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Kommentare zu:
Dieter Nuhr und Jürgen von der Lippe wollen nicht homophob sein


#31 LaurentEhemaliges Profil
  • 03.03.2018, 12:41h
  • Antwort auf #25 von AmurPride
  • >>...im Gegensatz zu der Meinung von einigen Radikal-Schwulen hier...<< ;-)

    Ich glaube nicht, nicht deshalb nicht "unnormal" zu sein, weil ich etwas vorgaukle, und mache auch nicht, wie du mir so schön unterstellst, einen auf "Otto Normalbürger."

    Im Übrigen besteht zwischen z.B. tuntig "sein" und ein bestimmtes Verhalten zu "zelebrieren" (in Szene setzen, überbetonen) ein erheblicher Unterschied.
    Wer sich so gibt, wie er tatsächlich auch ist, darf das natürlich auch, keine Frage.
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#32 magnetEhemaliges Profil
#33 StretchingmasterProfil
  • 03.03.2018, 14:11hEssen / Holsterhausen
  • Ich finde an Schwulen Witzen absolut nichts Homophobes. Es sind Witze verdammt noch mal. Man soll darüber lachen weil es bis zur Unkenntlichkeit überzogen, überspitzt und übertrieben ist.
    So sind Witze eben. Ich bin selbst ein Witze-Lexikon auf zwei Beinen. Zu jeder Situation der richtige Witz oder ein dummer Spruch. Ich kann da gar nicht anders. Und ab und zu sind da auch Witze über Minderheiten dabei.
    Jeder lacht über Ostfriesen-Witze. Oder über Blondinen-Witze.
    Da schreit keiner nach Diskriminierung.

    Es sollte uns eher eine Ehre sein in die Reihen der Witze aufgenommen zu sein. Wir sind wichtig genug das man über uns auch mal lacht.

    Ok es gibt Unterschiede ob es ein dreckiger, herabwürdigender Witz ist oder eben Satire.

    In der Satire ist immer der erhobene Zeigefinger dabei der etwas lehren will.

    Da höre ich im Bekanntenkreis unter Schwulen und Lesben aber ganz andere Sachen bei denen ich mir manchmal denke: Oh man, das ging aber ganz tief unter die Gürtellinie.

    So etwas habe ich noch nie im deutschen Fernsehen gehört und ich bin mir sicher das wird es auch nicht geben.

    Dieter Nuhr ist jetzt auch nicht mein Lieblings-Satiriker aber er hat mit vielen Dingen recht. Er spricht es wenigstens aus.

    Jürgen von der Lippe ist dagegen einer meiner Favoriten. Und sein Erfolg gibt ihm Recht. Seit Jahrzehnten steht er auf der Bühne und ist immer noch aktuell.

    Also liebe LGBT-Szene habt euch nicht so Mädchenhaft. Seid froh das wir zumindest in dem Punkt in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind.

    Schönen Tag noch
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#34 BEARAnonym
  • 03.03.2018, 14:20h
  • Antwort auf #31 von Laurent
  • "Im Übrigen besteht zwischen z.B. tuntig "sein" und ein bestimmtes Verhalten zu "zelebrieren" (in Szene setzen, überbetonen) ein erheblicher Unterschied.
    Wer sich so gibt, wie er tatsächlich auch ist, darf das natürlich auch, keine Frage."

    Das ist aber gnädig.
    Woraus sich aber schließlich genau das ergibt, was ich vorhin angesprochen habe:

    Die Menschen haben sich nach von Dir vorgegebenen Regeln zu verhalten.

    Aus Dir spricht tief verinnerlichte Tuntenfeindlichkeit - ein Teilaspekt Deiner tief verinnerlichten Feindlichkeit gegenüber Andersseienden und sich anders Verhaltenden. Ich bleibe dabei: Du kannst es nicht ertragen, wenn Andere anders sind und/oder sich anders verhalten als von Dir "genehmigt".

    Ich bezeichne eine solche Geisteshaltung als zutiefst erbärmlich.
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#35 onesecondAnonym
  • 03.03.2018, 14:27h
  • Also beim verlinkten Ausschnitt kann ich beim besten Willen nichts Homophobes erkennen, im Gegenteil hält er den homophoben Russen den Spiegel vor, wie lächerlich sie sich doch aufführen, und dass Putin ne Klemmschwester ist, ist doch auch eine sehr weit verbreitete Vermutung. So wie er Männlichkeit zelebriert und gleichzeitig schwulenfeindlich ist, kommt das im Westen halt so an. Wäre beileibe nicht die erste Klemmschwester, die überkompensiert.
    Der Autor nimmt sich doch mit solchen Fehlgriffen, wie hier für diesen mehr als offensichtlichen PRO-Homo Ausschnitt von Nuhr offensichtliche der Community verbündete Heterosexuelle anzugreifen, doch selbst jegliche Glaubwürdigkeit.
    Also nach dem Artikel würde ich sein Buch keinesfalls mehr kaufen. Vielleicht kann dem mal jemand einen Kompass schenken.
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#36 AmurPrideProfil
  • 03.03.2018, 14:33hKöln
  • Antwort auf #31 von Laurent
  • Erst mal: Entschuldigung bitte, ich wollte Dir wirklich nichts unterstellen, schon gar nicht etwas vorzugaukeln oder etwa nicht authentisch zu sein.

    Ich hatte nur an Hand Deiner posts den Eindruck, das Du einen sehr "normalen", also mainstreammäßigen, Lifestyle bevorzugst.
    Und ich möchte nochmals betonen, dass das, wie für jeder andere Lifestyle auch, für mich persönlich völlig okay geht.

    Aber irgendwie scheine ich Dich immer noch nicht richtig verstanden zu haben, denn:

    ""..Im Übrigen besteht zwischen z.B. tuntig "sein" und ein bestimmtes Verhalten zu "zelebrieren" (in Szene setzen, überbetonen) ein erheblicher Unterschied.
    Wer sich so gibt, wie er tatsächlich auch ist, darf das natürlich auch, keine Frage..""

    Also: WENN jemand so ein Typ ist, der, wie du es nennst, sich "zelebriert", sich in Szene setzt, sich überbetont... DANN darf er das ja nach Deinen Worten, wenn er das auch tatsächlich so ist.

    ABER: WIE erkennst Du von außen, ob jemand so IST oder nur so TUT?
    UND: Warum ist es ein Problem für Dich, wenn jemand nur so TUT?

    Das habe ich noch nicht verstanden.
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#37 AmurPrideProfil
  • 03.03.2018, 14:55hKöln
  • Antwort auf #27 von BEAR
  • "".."Was hat das Anderssein mit Schwulsein zu tun?"
    Tut mir Leid. Ich werde jetzt nicht bei Adam and Eve anfangen. Und auch nicht bei Adam and Steve.
    Recherchiere selbst, lies selbst, lerne selbst..""

    Lieber BEAR,

    ich habe zwar gerade den Eindruck, das Dich dieses Thema nervt, aber ich bin echt etwas traurig, das Du das nicht näher erklärt hast, denn ich versteh's auch nicht so richtig, ehrlich gesagt.

    Okay.
    Wer Schwul ist ist "anders" in dem Sinne, das er nicht zur Hetero-Mehrheit der Bevölkerung gehört. Gecheckt (wenn's das war)!
    Aber ist es nicht etwas eindimensional, nur aufgrund der von der Mehrheit abweichenden sexuellen Orientierung permanent und pauschal das Urteil "anders" verpasst zu bekommen?
    Auch wenn das Erkennen meiner sexuellen Orientierung eigentlich alle Bereiche meines gesamten Lebens mehr oder weniger gravierend beeinflusst hat, so fühle ich mich doch, mit Ausnahme dieses einen Punktes, z. B. nicht anders als meine Geschwister. Ich fühle mich ganz "normal". Einige andere haben ein Problem damit, das ich "anders" bin, aber das ist deren Problem, nicht meins.

    Und geht es nicht auch darum? Will nicht jeder zumindest ein klein wenig "anders" sein und doch gleichzeitig "normal"?
    Sich als Individuum von anderen zu unterscheiden und doch gleichzeitig "dazu" zu gehören?
    Geht es nicht auch irgendwo in unserem Kampf um Akzeptanz auch irgendwie darum "dazu" zu gehören?
    Ist das nicht letztendlich das Endziel: Gleichberechtigt völlig selbstverständlich, also umgangssprachlich ganz normal, dazu zu gehören?
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#38 BEARAnonym
  • 03.03.2018, 14:57h
  • Hier kommen sie hervor: all diejenigen, die vor internalisiertem Selbsthass nur so strotzen und deshalb weder erkennen wollen noch erkennen können, wo überall täglich Homophobie praktiziert wird.

    Da wird der Überbringer der Botschaft angegriffen und fast schon gesteinigt, weil er aufdeckt, was "da draußen" immer noch alles ist, das uns demütigt, beleidigt, zu Menschen zweiter Klasse erklärt.

    Leute, die behaupten, dass es ja heute kaum noch Homophobie gebe, mögen bitte mal erklären, warum die Rate an Suiziden, Suizidversuchen, psychischen Erkrankungen (aktuelles Beispiel hier: Essstörungen) etc. bei queeren Menschen so viel höher ist als bei Heteros.

    Natürlich ist es einfacher, das alles für "normal" zu halten, damit man nicht merkt, wie verletzend jede einzelne homophobe Äußerung oder Handlung ist (Stichwort: Minority Stress). Eigene Vogel-Strauß-Taktik berechtigt aber nicht dazu, Andere niederzumachen, die ein feineres Gespür haben, Verletzendes und Diskriminierendes wahrnehmen und das - nach wie vor zu Recht - anprangern.

    Wie auch fast jede Queer.de-Meldung bestätigt, sind wir weit entfernt von einer Gesellschaft, die frei von Homophobie oder Diskriminierung wäre. Und trotz des einen oder anderen Erfolges wie der Ehe für Alle sind wir von einer alle Varianten schlichtweg VOLL AKZEPTIERENDEN Gesellschaft Lichtjahre entfernt (und entfernen uns im Moment wieder mehr und mehr davon, statt darauf zuzusteuern).

    In diesem Umfeld zu ignorieren und zu leugnen, dass es nach wie vor massivste Homophobie gibt, die sich zum Teil eben auch in angeblich harmlosen Formulierungen manifestiert und damit erst recht in den Köpfen der Menschen festsetzt, ist kurzsichtig und gefährlich.

    Johannes Kram weist zu Recht darauf hin, dass da noch sehr, sehr vieles im Argen ist. Deshalb danke für dieses Buch! Und mögen die persönlichen Angriffe, gerade aus der "Community" heraus, ihn nicht allzu sehr treffen. Er hat den Finger in eine offene Wunde gelegt, und das ist sehr gut und richtig so. Meinen Respekt dafür und weiter so!
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#39 LaurentEhemaliges Profil
  • 03.03.2018, 15:02h
  • Antwort auf #36 von AmurPride
  • Ich kann da nur von Erfahrungen sprechen.
    Im privaten, kleinen Kreis ist man sich selbst, geht's dann aber in die Öffentlichkeit, Lokale o.Ä. legt man einen Hebel um und hängt das tuntige Verhalten raus. Warum man das macht, darüber kann ich nur spekulieren: Vielleicht will man sich in den Mittelpunkt stellen, Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
    Wohlgemerkt: Das ist vermutlich nicht bei allen so.
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#40 LaurentEhemaliges Profil
  • 03.03.2018, 15:23h
  • Antwort auf #34 von BEAR
  • Abgesehen davon, dass ich lediglich das von "AmurPride" ins Spiel gebrachte Beispiel aufgegriffen habe, kann ich nicht erkennen, jemandem etwas vorzuschreiben, wenn man der Auffassung ist, sich einfach nur so zu geben, wie man ist.

    Du bist wohl sehr von dir überzeugt, meinst anscheinend bei jedem Thema, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben.
    Du bist es, der nur eine Meinung gelten lässt, nämlich die eigene.
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