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Homosexualität "widerspricht Willen Gottes"

Kardinal Müller lehnt Segnung von Homo-Paaren ab

Der ehemalige oberste Glaubenshüter der katholischen Kirche stellt klar, dass "Handlungen gegen die Gebote Gottes" in seiner Kirche nicht akzeptiert werden.


Nach dem Willen von Kardinal Müller ist gelebte Homosexualität Sünde und darf nicht anerkannt werden (Bild: Jolanta Dyr / wikipedia)

Gerhard Kardinal Müller hat gegenüber der katholischen "Tagespost" Vorschläge zur Liberalisierung der katholischen Kirche zurückgewiesen, darunter die Zulassung von evangelischen Christen zum Abendmahl und die Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren. Der 70-Jährige warnte in dem am Mittwoch veröffentlichen Interview, dass ansonsten eine Relativierung des Glaubens drohe.

Im Januar hatte der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode als erster hoher Würdenträger eine Segnung von homosexuellen Paaren angeregt (queer.de berichtete). Müller sagte nun, er halte diese für unmöglich, da "homosexuelle Handlungen dem Willen Gottes widersprechen" und daher niemand den Segen dafür erbitten könne.

Zwar gestand Müller ein, dass es in "nahezu allen Beziehungen" auch "positive Elemente" gebe. "Doch das rechtfertigt nicht Handlungen gegen die Gebote Gottes", so der Kardinal.

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Müller: Menschen "mit homosexuellen Neigungen" nicht "als Person" verurteilen

Müller behauptete in dem Interview auch, keine generelle Abneigung gegen Homosexuelle zu haben: "Niemand verurteilt einen Menschen mit homosexuellen Neigungen als Person. Das wäre eine gotteslästerliche Anmaßung, das wesensmäßige Gutsein der Existenz eines von Gott geschaffenen Menschen in Frage zu stellen", so der Geistliche.

Der Kardinal war von 2002 bis 2012 Bischof von Regensburg und von 2012 bis 2017 Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre, also oberster Glaubenshüter der katholischen Kirche. In dieser Funktion hatte er sich derber über Homosexuelle geäußert. So beschrieb er 2016 in einem Buch die "sündigen Verhältnisse" von Lesben und Schwulen als "pervers" (queer.de berichtete). Bereits 2014 hatte Müller gegenüber einer polnischen Zeitung klargestellt, dass die katholische Kirche gelebte Homosexualität "niemals" akzeptieren werde: "Diese Einschätzung wird die Kirche niemals ändern. Aktive Homosexualität widerspricht dem Naturgesetz und ist eine Sünde" (queer.de berichtete). (dk)



#1 michael008
  • 01.03.2018, 16:52h
  • Ein weiterer HasBeen der RKK, der auf den letzten Drücker versucht für seine Sekte Pflöcke der Vergangenheit für die Zukunft einzuschlagen.
    Ansonsten:
    Wie immer lächerliche Begründungen für die ach so unumgängliche gottgegebene Homophobie.
    Es würde "ansonsten eine Relativierung des Glaubens drohe"n.
    Wenn man sich die Historie der RKK inklusive aller bekannten "unchristlichen" Handlungen Ihrer Vertreter vom Papst bis zum Dorfpfarrer fällt auf.
    Eine größeren Beitrag zur Relativierung des "christlichen Glaubens", ihrer eigenen Gebote, als die RKK, hat kaum einer geleistet.
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#2 Vater
#3 ursus
  • 01.03.2018, 17:11h
  • Antwort auf #2 von Vater
  • "Naturgesetze KANN man nicht brechen!!!"

    wenn die rkk von "natur" redet, dann ist damit nicht die realität gemeint, sondern das, was von ihr übrig bleibt, wenn man sie durch das krude optische system der katholischen ideologie verzerrt, dabei einen großen teil ausblendet und einen großen teil einfach hinzuerfindet.

    der begriff "natur" wird hier nicht beschreibend eingesetzt sondern polemisch. er dient dazu, das resultat der eigenen ideologische verblendung als vermeintliche universelle und objektive realität zu behaupten. das ist natürlich ein ekelhaft anti-aufklärerischer und philosophisch haarsträubend unredlicher taschenspielertrick, aber genau das ist ja immer noch der kern des katholizismus.
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#4 Tommy0607Profil
  • 01.03.2018, 17:11hEtzbach
  • Nun ja: Mit "Sünden " kennt sich auch diese Christliche Kirche " sehr gut " aus , gelle?!
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#5 BuntesUSchoenesEhemaliges Profil
#6 OlliAnonym
  • 01.03.2018, 17:17h
  • Immer wieder dieser alte und verbitterte Mann. Zum Glück gehört er zu denen, die in der kath. Kirche immer mehr an Macht verlieren, als dass sie gewinnen. Wie das eben so ist mit Minderheiten: sie sind laut und das wars auch schon. Dass die Realitäten mittlerweile weltweit andere sind und wir andere Probleme haben, als geschiedene Wiederverheiratete, evangelische Christen, die mit ihrem Partner das Abendmahl feiern möchten oder eben homosexuelle Menschen, die sich lieben und achten und daher dieselben Rechte haben sollen.

    Müller sollte sich mal fragen, warum ihn nicht mal sein eigener Chef noch ernst nimmt. Franziskus hat diesen Hetzer nicht vordergründig wegen seiner widerlichen Homophobie abgesetzt. Das, was er aber permanent in diesem Themenbereich von sich gegeben hat, dürfte mit ein gewichtiger Grund gewesen sein.

    Dieser Mann konterkariert alles, wofür die Ortskirche schon lange steht. Da hat man nämlich zumindest ansatzweise begriffen, dass es nicht so interessant ist, mit wem der Organist ins Bett geht und was er da macht, sondern ob er Orgel spielen kann und auch in der Frühmesse um 07:30 Uhr trotz Party am Abend zuvor zuverlässig auf der Matte steht. Dasselbe gilt für den schwulen Lehrer, die lesbische Kindergärtnerin und den schwulen Caritas Vorstand. Dass die immer noch an manchen Orten um ihren geliebten Job fürchten müssen, liegt an Typen wie Müller oder Oster aus Passau. Im Fall von Müller habe ich aber die Hoffnung, dass sich sein blödes und menschenverachtendes Gequatsche irgendwann auf natürliche Weise erledigt. Und ich bin sicher, dass sein Schöpfer ihn fragen wird, wessen Verhalten auf Erden wohl gottlos war: seins oder das derjenigen, die auch in schweren Zeiten zueinander gestanden haben und niemanden belogen haben. Am allerwenigsten sich selbst.

    Müller hingegen war und ist ein schlechter Mensch und als solcher wird er in Erinnerung bleiben. Chapeau!
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#7 Carsten ACAnonym
  • 01.03.2018, 17:23h
  • ------------------------------------------
    Homosexualität "widerspricht Willen Gottes"
    -----------------------------------------

    Und Hass widerspricht nicht Gottes Willen?

    Immer dieselbe Masche: zuerst tut man so, als würde man sich modernisieren und dann macht man genauso totalitär und menschenverachtend weiter wie bisher. Letzteres bekommen dann viele nicht mehr mit.

    Gegen Hassprediger hilft nur eines:
    Kirchenaustritt

    www.kirchenaustritt.de
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#8 AmurPrideProfil
  • 01.03.2018, 17:33hKöln
  • ""..Niemand verurteilt einen Menschen mit homosexuellen Neigungen als Person. Das wäre eine gotteslästerliche Anmaßung, das wesensmäßige Gutsein der Existenz eines von Gott geschaffenen Menschen in Frage zu stellen", so der Geistliche..""

    Und htf kommt Ihr Katholiban dann auf die abstruse Idee, dass ich die Liebe, wie sie Gott mir geschenkt hat, nicht leben darf?
    Ihr wisst es also besser als Gott?
    Sterbt einfach leise, ihr Lieblosen!
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#9 userer
  • 01.03.2018, 17:34h
  • Auch Segnung wäre Diskriminierung, da es keien Trauung ist, aber davon mal abgesehen:

    Kein Erwachsener wird gezwungen, in diesem schwulen- und frauenverachtenden Verein dummer Menschen Mitglied zu sein.

    www.kirchenaustritt.de
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#10 FelixAnonym
  • 01.03.2018, 17:48h
  • Was sind das für Menschen, die Liebe verachten und Hass predigen?

    Sollten die statt Liebe und Freiheit zu bekämpfen nicht lieber Hunger, Armut und Gewalt bekämpfen?!
  • Antworten » | Direktlink »