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"Mehr Vielfalt auch in der Seniorenmitwirkung wagen"

Hamburg verankert geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in Seniorengesetz

Das Seniorenmitwirkungsgesetz formuliert künftig als Ziel, älteren Menschen "jeder geschlechtlichen Identität und jeder sexuellen Orientierung gleiche Teilhabe und Anerkennung zukommen zu lassen".


In Hamburg ist sexuelle und geschlechtliche Vielfalt künftig auch in der Seniorenmitwirkung festgelegt (Bild: Marcus Meissner / flickr)

Die Hamburgische Bürgerschaft hat am Mittwoch eine Neufassung des Hamburgischen Seniorenmitwirkungsgesetzes beschlossen. Diese Neufassung verankert ausdrücklich die Anerkennung sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in der Zielsetzung des Gesetzes. Die von den Regierungsfraktionen SPD und Grüne eingebrachte Ergänzung ist bislang in dieser Form in Deutschland einzigartig.

Das Seniorenmitwirkungsgesetz gibt es seit 2012 in der Hansestadt – darin wird die Mitwirkung von älteren Bürgern in ehrenamtlichen Bezirksseniorenbeiräten sowie im Landesseniorenbeirat geregelt. Ziel des Gesetzes ist insbesondere, die "aktive Beteiligung der Seniorinnen und Senioren am sozialen, gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben zu fördern". Der Prozess des Älterwerdens müsse von der Stadt "in Würde und ohne Diskriminierung" unterstützt werden.

In der neuen Fassung wird als Ziel des Gesetzes zusätzlich festgelegt, "älteren Menschen jeder geschlechtlichen Identität und jeder sexuellen Orientierung gleiche Teilhabe und Anerkennung zukommen zu lassen und ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen."

"Vielfalt ist eine Stärke – auch in der Seniorenmitwirkung! Es ist gut und wichtig, diesen Grundsatz auch mit Blick auf die verschiedenen sexuellen Identitäten älterer Menschen im Seniorenmitwirkungsgesetz zu verankern. Dies ist ein klares Bekenntnis zur gleichberechtigten Teilhabe", erklärte Christiane Blömeke, die seniorenpolitische Sprecherin der Grünen-Bürgerschaftsfraktion. Die Ergänzung sei ein Auftrag und eine Ermutigung, "noch mehr Vielfalt auch in der Seniorenmitwirkung zu wagen. Es ist gut, dass diese Richtung in der Seniorenvertretung bereits eingeschlagen wurde, die Gesetzesänderung gibt daher Rückenwind!" (pm/dk)



#1 MarcAnonym
  • 01.03.2018, 13:32h
  • Ein wichtiger Schritt. Zwar sind Gesetzestexte das eine und die Wirklichkeit oft das andere, aber so besteht zumindest die Hoffnung, dass die Zustände in den Heimen sich langfristig ändern. Jetzt kann man sich immerhin auf ein Gesetz berufen.
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#2 TheDadProfil