzeugt Stabilität. Er war also sehr pragmatisch, für ihn zählte, wo durch sich Leute zusammenhalten ließen. Er favorisierte persönlich aber den Protestantismus in seiner Biografie. Später lobte er auch den Islam. Atheismus sah er als destabilisierend und von Marxisten konstruiert, alte indigene Religionen (Paganismus) als lächerlich und kraftlos.

    Hitler war wohl niemals gläubig, die Religionen diente ihm alleine seinem Machterhalten und politischen Zielen. In seine Texten spricht er auch mal von Göttern oder Göttinnen des Sowieso, dann wieder vom Schöpfer usw. Wie es sich gerade gut anhörte.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #46 springen »
#48 AndreasKAProfil
  • 24.02.2018, 14:28hKarlsruhe
  • Antwort auf #47 von PolitischeFreiheit
  • ... mit anderen Worten: Er hat kein "gottloses" Regime gewollt. Das war eine meiner Aussagen.

    Und er hat die Kirchen benutzt - und diese haben sich benutzen lassen. Ich denke, auch da sind wir d'accord.

    Übrigens habe ich "Mein Kampf" nicht gelesen. Ich weiß auch echt nicht, ob ich das mal machen werden. Historisch ist das sicher erhellend. Ich ringe noch mit mir ....
  • Antworten » | Direktlink » | zu #47 springen »
#49 EkelhaftAnonym
  • 24.02.2018, 15:18h
  • Antwort auf #48 von AndreasKA
  • Zu "Mein Kampf" kann ich nur sagen:
    Ich habe es mal versucht, aber nach ca 2/3 aufgegeben.
    Die sprachlichen Ergüsse dieses Psychopathen sind schwer verdaulich.
    Wenn man aber die Muße aufbringt und seinen Ekel überwinden kann bekommt man durchaus Einblicke in die auch vom Zeitgeist beeinflussten Beweggründe Hitlers für sein politisches Handeln.
    Nach heutigen Maßstäben ist das ganze Machwerk eher lächerlich.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #48 springen »
#50 gaysenior
  • 25.02.2018, 10:24h
  • Biblisch ist, was im 3. Mose steht. Wann traut sich der Herr, auch das zu fordern?
  • Antworten » | Direktlink »
#51 TheDadProfil
  • 25.02.2018, 11:57hHannover
  • Antwort auf #43 von stromboli
  • ""Also war ich wohl im beitrag oberflächlich.""..

    Oder auch nur Ausdruck dessen was durch die Fake-News verbreitet von der RKK erreicht werden sollte ?

    Den Eindruck zu erwecken insbesondere die RKK sei für das Bestehen des Staates BRD unverzichtbar, denn bis zum Abschluß des II.Vatikanischen Konzils 1962 maßte die sich ja sogar noch an als Sprachrohr und einziger Verhandlungspartner der "Kirchen" auch für die Evangelen aufzutreten..

    Und aus der Idee die BRD sei ja nun sowas wie ein "Erbe" des Vermögens des Deutschen Reiches, und übernähme die Völkerrechtlichen Verbindlichkeiten, damit verbunden auch die Fortsetzung bestehender Verträge, sei diese BRD dann auch originär dazu verpflichtet diesen Vertrag zu erfüllen, formulierte man seine Forderungen auf Heller&Pfennig..

    Das BVG bestritt dies zwar in der Urteilsbegründung mehrfach, wie in der angeführten Passage nachlesbar, indem es anführte das Gesetz zur Durchführung des Konkordates sei ja gar nicht rechtswirksam geworden, doch dennoch verloren Niedersachsen und Hessen diesen Streit vor dem BVG durch die Tatsache das ein Vertrag dann wirksam würde, wenn er von einer Seite "in Wirkung versetzt" wäre, und sah dies durch die Erfüllung von Zahlungen einiger Bundesländer als Fakt an..

    """Gewährleistet..." statt ewigkeitsklausel...""..

    Jepp..
    Was hier dann aber nur bedeutet, so lange der Vertrag gilt erkennt der Staat nicht nur das Eigentum an und befreit die "Kirchen" von den Steuern und einigen anderen Lasten..
    Was aber eben nicht bedeutet das der Vertrag nicht trotzdem von beiden Seiten jederzeit gekündigt werden könnte..
    Einerseits indem man einen neuen Vertrag zu anderen Konditionen anbietet..
    Andererseits indem der Staat sagte, nun sei aber genug kompensiert, denn die Enteignung von 1804 sei längst finanziell entschädigt..

    Nun ist es kaum vorstellbar die RKK oder die EKD kündigte den Vertrag ihrerseits..

    Die Länder würden das immer dann gerne tun wenn die Wirtschaftliche Lage es anbietet, denn mit der Kündigung wäre so eine Art "Schluß-Rate" verbunden..

    Dazu brauchen die Länder aber auch den Bund..
    Und der sieht dazu keinen Bedarf..
    Interessanterweise interessiert es den Bund nicht, denn dies sei ja Ländersache..

    Da merkt man doch schön welche Fallstricke sich hier auftun..

    ""Ich denke, es langt hieraus den schluss zu ziehen: alles ist änderbar.""..

    Natürlich..
    Aber so lange sich niemand ernsthaft damit befasst, wird sich nichts ändern..

    ""Ändern wir zuerst die körperschaftszugehörigkeit..""..

    Äh ?
    Damit wäre ich zumindest vorsichtig, denn wenn sich "Kirche" als Verein organisierte, dann hätten sie hinterher wahrscheinlich die gleichen Privilegien, die sie jetzt schon haben, inklusive der Steuerfreiheit sämtlicher Geschäftsfelder von Caritas und Diakonie, die sich schon seit über 20 Jahren damit befassen Haftungs-Ausschlüße zu produzieren indem sie die extra für sie geschaffenen "gemeinnützigen GmbH" gGmbH gründen, und dazu nutzen selbst die letzten verbliebenen Steuer-Zahlungen zu verhindern..
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#52 Gerlinde24Profil

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