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Kommentare zu:
Dieter Nuhr und Jürgen von der Lippe wollen nicht homophob sein


#41 magnetEhemaliges Profil
  • 03.03.2018, 15:40h
  • Antwort auf #39 von Laurent
  • Das sehe ich genau so.
    Ich mag meine teils definitiv "tuntigen" und metrosexuellen Heterofreunde genau so, wie meine "tuntigen" schwulen Freunde oder Bekannte aus dem Gym.

    Ob ein Mensch "echt" ist, spürt man doch mit etwas Empathie. Menschen die eine Show abziehen, mag ich eher nicht. Sei es irgendein Machotyp, eine künstlich aufgebrezelte Frau, oder der Quotenschwule vom letzten Dschungelcamp.

    Das so genannte Tuntigsein, ist keine nur auf Schwule zugeschnittene Eigenschaft. Daher ist es auch nicht "Anders". Ich kann schräg sein und trotzdem hat es nichts mit meinem Schwulsein zu tun.
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#42 niccinicciAnonym
  • 03.03.2018, 16:45h
  • die ganze diskussion ist lächerlich, an den haaren herbei gezogen, von ein paar polittrinen, die kaum einer kennt und die eindeutig zu viel zeit haben. zum glück lässt sich dieter nuhr davon nicht beeindrucken. wir lachen so oft über uns selber, über heten, wer dem gleich den politisch korrekten stempel aufdrücken will, stellt sich selber ins abseits. der verdacht liegt nahe, da möchte ein unbekannter blogger sein buch vermarkten.
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#43 herve64Ehemaliges Profil
  • 03.03.2018, 17:07h
  • "Konkret geht es um eine Folge des ARD-"SatireGipfels" aus dem Jahr 2014, in der sich Dieter Nuhr über Homophobie in Russland lustig macht und dabei selbst tief in die Klischeekiste greift. So spielt er etwa den russischen Präsidenten als tuntige "Prinzessin Phhuhhhtiehn", die sich in die "erigierte Brustwarze" kneift und wie andere Schwulenfeinde, die "selber Popoträume" hätten, darauf hofft, dass jemand in der Gemeinschaftsdusche die Seife fallen lässt.":

    Also, sorry, aber das würde ich jetzt eher mal dahingehend interpretieren, dass er einem gewissen russischen Diktator mal den Spiegel vorhält, zumal er zuvor dieses wirklich außerordentlich homoerotisch wirkende Auftreten Putins mit freiem Oberkörper genüsslich auf dem Tapet ausbreitet. Das hat ja wirklich etwas, als hätte Putins PR-Abteilung zuviel "Brokeback Mountain" gesehen. Kurz: der einzige, den Nuhr hier verächtlich macht, ist Putin selbst. Und das ist angesichts dessen schäbigen Verhaltens hinsichtlich unsereins durchaus legitim.
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#44 BuntesUSchoenesEhemaliges Profil
  • 03.03.2018, 17:19h
  • Nachdem ich das Video angeschaut habe, kann ich sagen: witzig ist das nicht, was Nuhr so äußerte. Und ich finde, jeder hat das Recht, seine Empfindungen darüber äußern zu dürfen, egal ob das jemand witzig oder nicht witzig findet. Darüber zu streiten, bringt nichts, weil das jeder anders aufnimmt.
    Insofern ist es etwas rücksichtslos, zu sagen: "Nun seid doch nicht so mädchenhaft und steht drüber."
    Erstens ist es nicht typisch mädchenhaft, sich verletzt zu fühlen - das kann jeder Mensch empfinden. Und zweitens ist es eben eine individuelle Sache, was jemand lustig findet oder nicht.
    Das wäre so als würde jemand sagen: "Jetzt mach doch nicht solch einen Stress, Volksmusik ist doch klasse - das kann man sich anhören." Tja, das kann man aber nicht jedem überstülpen. Jede/r hat ihren/seinen Geschmack und ihr/sein eigenes Empfinden, und danach richtet sich der individuelle Geschmack und auch der individuelle Humor.

    Ich persönlich finde das, was Nuhr geäußert hat, eine Spur zu viel und eine Spur daneben. Er hat zwar an Putin appelliert und damit deutlich gemacht, dass er Putins Politik kritisiert, was ich gut finde, aber er schwenkte sofort wieder in sein typisches Denkmuster um und machte eben Sprüche über Schwule, die ich, aus meiner Sicht, nicht humorvoll finde, sondern abwertend. Wenn ich schwul wäre und in dieser Show gesessen hätte, dann hätte mir das weh getan und ich hätte mich definitiv unwohl gefühlt.
    "Hinten," "Popoträume" - ich weiß ja nicht, was sich Nuhr unter Homosexualität vorstellt, aber offensichtlich reduziert er es genauso auf die Sexualität wie viele in der Gesellschaft.

    Und da beginnt für mich das Bedenkliche, und da kann ich Johannes Kram zustimmen:
    Nicht der Comedian in seiner Person soll kritisiert werden, aber das, was er da äußert. Und das ist erlaubt. Denn auch Autoren und Musiker werden beurteilt und erhalten entweder Lob oder Kritik. Und so ist es auch bei Comedians. Deshalb verstehe ich nicht, weshalb sich nun Nuhr und Herr von der Lippe gegen diese Kritik wehren. Ok, vielleicht empfinden sie ihre Äußerungen nicht als homophob, aber es kommt definitiv für manche abwertend rüber. Und da muss man sich als Comedian schon gelegentlich reflektieren und überlegen, welche Gruppe von Menschen man sich da eventuell gegen sich aufbringt.
    Was Comedians äußern, hat schon eine Wirkung beim Publikum und geäußerte Sätze bleiben unbewusst in Erinnerung. Und können im Alltag ganz unüberlegt wiederholt werden. Wenn nun einige Zuschauer sowieso schon homophob sind und dann sowas in einer Show hören, kann das zusätzlich dazu beitragen, dass sich diese Person bestätigt fühlt und solche Sprüche im Alltag anwendet.
    Und spätestens jetzt ist es eben für die meisten der LSBTTIQ definitiv nicht mehr lustig.
    Wer möchte im Alltag "Popoträume" und ständig das Wort "hinten" oder "von hinten" in Bezug auf Homosexualität hören? Das stört beim ersten Mal vielleicht noch nicht sehr, nach dem 100. Mal schon eher.
    Die Tatsache, dass sowas auf der Bühne geäußert wird, macht für mich das ganze nicht lustiger. Ich möchte das weder auf einer Bühne hören, noch im Alltag.
    Wenn es manche Schwule gibt, die das nicht lustig finden, was machen sie dann automatisch? Genau: sie gehen erst gar nicht hin. Und da es nicht nur einen Comedian gibt, der solche Sprüche klopft, müssen sich manche Schwule tatsächlich überlegen, zu welchem Comedian sie gehen wollen, ohne was hören zu müssen, dass sie eventuell verletzen könnte.
    Und da ist der Punkt angelangt, wo es schon ein Problem darstellt und diese Situation einfach nicht mehr lustig oder witzig ist.

    Wer es lustig findet, bitte, lachen ist erlaubt.
    Aber diejenigen, die es nicht lustig finden, werden automatisch ausgegrenzt und als humorlos abgestempelt. Oder wie hier schon einer gesagt hat: sie sollen doch nicht so "mädchenhaft" sein. Das finde ich fragwürdig.
    Wenn ich Comedian wäre, würde ich mir auf jeden Fall überlegen, ob ich ein Teil der Gesellschaft gegen mich haben möchte, oder ob ich mit meiner Show dafür sorgen kann, dass ich einerseits viele Fans und Zuschauer habe und andererseits, was ich was für Toleranz tun kann.

    Ich schaue Nuhr nicht. Dass Herr von der Lippe allerdings auch nen abwertenden Spruch von sich gab, überrascht mich negativ. Ich hatte ihn bisher positiv in Erinnerung.
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#45 DannyDavidAnonym
  • 03.03.2018, 18:12h
  • Dieter Nuhr hat stääändig in seinen Programmen gesagt, dass er sich für die Ehe für All einsetzt! Jedes Jahr in seinem Jahresrückblick spricht er positiv für uns! Einfach mal die Ohren aufsperren!

    Jürgen v.d. Lippe ist ebenfall kein homophober! Im Gegenteil! Er hat sogar den Wisch unterschrieben, der von Merkel damals die Ehe Für Alle gefordert hat.

    Satire darf alles, dafür haben wir Satirefreiheit! Was habt ihr euch über Erdogan aufgeregt, als er eben dieses von Böhmermanns Gedicht nicht anerkannt hat!

    Einfach mal drüber nachdenken! Kümmert euch lieber um die wirklich homophoben in unserer Gesellschaft, die AfD, Kramp-Karrenbauers etc....
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#46 KMBonnProfil
  • 03.03.2018, 18:14hBonn
  • Ich sehe die Diskussion als lächerlich und an den Haaren herbeizogen an. Ein für den Autor willkommenes PR-Mittel, um sein Buch zu vermarkten.

    Das mag den Autor und seinen Verlag freuen - aber langfristig tut man sich, auch was die Glaubwürdigkeit als Autor betrifft, damit keinen Gefallen.

    Sicher mögen manche der Witze oder der Stil Nuhrs oder JvdLs diskussionswürdig sein, aber den beiden deswegen Homophobie zu unterstellen?
    Blödsinn.

    In meinen Augen müssen sich die beiden Comedians für nichts entschuldigen.
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#47 andreAnonym
  • 03.03.2018, 18:27h
  • Antwort auf #14 von Bernharf
  • Stimmt. Mimosenhaft. Auf den Punkt getroffen. Dünnhäutig triffts auch. Ausserdem ist das lediglich die Meinung einer einzelnen Person. Auch Artikel, in allen Medien, Online-Ausgaben und Print-Ausgaben, sind immer nur die Meinung von Einzelpersonen. Meist steht sogar der Autor dabei. Wer sich beeinflussen läßt, kann das ruhig tun. Natürlich habe ich meine Favoriten. Letztendlich zählt aber nur die eigene Meinung.
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#48 SchwulerMannAnonym
#49 BuntesUSchoenesEhemaliges Profil
#50 BuntesUSchoenesEhemaliges Profil

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