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US-Studie
Essstörungen bei über der Hälfte von jungen LGBT
Erschreckende Zahlen: Junge Menschen, die sexuellen oder geschlechtlichen Minderheiten angehören, sind elf Mal anfälliger für Essstörungen als ihre Altersgenossen.

Viele junge LGBT haben – zumindest in Amerika – kein gesundes Verhältnis zu Nahrungsmitteln (Bild: cyclonebill / flickr)
- 2. März 2018, 14:55h 2 Min.
Bei 54 Prozent von amerikanischen Schwulen, Lesben, Bisexuellen und transgeschlechtlichen Personen zwischen 13 und 24 Jahren wurden bereits Essstörungen diagnostiziert. Insgesamt glauben sogar drei Viertel aller jungen LGBT, an Essstörungen zu leiden, auch wenn sie noch keine Diagnose erhalten haben.
Das ist das erschreckende Ergebnis einer Studie, die von der LGBTI-Organisation The Trevor Project sowie den US-Fachorganisationen National Eating Disorders Association und Reasons Eating Disorder Center durchgeführt wurde. Insgesamt wurden 1.305 junge Amerikaner, die sich selbst als LGBT identifizieren, für die Studie befragt. Die Rate an Essstörungen liegt laut den Autoren elf Mal höher als unter Cis-Heterosexuellen.
"Wir waren fassungslos über die Ergebnisse", erklärte Amit Paley vom Trevor Project. "Wir müssen mehr tun, um der alarmierenden Zahl an LGBTQ-Jugendlichen zu helfen, die mit Essstörungen leben und mit Suizidgedanken kämpfen."
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Besonders Transpersonen betroffen
Besonders von Essstörungen betroffen sind transgeschlechtliche Menschen. Den Ergebnissen zufolge wurden bei 71 Prozent der jungen Transpersonen, die sich als heterosexuell identifizierten, derartige Störungen diagnostiziert. Ein weiteres erschreckendes Ergebnis ist, dass 58 Prozent der jungen LGBT, die unter Essstörungen leiden, schon einmal über Selbstmord nachgedacht hätten.
Ähnliche Studien kamen in der Vergangenheit zu ähnlichen Ergebnissen. Als Grund wird angeführt, dass junge Schwule, Lesben, Bisexuelle und transgeschlechtlichen Personen wegen des Coming-out-Prozesses viel gestresster seien als ihre cis-heterosexuellen Altersgenossen. Diskriminierung und Mobbing würden die Lage weiter verschärfen. Das führe laut Studien auch dazu, dass Homo- und Transsexuelle viel öfter Alkohol oder Drogen missbrauchten als andere. Bei Schwulen komme zudem hinzu, dass der gesellschaftliche Druck, einen perfekten Körper zu haben, höher sei als bei heterosexuellen Männern.
BZgA klärt auf
Mehr Infos zu Essstörungen bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf einer eigens dafür eingerichteten Website. Die BZgA bietet unter (0221) 89 20 31 auch ein Beratungstelefon an, das montags bis donnerstags zwischen 10 und 22 Uhr und freitags zwischen 10 und 18 Uhr besetzt ist. (dk)















Also, das dürfte eher ein Druck sein, den man sich selbst aufbürdet. Vor allem müsste man mal definieren, was eigentlich ein "perfekter Körper" ist und welche Maßstäbe man dabei anlegt. Und da gibt es an sich nur einen: der perfekte Körper ist der, in dem man sich wohlfühlt, und der muss eben nicht zwangsläufig mit den Leitbildern sein, die einem die Werbeindustrie aufoktroyieren möchte.
Hilfe allerdings brauchen die genannten LGBTI*-Youngsters wirklich, und die hat darin zu bestehen, dass man ihr Selbstvertrauen aufbaut und stärkt. Alles Weitere ergibt sich dann von selbst, aber diese Basis ist eminent wichtig.