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Einzelkommentar zu:
Kita-Broschüre wird nachgedruckt – Hetze geht weiter


#8 BuntesUSchoenesEhemaliges Profil
  • 23.02.2018, 20:50h
  • www.familien-schutz.de/

    Guten Tag Initiative Familienschutz,
    Ich war auf Ihrer Internetseite und ich konnte mehrmals über Ihre Argumente schmunzeln und dennoch ist es eine Frechheit, was Sie über die Broschüre fur die Kitas in Berlin schreiben.
    Darauf möchte ich Ihnen antworten.

    Ihre Aussage: "Die wahnhafte Vorstellung, daß Mann und Frau deckungsgleich sind, hat es linken Ideoligen besonders angetan. Gender Mainstreaming ist das Goldene Kalb unserer Zeit, für das Politiker, Feministinnen, Gewerkschaftsvertreter und schwul-lesbische Aktivisten täglich neue Gefolgschaft einfordern. Und die suchen sie sich bevorzugt unter den Jüngsten: Kinder."

    Meine Antwort: ? Es ist ja schon erstaunlich, welche Auffassungsgabe Sie über sich selbst präsentieren. Haben Sie diese Broschüre denn überhaupt mal gelesen? Ich erhalte bei diesem ersten Absatz bereits den Eindruck, dass Sie nur bestimmte Seiten lasen, um dann Ihre persönliche Abneigung in phantasieartige Argumente bis hin zur Falschaussage und protestschürenden Provokationen einzubinden.
    Die Bildungsinitiative Queerformat hat keine Wahnvorstellung, sondern sie berücksichtigen die Lebenssituation von Kindern. Vielleicht wollen Sie es nicht wahrhaben, aber auch Kinder sind in ihrer Persönlichkeit vielfältig. Und auch bei Kindern lässt sich teilweise schon feststellen, wer hetero oder nicht heteto ist. Das ist deshalb wichtig, weil es nicht ignoriert werden darf. Die Entwicklung der Kinder im Kindergarten ist sehr wichtig und sehr entscheidend, denn nach dieser Entwicklungsphase, ab dem 6. Lebensjahr, ist die Persönlichkeit vollständig entwickelt und schädliche Einflüsse während dieser Entwicklungszeit lassen sich danach, also nach dem 6. Lebensjahr, nicht ohne Schwierigkeiten beheben. Wenn also nicht-hetero Kinder in dieser Phase schon aufgrund von Unwissenheit des Personals entgegen ihrer individuellen Persönlichkeit betreut und behandelt werden, löst das bereits Probleme aus, die sich dann bei diesen Kindern in ihrem Erwachsenenalter bemerkbar machen.
    Es geht hier also um entwicklungswissenschaftliche Aspekte und nicht um Wahn!
    Sie, Initiative Familienschutz, argumentieren ausschließlich auf Basis Ihrer persönlichen Empfindlichkeit und nehmen die entwicklungswissenschaftlichen Aspekte gar nicht zur Kenntnis. Somit ist Ihre Initiative kein Familienschutz!

    Ihre Aussage: "Der Schulpflicht sei Dank, können sich Aufklärungsnetzwerke mit homosexueller Ausrichtung flächendeckend an Schulen ausbreiten und die schleichende ideologische Vergiftung der Kinder noch dazu als Bildung verkaufen."

    Meine Antwort: ? Dann wäre es Ihnen also lieber, wenn es gar keine Schulpflicht gäbe? Damit alle anderen am Ende genauso ungebildet denken und schreiben wie Sie? Nö, das gibt es zum Glück nicht. Selbstverständlich haben wir eine Schulpflicht und die Aufklärung ist nicht giftig, sondern trägt zum Allgemeinwissen bei. Dass Allgemeinwissen giftig sei, ist mir nicht bekannt, denn sonst wären schon die Mehrheit der Kinder während der Grundschule an Vergiftung gestorben. Diese Informationen habe ich aber nicht. Falls Sie diesbezüglich Beweise haben, dürfen Sie diese gerne auf Ihrer Internetseite veröffentlichen. Und verfolgen Sie bitte die Entwicklung der Umsetzung der Broschüre in den Kitas von Berlin: auf diese Weise können Sie dann selbst erkennen, ob Ihre eigene Unterstellung zutrifft oder nicht.

    Eigentlich wollte ich noch weitere Aussagen von Ihnen beantworten, aber ich stelle jetzt schon fest, dass mein Interesse daran völlig vorbei ist und ich mich gar nicht mehr mit Ihren an den Haaren herbei gezogenen Behauptungen befassen möchte.

    Aber schon aus diesen beiden Absätzen heraus, die auf Ihrer Internetseite stehen, ist erkennbar, welche Ziele Sie verfolgen und wie Ihre Einstellung aussieht.
    Es geht Ihnen ganz und gar nicht um Familienschutz, sondern um die Ablehnung von Homosexualität, um die Ablehnung von Transsexuellen, und um die Ablehnung von Aufklärung, die dazu beiträgt, dass die Diskriminierung nachlässt und die Akzeptanz der Vielfalt gestärkt wird.

    Sie schüren Vorurteile, verbreiten Unterstellungen, und nutzen hetzerische Worte wie: "Wahn" und "vergiften." "Das ist nicht nur anmaßend, sondern auch Demütigung und Diskretitierung gegenüber der Menschen und vor allem gegenüber der Bildungsinitiative Queerformat.

    Ich freue mich aber, dass es in unserem Land genug gebildete Menschen gibt, die sich nicht von Ihren ungebildeten Worte beirren lassen und die ziemlich schnell erkennen können, auf welcher Schiene Sie fahren.
    Im Gegensatz zu Ihnen, sind gebildete Menschen in der Lage, mit ihren persönlichen Empfindlichkeiten umzugehen, so dass deshalb kein Teil der Gesellschaft darunter leiden muss.
    Vielleicht kommen Sie eines Tages so weit, dass Sie dasselbe über sich behaupten können. Momentan sehe ich das bei Ihnen allerdings nicht gegeben.
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