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"Inneren Konflikt" erfolgreich gelöst

Felix Jaehn outet sich als bisexuell

Der erfolgreiche Musikproduzent spricht im "ZEITmagazin" über seine Gefühle für Mädchen und Jungs.


Jaehn 2016 bei der Verleihung der 1-Live-Krone (Bild: Raimond Spekking / wikipedia)

Der mehrfach ausgezeichnete und weltweit erfolgreiche deutsche Musikproduzent und DJ Felix Jaehn hat einen selbst verfassten Artikel im Magazin der "Zeit" dazu genutzt, sich als bisexuell zu outen. Früher habe er oft nachts wach gelegen, "weil ich einen wichtigen Teil meines Lebens in der Öffentlichkeit komplett ausgeblendet habe, nämlich die Liebe", so der 23-Jährige.

Der Titel des Textes in der Magazinrubrik "Ich habe einen Traum" lautet: "Ich träume davon, den Menschen zu finden, mit dem ich mein Leben teilen möchte". In den letzten Jahren sei ihm immer klarer geworden, dass er offener über seine Gefühle reden wolle, so Jaehn. Davon handle auch das Album "I" und speziell der Song "Don't Say Love", der sein früheres Innenleben beschreibe: "I'm afraid of what I feel / You are ready / Am I ready?"

"Dieser Song handelt von einer Situation, die ich vor einigen Jahren mit einem Mädchen erlebt habe. Ich merkte damals, dass sie mehr von mir wollte, aber ich hatte Zweifel, ihr gerecht werden zu können. Denn ich wusste, dass ich auch Jungs gut finde und mich genauso gut in einen Mann verlieben könnte," so Jaehn. Dieser "innere Konflikt" habe ihn immer wieder vor festen Beziehungen zurückschrecken lassen.

Direktlink | "Cool" ist die neueste Single, die von Jaehn produziert wurde

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Das Befreiende des Coming-outs


In diesen Tagen ist Jaehn erstes Album, "I", erschienen

Nach Gesprächen erst mit seinen Brüdern und dann den Eltern, die alle "toll reagiert" hätten, habe sich bei ihm ein Knoten gelöst: "Auf einmal war da dieses Gefühl von Leichtigkeit und Normalität, das sehr guttat (…) Diese Gespräche haben viel Druck von mir genommen, ich wurde ruhiger und fühlte mich sicherer." Letztlich seien seine Gefühle keine Probleme gewesen.

Als er in einem kleinen Dorf an der Ostsee groß wurde, habe er noch vorgelebt bekommen, "dass es nicht normal sei, sich als Junge in Jungs zu verlieben", so Jaehn. "Als Teenager beeinflusst einen das schon. Und wenn man dann merkt, dass man auch Jungs attraktiv findet, kann einen das schon verunsichern. In dem Alter hat man besonders große Angst, nicht der Norm zu entsprechen, nicht mehr dazuzugehören, wenn sie merken, dass du anders bist – ein Albtraum!"

Jetzt, wo ihm seine Bisexualität bewusst sei, schlafe er wieder ruhiger. "Jetzt träume ich davon, den Menschen zu finden, mit dem ich mein Leben teilen möchte, egal, ob Mann oder Frau. Und davon, dass alle, denen es so geht wie mir, auf ähnlich viel Offenheit und Verständnis stoßen werden wie ich."

Ein Goldjunge aus Hamburg

Der in Hamburg geborene, aber bei Wismar an der Ostseeküste aufgewachsene Musiker besuchte mit 17 eine Musikschule in London und schaffte mit 20, während eines BWL-Studiums in Berlin, mit einem Remix des Songs "Cheerleader" des jamaikanischen Sängers Omi einen weltweiten Erfolg – Top 1 in allen deutschsprachigen Ländern sowie in Großbritannien und den USA.

Direktlink | Mit "Cheerleader" fing Jaehns Karriere im Jahr 2015 an – das offizielle Musikvideo erzielte bis heute über 800 Millionen Views bei Youtube

Weitere nationale und internationale Erfolge folgten, teilweise in Zusammenarbeit mit Stars wie Mark Forster oder Herbert Grönemeyer. Sein in der letzten Woche erschienes erstes Album, "I", erreichte bislang Platz fünf der deutschen Charts. Seine Singles erzielten weltweit bislang acht mal Gold, 76 mal Platin und ein Mal Diamant.



#1 LGBTI* 4-EverAnonym
  • 23.02.2018, 17:47h
  • Der ist ja unglaublich schnuffig *0*
    Endlich einer mehr, der sich bekennt

    Ob er wohl noch zu haben ist? - Den würde ich nicht von der Bettkante schubsen - hihi
  • Antworten » | Direktlink »
#2 LovingAnonym
#3 LGBTI* 4-EverAnonym
  • 23.02.2018, 18:26h
  • Antwort auf #2 von Loving
  • Ach nein, das ist er doch nicht für mich :3 auch wenn ich noch jemand passendes suche.
    Dann kann man bestimmt gemeinsam auf den CSD gehen *_* und feiern auf ner Gayparty - Das ist immer angenehmer unter gleichgesinnten :3

    Sorry, dass du sowas von mir denkst ;)
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#4 Patroklos
  • 23.02.2018, 20:59h
  • Herzlichen Glückwunsch zum Coming-Out und alles Gute für die Zukunft und weiterhin so tolle Musik!
  • Antworten » | Direktlink »
#5 KathiGr
  • 23.02.2018, 22:00h
  • Juhu! Es ist so wichtig, dass sich auch Bisexuelle outen. Ich wusste ja damals gar nicht, dass es Bisexualität überhaupt gibt. Daher hatte ich mich für hetero gehalten und einfach angenommen, dass andere Heteros auch insgeheim auf beide Geschlechter stehen.
    Je mehr Menschen sich als bisexuell outen, desto mehr Homos werden hoffentlich verstehen, dass es sich bei Bisexualität um eine echte sexuelle Orientierung handelt - nicht nur um eine Phase oder eine Notlüge, weil man eigentlich homosexuell ist.
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#6 Gerlinde24Profil
  • 24.02.2018, 04:51hBerlin
  • "Bisexuelle können sich nicht entscheiden", sagte einmal eine ehemalige Partnerin zu mir. Ich glaubte es auch, bis das Leben mich eines Besseren belehrte. Bisexuelle erweitern ihren Horizont, weil sie beide Geschlechter lieben können, und auch offener mit Transsexualität umgehen können, als es die meisten Lesben und Schwule können. Ich wünsche ihm, dass er sein Herzblatt findet, egal, welches Geschlecht es hat! Denn Liebe ist immer noch das Wichtigste auf der Welt!
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#7 GastLPZAnonym
  • 24.02.2018, 10:07h
  • Antwort auf #5 von KathiGr
  • In ein paar Jahren ist er, vermutlich, schwul. Jetzt ist nur ungünstig wegen der weiblichen Fans. Wäre schlecht fürs Geschäft. Wenn man so will "Step by Step". Da ist er nicht allein. Auch bei Sportlern gibts das oft. Aber legitim.
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#8 Michael1989Anonym
#9 Tom das PferdAnonym
  • 24.02.2018, 12:34h
  • Naja, "selbst verfassten Bericht"- da überlässt jemand nix dem Zufall. Das sagt schon sehr viel. Bin mittlerweile sehr vorsichtig bei diesen Outings aus der Promiszene. Was ist wirklich privat und was ist kalkuliertes Marketing? Was ist echt und was ist aufgesetzt? Der angeblich spontane Kuss von Gus Kenworth (Olympia) der "um die Welt ging"- das ist hochnotpeinlich kalkuliertes Marketing. Fake. Abgesprochen mit ABC die in dem Moment ihre Kamera draufhielten. Authentizität sieht anders aus...brauch ich nicht...
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#10 call it like it isAnonym
  • 24.02.2018, 15:07h
  • Ekelhaft was hier in den Kommentarem wieder an Biphobie zu lesen ist. Auch wenn es Leute gibt, die sich mit einem "Zwischenschritt" des Bi-seins später als schwul oder lesbisch outen, gibt das niemandem hier das Recht diesen Menschen bösen Willen oder absichtliche Irreführung zu unterstellen, oder Spekulationen anzustellen ob Felix das auch so machen wird.
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