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Homosexualität "widerspricht Willen Gottes"
Kardinal Müller lehnt Segnung von Homo-Paaren ab
Der ehemalige oberste Glaubenshüter der katholischen Kirche stellt klar, dass "Handlungen gegen die Gebote Gottes" in seiner Kirche nicht akzeptiert werden.

Nach dem Willen von Kardinal Müller ist gelebte Homosexualität Sünde und darf nicht anerkannt werden (Bild: Jolanta Dyr / wikipedia)
- 1. März 2018, 15:40h 2 Min.
Gerhard Kardinal Müller hat gegenüber der katholischen "Tagespost" Vorschläge zur Liberalisierung der katholischen Kirche zurückgewiesen, darunter die Zulassung von evangelischen Christen zum Abendmahl und die Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren. Der 70-Jährige warnte in dem am Mittwoch veröffentlichen Interview, dass ansonsten eine Relativierung des Glaubens drohe.
Im Januar hatte der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode als erster hoher Würdenträger eine Segnung von homosexuellen Paaren angeregt (queer.de berichtete). Müller sagte nun, er halte diese für unmöglich, da "homosexuelle Handlungen dem Willen Gottes widersprechen" und daher niemand den Segen dafür erbitten könne.
Zwar gestand Müller ein, dass es in "nahezu allen Beziehungen" auch "positive Elemente" gebe. "Doch das rechtfertigt nicht Handlungen gegen die Gebote Gottes", so der Kardinal.
Müller: Menschen "mit homosexuellen Neigungen" nicht "als Person" verurteilen
Müller behauptete in dem Interview auch, keine generelle Abneigung gegen Homosexuelle zu haben: "Niemand verurteilt einen Menschen mit homosexuellen Neigungen als Person. Das wäre eine gotteslästerliche Anmaßung, das wesensmäßige Gutsein der Existenz eines von Gott geschaffenen Menschen in Frage zu stellen", so der Geistliche.
Der Kardinal war von 2002 bis 2012 Bischof von Regensburg und von 2012 bis 2017 Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre, also oberster Glaubenshüter der katholischen Kirche. In dieser Funktion hatte er sich derber über Homosexuelle geäußert. So beschrieb er 2016 in einem Buch die "sündigen Verhältnisse" von Lesben und Schwulen als "pervers" (queer.de berichtete). Bereits 2014 hatte Müller gegenüber einer polnischen Zeitung klargestellt, dass die katholische Kirche gelebte Homosexualität "niemals" akzeptieren werde: "Diese Einschätzung wird die Kirche niemals ändern. Aktive Homosexualität widerspricht dem Naturgesetz und ist eine Sünde" (queer.de berichtete). (dk)















Ansonsten:
Wie immer lächerliche Begründungen für die ach so unumgängliche gottgegebene Homophobie.
Es würde "ansonsten eine Relativierung des Glaubens drohe"n.
Wenn man sich die Historie der RKK inklusive aller bekannten "unchristlichen" Handlungen Ihrer Vertreter vom Papst bis zum Dorfpfarrer fällt auf.
Eine größeren Beitrag zur Relativierung des "christlichen Glaubens", ihrer eigenen Gebote, als die RKK, hat kaum einer geleistet.